Derzeit läuft deutschlandweit eine Lärm-Messaktion mit präzisen Lärmrohren, die ihre Messdaten direkt auf einem Internetserver einspeisen. An mehreren Dutzend Hotspots (mit einem Fokus auf das Land Niedersachsen) wird die Aktion in einer Kooperation von DUH – Deutsche Umwelthilfe e.V. und VAGM e.V. durchgeführt. Unterstützt werden die beiden Vereinigungen von der Sensor Community mit Messtechnik. Gemessen wir der Lärm nicht am Auspuff, sondern sozusagen „am Anwohner“. Die Messaktion gehört zu einem Gesamtprojekt, das vom Land Niedersachsen gefördert wird.

Die ersten erhobenen Daten sind beeindruckend, sowohl was die Lärmspitzen als auch was die Dauerbeschallung angeht, wenn die Hotspots befahren werden. An allen untersuchten Hotspots ist die Lärmbelastung nachts, bei schlechtem Wetter und an manchen Wochentagen eher durchschnittlich – und dann wieder die enormen Ausreisser bei gutem Wetter und zu Erholungszeiten am Wochenende, wo immer wieder im Minutentakt auch Werte über gesundheitsgefährdenden 90 dbA gemessen werden.

Die Bauart der verwendeten Lärmrohre wurde vom Umweltbundesamt mit professioneller Messtechnik verglichen – sie überzeugt. Die Rohre werden an bewohnten Gebäuden befestigt und melden ihre Daten via Internetzugang permanent über den ganzen Sommer hinweg live an den Server der Community. So ensteht ein einzigartiges Langfrist-Lärmbild, wie es so bisher noch nie an Motorradlärm-Hotspots gezeichnet wurde.

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Letzte Kommentare
  1. Ladendiebstahl und Unfallflucht sollen auf FDP-Wunsch Ordnungswidrigkeiten werden. Bei der Denkweise werden Rasen und Lärmen eher noch staatlich subventioniert.

  2. In Sachen Umweltschäden werden ja inzwischen weltweit gegen deutsche Unternehmen mit hohen Schadensersatzforderungen gerichtliche Verfahren nah dem Verursacherprinzip geführt. Vielleicht…

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