Vom Motorrad-Wahnsinn im Rems-Murr-Kreis

Eindrucksvolle Bilder – und Töne: Der erste Sommertag des Jahres wird zur Horrorshow an den Hotspots in Baden-Württemberg. RTL Explosiv berichtet aus dem Rems-Murr-Kreis bei Stuttgart – von Hotspots die seit Jahrzehnten gegen Gerase und Belästigung kämpfen. Mit dabei VAGM-Initiativler, Betroffene und BUND Motorrad-Lärmtechnik-Spezialist Holger Siegel. Die Botschaft der ebenfalls zu Wort gekommenen Biker an die Anwohner und Erholungssuchenden in der Lärmhölle ist eindeutig: Ihr seid uns doch so was von egal…

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Anwohner verstehen draußen ihr eigenes Wort nicht

An einem sonnigen Tag das Gesicht in die Sonne halten, dabei einen kalten Drink in der Hand und ansonsten einfach nur die Ruhe genießen. Schön wär’s, finden die Menschen im Rems-Murr-Kreis. Denn: Kaum kommt die Sonne raus, heizen hier im Minutentakt Motorradfahrer vorbei. Dieser Dauer-Krach ist für viele Anwohner eine richtige Nerven-Zerreißprobe. Denn beim Grillabend im Garten verstehen die ihr eigenes Wort nicht mehr. „Man denkt bei so Kolonnen, da kommt ein Panzer“, berichtet ein Anwohner unserer Reporterin, die sich die Situation vor Ort mal genauer angesehen hat. Wie schlimm das Ganze wirklich ist, wie die Raser sich rechtfertigen und was der Lärmschutzbeauftragte der Landesregierung dazu sagt, sehen Sie im Video.

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21 Kommentare zu “Vom Motorrad-Wahnsinn im Rems-Murr-Kreis
  1. Der Redakteur sagt:

    Ich war an diesem Tag bei den Kontrollen vor Ort. Die Polizei hatte keine Lärmmessgeräte dabei, die Polizisten kontrollierten E-Kennzeichen an den Blinkern. Innenminister Thomas Strobl (CDU) sagte am Montag in Stuttgart: „Die Mehrzahl der Motorradfahrer hält sich an die Regeln.“
    Sorry: Die Kontrollen waren eine Woche lang in Zeitungen und Radio angekündigt worden. Grüne: Was wollt Ihr mit so einem Koalitionspartner erreichen? Verleiht dem Strobl den „Goldenen Dackel“ für besonders weltfremde Politik.

  2. Rainer Rau sagt:

    Schäubles Schwiegersohn weiß halt, was „man“ hören will.

  3. oldgeorgy sagt:

    Also:
    In Neuwied in einer Unterführung hat mal einer vor einer roten Ampel Zwischen-Gas im Leerlauf gegeben. Die Geräusche aus dem vorliegenden Video sind verglichen damit „angenehm“. Die Kommentare hingegen sind eindeutig.
    Ich verstehe nicht, wieso immer noch Motorräder und Zubehör mit „Lärm-Anbauteilen“ zugelassen werden.
    Und ich verstehe nicht, wieso das auch für PKWs erlaubt zu sein scheint. Ein aufgemotzter 8-Zylinder steht den Motorrädern im Lärm in keiner Weise nach.
    Fazit:
    Der Politik ist das egal. Meine einzige Rache ist mein 190er Diesel Baujahr 1988. Der bremst alle ein.

    • Ein Motorradfahrer sagt:

      Ihre „Rache“ ist eine Lärm- und Dreckschleuder und gehört aus dem Verkehr genommen. Leider gibt es für Oldtimer keine db-Grenzwerte und auch keine Emissions-Grenzwerte, dann wäre schon längst Feierabend. Der Krach und Dreck der durch Ihresgleichen verursacht wird ist eine klare Umwelt- und Lärmverschmutzung, schämen Sie sich. Die Karre ist ein Überflüssiges Relikt Ihrer Jugend.

      • oldgeorgy sagt:

        Die Karre íst
        a) leiser als 90 % aller Motorräder.
        b) verbraucht 6 Liter Diesel.
        c) nachhaltig. Reparaturen sind fast immer möglich, solange das Blech heile ist.
        d) hat keinen Kat und wirft Partikel raus. In diesem Punkt gebe ich Ihnen Recht.
        Sie rechtfertigen Ihren Lärmpegel wohl mit „modern“.
        Ich dachte, wir diskutieren über den Krach, den Fahrzeuge machen, ob nun legal (weil der Gesetzgeber nicht einschreitet) oder illegal (durch schwer nachweisbare Klappentechnik). Oder einfach weil es Spaß macht, hochtourig zu fahren.
        Mein Diesel ist leise – und Ihnen beim Rasen wohl im Weg?!

      • Bigfoot sagt:

        Ja – stimmt.
        Ich finde beides gleich schlimm; laute Motorräder und diese stinkenden Dieselautos.

        • oldgeorgy sagt:

          Ich denke, das hier ist ein Forum wegen Motorradlärm?!
          Trotzdem zur Klarstellung:
          Mein Diesel stinkt nicht. Mein Diesel raucht nicht. Alles eine Frage der Wartung.
          Jetzt von „Lärm“ auf „Diesel stinken“ ablenken zu wollen, ist ein durchsichtiges Mänover.
          Bitte bleiben Sie beim Thema!

          • Der Redakteur sagt:

            Und die Frage der Umweltfreundlichkeit ist auch eine der Herstellung und Nutzungsdauer. Und da schneiden alte Kisten und alte Häuser so schlecht nicht ab. Aber wie gesagt: Es geht hier um Motorenlärm ;-)

          • Ein Motorradfahrer sagt:

            Ich führe Ihnen nur Ihre eigenen Vorurteile vor die Nase, alle Motorräder sind laut und alle Diesel stinken, ist einfach so. Weg mit dem Motorradlärm und weg mit den Dieselrössern. Ist alles eine Frage der Einstellung.

          • Reto sagt:

            Glauben Sie mir: Wenn Sie an einer Rennstrecke/einem Hotspot wohnen, dann sind wirklich alle Biker laut. Hier entlädt sich auch Verzweiflung.

        • Rainer Rau sagt:

          Ich bin schon seit langem bei einer Denkweise angekommen, bei der ich als Hobby, zur Entspannung, zum Kick oder bloßen Zeitvertreib Erdöl nur noch in äußert geringem Maß verbrennen muss. Aber wer das noch für unumgänglich hält, sollte es so tun, dass es keine anderen belästigt, und davon ist ein großer Teil der Motorradfahrer weit entfernt. Mit den 30 % Querschläger habe ich nach eigenen Messungen und Zählungen meine Probleme, meiner Meinung nach sind es mehr.

  4. Ein Motorradfahrer sagt:

    Ich rechtfertige gar nichts, zum einen fahre ich Originalzustand, zum anderen ist ein Tourer nicht laut. In der direkten Gegenüberstellung ziehen Sie den kürzeren.
    Sie beginnen damit die Fahrten mit Ihrem Lärmstinker zu rechtfertigen. Gegen andere vorgehen und für sich selbst vergleichbare Fahrten rechtfertigen. Erkenne den Fehler.
    Oldtimerfahrten sind auch reine Spaßfahrten. In der Ausübung Ihres Hobbys und Freizeitgestaltung fühle ich mich belästigt.
    Das einige was mich an Ihrem Dieselstinker aus vergangenen Epochen stört ist dass ich Ihren Dreck einatmen muss, das ist Körperverletzung, Sie haben kein Recht auf Umweltverschmutzung.

    • Reto sagt:

      Tourer von BMW sind zu laut. Die GS hat eine Lärmklappe. Das ist Körperverletzung.

    • oldgeorgy sagt:

      Ich gebe jetzt Motorradfahrer recht. Wenn er Originalzustand fährt, macht er per sé alles richtig.
      Jetzt könnten wir über die Fahrweise dskutieren (hochtourig, schnelles beschleunigen) und über Wartungszustände (nicht gepflegter Motor mit Fehlzündungen) etc.
      Viel wichtiger fände ich einen ersten Schritt des Gesetzgebers: Motorräder werden nur noch zugelassen, wenn sie festgesetzte „Lärmwerte“ nicht überschreiten, gestaffelt nach
      – Leerlauf
      – Beschleunigung
      – Hochtouriges Fahren
      Veränderungen an Motoren und Auspussanlagen werden verboten, schadhafte Auspuffanlagen führen zum Entzug der Betriebserlaubnis.
      Ist das wirklich so schwer zu machen? Das geht dann zwar nicht auf einen Schlag, dann reduziert sich der Lärmpegel mit jedem neu zugelassenen Motorrad.
      Im übrigen gilt §1 StVO:
      (1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht. (2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

      • Reto sagt:

        Wie viele aktuelle Untersuchungen zeigen, umgehen aber Motorräder konstruktiv die Lärmnormen – und werden dann von den Fahrern auch noch mit Zubehörauspuffen lauter gemacht. Wie übrigens auch manche Autos. Das widerspricht § 49 STVZO.

        • oldgeorgy sagt:

          Umgehen die die Lärmnormen nicht auch wegen der absolut unzureichenden Tests vor der Genehmigung?
          Müsste der gesetzgeber nicht genau da ansetzen?
          Nach meinem o.g. Vorschlag wären konstruktive Änderungen am Motorrad verboten. D.h. keine Zubehörauspuffe (nur das original ist zulässig), keine Veränderungen am Original erlaubt.
          Zum Schluss ginge es ausschließlich um das wirksameKontrollieren.

  5. So ist es! sagt:

    So langsam aber mit Nachdruck sollten sich wirklich alle fragen, ob sie sozialverträglich leben und ob diese Lebensweise zu rechtfertigen ist. Aktuell und vor der nächsten Generation.

    Setzt man sich als Lebensmaxime, die Umwelt, und das sind auch andere Menschen so wenig wie es geht zu beeinträchtigen (Lärm und Abgase), dann ist das ok. Alles andere eben nicht.

    Allerdings muss man für eine solche Haltung schon seinen Kopf benutzen und muss daran arbeiten.

  6. Der oberalman sagt:

    Solche Probleme kann es echt nur in Deutschland geben. Zum Glück haben wir keine anderen Probleme! Das sind die gleichen Leute die auf einer schönen Wiese das Schild „Ball spielen verboten“ aufstellen. Der Horizont des normalen Bürgers geht hald nur von der Haustüre bis zum Gartenzaun. Wenn den Leuten die Straße zu laut ist muss man hald wegziehen. In den südlichen Ländern Europas kennen die Leute so etwas wie TÜV oder DB killer nicht und da beschwert sich auch kein Mensch oder wird sogar „krank vom Lärm“

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