Verkehrsministerium stellt fest: Viel lauter als die Polizei erlaubt

Im Mai 2015 hatte die Baden Württembergische Lärmschutzbeauftragte Gisela Splett unterschiedliche Interessensgruppen zu einer Live-Demonstration des Lärmmessverfahrens zur Genehmigung neuer Motorräder nach Lahr auf den Flughafen eingeladen. Zahlreiche Interessierte sind dieser Einladung gefolgt und haben sich das Messverfahren „vor Augen und Ohren“ führen lassen. Über die gewonnenen Erkenntnisse dieser Live-Demonstration kann man sich jetzt auf der Homepage des Verkehrsministeriums informieren. Im Ergebnis ist deutlich geworden, dass die neue Messvorschrift ECE R 41 zwar in einigen Punkten verbessert wurde, aber immer noch zu weit vom praktischen Fahrbetrieb entfernt ist. Der Test habe gezeigt, dass einzelne Motorräder bei einer praxisnahen Anpassung des Messverfahrens mehr als 10 dB(A) lauter waren als im gesetzlichen Messverfahren. Anmerkung der Redaktion: 10 dB(A) mehr entspricht in der Psychoakustik einer Lautstärkeverdoppelung. Die Pressemitteilung dazu finden Sie hier.

Jetzt ist es amtlich: auch die neue Zulassungsnorm hat wenig mit der realen Lärmentwicklung zu tun.

Jetzt ist es amtlich: Auch die künftige Zulassungsnorm ECE R 41 wurde von dem Normengremium aus Motorradlobby und Herstellern als Volksverdummung ausgelegt – und bildet die reale Lärmentwicklung nicht ab. Sportmotorräder sind ganz dicht am Prüfpunkt weiterhin schnell doppelt so laut.

 

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Ein Kommentar zu “Verkehrsministerium stellt fest: Viel lauter als die Polizei erlaubt
  1. Saliger sagt:

    Europa hat doch auch seine guten Seiten.

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