Bayerischer Wald ächzt unter Krachpiloten

Unerwartete Unterstützung erhält unsere Initiative von der Jungen Union aus Bayern. In Sankt Englmar im Bayerischen Wald zeigt sich das gleiche akustische Bild wie in vielen Naherholungsgebieten Deutschlands: „Sportfahrer“ auf zwei Rädern terrorisieren die Region und belästigen die klassischen Touristen. Den Bayern geht es dabei nicht darum, alle Biker über einen Kamm zu scheren – sondern sie suchen nach Mitteln und Wegen, die im Beitrag zitierten fünf Prozent aus dem Verkehr zu ziehen, die das Urlaubsidyll schädigen. Der V.A.G.M. geht zwar von 30 Prozent aus – aber Wurscht: Jedenfalls ist dagegen auch in Bayern noch kein Kraut gewachsen. Schön, dass die Junge Union was tut für die Anwohner.

 

Ausriss aus dem Bayerwald Bote: Die Junge Union wird aktiv.

Ausriss aus dem Bayerwald Bote: Die Junge Union wird aktiv.

Veröffentlicht in Hotspots, Medienberichte, Polizei, VAGM
10 Kommentare zu “Bayerischer Wald ächzt unter Krachpiloten
  1. Harald Dengler sagt:

    Schön, dass sich endlich auch etwas im Bayerischen Wald tut. Ich wohne in der Nähe des Arbers, wo eine beliebt Motorradstrecke liegt. Gerade am Wochenende und an Feiertagen ist es hier oft kaum noch auszuhalten. Sogar auf den höchsten Bayerwaldgipfel hört man sie. Man muss sich wirklich fragen, warum viele Fahrer der Sound so anmacht und mutwillig manipuliert wird. Ich verstehe das nicht. Schade um die schöne Natur!

  2. Es gibt solche und solche! Natürlich gibt es die Motorradraser und Krawallfahrer, es gibt aber auch die Tourenbiker und diese soll und darf man nicht mit den anderen vermischen. Die Tourenfahrer unter den Motorradfahrern sind nämlich ein touristisches, positives ebenfalls steigendes Potential für unsere Region. Für die Raser gäbe es vielleicht auch die Option, dass man feste Radaranlagen als Dauereinrichtung installiert an den Straßenabschnitten wo diese besonders laut und schnell (also unangenehm) in Erscheinung treten.

    • Keimrich sagt:

      Das Problem dürfte sein, die Korrekten von den Unkorrekten zu unterscheiden. Mit einem tiefen Griff in die technische Trickkiste sind viele Motorräder heute ab Hersteller oder durch Zubehör weitaus zu laut und bei weitem die lautesten Verkehrsmittel. Die Frage, ob Sie in Bayern damit einen „sanften Tourismus“ hinkriegen oder vielmehr mit den Lärmern die anderen Touristen vertreiben, müssen Sie selbst beantworten. Im Sauerland wehren sich die Kommunen mittlerweile.

  3. straubinger helmut sagt:

    ich finde es für eine absolute frechheit, gezielt auf motorradfahrer loszugehen . was die sportwagenfahrer so treiben interresiert keinen menschen, die fahren wie die doofen in der gegend herum ob zu laut oder zu schnell, egal das macht nichts aber die motorradfahrer sind die bösen mädchen oder jungen egal wen ein walter röhrl, mit seinem porsche zu laut oder zu schnell wäre ist egal das ist ja der walter der darf. das hotel neben dem kramerwirt ist ja nur sauer weil es kein geschäft mit den motorradfahrern macht es ist nur neid und boshaftigkeit

    • saliger sagt:

      Scheinbar mit Herrn Straubinger wieder ein Anwohner, der die Sache differenziert sehen kann. Aber vergebens. Die Motorradfahrerlobby ist zu klein, zu schwach und zu unorganisiert, um sich gegen dieses Verallgemeinerungen effektiv zur Wehr zu setzen.

  4. Jean Flecker sagt:

    Wenn man sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen so ansieht, dann habe ich den Eindruck, die Motorradlobby arbeitet perfekt: Lärmnormen werden frei gestaltet, kleine Nummernschilder erkämpft, keine Rede von Halterhaftung, EU-AB maximal genutzt, und so weiter und so fort. Statt was auf die Mütze für asoziales Verhalten oder Hang zur Gesetzlosigkeit gibt es Unterfahrschutz und Motorradgottestdienste. Jetzt gibt es sogr schon einen Polizistenclub, der die Rennerei von Amts wegen protegiert http://www.rennleitung110.de – da kommt mir alngsam das große Kotzen vor lauter Lobbyarbeit!!!

  5. saliger sagt:

    Auch wieder nur Verallgemeinerungen und Vorurteile und auch noch schlecht recherchiert.
    Geräuschvorschriften wurden in den letzten Jahren immer weiter verschärft, wie in allen Bereichen. Somit auch für neue Krafträder. Noch vor ein paar Jahrzehnten konnten Motorräder generell legal mit über 100 dB Standgeräusch betrieben werden. Heute bis auf ein paar Ausnahmen nicht mehr möglich. Rasenmäher, Benzintrimmer etc. hingegen lärmen nur zum Vergleich mit immer noch zugelassenen 96 – 98 dB in Massen am Wochenende in jedem Vorgarten.
    Was haben Unterfahrschutz und frei organisierte Motorradgottesdienste (deren Sinn sich mir auch nicht wirklich erschließt, aber was solls) mit dem Verhalten von bestimmten Motorradfahrern zu tun? Halterhaftung ist generell für alle Verkehrsteilnehmer geltend, hat somit nichts mit Motorradfahren an sich zu tun.
    Daß es für bestimmte Typen von Fahrzeugen bestimmte Nummernschilder gibt, ist schon immer so gewesen – in der Landwirtschaft, für Sonder- und Importfahrzeuge zum Beispiel. Somit also kein Sonderrecht, Vorteil für Motorradfahrer etc.
    Rennleitung110.de: dort geht es um die Möglichkeit, das eigene Motorrad „abseits“ der normalen Strecke, außerhalb des öffentlichen Straßenverkehres kontrolliert auszufahren. So what?
    Sicher gibt es schwarze Schafe unter der Moppedfahrern, (wie unter allen anderen Verkehrsteilnehmern ) die durch die jeweiligen Gesetze im Zaum gehalten werden sollten. Initiativen wie zB. „motorradlärm.de“ dagegen machen durch Fehlinformationen (sei es aus Unwissenheit sei dahingestellt) und durch Verbreitung von Vorurteilen Stimmung gegen Motorradfahrer und die meisten Bürger, die überhaupt keine Ahnung von dieser Materie haben, springen auf das Thema an und sind der Meinung, daß die hier verbreiteten Informationen generell stimmen und auf einen Großteil der Motorradfahrer zutreffen. Aber die Menschen sind halt mittlerweile „Bildzeitungsniveau“ gewohnt.

    • Reto sagt:

      Verallgemeinerungen (und Vorurteile) finden sich auch bei Ihnen reichlich:
      1. Die Motorräder sind in den letzten Jahrzehnten leider nur auf dem Papier leiser geworden, wie u.a. die Untersuchungen des TÜV auf dem Flugplatz Lahr oder des Schweizer Radios DRS beweisen. Nachzulesen auf dieser Seite, weiter unten.
      2. Auspuffklappen umgehen die Normen, EU-ABE-Auspuffe ebenfalls. Das ist eindeutig das Werk der Industrie, gedeckt durch Normenarbeit (Lobby) und auf Forderung des Markets (Sie).
      3. Die Motorrad-Nummernschilder sind tatsächlich kleiner geworden, was zu einer Anonymisierung des Fahrers weiter beiträgt.
      4. Auch heute noch ist es legal, ein Motorrad mit 100 dB(A) Standgeräusch zu betreiben. Entscheidend ist das Fahrgeräusch, nur das ist begrenzt – das Standgeräusch ist nur ein irrsinniger Referenzwert. Allerdings sprengt das den Rahmen, Ihnen das hier zu erklären. Gggf. bei Rennleitung 110 nachfragen – die helfen bestimmt ;-)
      4. Bildzeitungsniveau ist es meines Erachtens, den einen Lärm gegen den anderen aufzurechnen. Dazu nur so viel: Wenn mein Nachbar am Sonntag Rasen mäht, dann drohen ihm bis zu 10.000 Euro Odnungsgeld. Ich kann auch mit ihm reden. Ich persönlich habe einen Rasenroboter (56 db). Mit einer anonymen Masse mit kleinen Nummernschildern kann man nicht reden. Und auch die Polizei rufen nutzt nichts, weil die keine Handhabe hat (Lobby).
      5. Recht haben Sie, wenn Sie sagen, dass hier nicht unterschiedslos gegen Motorradfahrer gehezt werden sollte. Wir gehen von bis zu einem Drittel aus, das mutwillig zu laut ist.
      Was ich bemerkenswert finde: Während Biker den Menschen, die sich hier melden, immer Verallgemeinerung unterstellen, ist auf Biker-Seiten ganz oft die Rede von Mittelspurschleichern, Senioren, die man aus dem Verkehr ziehen sollte und Typen, die Kippen aus dem offenen Fenster werfen und beim Fahren SMS tippen. Ja ja – immer die anderen – zur Not die Kirchenglocken.

      • saliger sagt:

        Sehen Sie, Verallgemeinerungen scheinbar auf allen Seiten. Die alle darauf basieren, daß eine bestimmte Gruppe Verkehrsteilnehmer sich nicht richtig verhält. Nur wird selten so ein Brimmborium um Mittelspurschleicher, Senioren und Kippenwerfer gemacht, die sicher genauso oft verkehrsgefährdend und nervend sind wie zu laute und zu schnelle Moppedfahrer. Es werden keine eigenen Homepages betrieben, auf denen Stimmung gegen Senioren gemacht wird. Und die Menschen differenzieren aufgrund der hier betriebenen Darstellungsweise nicht zwischen den „guten“ und „bösen“ Mopedfahrern. Dazu ist die Darstellungsweise hier zu sehr eingefärbt.

        • Reto sagt:

          Bitte vergessen Sie nicht: Hier melden sich auch Leute zu Wort, die massiv belästigt werden, die bei gutem Wetter oft keine ruhige Minute haben in Haus und Garten – nur weil ein paar Sportfahrer meinen, dass ein Lauter Auspuff Lebensgefühl vermitteln muss? Würden Sie da groß differenzieren?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*