Endlich Bewegung im Müglitztal

Die Sächsische Zeitung berichtet aus Müglitztal und Lauenstein.

Die Sächsische Zeitung berichtet aus Müglitztal und Lauenstein – hier ein Ausriss aus der Zeitung.

Auch im Winter gibt das Thema keine Ruhe, wie die Sächsische Zeitung berichtet: In Sachsen tut sich nämlich was. Im Müglitztal meldet sich seit Jahren Protest gegen den Biker-Lärm, die Interessengemeinschaft Müglitztal, Mitglied bei den VAGM, kämpft für die Anwohner. Auch die Anwohner in Lauenstein klagen vor allem über die illegalen Motorradrennen auf dem Kleinen Brenner und den dadurch verursachten Lärm. Um den einzudämmen, haben sich einige Lauensteiner und die Interessengemeinschaft an die Polizei, das Landratsamt und das für den Verkehr in Sachsen zuständige Wirtschaftsministerium gewandt. Nachdem die Initiativler lange vertröstet wurden, scheint nun etwas in Gang zu kommen: Das Ministerium hat sich des Themas angenommen. In diesem Jahr soll das Verkehrsaufkommen untersucht werden, um Maßnahmen zu ergreifen, kündigt das Ministerium an. Das erste sichtbare Zeichen davon ist die großflächige Plakataktion zum Thema Motorradlärm. Hier noch ein Film zur Strecke, der optisch und akustisch illustriert, worum es geht. Quelle: Youtube.

Aus gegebenem Anlass:  Einige Motorradfahrer (ausnahmlos echte Könner) haben sich gemeldet die finden, die oben gezeigte Inge fahre mit über 100 km/h innerorts ja sehr zivil und leider auch nicht besonders versiert. Deshalb hier nochmal andere Kostproben von typischen Renn-Spacken an der im Beitrag erwähnten Strecke: Hoch und runter, hoch und runter.

 

 

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15 Kommentare zu “Endlich Bewegung im Müglitztal
  1. Desmodromic sagt:

    na, ja laut is das ja nun nicht. Als Beispiel für Motorradlärm doch eher unbrauchbar. Ausserdem kommt Inge ja nicht aus dem Quark – 160 km/H – auf der Strecke geht doch wohl mehr.

  2. Bertram sagt:

    Schöne Landschaft, wunderschöne Strecke. Nur wohnen will da keiner mehr, der zwei Ohren hat. Wegen Spacken wie Inge. Lebensgefährlich und laut!

  3. lisa sagt:

    Spacken und Spackinnnen bitte! Alles Andere wäre diskriminierend.

  4. Z750 sagt:

    Motorradhasser unter sich… Da werden Menschen, die man zwar nicht kennt und die einem persönlich nichts getan haben, so mir nichts dir nichts als „Spacken“ bezeichnet. Einfach nur, weil sie dem schönsten Hobby der Welt nachgehen.
    Es gibt weitaus schlimmere Faktoren, die eine Wohnlage unattraktiv machen, als den „Klang der Freiheit“. Wessen Sache es nicht ist, außerorts auch mal etwas schneller zu fahren als 100km/h, der soll es eben lassen und sich nicht über diejenigen aufregen, die sich diesen Spaß gönnen.

  5. Der Redakteur sagt:

    @z750:
    Für die einen ist es das schönste Hobby der Welt. Für die anderen sind es 30 Prozent, die rasen, lärmen, belästigen – und immer auf die anderen zeigen. Wer an dieser Strecke wohnt, dem tun 30 % der Menschen unter den Helmen sehr wohl persönlich etwas. Sie belästigen ihn in jeder freien Minute, die man selbst als Erholungszeit nutzen will, mit diesem „Spaß“, den Sie sich (auf anderer Leute Kosten) gönnen. Und jetzt die Frage: Warum werden Menschen zu Motorradhassern? Kommen Sie mir jetzt nicht mit „aus Neid und Mißgunst“.

  6. Frank sagt:

    @Z750

    Nix als Blabla. Null Verständnis für Betroffene. Nix Hirn unterm Helm.

    Trolle…

    Die Reaktionen und das Verhalten von einigen hier erinnert mich stark an das frühere Verhalten von Rauchern, die sich von den Nichtrauchern bedrängt und gestört fühlten. Die gingen auch immer gleich auf die emotionale Schiene und machten sich über die Nichtraucher lustig. „Die können doch woanders hingehen, wenn es stinkt!“ hörte man ständig. „Verursacherprinzip? So’n Quatsch!“

    Heute darf man fast nirgendwo mehr rauchen. Lasst Euch Eure Zigarren schmecken!

    Umso mehr Ihr lärmt, desto mehr Leute werdet Ihr mobilisieren und auf diese Website treiben. Und desto schneller ist der Spuk vorbei…

    • Z750 sagt:

      Von „null Verständnis für Betroffene“ kann im meinem Falle wohl nicht die Rede sein. Mein Motorrad wurde zwar mit einem Auspuff aus dem Zubehörhandel nachgerüstet, jedoch hält dieser (dank des niemals ausgebautem sog. dB-Killers) die gesetzliche Vorgabe bezüglich Geräuschentwicklung ein! Trotzdem ist mein Motorrad nicht nur subjektiv lauter als mein Motorrad. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass gemäß Zulassungsbescheinigung Teil I das Auto 73 dB und das Motorrad 93 dB emittieren darf. Den Zusammenhang zwischen Schalldruck und Lautstärke muss ich, gerade hier, niemandem erklären.
      Noch ein Hinweis zur Geschwindigkeit:
      Auch wenn ich der Meinung bin, das Tempolimit von 100 km/h außerorts ist eine nett gemeinte Empfehlung, halte ich doch die zulässige Höchstgeschwindigkeit innerorts peinlich genau ein! Das mag jetzt für manch einen janusköpfig klingen, ist es aber nicht. Die Chance, dass einem auf einer gut einsehbaren Landstraße ein Kind vor das Fahrzeug springt, ist nunmal wesentlich geringer, als auf einer Straße innerorts, an der ggf. noch Fahrzeug am Straßenrand abgestellt sind.

      Ich hoffe sehr, dass Sie Frank, Ihr Äußerungen („Troll“ und „nix Hirn unterm Helm“) noch einmal überdenken!

      • Der Redakteur sagt:

        @Z 750:
        Zitat: „Dies ist der Tatsache geschuldet, dass gemäß Zulassungsbescheinigung Teil I das Auto 73 dB und das Motorrad 93 dB emittieren darf. Den Zusammenhang zwischen Schalldruck und Lautstärke muss ich, gerade hier, niemandem erklären.“
        Ach, der Zusammenhang würde mich aber interessieren. Gerade mal kurz erklärt von Ihnen? Würde mich vielleicht schlauer machen.

        • Z750 sagt:

          Zwischen Schalldruck und Lautstärke besteht ein logarithmischer Zusammenhang. Das heißt: (gleiche Entfernung vom Emmitenten vorrausgesetzt)
          Eine Zunahme des Schalldruckes um 10 dB bedeutet eine Verdoppelung der wahrgenommenen Lautstärke
          Somit kann man sagen, ein Fahrzeug welches 20 dB mehr emmitiert, als ein Anderes, wird als viermal so laut wahrgenommen. Dies geschieht in meinem Falle mit dem Segen des TÜV. Mein Motorrad (BJ. 2005) verfügt nicht über ein (heute übliches) Klappensystem im Auspuff. Solche Systeme dienen, wie in anderen Posts vollkommen zu Recht angeprangert nur der Einhaltung der Emissionsvorschriften im messrelevanten Bereich.
          Noch einmal: mein Motorrad hält alle geltenden technischen Vorschriften ein, was mir eine Vergleichsmessung (Serienauspuff Zubehörauspuff), regelmäßige Messungen im Rahmen der Hauptuntersuchung, sowie unregelmäßige Messungen bei Verkehrsontrollen bestätigen. Bemängelt wird lediglich die Position der erlaubnisrelevanten Prüfnummer auf dem Schalldämpfer (um die zu sehen muss sich der interessierte Beamte schon arg verbiegen), diese ist jedoch vom Hersteller aufgebracht.
          Ich fahre diesen Auspuff aus dem Zubehörhandel somit nicht wegen der Lautstärke, sondern aus Gründen der Optik und des angenehmeren Klanges.
          (Ich weiß ja nicht wie Sie das sehen. Ich für meinen Teil, empfinde hochfrequente Töne als deutlich unangenehmer, als tiefe Töne.)

          • Frank sagt:

            Ein beeindruckend profundes Wissen, mit dem Sie hier plötzlich argumentieren!

            Dann muss ich also Vorsatz unterstellen, weil Sie ja sicher auch wissen, was Sie mit den tieferen Frequenzen anrichten? Diese tiefen Frequenzen, die Sie hier als besonders angenehm hinstellen, stellen selbst für ausgewiesene Schallschutzfenster ein größeres Problem dar. Sie gehen durch Mark und Bein und eben auch durch die einfachen, bezahlbaren Schallschutzfenster, zumindest deutlich stärker als die oft zitierten „Kreissägen“.

            Einerseits sind tieffrequente Schwingungen energiereicher – das kann jeder zu Hause nachprüfen, indem er mal ein Strommessgerät in die Zuleitung des Basslautsprechers seiner Hifi-Boxen einschleift. Für den gleichen Pegel wie Hoch- und Mitteltonzweig beansprucht der Bass den Löwenanteil des gesamten Stromflusses. Die Umkehrung gilt genauso: Tiefe Frequenzen lenken die Membranen bei Mikrofonen deutlich stärker aus, als die Mikroanregungen hoher und mittlerer Schallanteile. Neben der stärkeren Anregung ist andererseits auch das Erreichen der Resonanzfrequenzen von eigentlich schallabschirmenden Bauteilen bei Häusern ein großes Problem.

            Mit anderen Worten: Den Leuten, die sich mit diesen basslastigen Zubehörauspuffsystemen „bewaffnen“ reicht es nicht mehr aus, uns im Garten zu terrorisieren. Nein, diese Herrschaften wollen uns gerne noch in unserer letzten Zuflucht erreichen: In unserem Wohnzimmer! Vielen Dank auch!!!

            Ursache dafür, dass Sie möglicherweise eine EU-Zulassung für Ihren Zubehör-Auspuff vorweisen können, ist die Tatsache, dass allgemein mit dB(A) gemessen wird. Das „A“ verweist hier auf die sogenannte A-Bewertung, technisch realisiert durch ein Filter. Dabei werden vor allem tiefe Frequenzen bei der Messung unterdrückt. 50Hz werden mal eben um knapp 30dB unterdrückt, um Zahlen zu nennen. Der Sinn dieser A-Bewertung besteht darin, den Frequenzgang des menschlichen Ohres nachzubilden. Die Sache hat nur einen Haken: Diese Kurve gilt nur bei rund 40dB – also Zimmerlautstärke – weil die Charakteristik des Ohres pegelabhängig ist! Für höhere Pegel hat man die B- und C-Kurve entwickelt, die tiefe Frequenzen weniger stark unterdrücken. Bei Messungen im Bereich um 80dB sollte die C-Kurve zur Anwendung kommen. Und dann zeigt sich der perfide Trick des „Sound-Designs“ der Hersteller: Aus 80dB(A) werden auf einmal 110 dB(C) und mehr (und oft viel mehr, nämlich wenn man den dB-Killer entnimmt!). Wie sagte einer der international renommiertesten Tonmeister: „Lärmerzeuger bevorzugen die A-Kurve“ (Dipl.-Ing. Eberhard Sengpiel / Eberhard Sengpiel (* in Berlin, † 29.08.2014) was a multiple Grammy award-winning sound engineer. He was also a musician in his own right and a lecturer at the Berlin University of the Arts, (Universität der Künste, Berlin) UdK-Berlin. (Wikipedia))

            Sie glauben mir nicht? Dann empfehle ich Ihnen eine Spektraluntersuchung des von Ihnen erzeugten Krachs. Ja, die Mängel der Norm sind so praktisch! Und vom einfachen Politiker oder Behördenmitarbeiter so schwer zu durchschauen und zu verstehen! Wie sonst kommt es dazu, dass diese Lücke noch nicht geschlossen wurde? Ein Skandal!

            Sehr erstaunlich, wie viel Fachwissen Sie aufbringen. Ein weiteres Indiz dafür, dass Sie nicht aus bloßem Interesse mitlesen und posten, sondern hier im Auftrag Verwirrung stiften sollen. Wie gesagt, wir kritisieren hier eine Industrie, die in Deutschland 7.000.000.000 Euro umsetzt. Das ist uns bewusst. Sie sind sicher nicht der Erste und nicht der Letzte, der hier Nebelkerzen wirft!

          • Keimrich sagt:

            Imponiert! Bedankt!

  7. ICH sagt:

    Im Müglitztal muss Motorradfahren GANZJÄHRIG verboten werden. Und nicht nur dort, auch in den Orten, welche an diese Straße angrenzen. Nur so wird endlich Ruhe. Es gibt kein wenn und aber, alle Motorräder sind Krachmaschinen, 70% der Fahrer sind hirnverbrannt – mit 160 oder mehr durch die Orte krachen – he, gehts noch?? Wer trotzdem sein Kracheisen aus der Garage holt, dem wird die Karre konfiziert – aber – das ist leider nur ein Traum. Mit den Gesetzen derzeit leider nicht machbar, denn Selbstverwirklichung geht über die Gesundheit der Anwohner.
    @Z750: Warum wurde ich zum Motorradhasser. Eine Storry: Vor etwa 4 Jahren holte ich meinen Sohn aus dem Kindergarten ab. Von hinten kam ein Biker, er rollte an uns ran, nur um dann genau neben uns voll Stoff zu geben. Mein Sohn wäre bald im Boden versunken, he, der Kleine war dort gerade 4, den hats richtig geschmissen. Der hat heute noch Schiss vor Motorrädern (jetzt ist er 8)…Aber ich weiß, da wäre sicher noch was gegangen, oder? Ich bin selber gefahren, bis dahin, seitdem nicht mehr. Mich ko…es nur noch an, dieses ganze Bikergerase.

  8. Olli sagt:

    Schade, dass die Fronten bereits derart verhärtet sind :-(
    Aber ich verstehe hier durchaus beide Seiten:
    Die einen wohnen in einem Ort, welcher allein durch seine geographische Lage „im Grünen“ Idylle und Ruhe verspricht, jedoch aus strassentechnischer Sicht vielleicht an einer Hauptroute liegt (Beispiel: Hetzbach im Odenwald – Der Verkehr kann hier (m. E.) nur in grossem Umweg herumgeführt werden. Ach ja: Durch Hetzbach gilt an Wochenenden eine Streckensperrung für Bikes… eine Umleitung ist jedoch leider nicht trivial und auch nicht ausgeschildert.)
    Die anderen wollen nichts anderes als fahren und sind dabei auch irgendwie auf das Material angewiesen, welches man ihnen an die Hand gibt. Das betrifft sowohl die Strasse, sowie auch die Bikes und deren Anbauteile…

    Da ich auch selbst fahre und um die Probleme beider Parteien weiss, hier ein kleiner Denkanstoss: Meine Maschine, Bj2003, ist leider bereits ab Werk (m.E.) zu laut – italienisch eben. Die Zubehörindustrie macht die Situation, aus Schalldämpfer-Sicht, schlimmer. Es wird ggf. mehr Leistung versprochen, aber man hat als Käufer eigentlich nicht wirklich die Wahl zwischen LEISE oder LEISTUNGSSTEIGERND. Damals 2003 waren die Lärmvorschriften eben noch eher lasch. Neue – dem Zeitgeist der besseren Lärmdämmung Rechnung tragende – Schalldämpfer werden für alte Bikes wie meines nicht mehr entwickelt,sind also daher einfach nicht verfügbar und damit nicht umrüstbar. Einziger Ausweg wäre ein „ausprobieren“ (!!) von Schalldämpfern für aktuellere Euro 4-Bikes. Hier legt jedoch der Gesetzgeber die Riegel vor: In Hessen z.B. ist ein nicht zu diesem Bike passender Schalldämpfer praktisch nicht eintragbar ! Ein Versuch mit einer definitiv leiser gemessenen Abgasanlage hat dies bewiesen. Hier wird, zumindest beim TÜV-Hessen, mit den Zeitwert des Bikes übersteigenden Einzelabnahmekosten herumgeworfen.
    Ergo bleibt mangels legaler Alternative die alte, laute Anlage dran. Schade!

    Quintessenz des ganzen:
    – Eigentlich ist der gesetzgeber gefragt, eine Umrüstung auf aktuelle Lärmemmisionswerte besser zu unterstützen.
    – Beim Thema „Rasen“ muss jeder mal selbst in sich gehen.
    Und um den Lärm aus idyllischen Städtchen herauszuhalten, hilft vor dem Hintergrund des ohnehin zunehmenden Verkehrs nur eine Umgehungsstrasse.
    Richtig ruhig haben es nur Städchen ohne Durchgangsstrasse = Sackgassen.

    Leise Grüße

    • Der Redakteur sagt:

      Wenn sich mit den Euro 4 Bikes etwas ändern würde, wäre schon viel gewonnen. Wie titelte die Badisch Zeitung nach den Lärm-Versuchen der BaWü Landesregierung:„Auch die neuen Lärm-Normen sind schon wieder eine Farce…“

  9. Frank sagt:

    Hallo Olli,

    danke für Ihren differenzierten Beitrag hier!

    So drücken wir gemeinsam die Daumen, dass der Gesetzgeber erkennt, was er hier nachzubessern hat. Bis dahin bleibt nur die Möglichkeit, möglichst niedertourig und damit für alle Seiten nervenschonend durch die Lande zu cruisen.

    Ihnen allzeit gute Fahrt!

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