BUND-Chef: „Charakter des Erholungsraumes Taunus gefährdet“

Aus dem USINGER ANZEIGER: Motorradlärm nimmt weiter zu.

Aus dem USINGER ANZEIGER: Motorradlärm nimmt weiter zu.

Der Vorsitzende der BUND-Ortsgruppe Schmitten, Gerhard Mander, erinnert zum Saisonende an die zunehmenden Lärmbelastung des Feldberggebietes und des Weiltals durch Motorräder, aber auch durch Quads und andere Verkehrsteilnehmer. Das rücksichtslos ausgeübte Freizeitvergnügen einer sehr kleinen Gruppe von Bürgern schädige in immer stärkerem Maße den Charakter des Erholungsraumes im Herzen des Naturparks Taunus. „Als Naherholungsgebiet lässt sich das Feldberggebiet und das Weiltal bei entsprechender Witterung kaum noch bezeichnen“, so Mander. Der Usinger Anzeiger (Zentralhessen) berichtet hier.

 

Veröffentlicht in Hotspots, Medienberichte
2 Kommentare zu “BUND-Chef: „Charakter des Erholungsraumes Taunus gefährdet“
  1. Tripps sagt:

    Sie sollten einmal an einem sonnigen Wochenende die Schwarzwaldhochstrasse(B 500) von Baden – Baden nach Freudenstadt nebst den dazugehörenden Landstrassen vom Rhein – und Murgtal hinauf in den Nationalpark Schwarzwald besuchen.
    Allein auf der L 83 bei Herrenwies/Schwarzenbachtalsperre wurden schon bis zu 3000 Motorräder an 1 Tag gezählt.
    Behördenlogik: wir machen/unternehmen nichts, dann können wir auch nichts falsch machen! Die Bevölkerung ist rat-, macht-hilflos.

  2. Michael Grebner sagt:

    Von Minderheit keine Spur. Ein einzelner Motorradfahrer kann hunderte von Anwohnern beschallen. Hierfür bedarf es nicht einmal einer manipulierten Auspuffanlage. 90% der heutigen modernen Motorräder sind hinsichtlich kW und Hubraum so ausgestattet, dass man diese schon ab mehreren Kilometer Entfernung hören kann. Dies wäre vermutlich nur zu vermeiden, wenn der Fahrer mit großem Gang und kleiner Drehzahl dahinfahren würde. Die Frage ist dann nur, wozu das Geld für den enormen Motor ausgeben, wenn ihn niemand bemerkt. Es muss schließlich legal sein, es wird doch verkauft. Im Grunde ist es dem Kraftfahrer nicht zu verdenken.
    Und wenn von 3000 Motoräder an einem Sonntag Nachmittag auch nur mal 500 davon kurz ‚der Hafer sticht‘ und am Gas drehen, bleibt dennoch ein enormer Geräuschpegel in der Luft hängen.
    Also wäre doch sinnvoll gesetzlich geregelte deutlich niedrigere Dezibel-Grenzen für Motorräder bei praxisgerechter Fahrdrehzahl einführen und auch zu kontrollieren.
    Ein hoffnungsvoller kurzfristig umzusetzender Anfang wäre auch limitierte Fahrzeiten für Motorradfreunde einzuführen (z.B. Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen in Erholungsgebieten), welche den Anwohnern ermöglichen zu bestimmten Zeiten ihre Wanderwege und Gärten im Erholungsgebiet auch im Hinblick Ruhe zu genießen.

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