„Die ersten Verrückten sind bereits wieder unterwegs“

Die Alpenpässe ächzen unterm Lärm: Ausriss aus der Tiroler Tageszeitung (Österreich).

Die Alpenpässe ächzen schon wieder unterm Lärm: Ausriss aus der Tiroler Tageszeitung (Österreich).

Wie wirkt sich das Versagen der Gesetzgebung (die ja eine europäische ist) auf die Alpenregionen aus? Verheerend! Die Tiroler Tageszeitung meldet wachsenden Unmut der Bevölkerung sowie das Engagement mehrerer Bürgermeister und der Regio­nalentwicklung. Das Land Tirol ist aktiv geworden. Es wird eine Reihe von Geschwindigkeitsbeschränkungen entlang der „Bikerrouten“ – allerdings für alle Verkehrsteilnehmer – geben. Damit hofft Tirol unfallträchtige Strecken zu entschärfen und Lärmreduzierungen zu erreichen. Doch hier wie da: Wer hält sich auf zwei motorisierten Rädern heute noch an Geschwindigkeitsbeschränkungen? Leidtragende: Erholungsregionen, Anwohner, Naturfreunde und Normalos.

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27 Kommentare zu “„Die ersten Verrückten sind bereits wieder unterwegs“
  1. Frank sagt:

    Wenn alle Motorradfahrer so einsichtig wären wie diese hier, dann gäbe es diese Seite nicht.

    Zitate aus dem Text der Tiroler Tageszeitung:
    „Einsichtig ein anderer: „Es handelt sich dabei um behördliche Maßnahmen im Kampf gegen Unfälle und Lärmbelästigungen durch Motorräder im Sommer. Was hat das mit Fahrspaßsteuer zu tun? Ich glaube, das ist eher die Dummheit der Motorradfahrer, die solche Maßnahmen auslösen.“ Andere Motorradfreaks können die Maßnahmen durchaus nachvollziehen: „Ist schon ne Art Schutz für uns selber. Da musst wirklich froh sein, dass die Strecken für Biker überhaupt noch offen sind.““

    Volle Zustimmung – den Aussagen dieser beiden Motorradfahrer ist nichts hinzuzufügen!

  2. Maike sagt:

    Und das in einem Land, das so vom Tourismus abhängt? Die Leute suchen dort Natur, Ruhe, Entspannung und Erholung. Was finden sie dort? Den gleichen Krach wie zu Hause!

  3. Josef sagt:

    Kommt mal nach Todtmoos an einem schnönen Wochenende, dann braucht Ihr nicht an den Nürburgring das könnt Ihr hier erleben und Todtmoos nennt sich Kurort. Aber vielleicht nicht mehr lange.

  4. Frank sagt:

    Hallo Josef, dass es in Todtmoos schlimm ist, glaube ich Ihnen. Jedoch muss man nicht so weit fahren. Hier im Ruhrgebiet haben am letzten Wochenende erstmals unsere Scheiben geklirrt – vielen Dank an die Hersteller, die immer mehr Klappenauspuffe mit überhöhtem Tiefsttonanteil verbauen. Vielen Dank an die Politik, die sowas einfach zulässt (-> email hidden; JavaScript is required, email hidden; JavaScript is required). Vielen Dank an die tiefsinnigen Motorjournalisten, die den Lärm immer wieder als hohes Kulturgut abfeiern. Vielen Dank an die vielen tollen Hechte, die auf unseren Straßen das Rohr stets bis zum Anschlag aufreißen – um damit ihre Minderwertigkeitskomplexe zu kurieren. Vielen Dank an die Polizei, die – außer in Mannheim – einfach nichts gegen den Krach unternehmen kann.

    Vielen Dank für überhaupt nichts!

    • R. Hoffmann sagt:

      Aber ein ganz besonderer Dank an die Politik:
      „Rücksicht nehmen ist ganz wichtig – die Rücksichtnahme der Autofahrer – daran kann ich nur appellieren – denkt dran, wir sind wieder da, WIR, die Zig-Zehntausenden von Motorradfahrern die unterwegs sind …“

      http://www.mw.niedersachsen.de/aktuelles/video-botschaften/Zukunftstag+im+Wirtschaftsministerium-126392.html

      Danke, lieber Herr Motorradminister Lies, dass Sie von den ANDEREN Rücksicht verlangen, denen Sie zu „Zigzehntausenden“ in riesigen sinnlos lärmenden Rudeln auf die Nerven gehen. Danke, für so viel Rücksicht Ihrerseits auf die 13 Millionen Anwohner mit den „klirrenden Scheiben“.

    • Peter sagt:

      Auch meinen Dank an die rasenden und lärmenden Idi… die dafür gesorgt haben dass nun auch die Vernünftigen mit Tempo 30 durch die Städte kriechen müssen, wir alle für Lärmgeschädigte über unsere Krankenversicherung mitbezahlen und die Immobilienwerte und nicht selten ganze Existenzen durch rücksichtsloses Verhalten ruiniert werden. Deshalb DAUMEN RUNTER wenn euch eine laute Prollkarre begegnet!

  5. René sagt:

    Ja, das Frühjahr ist da. Auch bei uns (ein kleinerer Ort in Sachsen) gehts los mit dem Bikerwahnsinn. 30 km/h Limit im Ort, besonders wegen der Kombination fehlender Fusswege vs. Kinder, nicht vorhanden für diese Herrschaften. Genauso wenig, wie Ortseingangsschilder, oder warum heizt man mit geschätzt 80..100 km/h durch den Ort???!! Einer hatte seinen Mistkübel in der Nähe unseres Gartenzauns abgestellt – leider darf man dem nicht die Spiegel abdrehen….ist nur ein Gedankenspiel und bleibts auch. Ach so, und Polizei? Weit und breit nicht zu sehen…. Frust pur… :-(

    • Timo Klaas sagt:

      Gut dass Sie es nur ein Gedankenspiel nennen, weil was kann der Motorradfahrer dafür dass er etwas kaufte und fährt das dank der lausigen Gesetze zugelassen ist und verkauft werden darf. Klar… unschuldig sind Motorradfahrer deswegen lange nicht. Ich sehe sie aber als Resultat der Gesetze und Hersteller nicht als wahre Ursache. Auch wenn es uns nicht gefällt aber er hat das Recht Motorrad zu fahren und eine zugelassene Maschine zu kaufen. Das muss man gewähren alles andere wäre Selbstjustiz.

      Ich würde mir wünschen dass die Seite sich klar gegen so etwas positioniert. Bei vielen Kommentaren ist die (verständliche) Wut deutliche erkennbar aber nicht die Grenze zum Hass. Ich bezweifel und hoffe extrem das keiner hier von den Komemntaren was mit den Ölfallen etc zu tun hat aber es sollte auch hier mal ein Artikel dazu geschrieben werden. Das ja gegen Auspuffklappen, die laschen Gesetze usw usw aber ein klares Nein gegen Selbstjustiz. Nicht das noch einer alle in einen Topf wirft….

      • Reto sagt:

        Es gibt immern noch genug und immer mehr Fahrer/innen, die ganz bewusst die Lärmkiste kaufen. Als Unschuldslamm könnte man ja immer noch sagen, dass man keine S- oder R-Modelle von BMW oder keinen Zubehörauspuff mehr anschafft. Die Tatsache, dass BMW kaum mehr Modelle ohne Krachklappen im Angebot hat, heisst noch nicht, dass man keine Motorräder mit Normallautstärke mehr kaufen kann. Zum Rest: Wir entsorgen als Umweltschützer unser Altöl an der Sammelstelle. Sparen Sie sich also die schiefen Verdächtigungen. Kaffee statt Knöllchen haben wir ein paar Jahre lang probiert bis die Einsicht reifte, dass auf der Bikerseite keine Einsicht reift. Wir haben hier ein Recht uns mit legalen Mitteln gegen die Machenschaften von Lärmfetischisten und Industrie zur Wehr zu setzen.

        • Timo Klaas sagt:

          Welche schiefen Verdächtigungen, ich möchte genau dem vorbeugen in dem sie sich davon differenzieren. Sollte auch in ihrem Interesse sein.

          Wenn bei den Bikern nichts zu erreichen ist wie wäre das mit den Herstellern oder Politik? Der eigentlichen Ursache.

          • Reto sagt:

            Ich brauche nicht zu differenzieren: Bei uns gibt es keine Idioten, die Menschenleben gefährden. Wohl aber gibt es Menschen bei uns, die verzweifelt sind. Die eigentliche Ursache sind nicht Politik und nicht Industrie. Das sind nur a) die Ahnungslosen in einer komplizierten Thematik b) willfährige Kundenbediener ohne Ethik. Das Problem ist, dass Biker glauben, die Belästigung gehöre untrennbar zum Motorradfahren dazu. Das gleiche glauben die Auto-Poser in Mannheim in an vielen anderen Orten. Das Problem ist auch, dass Autos heute nicht mehr 25.000 Euro kosten, sondern 340 pro Monat – jeder Spacke kann sich so ein Ding auf den Behindertenausweis der Oma bei AMG oder BMW „holen“. Und hobelt dann damit auf den Boulevards Passanten um.

          • Timo Klaas sagt:

            Ich sehe das anders Reto. Ja manche Motorradfahrer sind nicht belehrbar daran wird sich nichts ändern. Aber die fahren Motorräder die von Herstellern produziert wurden oder deren Zubehör und wer ermöglichte das? Die Gesetze die gemacht wurden. eine Nachfrage nach solchen Dingen wird es immer geben. Aber was nützt eine Nachfrage wenn die Gesetze ein Angebot verhindern? Mit Aufgabe der 100 PS Grenze war es der Anfang vom Ende. Produkte und Nachfrage wuchsen gleichermaßen und kein Gesetz schaffte Einhalt.

      • Renè sagt:

        Ja, das ist wirklich nur ein Gedankenspiel…würde ich nie in die Tat umsetzen. Aber es ist schon übel heute. Neue Maschinen werden immer lauter, man nennt das dann „charakeristischen Sound“. Eines sollte ich sagen: Ich bin bis 2008 selbst gefahren, einen für heutige Massstäbe leise Yamaha Virago. Und wenn ich leise schreibe, dann meine ich das so, die war leiser, als die MZ vom Nachbarn. War deshalb, weil mich 2008 eine solche Ölspur (Ölfalle?) auf dem Weg zur Arbeit „erledigt“ hat – meine Maschine steht seitdem noch kaputt in der Scheune und keine Ahnung, ob ich jemals Zeit und Lust finden werde, sie aufzubauen…. Egal, was heute abgeht, das geht krachtechnisch und raserseitig gar nicht und als jemand, dem es um ruhiges fahren ging und heute mit dem Auto geht (nicht bummeln, aber ordentlich – ich habe auch und gerade meinen Kindern gegenüber Vorbildwirkung!)kommt einem das Grauen. Nämlich bei der Vorstellung, mal irgendwann wieder eine Runde drehen zu wollen. Also, zum Thema zurück: Ölfallen sind ein absolutes no go und Verursacher sollten hart bestraft werden. Meine Meinung. Aber dito auch die Verursacher von übelm Radau auf der Straße durch umgebaute Motorräder oder Autos. Da sollte härter durchgegriffen werden, als bisher. Meine Meinung.

        PS: Mir erschliesst sich trotzdem nicht,warum man seine MAschien voll ausdrehen muss und wie ein Wilder durch Orte heizt….Das geht mir nicht in den Kopf, auch als Biker derzeit ohne Motorrad nicht!

    • Jürgen Schilling sagt:

      Polizei? „Schön“ ist, wie man sich z.B. in Polizei-Presseberichten abmüht, Täter möglichst immer noch in einem möglichst positiven Licht dastehen zu lassen:
      „… man muss zugeben, dass der Motorradfahrer unter Alkoholeinfluss gestanden hat …“ war hier neulich in einem Bericht über einen schweren Unfall in der Zeitung zu lesen. Dazu fällt einem nichts mehr ein. Man fragt sich schon manchmal, ob da alle wissen, auf welcher „Seite“ sie zu stehen haben.

  6. Anwohner sagt:

    Herr Klaas befürwortet, alles, was möglich ist, auch gemacht werden darf. Die Lärmer, die das, was „legal“ verkauft werden darf, zu Illegalem nutzen, seien nicht schuld.
    Dieser Standpunkt ist wirklich erschütternd: es werden auch viele Waffen in Deutschland verkauft. Sie so, wie es auch „möglich“ wäre, zu benutzen, ist aber z.T. nicht erlaubt (nämlich um damit Menschen zu schädigen). Die meisten Leute, die Waffen kaufen, halten sich auch daran. Bei den Motorrad-Tätern ist es anders. Diese Leute halten sich – erwiesenermaßen – nicht an gesetzliche Vorgaben und schädigen damit ganz bewußt die Gesundheit vieler Opfer. Insofern ist das hier wirklich blödes Gequatsche. Die Leute, die den Lärm verursachen und gegen Gesetzte verstoßen sind die Schuldigen.
    Besonders dreist die Unterstellung, die Lärmopfer würden sich ebenso über Gesetze hinwegsetzen wie Ihresgleichen, Herr Klaas. Das disqualifiziert.

    • Timo Klaas sagt:

      Ich glaube sie bringen einiges durcheinander. Ich sage nicht das alles gemacht werden darf was möglich ist, sondern was nach dem Gesetz erlaubt ist. Die Gesetze regeln das Zusammenleben wann jemand grillen darf, wann nicht, was er fahren darf usw. ich denke sie haben den Punkt verstanden.

      Was ich nicht verstehe ist, sie sagen die Lärmer nutzen die „legalen“ Dinge und illegales zu machen. Was genau? Zu schnell fahren? Ja das ist illegal, aber die Landstraße normal entlang fahren ist das für sie auch illegal? Ich kann das leider nicht rauslesen.

    • Bemo sagt:

      Genau da liegen Sie eben falsch. Man muss eben nichts illegales tun, um ordentlich Lärm zu machen, genau aus diesem Grund hat die Polizei ja in den meisten Fällen keine Handhabe.

      Ich sehe es auch so, dass vor allem der Gesetzgeber gefordert ist. Ich fahre selbst Motorrad. Ich habe mir sicher nicht bewusst ein lautes Motorrad ausgesucht, aber eben auch nicht aktiv nach einem leisen Motorrad gesucht. Als Käufer geht man erstmal davon aus, dass man sich ein Motorrad kauft, dass den aktuell gültigen Bestimmungen entspricht und niemand etwas sagen kann, solange man nicht daran manipuliert und die Straße nicht mit einer Rennstrecke verwechselt.
      Fakt ist aber, dass man sehr wohl im Rahmen der StVO unterwegs sein kann, wenn die Abgasklappe offen ist, ist das für die Anwohner aber trotzdem nicht schön, obwohl alles an dem Vorgang absolut legal ist.

      Ich verstehe auch die große Angst der Motorradhersteller vor strengeren Vorschriften nicht. Es gibt natürlich genug Fahrer, für die der „Sound“ ein wichtiges Kaufkriterium ist. Aber wenn alle Modelle leise sind, dann werden die wenigsten deshalb kein Motorrad mehr kaufen. Wenn dann manipuliert wird, hat die Polizei wenigstens die Möglichkeit die Kiste direkt stillzulegen.

      Eine 100PS-Grenze gab es übrigens nie. Die haben sich die meisten Hersteller lang selbst auferlegt und irgendwann aufgegeben. Eine entsprechende gesetzliche Regelung gab es aber nie.

      • Timo Klaas sagt:

        Ja ich sagte 100 PS Grenze also da wo die Grenze liegt, sagte nie sie wäre eine gesetzliche gewesen ;-) Eigentlich schade dass es sie nicht mehr gibt, 100 PS sind eine Menge und sinnvolle Argumente warum man mehr Leistung braucht habe ich weder gehört noch selbst gefunden.

        Ich finde ihre Einstellung zum Thema der Motorradwahl richtig und auch an dem Satz „Man muss eben nichts illegales tun, um ordentlich Lärm zu machen“ ist wirklich was wahres dran. Allerdings offenbart es auch ein großes Problem. Wenn ich keinen mit meinem Motorrad stören wollte wäre das beste wenn ich es stehen lassen würde. Aber wozu habe ich dann eines? Natürlich zum fahren. Und zwischen normalem Fahren mit gemäßigtem Gasgeben und Vollgas in einem Wohngebiet liegen Welten.

        Ich denke der Mittelweg besteht aus Toleranz aller Beteiligten, gesundem Menschenverstand und Produkte die sich nicht zur Aufgabe machten gesetzliche Spielräume auszureizen. Aktuell sind wir weit davon entfernt und ich sehe leider nicht wann sich was daran ändert

        • Reto sagt:

          Nein, diese „Grenze“ hieß seinerzeit auch „Vernunftsgrenze“ – da sind wir lange drüber weg…

        • Reto sagt:

          Nein, diese „Grenze“ hieß seinerzeit auch „Vernunftsgrenze“ – da sind wir lange drüber weg…

        • Maike sagt:

          Toleranz? TOLERANZ? Ich höre immer, ich sollte toleranter sein??? Liebe Leute, wenn mir einer einen Baseballschläger über den Schädel zieht, was nutzt mir da meine Toleranz? Nichts anderes machen diese postpubertären Säcke auf ihren verdammten Lärmhobeln. Körperverletzung! Jeden Tag, jede Stunde, jede Minute. Da vergeht Euch allen Eure Toleranz!

          • Timo Klaas sagt:

            Wenn sie der Meinung sind, dass Motorradfahrer ihnen mit einem Baseballschläger einen überziehen dann notieren sie sich doch die Kennzeichen der Motorräder und zeigen sie wegen Körperverletzung an. Viel Erfolg.

          • Reto sagt:

            Hallo Timo,
            Sie werden lachen: Anonyme Morddrohungen gegen Mitglieder unseres Teams gab’s schon.
            Stecken Sie da dahinter? Oder sollten Sie sich nicht wenigstens distanzieren, damit es nicht so aussieht, als würden Sie solche Mittel gut finden?
            Wie stellen Sie sich das vor, dass man nach einer Baseballattacke noch ein Kennzeichen aufschreibt?
            Verweise auf Ihren guten Tipp aus einer Vordiskussion…

          • Timo Klaas sagt:

            Hallo Reto, natürlich distanziere ich mich von so einem Verhalten aber ich denke es war von der Maike als Metapher gemeint. Den sie sagte es kommt jeden Tag und jede Minute vor. Das bezieht sich eher auf vorbeifahrende Motorräder und hier kann das Kennzeichen notiert werden.

            Und Reto ich finde sowas garnicht zu lachen.

          • Reto sagt:

            Weil ich dummerweise über so ziemlich alles lache…
            Gut – war auch von mir nur eine art Metapher. Danke für den Hinweis.

          • Bemo sagt:

            Ich gehe mal davon aus, dass Timo damit eher sagen wollte, dass der Vergleich völlig bescheuert ist. Wenn ich die Wahl habe, ob jemand mit einem lauten Motorrad an mir vorbeifährt oder mir jemand einen Baseballschläger an den Kopf haut, muss ich jedenfalls nicht sehr lang überlegen, was ich nehme…

            Da ist man dann bei dem Thema, dass es vor allem die Masse an Motorradfahrern ist, die das eigentliche Problem darstellt. Dadurch ist es für jeden Einzelnen sehr einfach sich unschuldig zu fühlen. Wenn an Ihrem Haus ein lautes Motorrad im Jahr vorbei fährt, dann interessiert Sie das noch nicht weiter, wenn es eins am Tag ist, wird es nervig, wenn es eins pro Stunde ist, stört es und wenn es jede Minute eins ist, dann ist es ein echtes Problem.

            Dass unter Motorradfahrern totale Uneinsichtigkeit herrscht halte ich auch für so nicht richtig (zumindest nicht mehrheitlich). Das zeigen auch die Ergebnisse der Modellversuche mit Lautstärkeanzeigen. Wenn im konkreten Fall der einzelne Motorradfahrer darauf hingewiesen wird, dass er jetzt in diesem Moment zu laut ist, fahren tatsächlich viele langsamer oder mit niedrigerer Drehzahl. Auf alle Fälle konnten so deutliche Verbesserungen erreicht werden – komplett ohne Verbote oder Strafen.

            Wenn parallel dazu die gesetzlichen Vorgaben bzgl. der Lautstärke von Fahrzeugen sinnvoll wären, z.B. durch die Vorgabe einer Maximallautstärke, die einfach in jedem Betriebspunkt gilt, wäre bereits richtig viel erreicht. Da ist es nun einmal leider tatsächlich so, dass die EU gefordert wäre. Die Geschichte mit den Anzeigen kann dagegen direkt regional angegangen werden.

          • Reto sagt:

            Sie sprechen uns aus der Seele…

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