„Gesetzeslücken, die ausgenützt werden“

Die Lübecker Nachrichten greifen das Thema Motorradlärm auf: Die Auspuffklappen und die Technik der Geräuschveränderung, die stark an das VW Debakel in den USA erinnert, war den Nachrichten eine Nachricht wert. Die Normwerte werden auch bei den Motorrädern nur eingehalten, wenn der Prüfzyklus erkannt wird. Wird das Motorrad jedoch rasanter beschleunigt oder schneller gefahren als in der Norm definiert, sind die Auspuffklappen offen. Die PS-starken Fahrzeuge seien dann oftmals mehr als doppelt so laut, kritisiert der Umweltverband BUND. In die Kategorie falle beispielsweise das Spitzenmodell eines namhaften deutschen Herstellers.

Interessantes Zitat eines Motorradhändlers: „Da gibt es nichts drumrum zu reden. Das sind Gesetzeslücken, die vom Hersteller ausgenutzt werden“, bestätigt Jörg Vauth, Geschäftsführer beim Lübecker Fachhändler „House of Thunder“, die Vorwürfe der Umweltschützer. Auch einige seiner amerikanischen Modelle hätten Klappen eingebaut, mit denen die Maschinen nur im für Messungen vorgeschriebenen Drehzahlbereich leise genug seien.

Die Lage führe zum Paradoxon, dass etliche Sportmotorräder mit Straßenzulassung und Klappenauspuffen auf abgesperrten Rennstrecken wie dem Nürburgring aus Lärmschutzgründen nicht gefahren werden dürfen, kritisiert der BUND. Dort nämlich sei der lauteste Betriebszeitpunkt entscheidend. Der Arbeitskreis Motorradlärm fordert deshalb eine Korrektur der rechtlichen Rahmenbedingungen: Entscheidend müsse das lauteste Geräusch sein, das ein Motorrad erzeuge. So lange die Politik nichts gegen den Auspuffklappen-Trick unternehme, helfe auch die fürs kommende Jahr angekündigte Absenkung des Fahrgeräuschwerts auf 78 dB (A) nichts. Der TÜV widerspricht. Ab 2016 werde die Gesetzeslücke durch ein neues Prüfverfahren geschlossen. Anmerkung der Redaktion: Vielleicht sollte sich der TÜV Nord mal mit seinen Südwest-Kollegen ins Benehmen setzen. Die haben nämlich auf dem Flugplatz Lahr das neue Verfahren untersucht – von Schließen der Gesetzeslücke kann keine Rede sein.

Veröffentlicht in Allgemein, Gesetze, Medienberichte, VAGM
23 Kommentare zu “„Gesetzeslücken, die ausgenützt werden“
  1. Max Dobler sagt:

    Frage mich schon immer, was der Fahrer mit seinen Imponiergeräuschen genau bezweckt und ob ihnen eigentlich nicht klar ist, dass sie das Gegenteil erreichen…

    Wenn mir so einer entgegen kommt, denke ich zumindest, dass das nur wieder so ein mittelalterlicher, fettleibiger, überhaupt nicht cooler (da helfen auch kein Bart, keine Tattoos und keine Sonnenbrillen) V*llpf*sten kommt, dessen Lautstärke umgekehrt proportional zu seinem Hirn, Charakter und möglicherweise auch zu seinem P**** ist.

    Wer fährt denn noch gerne sinnlos in der Gegend rum, verschmutzt die Umwelt und überzieht meist schöne Naturlandschaften mit akustischer Gülle? Ja richtig, eine aussterbende Gattung mit Angebergehabe und keinen echten Hobbies, wie echter Sport, weil sie dafür schlichtweg zu lange auf ihrem fettem A**** hocken.

    Cool? Nein!

    Also Freunde, wenn ihr gerne mit dem akustischen Hirnschi**-Zeiger auf Euch zeigt, bitte weiter so…

    Ich glaube hier liegt das Problem. So lange ihr meint, ihr wärt cool, werdet ihr auch Eure *d*oten-Lobby haben. Wird mal Zeit, dass Euch einer die Wahrheit sagt…

    • Karl sagt:

      Endlich mal wieder ein konstruktiver Beitrag. Aber so kennen wir diese Homepage. Man muß sich halt treu bleiben und die Beiträge veröffentlichen, die das „Problem“ aus allen Blickrichtungen beleuchtet. Hut ab, vor dieser gut recherchierten und zielführenden Kritik!

    • Suzitreiber sagt:

      Seit 20 Jahren fahre ich Motorrad. Derart beleidigt wie von Max Dobler wurde ich noch nie! Es zeigt aber auch wie der Hass uns Motorradfahrern unverblümt, von Anwohnern , entgegengebracht wird! 2015 wollte mich sogar ein Anwohner in Münnerstadt vom Bike holen. Der hat mir aufgelauert und dann mit seinen Audi meine Weiterfahrt verhindern wollen! Erschreckend! Ich fahre eine GSX S-1000 von Suzuki. Die ist so laut, dass ich mich manchmal richtig prollig fühle. Schuld daran ist aber die Industrie die schon an die Grenze des Machbaren, in Sachen Lautstärke, geht. Sonst hatten eben nur die Prollos die Krawalltüten drann, jetzt auch ich: 38 Jahre verheiratet 2 Kinder und Ohrensausen nach der Fahrt…

      • Reto sagt:

        Hallo,
        Ihr Motorrad wurde offensichtlich nicht dafür gebaut, bei Anwohnern Punkte zu machen. Haben Sie aber bestimmt schon bei der Probefahrt gemerkt. Der Spiegel zitiert den Entwickler Ihres Fahrzeugs: „Unsere GSX-S1000 muss ein Biest werden.“ Es ist offensichtlich nichts für Zartbesaitete.

      • Gerd sagt:

        Schuld? Watn Quatsch !Dat Ding ist wahrscheinlich wie viele andere Moppeds zugelassen und legal unterwegs.So what? Diese Nörgler wird es immer geben, auch wenn die hochgelobten E-BIkes mit 10 dB untwerwegs sind.Höchstwahrscheinlich wird dann dagegen gewettert, daß die ganzen Deppen auffe Strasse laufen und umgefahren werden, weil die Moppeds so leise geworden sind. Man muß ja was haben, über das man sich beschweren kann.

        • Anwohner sagt:

          „Dat Ding ist wahrscheinlich wie viele andere Moppeds zugelassen und legal unterwegs.“

          Das mag sein. Autos mit Euro 1 Diesel waren auch mal legal zugelassen und dürfen nun nicht mehr in die Umweltzonen. Mein Vorschlag ist deshalb, dass alle zugelassenen Motorräder im Rahmen der TÜV-Prüfung erneut auf den maximal möglichen Lärm geprüft werden (nicht Tempo 50 in gleichmäßiger Vorbeifahrt, sondern Vollgas-Beschleunigung mit offener Abgasklappe etc.) und dass nur solche Motorräder zukünftig in Umweltzonen einfahren dürfen, die dabei nicht über einen genau definierten Grenzwert kommen. Dass dann die saumäßig lauten Harley Davidson Motorräder zukünftig „draußen bleiben“ müssen, wäre ein Segen für die Bevölkerung in Ballungszentren. Niemand will diesen unnötigen Krach dort.

          „Diese Nörgler wird es immer geben, auch wenn die hochgelobten E-BIkes mit 10 dB untwerwegs sind.“

          Nein, „diese Nörgler“ wird es dann nicht geben, weil E-Bikes deutlich leiser sind. Ich kann nicht nachvollziehen, weshalb Sie vermuten, dass es dann „diese Nörgler“ immer noch geben sollte.

          Übrigens wurde den Nichtrauchern immer vorgeworfen, auch bei einem Rauchverbot noch gegen Raucher vorzugehen. Ist das eingetreten? Nein, ist es nicht. Auch das vorhergesagte Kneipensterben ist nicht eingetreten. Im Gegenteil: Die meisten Lokale bersten. Und die Gäste können belästigungsfrei essen und trinken.

          • Gerd sagt:

            schonm mal aufm Kiez in Hamburg gewesen und verglichen, wo mehr los ist? In den Kneipen, in denen auch heute noch legal gequalmt werden darf oder in denen wo es nicht erlaubt ist, weil zu groß oder Speisen angeboten werden? Oder wo bei Partys in Rauchverbotslokalitäten die meisten Besucher sind ? vor der Tür !Soviel zum Rauchverbot. Auch heute ist das Einfahrverbot in Umweltzonen doch schon ohne Probleme zu umgehen – grüne Plaketten bekommste nachgeschmissen also warum sollte es dann bei Moppeds anders sein. Ein fröhliches Hallali!

        • schlecht argumentiert sagt:

          aha, mit dem Argument kann man jeden Einwand, berechtigt oder nicht, von der Hand wischen. Immer diese Nörgler…

          Aber so einfach ist das nicht (bzw. eigentlich schon)

          Gesundheit gegen Spaß. Welcher Wert ist wichtiger? Die Antwort darauf ist eindeutig, es sei denn man ist gerne bewusst asozial…

          • Sepp sagt:

            genau, mein Reden. Endlich mal jemand der es erkennt. Spass geht in allen Belangen vor. Danke, es gibt doch noch vernünftige Menschen.

    • Pfui sagt:

      Ein charakterloser Angriff auf charakterlose Fahrer…

      Klar, Beschimpfungen sind niemals sachlich. Trotzdem finde ich es richtig, dass lärmende Biker auf sich aufmerksam machen wollen und dabei eigentlich nur zeigen, dass sie ein Problem mit ihrem Selbstwertgefühl haben. Wieso sonst sollte man versuchen, mit Lärm zu imponieren?

      Das würde ich gerne mal von einem Biker aus psychologischer Sicht erklärt bekommen… Das landläufige „es klingt schön/geil/gehört dazu“ reicht nicht. Warum klingt es schön?

      Der Klang ist eine Botschaft, die da lautet:
      – Ich habe eine große, wuchtige Maschine.
      – Ich bin ein toller/harter/erfahrener Biker
      – Regeln sind mir als Biker egal, es geht um meine Freiheit, darum rase und lärme ich

      Vielleicht habe ich ja etwas vergessen… Bitte liebe Biker, ergänzt doch mal, warum eine Maschine laut sein muss ;-)

      Respekt vor denjenigen Bikern, die sich vom Gruppenzwang und Pöbeltum nicht beirren lassen und Freiheit anders definieren….

      • Karl sagt:

        Laut ist Definitionssache. Nur weil einige Menschen meinen , es wäre etwas „zu laut“ , kann es dies per Gesetz natürlich sein, muß es aber nicht. Die meisten Moppedfahrer bewegen sich im Rahmen der Gesetze, ob dies nun gefällt oder nicht. Diejenigen die darüber hinaus „lärmen“ gehören reglementiert.
        Wenn wir das Ganze Richtung „Klang“ lenken, dann ist doch klar, warum Mopped – genau wie Autofahrer Soundoptimierung betreiben. Man möchte sich von der Masse abheben, etwas individuelles haben. Wie in allen anderen Lebensbereichen auch, wo Menschen nach Individualität streben. Nur weil andere Menschen meinen , sich gestört zu fühlen, muß noch lange kein gesetzeswidriges Verhalten dahinter stecken. Es gibt Grenzwerte, an die sich die meisten Hersteller und Fahrer halten, somit ist die ganze polemische Diskussion und Fragestunde von „Pfui“ nur Rumnörgelei. Wenn Ihnen die bestehenden Gesetze nicht passen, setzen Sie für eine Änderung ein.

        • pfui² sagt:

          Laut ist Definitionssache. Aha? Das ist auch Schmerz oder Gestank oder schlechte Argumentation…
          Ich zitiere:
          Das Umweltbundesamt führt seit einigen Jahren eine Umfrage zum Thema Lärm durch, an der schon über 70.000 Menschen teilgenommen haben. Ergebnis: „Die Hauptursache für Lärmbelästigungen ist Straßenverkehr. Jeder zweite fühlt sich dadurch gestört“, sagt René Weinandy, der das Fachgebiet Lärmminderung im Verkehr am Umweltbundesamt leitet… Zudem „löst Lärm im Körper Stress aus“, ergänzt Weinandy. Das bedeutet, unser Organismus schüttet Stresshormone aus, der Blutdruck steigt und das Herz schlägt schneller. „Wer tagsüber dauerhaft Straßenverkehrslärm in Höhe von 65 Dezibel oder mehr ertragen muss, hat ein höheres Risiko einen Herzinfarkt zu bekommen“.

          Nur weil einige Menschen meinen , es wäre etwas „zu laut“…

          Wie bitte? Einige Menschen? Jeder zweite meint das. Informieren Sie sich doch mal! Und nein, Lärmspitzen von über 80db. sind nicht nur etwas zu laut!

          …Die meisten Moppedfahrer bewegen sich im Rahmen der Gesetze, ob dies nun gefällt oder nicht. Diejenigen die darüber hinaus „lärmen“ gehören reglementiert.

          Sehr naiv von Ihnen. Hauptsache es ist legal. Dass einige Bereiche vom Gesetz nicht ausreichend oder nicht ausreichend klar reglementiert sind, entgeht Ihnen völlig. Das Gesetz muss sich ständig anpassen. Heutige Motorräder sind a) zahlreicher b) wieder lauter als es noch damals bei Beschluss des Gesetzes der Fall war. Außerdem gibt es auch noch eine ökonomisch – nicht ökologisch – interessierte Lobby. Am schlimmsten wiegt aber Ihr völliges Missverständnis von „Gesetz“. Nur weil etwas legal ist, muss es noch lange nicht richtig sein. Wahrscheinlich haben Sie Ihren Geschichtsunterricht verpennt…

          Wenn wir das Ganze Richtung „Klang“ lenken, dann ist doch klar, warum Mopped – genau wie Autofahrer Soundoptimierung betreiben. Man möchte sich von der Masse abheben, etwas individuelles haben. Wie in allen anderen Lebensbereichen auch, wo Menschen nach Individualität streben.

          Jaja, jeder möchte individuell angeben. Wollten Sie sich wirklich „abheben“ oder unterscheiden… Wiee wäre es dann mit leise statt laut? Das wäre wirklich individuell, sprich „einzigartig“, aber Sie verstehen die Ironie Ihres Krach-Individualismus natürlich nicht… Sie meinen Sie könnten sich abheben, indem Sie den gleichen Krach wie tausende andere fabrizieren? Na, merken Sie den Widerspruch? Jedenfalls war dieser Teil Ihrer Antwort ein Versuch, das akustische Imponiergehabe zu erklären. Wissen Sie, wenn ich mich entschließe, mein Haus individuell zu bauen, dann schreitet das Bauamt ein. Wenn ich mich entschließe, mich individuell zu kleiden, schreitet niemand ein, weil es niemanden etwas angeht. Bei Lärm gibt es aber eindeutige Grenzen, weil es um Gesundheit geht. Wollen Sie alle Betroffenen als Nörgler hinstellen und die medizinische Forschung zum Thema Lärm von der Hand wischen?! Sehr arrogant, wie ich finde…

          Es gibt Grenzwerte, an die sich die meisten Hersteller und Fahrer halten, somit ist die ganze polemische Diskussion und Fragestunde von „Pfui“ nur Rumnörgelei.

          Es gibt auch Grenzwerte an Naivität… OK, schon gut. Nicht zu polemisch, aber wenn man schon ein Nörgler ist… So, diese Grenzwerte werden aber de facto nur im vorhergesehen Messbereich eingehalten. Das ist eine bewusste Verarschung der Anwohner oder wollen Sie etwa behaupten, die „guten“ Hersteller halten sich brav ans Gesetz? So naiv sind Sie doch wirklich nicht oder täusche ich mich etwa… Nein, kann nicht sein… Sie wollen doch nur den Lärm verteidigen. Alles legal, alles super. Wieso dann so ein absurdes Messerverfahren?

          Wenn Ihnen die bestehenden Gesetze nicht passen, setzen Sie für eine Änderung ein.

          Mach ich, nur leider gibt es zu viele von Euch und gar nicht soooo viele von uns… Und wir stellen auch nichts her und verdienen Geld mit unserer „Betroffenheit“…
          Wenigstens kann ich hier meine Meinung äußern und hoffentlich schämen Sie sich mit Ihrer lauten Maschine. Wenn nicht, schön für Sie, dann wünsche ich viel Vergnügen mit Ihrem feinen Charakter und Ihrem individuellen Vergnügen an ihrem soundoptimierten Krad und Ihrer Gewissheit, ganz legal andere Menschen in Ihrer Freizeit zu erfreuen. Super Typ!

          • jens sagt:

            @pfui
            Endlich mal ein sachlicher Beitrag. Gut recherchiert und aufbereitet. Respekt! Wenn die Mitstreiter in Sachen Lärmreduzierung alle auf diesem Level argumentieren und Probleme lösen wollen, dann kann man dem Vorhaben sehr gute Chancen einräumen, etwas zu erreichen. Vielleicht nicht in den nächsten Jahrzehnten aber doch bestimmt in naher Zukunft. Weiter so!

        • @jens sagt:

          Sarkasmus ist eine Waffe, mit der man mangelnde Argumente überdecken kann…

          Wieso gehen Sie dann nicht inhaltlich auf die Argumentation von pfui² ein? Unter Ihrem Niveau? Bitte, machen Sie doch eine Ausnahme… Geben Sie bitte Ihren Senf zu

          – Lärm und Gesundheit
          – „Sound“ und Wirkungsabsicht
          – Werbebotschaft, sinkende Verkaufszahlen und Lobby
          – dem Messverfahren

          hinzu… Bin gespannt, welche Überzeugungskraft Sie mit Ihren Argumenten entfalten werden und wenn Sie schon dabei sind, dürfen Sie sich gerne auch eine unsachliche Pointe gegen diese spießigen Querulanten und Nörgler erlauben, die nichts Besseres zu tun haben, als auf ihr gar nicht vorhandenes Problem hinzuweisen. Schließlich sind sie ja selbst schuld. Einfach das Haus verkaufen oder gar nicht erst in der Nähe einer Straße leben bzw. schon gar nicht erst in einer schönen, kurvenreichen Landschaft…

          So Jens, ich warte =)

    • Marcel sagt:

      Na Gott Sei Dank bin ich weder mittelalterlich, noch fettleibig und trage weder Bart, noch Tattoos.

      Und ich möchte mich zu tiefst dafür entschuldigen, dass ich mit dem Klang meines Motorrads schlafende Autofahrer wie dich aufwecke, wenn sie gerade wieder dabei sind, die Bäume am Straßenrand zu zählen…

      Wenn dus genau wissen willst: Eingetragene 91dB, gemessene 93dB bei halber Nenndrehzahl und 119dB bei 11.500 Umdrehungen. Es liegt in meiner Hand, mit welcher Drehzahl ich fahre. Wenn ich aber in der Ortschaft im 4. Gang vor mich hin tuckere und mir einer wie du entgegen kommt, der vielleicht noch mit dem Finger auf den bösen Motorradfahrer zeigt, dann schalte ich für dich gerne runter in den ersten Gang, damit ich mir im Rückspiegel anschauen kann, wie toll du dich aufregst.

      • Keimrich sagt:

        Oh Euer Hoheit! Bitte dreht nicht so am Lärmschalter. Ihr wisst: Ihr habt es in der Hand. Während die anderen Rollatoren schieben oder Bäume zählen, bewahrt Ihr die Übersicht und weckt uns bei der Gefahr, die durch Euch droht.
        ****
        DBDBHKP!

  2. Anwohner sagt:

    „Seit 20 Jahren fahre ich Motorrad. Derart beleidigt wie von Max Dobler wurde ich noch nie!“

    Es ist ganz bestimmt nicht angemessen, wenn sich Menschen in so einer Diskussion beleidigen. Der Kommentar von Max Dobler überschreitet aus meiner Sicht die Grenze des guten Benehmens.

    Man darf aber nicht vergessen, dass lärmende Verkehrsteilnehmer (und da werfe ich den lauten Motorradfahrer einfach mal in einen Topf mit den Fahrern überlauter „Sport“-Wagen, die zum Zwecke der Lärmsteigerung eine Abgasklappe oder leere Töpfe etc. verbaut haben) einen aggressiven Angriff auf alle betroffenen Anwohner und Passanten vornehmen. Diese Art des Lärms macht krank und dementsprechend ist die Reaktion von Anwohnern und Passanten eben kein Angriff, sondern Selbstverteidigung.

  3. Noch ein Anwohner sagt:

    Max Dobler’s Kommentar ist unter der Gürtellinie, auch wenn ich vom Krach angezogene, extra-laute Biker auch nicht cool finde, sondern eher zu bemitleiden.

    Ja, schade, dass manche dieser Bikes wegen ihrer Lautstärke nicht auf dem Nürburgring fahren dürfen, aber auf Straßen scheint das kein Problem zu sein. Ich stimme dem Vorredner @Anwohner zu, dass ein vernünftiger Test gut wäre.

    Wieso muss es überhaupt so aufwendig sein? Wäre es nicht einfacher, das Bike aufzubocken und mal ordentlich aufzudrehen und den Maximallärm zu messen? WEnn der – meinetwegen über 90 DB – muss ja nicht gleich 80 sein – dann sollte das Bike nachgebessert werden.

    Luftgdruckwaffen mit einer Energie über 7,5 Joule waren auch mal erlaubt, dann wurde das Waffengesetz verschärft und plötzlich waren auch die alten nicht mehr legal, will heißen, wenn die Industrie und die von ihr verblendeten Biker so weiter machen, wird sich etwas ändern, weil sich die Vernunft doch durchsetzen wird…

    Meine Güte, ich dachte Motorradfahren hat etwas mit Freiheit zu tun und nicht mit andere Leute nerven. Zum Glück gibt es auch viele, viele, die das kapieren.

    Was das Gesetz anbelangt. Es gibt noch weitere Vorschriften bzgl. Freizeitlärm und der Pflicht zum umsichtigen Fahren, die, wenn sie richtig ausgelegt werden, auch zur Lärmminimierung verpflichten. Der Gesetzgeber kann ohne weiteres die Prüfvorgaben verändern und schwups sind viele Bikes illegal bzw. müssen nachgerüstet/abgerüstet werden. Im Gesetz steht nirgendwo, dass Emissionen über 80 DB legal sind… Also fühlt euch mal nicht zu sicher…

  4. Peter sagt:

    Allein durch den Straßenverkehrslärm in Deutschland entsteht ein Schaden von rund 9,1 Milliarden Euro, jährlich!
    Das bezahlen wir alle, ob über die Krankenkasse, die Steuern, den Wertverlust an Immobilien und unzählige mit ihrer Gesundheit oder gar mit ihrem Leben.
    Im Zuge der EU-Lärmaktionspläne werden die Milliarden gleich bündelweise verheizt, obwohl genau dort die Grenzwerte und Messverfahren für Verkehrslärm „festgelegt“ werden.
    Anstelle den Lärm an den Quellen zu verhindern wird er unter Mitwirkung der Fzg.-Lobbyisten zuerst erzeugt und dann mit Milliardenaufwand zu reduzieren versucht. Ein riesen Geschäft vom Verkauf der lauten Fahrzeuge/Zubehör über bauliche lärmmindernde Maßnahmen bis hin zur Schlaftablette wird ein Umsatz generiert und das Volk so richtig zur Kasse gebeten.
    Wer nun glaubt mit einem Strafzettel für zu schnelles oder zu lautes Fahren „abgezockt“ zu werden, der sollte sich über diesen lobbygesteuerten EU-Schwachsinn und die damit verbundenen Kosten für die Allgemeinheit im Net informieren, ich jedenfalls komme mir so richtig verarscht vor.

  5. Marcel sagt:

    Ich bin gerade mal wieder echt sprachlos über die Unwissenheit von so manchem Lärmgegner.

    Der Vergleich mit dem Abgas Skandal von VW und die Aussage „Die Normwerte werden auch bei den Motorrädern nur eingehalten, wenn der Prüfzyklus erkannt wird.“ sind mal völlig daneben.

    Da sprechen wieder Leute, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben und irgendwo wieder irgendetwas mit einem Ohr aufgeschnappt haben.

    Ein Klappenauspuff beim Motorrad funktioniert bei 80% der Motorräder mit diesem System IMMER! In jedem Fahrzustand. Die restlichen 20% sind Motorräder, bei denen die Klappe manuell geöffnet und geschlossen werden kann und da dient es in der Tat nur der Lärmerzeugung, so z.B. bei Harley Davidson. Der serienmäßige Klappenauspuff bei Sportmotorrädern wird dagegen vollautmatisch und drehzahlabhängig gesteuert. Denn entgegen der Meinung, die hier offensichtlich vorherrscht, dient die Auspuffklappe bei Sportmotorrädern nicht einzig und allein der Erhöhung des Lärmpegels. Die Auspuffklappe verändert den Staudruck im Auspuff und sorgt so für eine Verbesserung der Leistungs- und Drehmomentkurve und somit für einen besseren Durchzug der Maschine. Dass das Motorrad beim öffnen der Klappe lauter wird, ist ein Nebeneffekt, der der Lärmmessung zugute kommt. Denn den eigentlichen Effekt, nämlich den Drehmomentzuwachs und bessere Leistungsentfaltung, möchte man immer haben. Und nicht nur auf dem Prüfstand. Von daher ist die Aussage Blödsinn, dass der Klappenauspuff nur für Prüfstandsläufe angebaut wäre…

    Die Software von VW dagegen wird in der Tat nur dann Aktiv, wenn das Auto erkennt, dass es auf einem Prüfstand steht. Das ist etwas komplett anderes…

    Ich bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen und sie macht für mich den Eindruck, als wüssten die Seitenbetreiber nicht, wovon sie reden. Wenn solche Berichte veröffentlicht werden, dann sollte man schon einmal etwas genauer recherchieren.

    • Keimrich sagt:

      Danke für den Hinweis. Wir halten fest: Bei Sportmotorrädern dienen die Auspuffklappen zur Lärmsteigerung UND zur Leistungssteigerung. Das ändert die Sachlage natürlich völlig.

    • Keimrich sagt:

      @Marcel: Sie schreiben: „Eingetragene 91dB, gemessene 93dB bei halber Nenndrehzahl und 119dB bei 11.500 Umdrehungen.“
      Und beweisen damit, dass Sie die Zusammenhänge von Standgeräusch und Fahrgeräusch nicht verstanden haben. Ein wenig mehr Sprachlosigkeit – wie Sie äußern – wäre bei Ihnen wirklich angebracht. In diesem Fall über die eigene Unwissenheit und die Aussagekraft Ihrer Werte.

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