Anlässlich der bevorstehenden Verkehrsministerkonferenz (VMK) und im Angesicht der kurz bevorstehenden nächsten Lärmsaison greift die Kölnische Rundschau in ihrer Ausgabe vom 22. Juni 2026 den Antrag des Bundesverbands gegen Motorradlärm auf. Der Verband fordert erneut von der Politik konkrete Maßnahmen zum Schutz der Anwohner vor gesundheitsschädlichem Lärm. Unterstützt wird der Antrag von Marco Schmunkamp, Bürgermeister von Nideggen und Vorsitzender des Vereins „Silent Rider“, sowie Holger Siegel von den Vereinigten Arbeitsgemeinschaften gegen Motorradlärm (VAGM).

Unter dem Motto „Laut werden, damit es leiser wird“ drängt der Verband auf dringend notwendige gesetzliche Anpassungen. Insbesondere fordert er eine Schallobergrenze von 80 Dezibel sowie strengere Kontrollen und Bußgelder bei Lärmbelästigung. Ein zentraler Punkt des Antrags ist zudem die Einführung überfälliger Möglichkeiten zur Verkehrsbeschränkung. Diese sollen es den Kommunen ermöglichen, gezielt gegen Motorradlärm vorzugehen, etwa durch Tempolimits oder Fahrverbote in lärmgeplagten Gebieten. Trotz wiederholter politischer Beteuerungen und jahrelangem Anmahnen durch die betroffenen Anwohnerverbände bleibt die Umsetzung jedoch aus. Diese Untätigkeit verschärft die Situation für die Anwohner und lässt die Probleme ungelöst.

MInister Krischer nimmt im Hinblick auf die seit Jahren immer wieder vergeblich angemahnten Forderungen der Anwohnerverbände ohne Ergebnis sowie den inzwischen seit sechs Jahren mehrfach angemahnten Bundesratsbeschluss (Antrag 125/20) Stellung, der bereits unter Krischers Vorgänger Hendrik Wüst eingebracht wurde. Der Beschluss harrt nach wie vor der Umsetzung. Krischer betont, dass „die Politik endlich handeln“ müsse. Im Rahmen der bevorstehenden Verkehrsministerkonferenz (VMK) fordert er konkrete und strukturelle Lösungen zur Verringerung der Lärmbelastung.

3 Kommentare

  1. Man fühlt sich wirklich allein gelassen als Anwohner.
    Die umsichtig fahrenden Biker kann man zwar ebenfalls hören, es ist aber noch erträglich.
    Aber die, die extra laut und lange aufdrehen, rauben uns durch Ihre rücksichtslose Art unsere Lebensqualität.
    Den ganzen Sommer über kann man kaum lüften, geschweige denn das schöne Wetter genießen, besonders gegen Abend, weil permanenter Lärm die gesamt Ortschaft und die eigene Wohnung flutet.
    Warum wiegt das zweifelhafte Vergnügen von unverantwortlichen Rasern, die die Umwelt verpesten, Anderen ihre Ruhe stehlen und noch dazu gefährden, soviel mehr als der Schutz einer Mehrheit von Menschen, die nichts anderes wollen, als in Ruhe zu leben?
    Das kann es doch nicht sein.

    • Ich fühle mich durchaus nicht allein gelassen, sondern habe schon gute Ratschläge – sogar von örtlichen Politikern – bekommen: Ziehen Sie weg! Erinnern Sie sich daran, dass Sie auch mal jung waren! Sie müssen sich daran gewöhnen!

  2. Der Teufel soll die Wochenenden holen, an denen es nicht in Strömen regnet.
    Jetzt am Samstagvormittag ist es mit einem entspannten Aufenthalt im Freien schon wieder vorbei, abends treiben auch die Dorfdeppen mit dem „sinnlosen Umherfahren“ (sogar rechtlich erwähnt) ihr Unwesen.
    Natürlich hätte ich Alternativen zu dem, was der Teufel holen soll, aber die Redewendung „Zum Wohle des Volkes“ ist nur noch hohles Gewäsch.

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