Sulzbacher Steige soll entschärft werden

Ein Zeichen gegen den Verkehrslärm im Rems-Murr-Kreis: Die Backnanger Kreiszeitung berichtet aus Sulzbach an der Murr.

Idyllische Straße im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald – aber leider eine verlärmte Gegend. Gegen Raser und Lärmer gehen jetzt die Behörden vor, nachdem Bürgerbeschwerden schon vor Jahrzehnten laut wurden. Rüttelstreifen und Gelbe Karte, Demontage von Sitzbänken in Applauskurven – allerhand hat man sich einfallen lassen. Die Backnanger Kreiszeitung berichtet.

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BR Quer: Schmerzhafter Sound


Der Bayerische Rundfunk sprach mit Bikern, mit BMW und mit Brüssel. Und hat damit in einem kurzen Filmbeitrag die drei B und ins Schwarze getroffen. Wie homogen der Typ Mensch sich gebärdet, wenn er am Gasgriff spielen darf! Wie sagt der Mann von BMW: Lauter Individualisten…

Motorräder segnen…

Aus dem Straubinger Tagblatt…

Landab, landauf wird zum Saisonbeginn wieder gesegnet. Die Pfarrer (vor allen Dingen die in Leder) spritzen Weihwasser auf die Feuerstühle. Kein heidnisches Ritual, sondern ein amtskirchliches. Anwohner würden sich freuen, wenn diese Segnungen der Moderne differenziert betrachtet würden – ein kleines Wort würde genügen: Rücksicht. Nicht nur Rücksicht einfordern – Geben ist seliger als Nehmen.

Splitt gestreut? Polizei ermittelt

 

Nach einem Motorrad-Unfall in Kernen bei Stuttgart ermittelt die Polizei. Auf Rollsplitt ist ein junger Motorradfahrer gestürzt und hat sich leicht verletzt – die Polizei vermutet, dass der Splitt hier gezielt ausgestreut wurde und ermittelt wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Pikant ist, dass auf der landschaftlich reizvollen Strecke die Anwohner seit Jahren einer akustischen Nervenprobe durch die Bikergemeinde ausgesetzt werden. In Kernen-Stetten gibt es viel Ärger um den Motorrad-Lärm, dem Polizei und Behörden leider nichts entgegenzusetzen haben. Um Einwänden zuvorzukommen: Selbstjustiz ist nicht der richtige Weg. Aber Fakt ist eben auch, dass die Idylle der Remstals an dieser Auffahrt seit Jahren durch Motorrad-Rowdys getrübt wird, und nichts und niemand gebietet ihnen Einhalt. Die unselige Eskalation des Falls lässt sich in diesem Hörfunkbeitrag des SWR nachvollziehen und nachhören.

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Ärger am Sudelfeld

Bayrischzell am Sudelfeld – ein Motorradlärm-Hotspot aus der Luft. Foto: Kogo/Wikipedia

Aus Bayrischzell vom Sudelfeld berichtet der Bayerische Rundfunk in einem Beitrag, der in der Mediathek hier nachzusehen ist. Hier reden auch eine Tourismusverantwortliche endlich Tacheles: Wie kriegerische Horden fallen die Biker ein und die normalen Gäste beschweren sich. Beklagenswert ist das geballte Auftreten und die Ausreißer-Fahrzeuge mit lauten Auspuffen – aber das sind ja mittlerweile viele moderne Motorräder. Besonders die Adrenalin-Junkies belästigen Anwohner und Urlauber – schön, dass das auch mal Tourismusverantwortliche und Bürgermeister formulieren.

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Mossautal wehrt sich mit Plakaten

Stiller Schrei: So sehen die Plakate in Mossautal (Odenwald) aus.

Die Gemeinde Mossautal im Odenwald wehrt sich mit Plakaten gegen Motorradlärm. In der schönen Jahreszeit fahren an den Wochenenden tausende Motorradfahrer durch die idyllische Landschaft: „Man kann sonntagnachmittags nicht in seinem Garten sitzen und mit der Familie Kaffee trinken, ohne sich gestört zu fühlen,“ sagt der Bürgermeister. Nach vielen Jahren der Lärmbelästigung habe sich die  Gemeinde dazu durchgerungen, mit Plakaten an die Motorradfahrer zu appellieren, Rücksicht auf die Bevölkerung zu nehmen. „Mossautal gegen Bikerlärm“ steht auf den rund 70 Plakaten in der Raumschaft: „Eine andere Möglichkeit, wie wir uns gegen den Lärm wehren können, sehe ich derzeit nicht“, sagt der Schultes. Die Resonanz der Bürger auf die Aktion sei positiv. Allerdings hätten einige Anwohner berichtet, manche Biker seien nun extra noch lauter unterwegs. Viele Medien berichten, unter anderem hier und hier.

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Motorrad-Kontrollen im Müglitztal

MDR berichtet aus dem Müglitztal.

Das Müglitztal in Sachsen ist schon seit langem als Lärm-Hotspot in unserer Datenbank registriert. Unsere Mitstreiter aus Sachsen haben jetzt den MDR zur Berichterstattung eingeladen. Den Beitrag kann man sich hier ansehen. Neben vielen Maschinen mit ab Werk manipulierten Klappenauspuffen („alles legal“) fischen die Polzisten auch einen Bimota-Fahrer mit unschuldigen 110 dB(A) Standgeräusch aus der Menge. Der ist sich (natürlich) keiner Schuld bewusst. Deren Hobby ist der Anwohner Terror…

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Nationalpark Eifel bekommt Displays

Landschaft vom Feinsten mit Lärm aus vollen Rohren: Einruhr, ein Ortsteil von Simmerath, bekommt ein Lärm-Display. (Foto: Gabriele Delhey, Wikipedia)

Oft sind es gerade die Naturparks und Erholungsgebiete, die unter Motorradrowdies leiden. Bereits am ersten Tag hatte das neue Lärmdisplay in Einruhr schon einen Motorradlärm-Maximalwert von 120 dB auf der Uhr – der Wochenspiegel berichtet aus der Eifel (Simmerath) von Initiativen gegen den Lärm. Auch hier wurden jetzt Lärmdisplays aufgestellt, die die Belastung dokumentieren sollen: »Tiere und Pflanzen erfahren im Nationalpark den höchsten Schutzstatus – und wenige Meter weiter werden sie von erheblichem gesundheitsgefährdendem Lärm belästigt«, sagte die Vorsitzende des Fördervereins Nationalpark Eifel e.V., Sabine Wichmann, die das Lärmdisplay mit finanziert hat. Mitinitiator ist der Grünen-Bundestagsabgeordnete Oliver Krischer, der in seinem Wahlkreis einige Lärm-Hotspots hat und der weitere Lärmdisplays ankündigt. Die Wirkung der 10.000 Euro teuren Displays ist umstritten: Behörden stufen sie bisweilen als wirkungsvoll ein, Anwohner teilweise auch als wirkungsglos bis kontraproduktiv. Eines ist mit Sicherheit zu sagen: Folgen hat lautes Aufdrehen am Display für die Lärmer jedenfalls keine.

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