Niederbayern macht Mobil

Endlich reden auch mal die Tourismusregionen Tacheles: In Niederbayern gehen Polizei und Behörden aktiv gegen die Lärmproduzenten auf zwei Rädern vor. Mit im Boot die CSU und ihre Nachwuchsorganisation, die im mutwilligen Lärm der Biker eine Gefahr für Lebens- und Tourismusqualität der Region sieht. „Man versteht sein eigenes Wort nicht mehr,“ wird ein Bürgermeister/Anwohner zitiert. Bemerkenswert das Statement des TÜV Experten: Die Motorradhersteller haben sich auf die gängige Meßpraxis „bestens eingestellt“ – VW und Konsorten lassen grüßen.

 

Niederbayern macht Mobil gegen Motorradlärm. Ausriss: Straubinger Tagblatt

Niederbayern macht Mobil gegen Motorradlärm. Ausriss: Straubinger Tagblatt

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5 Kommentare zu “Niederbayern macht Mobil
  1. Holger Farinski sagt:

    wäre schön , wenn man den Artikel komplett lesen könnte oder einen weiterführenden Link hätte. Weil so weiß niemand, wie irgendwelche Bayern auf welche Weise mobil machen wollen.

  2. Schreder sagt:

    Ich habe selbst eine Pension bei Zwiesel und gestern haben sich die ersten Gäste beschwert. Das war vor ein paar Jahren noch kein Thema.

    • Frank sagt:

      Hallo Schreder,
      Willkommen im Club! Stimmt, vor ein paar Jahren hat mich dieses Thema auch noch nicht interessiert. Und alles deutet darauf hin, dass es immer schlimmer wird. Ein befreundeter Motorradhändler sagt, er verkauft aktuell ohne Ende Zubehörschalldämpfer. Wobei das Wort „Schalldämpfer“ auf diese Produkte eher weniger zutrifft. Aber allein die Anzahl der Hotspots auf dieser Website (http://www.motorradlaerm.de/hotspot-melden) spricht schon eine deutliche Sprache.

      :-(

      Und? Auch schon Mitglied?

  3. Peter sagt:

    Ist schon bedenklich dass es erst einen selbst von Lärm betroffenen Bürgermeister braucht damit Lärmbetroffene in der Politik Gehör finden. Meist halten sich die Obrigkeiten beim Thema Verkehrs- und Geschwindigkeitskontrollen vornehm zurück da es keine Wählerstimmen bringt und sie selbst aufgrund ihrer privilegierten Wohnlagen seltenst von Lärm betroffen sind. Kaum fällt das Wort Abzocke, sind die Herrn Politiker und Bürgermeister eingeschüchtert.
    Laut Grundgesetz sind jedoch alle Menschen gleich zu behandeln, das sollte in Bezug auf Lärm auch für diejenigen gelten die nicht in reinen Wohngebieten mit Zone 30 leben sondern an Straßen mit oft hundertfach höheren Verkehrsaufkommen.
    Die EU Lärmschutzpläne und deren Berechnung für die Notwendigkeit von lärmmindernden Maßnahmen an tausenden Straßen basieren auf Lärmberechnungen nicht auf Messungen. Als Basis für diese werden die vorgeschriebenen und nicht die wirklich gefahrenen Geschwindigkeiten verwendet, die tatsächlichen Lärmpegel sind daher oft deutlich höher. Lärmspitzen jenseits der hundert dB und teils dreistellige Raserei in Ortschaften werden dabei nicht berücksichtigt. Insbesondere nachts sind von Lärm Betroffene diesem asozialen Treiben oft schutzlos ausgeliefert. Die Annahme, dass die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten eingehalten werden ist so realitätsfremd wie Die, die glauben dass Blitzerapps nur installiert aber nicht benutzt werden.
    Bevor man jedoch vorschriftsmäßig fahrende Verkehrsteilnehmer zum Lärmschutz mit 30km/h durch die Städte kriechen lässt, sollte man sich allererst um Raser und Lärmer kümmern und als Verursacher dafür bezahlen lassen bevor man Millionen an Steuergeldern für solch fragwürdige Lärmberechnungen investiert. Der effektivste und billigste Lärmschutz ist immer noch der an der Quelle, ist der Lärm erst mal entstanden wird es teuer bis unmöglich diesen auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Mit eigehaltenen 50km/h, wirkungsvollen Schalldämpfern und lärmoptimierten Reifen sind auch hohe Verkehrsaufkommen zu ertragen wenn es da nicht immer ein paar Idioten gäbe die sich präsentieren müssen.
    Hupen statt blinken, rasen, lärmen und egoistisches Parken auf 2 Stellplätzen sind nur ein paar Beispiele des zunehmend rücksichtslosen Verhaltens unserer Gesellschaft, eine Politik die bestehende Verordnungen und Gesetze nicht konsequent überwacht, dafür aber ständig neue strengere beschließt um die sich wiederum viele nicht scheren, macht sich unglaubwürdig wenn nicht gar lächerlich.
    Wer als Lärmbetroffener glaubt die Politik wird’s richten der irrt. Das jahrzehntelange Rumgeeier in Sachen erträgliche Lärmgrenzwerte ist Beweis genug dafür, dass die Industrie und nicht die Politik sagt wo`s langgeht. Nun leben wir in einem demokratischen Land, also Mund auf und Daumen runter wenn sich jemand nicht zu benehmen weiß sonst ändert sich nichts!

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