Mit dem Zubehörauspuff fliegt man vom Sachsenring

Verrückte Welt: Während die Krachauspuffe mit EU-ABE als Rennsport-Accessoires verkauft werden und auf der Straße auch nach der neuen Norm eine Zulassung haben, sind sie auf den Rennstrecken der Republik nicht zulässig, weil zu laut. Serienmäßiger Auspuff und serienmäßiger Luftfilter ist Pflicht, sonst fliegt man von der Strecke. Der Grund: Jedem Anwohner am Sachsenring bietet sich der Klageweg, wenn die Lärmdosis überschritten ist. Auf der Straße, an den Hotspots, ist es dem Gesetzgeber offensichtlich wurscht – ganz im Widerspruch zu § 1 SVO und § 49 StVZO. Aber das sind ja – liebes Volk, liebe Volksvertreter – eh nur Lachnummern, keine gesetzlichen Regelungen.

 

Aus den AGB des Sachsenrings…

Aus den AGB des Sachsenrings…

Veröffentlicht in Allgemein
32 Kommentare zu “Mit dem Zubehörauspuff fliegt man vom Sachsenring
  1. Andreas sagt:

    Und was soll diese Vorschrift bei Klappensystemen ab Werk nutzen?

    • Reto sagt:

      Das müssen Sie die Betreiber des Sachsenrings fragen. Vielleicht haben die den Schmuh mit den Klappensystemen noch nicht auf dem Schirm bzw. Phonmeter.

    • Der Redakteur sagt:

      Wir wissen von Fällen, in denen eine BMW S 1000 RR in Serientrimm nicht auf der Rennstrecke weiterfahren durfte, weil zu laut. Können Sie beim Sachsenring nachlesen: Zu laut reicht auch mit Serienauspuff.

  2. Melwin sagt:

    Sachsenring ist überall!! Der Gesetzgeber drückt bei den Herstellern traditionell beide Augen zu. Die Poser auf zwei und vier Rädern werden mit ihren finanzierten Gefährten gepampert, damit BMW, Audi und Co. gute Geschäfte machen. Die Lebensqualität der Normalbürger leidet unter dem Hobby dieser Rasenden Idioten. Kann man nichts machen, heisst es immer. Mich wundert, dass nicht viel mehr Ölanschläge erfolgen!!

    • Andreas sagt:

      ich kann verstehen was sie sagen, nur verstehe ich die mickrige Beteiligung an der Petition letzt nicht wenn es soviele stört. Warum werden die Leute nicht aktiv?

      • Der Redakteur sagt:

        Gemach, gemach! Sie sollten Ihre Häme etwas sparsamer ausschütten. Und auch nicht über Leute, die Sie möglicherweise mutwillig höchstpersönlich in Lebensfreude, Gesundheit und Lebensqualität beeinträchtigen. Ich weiß, dass Sie versuchen, diese Scheißhausparole von der „mickrigen Beteiligung“ alle zwei Tage hier zu posten, möchte Sie aber ausnahmsweise zum Denken einladen. Wir haben eine kleinen Initiative aus Freiburg spontan unterstützt, weil wir die Idee gut finden. Das war keine Bundestagswahl, die monatelang vorbereitet ist, und eine demokratische Repräsentativität abbildet, zu der mit Wahlschein die wahlberechtigte Bevölkerung eingeladen wird. Die Initiative hat uns dennoch sehr viele neue Kontakte gebracht, mit deren Hilfe wir notorischen Belästigern (wie Sie?) irgendwann einmal das Handwerk legen. Weil Sie im Moment den längeren Auspuff haben, dürfen Sie sich gerne daran freuen. Streicheln Sie ihn, reiben Sie heftig daran, bis ein Spritzerchen kommt, heischen Sie vermeintlich bewundernde Blicke ein von Eisdielenbesuchern, die mit dem Kopf schütteln – und verschwenden Sie keinen Gedanken daran, dass andere Menschen finden könnten, dass Sie eine erbärmliche Figur sind/abgeben. Ich wünsche Ihnen eine gute Fahrt.

        • Andreas sagt:

          Ah ich liebe ihre Kommentare, den sie zeigen wie wenig Menschenkenntnis sie haben. Ich gehöre zu den Leuten die die Probleme nachvollziehen können und deswegen beim Motorradfahren Rücksicht nehmen. Was ich aber garnicht leiden kann sind Menschen die nur jammern aber nichts dagegen machen oder zumindest fast nichts. Aber das hören sie wohl nicht so gerne stimmts? Mit ihrem letzten Post zeigten sie mir wie sie ticken, ich sehe nicht warum ich in Zukunft noch Rücksicht nehmen sollte. Liebe Anwohner danken sie dem „Redakteur“ der nichtmal seinen Namen möchte. Ich wünsche ihnen noch viel Glück, bei ihren aktuellen Anstrengungen wird weltweit das Öl ausgehen und die Menschen auf Elektro umsteigen bevor sie etwas erreichen. Alles gute!

          • Der Redakteur sagt:

            Sie sind mir den Kommentar nicht wert ;-)

          • Claus sagt:

            Aha, der anonyme Andi ist ein Rücksichtnehmer, der jetzt, weil der Redakteur böse war, alle anderen Anwohner auf dieser Welt mit Rücksichtslos und Auspuff bestraft, damit sie dem Redkteur danken.

            Du Andi – in welchen Kindergarten fährst Du denn immer mit Deinem dollen lauten Mopped?

          • Peter sagt:

            @Andreas
            Sind Sie Nullpeiler von Beruf?
            Wer als der Redakteur hat denn mehr Zeit und Mühen in dieses Thema investiert und immer wieder betont,dass sich seine Kritik NICHT gegen rücksichtsvolle Biker richtet?

          • Gärdy sagt:

            @Peter

            Was ist den ein rücksichtsvolle „Biker“?

          • Keimrich sagt:

            ja. Gibt’s das?

      • Melwin sagt:

        Die Leute werden aktiv. Aber irgendwer sagt immer dakann man nichts machen. Der Bürgermeister, die Polizei, das Landratsamt, die Politik. Da laufen Sie jahrelang gegen Gummiwände, obwohl die Verrückten aufm Bock sitzen. Ich sag nur dass es mich nicht wundert, wenn zur Selbstjustiz gegriffen wird, bei dem was hierabgeht. Aber dann ist dasGeheule wieder gross und alle Welt rätselt, was man gegen die lieben Motorradler haben kann… Ja was kann man denn gegen diese rücksichtslosen und laut nervenden Zeitgenossen haben?

      • Claus sagt:

        Was sollen wir denn machen? Mit Menschen wie Dir auf diesem Kindergarten-Niveau diskutieren. Das habe ich persönlich schon probiert. Du bist vollauf repräsentativ für dieses ignorante Belästigerpack, das jede halbwegs idyllische Strecke in eine Rennstrecke verwandelt, Leben gefährdet und sich im Unfallsfalle mit dem Rettungshubschrauber auf Allgemeinkosten in die Klinik fliegen lässt. Unfallursache im Polizeibericht steht nicht angepasste Geschwindigkeit. Und so lange die Unfallstelle gekehrt wird, haben wir Ruhe und hinterher gehts weiter wie bisher. Ich habe von Euch noch nie einen über die hunderten sinnlosen Rasertoten im Rennbetrieb auf öffentlichen Straßen lamentieren hören. Die sind gottgewollt. Aber wenn ein Anwohner ausrastet und einen Belästiger mit der Dachlatte runterholt, dann gibt’s Heulen und Zähneklappern. Verlogene Gesellschaft!

        Hört auf hier mit diesen Trotteln zu diskutieren! Geht der Politik an den Kragen, damit sie den Arsch hochkriegt!

        • Elf sagt:

          Richtig, genau! Ändert etwas auf politischer Ebebe und lasst Diejenigen in Ruhe, die mit legalen, euer Meinung nach zwar etvl. zu lauten , Auspufftöpfen auf öffentlichen Strassen unterwegs sind!

  3. Elf sagt:

    Ich fahre natürlich kein Zweirad, viel zu gefährlich und auch zu laut. Ach für meine Mitbürger. Das mit den Idioten auf der Straße ist ja oft so, wie bei den Falschfahrermeldungen im Radio: „Ein Falschfahrer ? Hunderte!“

    • Reto sagt:

      War natürlich nur ein Witz mit dem Motorrad. Ich habe nur einen Führerschein. Obwohl es dieses Motorrad (Honda KZ) wirklich gibt, wie ich googeln durfte/musste. Dank für Ihr Fedback. Sie sind ja auch immer auf Seiten der Guten – ich fühle mich verstanden. Stören Sie Mittelspurschleicher und 80jährige mit Führerschein auch viel mehr als Raser, Lärmer und Poser, die ihre Materie beherrschen?

  4. Thomas sagt:

    Für den Fall das man ebreits zugelassene Raudaufahrzeuge (mit Klappenauspuff) nicht die Zulassung entziehen kann, soo kann man doch zumindest:
    – den Import von (auch privat, auch von alten Radaumaschinen) nach Deutschland bzw. die EU unterbinden
    – die Neuzulassung von still gelegten Radaumaschinen nicht mehr durch führen
    – keine Radaumaschinen mehr zulassen bei Halterwechsel
    – Abwrackprämie für Maschinen die lauter als 75 dB(A) sind

  5. Martin sagt:

    Habe von einer Motorradseite einen aktuellen Bericht bzgl Zubehör auspuffanlagen.
    http://www.motorradonline.de/auspuff/tuning-spezial-auspuffanlagen/750502
    Wie ich das sehe:
    Positiv: Es tut sich was und die Tests werden umfangreicher, DB-killer sind engeschweisst.
    Neutral: Tricks werden erschwert aber nicht 100% verhindert
    Negativ: Ab 80km/h weiter keine Grenzen und bis die alten Motorräder von der Straße verschwunden sind werden Jahrzehnte vergehen….

  6. Timo Klaas sagt:

    Wirklich Klasse, da ist Zubehör auf der Rennstrecke verboten aber auf der Straße erlaubt. Was sind das für Anwohner einer Rennstrecke die sich über eine zu hohe Lautstärke beschweren? Egoisten im höchsten Maße! Klar dass das Zubehör dann auf der öffentlichen Straße ausgefahren wird zum Leidwesen aller anderen.

    Vielleicht würden ja manche der unverbesserlichen ruhiger fahren nachdem sie sich paar Stunden auf der Rennstrecke austobten. Den eines ist sicher, kein Anwohner kann sagen er wohnt hier bevor es die Rennstrecke gab. Wie der Verfasser sagte… verrückte Welt

    • Frank sagt:

      @Timo Klaas:
      „Was sind das für Anwohner einer Rennstrecke die sich über eine zu hohe Lautstärke beschweren? Egoisten im höchsten Maße!“

      Gegenfrage: Was sind das für Menschen, denen „laut“ nicht „laut genug“ ist???

      Auch Anwohner einer Rennstrecke wohnen dort zum Teil bereits jahrelang. Und leiden wie alle Straßenanwohner unter dem Trend des immer weiter zunehmenden Lärms. Glücklicherweise können diese Anwohner beim Überschreiten der Grenzen klagen. Dieses Recht haben „gewöhnliche“ Straßenanlieger nicht. Die „dürfen“ nur stillhalten… Herzlichen Dank an die Politik – für das fröhliche Aussitzen der Situation. Bei den kommenden Wahlen werden sich bis zu 13 Millionen Straßenanlieger bei den Verantwortlichen für die Verweigerung legitimer Rechte und die akustische Enteignung revanchieren. Dabei ist das Ende der Lärmspirale noch lange nicht erreicht, nachdem jetzt auch Volvo und Fiat Klappenauspuffanlagen in Allerweltsautos oder Familienkombis anbieten. Wer meint, wir hätten heute bereits Terror, der sollte mal sehen, wie das in fünf Jahren wird!

      • Timo Klaas sagt:

        Gegenfrage: Was sind das für Menschen, denen „laut“ nicht „laut genug“ ist???

        Sicher nicht normal, aber wenn sie unter nicht laut genug verstehen einen ABE Auspuff zu montieren dann ist das nicht wünschenswert aber leider legal. Aber sich bei einer Rennstrecke über die Lautstärke hat was ironisches, ähnlich wenn jemand aufs Land zieht und sich über Güllegeruch aufregt. Gehört irgendwo dazu sonst ziehe ich nicht dorthin. ABER!!! alle anderen Anwohner wohnen an keiner Rennstrecke, kommen sich aber so vor.

        Ich wünschte es würde sich bei den nächsten Wahlen was tun wird es aber nicht das verspreche ich ihnen. Weil die Leute trotz allem den Arsch nicht bewegen. Sollte endlich anders sein. Aber welche Partei kann man den wählen um Ruhe zu haben? Habe nicht alle Programme durchgesehen aber bis auf die Grünen die es zumindest auf der Agenda haben sehe ich nichts. Aber selbst wenn …. in BW wo ich wohne waren die Grünen bei den wahlen 2016 stärkste Kraft. Ändert sich was? Ne.

        Frank… ich habe keine Hoffnung das sich was ändert.

        • Reto sagt:

          Was die Grünen in BW angeht: Sie haben sich sehr bemüht (steht so im Zeugnis). Aber es kommt – im Gegensatz zum Abgasskandal – eines hinzu: Die Industrie befriedigt hier ein Bedürfnis der Verbraucher – also der Biker, die Sound/es laut wollen. Es gibt im Gegensatz dazu kaum jemand, der möglichst viel Abgas produzieren will. Hier sind sich Verbraucher und Hersteller einig und niemand klagt einen Kaufvertrag oder zugesicherte Eigenschaften ein.

  7. Frank sagt:

    @Timo Klaas
    „Aber sich bei einer Rennstrecke über die Lautstärke (aufzuregen?) hat was ironisches, ähnlich wenn jemand aufs Land zieht und sich über Güllegeruch aufregt. Gehört irgendwo dazu sonst ziehe ich nicht dorthin.“

    Die meisten Anwohner – egal ob an der Rennstrecke oder an ganz normalen Straßen – ziehen NICHT dort hin und regen sich dann auf. Sie wohnen meistens bereits schon lange dort, oft bereits Jahrzehnte, und sind betroffen von der immer weiter fortschreitenden Verlärmung, ausgelöst durch „trendige Bollersounds“, „Active-Sound-Systeme“, „Fahrdynamikschalter“ in Verbindung mit „modernen“ Klappenauspuffanlagen oder einfach Chaoten auf zwei Rädern, die ihren dB-Killer lieber im Rucksack spazieren fahren. Selbst langweilige Familienkombis von Audi bis Volvo sind inzwischen mit „himmlischen Motorsound“ ausgestattet. Alle sogenannten „sportlichen“ Fahrzeuge sowieso. Die Presse jubelt und feiert das. Tendenz also weiter ausufernd.

    Das Problem der Anwohner wird zunehmend sein, dass sie nicht mehr FORTZIEHEN können – weil sie niemanden mehr finden, der ihnen die „verkehrsgünstig gelegene“ Immobilie abkaufen möchte! So manch einer dreht dann vielleicht durch…und tut Dinge, die wir alle nicht wollen.

    • Timo Klaas sagt:

      Ich will jetzt nicht mit dem Baujahr des Sachsenring anfangen daher gehe ich weiter zu dem Thema Wahlen. Reto hat bereits was dazu gesagt, aber sie haben das Thema angesprochen. Wen sollen den die 13 Millionen wählen um Ruhe zu haben?

  8. Frank sagt:

    @Timo Klaas
    „Ich will jetzt nicht mit dem Baujahr des Sachsenring anfangen…“
    Klar besteht die Rennstrecke schon lange. Doch ebenso gibt es Menschen, die dort seit Ewigkeiten wohnen. Fahren Sie mal hin und fragen die Leute, die dort wohnen, ob Sie dort eben erst angekommen sind und nun vom Krach überrascht wurden. Im übrigen: Keiner regt sich dort auf. Die Menschen dort haben lediglich die MÖGLICHKEIT rechtlich gegen unerlaubt hohe Pegel vorzugehen. Im Gegensatz zu 13 Millionen Anliegern von Hauptverkehrsstraßen, auf denen es seit wenigen Jahren immer lauter wird!

    „Wen sollen denn die 13 Millionen wählen um Ruhe zu haben?“
    Das ist in der Tat eine richtig gute Frage!

    Ein Teil wird sicher jeder Wahl fernbleiben – der Anteil der Nichtwähler steigt stetig. Und ein weiterer, wachsender Teil wird sicher zum Protestwähler und wählt die einschlägigen Populisten. Die Wahlergebnisse der letzten Landtagswahlen zeigen die Richtigkeit dieser These. Und die etablierten Politiker wundern sich, dass unser Volk plötzlich zu 20% aus Nazis besteht…um es mal platt auszudrücken.

    Und nein, dieser Effekt wäre sicher auch ohne Flüchtlingskrise zu beobachten. Nur vielleicht nicht so ausgeprägt. Beleg: Der Erfolg der Piraten vor einigen Jahren. Man kann den politischen Eliten in diesem Land nur empfehlen, stärker auf die Bedürfnisse der Menschen einzugehen. Statt dessen verhandelt man irgendwelche Themen hinter verschlossenen Türen. Die Menschen sind sicher nicht gegen Freihandel – aber ganz sicher gegen intransparente Kungelei!

    Diese Politikverdrossenheit wird sicher nicht kleiner in diesem Land, wenn man das hier liest – Willkommen in der Bananenrepublik!
    http://www.spiegel.de/auto/aktuell/absprache-zwischen-kba-verkehrsministerium-und-autoherstellern-a-1120641.html

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