Schummelklappen in der TAZ

Schummelklappen: die Motorradindustrie und die Prolls auf zwei Rädern manipulieren munter weiter.

Die TAZ berichtet über das Thema Motorradlärm – mit dabei der BUND Arbeitskreis Motorradlärm. In einfachen Worten das Wesentliche sagen: Autor Jost Maurin kann das auch bei komplexer Technik. Seine Recherchen legen offen: BMW und Co. geben zu, dass es leiser ginge, aber die Kundschaft will es nicht. Das kollidiert mit geltendem Recht: § 49 STVZO: „Kraftfahrzeuge und ihre Anhänger müssen so beschaffen sein, dass die Geräuschentwicklung das nach dem jeweiligen Stand der Technik unvermeidbare Maß nicht übersteigt.“ Ich vergass: dieses Recht gilt ja nicht für alle. Die deutsche Fahrzeugindustrie ist Spitze – vor allem im Cycle Beating und Gesundheitsschädigen. Hier gehts zum Artikel. Und gönnen Sie sich auch die Leserkommentare. Ist Koksen und Biken eigentlich erlaubt?

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5 Kommentare zu “Schummelklappen in der TAZ
  1. Maike sagt:

    Dass die Konzerne nicht einmal ein Schuldbewusstsein haben, macht einfach sprachlos!

  2. Matthias sagt:

    „Seine Recherchen legen offen: BMW und Co. geben zu, dass es leiser ginge…“

    Dann schicke ich also die Rechnung für die bei uns erst neuerdings notwendigen Schallschutzfenster an BMW?!

  3. LM 850 sagt:

    Wenn es alle machen, kann es dann verboten sein? Vieleicht geht der Schutz des Einzelnen vor. Loud Pipes safe Lifes!

    • Der Redakteur sagt:

      Wenn hier jemand Schutz braucht dann die Anwohner. Und wenn Sie sich schützen wollen, empfehle ich ein Blaulicht auf dem Helm, dann werden Sie nicht übersehen ;-)

    • Frank sagt:

      „Loud Pipes save Lives“ das ist ein von Lärmliebhabern oft zitierter Spruch. Ändert aber nichts daran, dass das einfach nicht stimmt.

      Autofahrer beispielsweise können die Richtung, aus der der Krach kommt, in ihrem Fahrzeug nachweislich nicht orten. Unaufmerksame oder unerfahrene Autofahrer werden Euch die Vorfahrt nehmen, egal ob mit leiser, oder mit lauter Tröte!

      Außerdem müssten alle Radfahrer bereits mausetot sein, wenn der Spruch wahr wäre. Zumindest müsste die Unfallrate bei Radfahrern deutlich höher sein, als bei Motorradfahrern. Das Gegenteil ist der Fall!

      Habt Ihr Euch mal gefragt, warum der Spruch Englisch ist? Er kommt aus Amerika! Weite Teile dieses Landes sind geprägt von unendlichen, menschenleeren Weiten. Einerseits stört der Krach dort niemanden. Andererseits verjagt der Lärm sämtliche potentiell gefährlichen Tiere. Wenn ich damit rechnen müsste, in Alaska um eine Kurve zu biegen und dort einen Grizzley-Bären auf Beutezug auf mich lauernd vorzufinden, dann würde ich auch versuchen, einen Höllenlärm zu machen!

      Grizzleys sind bei uns eher selten – aber dafür ist unser Land dicht besiedelt. So kann man eigentlich überall mit nur einem einzigen lauten Auspuff tausende Leute aus dem Schlaf reißen. „Loud pipes save Lives“? Viel eher müsste es heißen: „Loud pipes kill people!“ Denn Lärm ist kein Komfortproblem – dieser mutwillige, unnötige Krach macht Menschen nachweislich krank: Schlafstörungen, Depressionen, Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall sind die Folgen von mutwilligem, unnötigen Lärm!

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