Hier finden Sie fachliche Stellungnahmen zur Problematik

Motorradlärm und Poserlärm von sogenannten Performance-Pkw, ist ein gesellschaftliches Problem. Leistung, Geltung und Status wollen die Einen durch „Sound“ ausdrücken. Die Anderen, die entsprechend Belästigten, haben erhebliche Einschnitte ihrer Lebensqualität, gesundheitliche Folgen und Vermögenseinbußen. Das Geschäftsmodell Fahrzeuglärm wird vom Gesetzgeber toleriert und vom Marketing der Fahrzeughersteller untermauert.
Folgend Stellungnahmen zur Thematik unter Anderem von WHO, Umweltbundesamt, DEGA, RKI und weiteren:

Deutsche Gesellschaft für Akustik

„Stellungnahme zur Umweltgerechtigkeit“

10.04.2017

Vorrangig sind die Belastungen abzubauen, die das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit verletzen, d.h. in der Praxis des deutschen Immissionsschutzrechtes Belastungen abzubauen, die im engeren Sinne zu Krankheiten führen können (im Unterschied zum Gesundheitsbegriff der Weltgesundheitsorganisation, der Gesundheit als Zustand völligen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens definiert).

Umweltbundesamt

„Gesundheitliche Auswirkungen von Straßenverkehrslärm“

12.06.2019

Straßenverkehrslärm kann weitreichende gesundheitliche Auswirkungen haben.

  • Die WHO empfiehlt 53 dB tags und 45 dB nachts nicht zu überschreiten, um negative gesundheitliche Auswirkungen zu vermeiden.
  • Die neuen Leitlinien verdeutlichen die Relevanz von Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch Straßenverkehrslärm.
  • Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen den Bedeutungsgehalt von psychischen Erkrankungen durch Straßenverkehrslärm.
  • ¾ der Bevölkerung werden durch Straßenverkehrslärm belästigt. Dabei hat Lärm von Motorrädern hat besonderes Belästigungspotenzial.

WHO

„Lärm ist das Umweltproblem mit der zweithöchsten Krankheitslast“

2018

Lärm ist ein wichtiges Thema für die öffentliche Gesundheit. Es hat negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und das Wohlbefinden und ist eine wachsende Sorge. Das WHO-Regionalbüro für Europa hat diese Leitlinien auf der Grundlage der wachsendes Verständnis für diese gesundheitlichen Auswirkungen der Exposition gegenüber Umgebungslärm. Der Hauptzweck von Diese Richtlinien sollen Empfehlungen zum Schutz der menschlichen Gesundheit vor Umwelteinflüssen geben Lärm aus verschiedenen Quellen: Verkehrslärm (Straßenverkehr, Eisenbahn und Flugzeug), Windkraftanlage Lärm und Freizeitlärm.

Robert-Koch Institut

„Reiche wohnen woanders“

27.05.2013

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) zwischen November 2008 und Dezember 2011 die „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (DEGS1) durchgeführt.

In dieser Publikation wird auf der Grundlage der DEGS1-Daten in ersten deskriptiven Analysen der Frage nachgegangen, wie verbreitet die in DEGS1 erfassten Lärmbelästigungen und die Straßen-verkehrsbelastung in der erwachsenen Bevölkerung Deutschlands sind und inwieweit sich diese nach sozioökono-mischem Status und Wohnverhältnissen unterscheiden.

Arbeitsring Lärm der DEGA

„Lärm kostet mehr als die Gesundheit“

20.05.2014

Der Arbeitsring Lärm der Deutschen Gesellschaft für Akustik e. V., Münchner Forum und Gesundheitsladen München e.V. luden zu einem Vortrags- und Diskussionsnachmittag ins Hansahaus ein. Neben Fachreferenten wurden auch VertreterInnen des Stadtrats um Ihre Sicht der Dinge gebeten.

Im Mittelpunkt stand die Frage nach den finanziellen Folgen von Straßenverkehrslärm. Dabei wurden die Immobilienpreise und die Gesundheitskosten in den Blick genommen, die externen Kosten von Lärm sind zwar schwer zu beziffern, doch sie gehen in die Milliarden. In einer Umfrage des Umweltbundesamtes wird die Belastung durch Straßenlärm am häufigsten genannt. So dürften hier auch die größten Kosten entstehen.

Uni Trier

„Wertverluste bei Immobilien“

23.07.2015

Wertverlust von Immobilien

• Verschiedene europäische (und außer-europäische) Studien
• Ermittlung des prozentualen Wertverlusts (Immobilienwert, Mietmindereinnahmen) pro Jahr pro Haushalt bei einer Pegelzunahme um 1dB

• Ab ca. 50-55dB(A) tags
• In der Literatur angegebene Werte schwanken:
0,08-2,22%
• Hier: 0,9% Wertverlust pro Haushalt und Jahr bei einer Zunahme des Pegels um 1 dB (ab Pegel >55 dB(A) tags)