Österreich macht ernst mit Fahrverboten: Das Standgeräusch entscheidet

So schnell kann’s gehen: Während sich in Deutschland die Motorradstammtische wegen geforderter Streckenbeschränkungen als „Ultima Ratio“ mit den Lärmern solidarisieren und laut „Diskriminierung!“ und „Grundgesetz“ rufen, treibt Österreich einen rechtswirksamen Keil zwischen Motorradtouristen und Krachmacher: Fahrzeugen mit über 95 dB Nahfeldgeräusch werden bestimmte Strecken ab Mitte Juni verboten. Selbstverteidigung im verlärmten Tirol.

Für Motorrad-Lärmer mit über 95 dB Standgeräusch wird’s ungemütlich in Tirol.
Quelle: Tiroler Landesregierung

Motorradonline listet als Service eine Auswahl aktueller Fahrzeuge auf, die der neuen Regelung zufolge mit 220 Euro Strafe bedacht werden, wenn sie auf den Strecken erwischt werden. All diese bei Kradlern beliebten Fahrzeuge sind ab Werk schon so laut, obwohl mit einem Fahrgeräusch von 77 dB „zugelassen“. Hier geht es also nicht um die vom Besitzer manipulierten „Schwarzen Schafe“, sondern um Krachmacher aus den Lärmlaboren von BMW, Aprilia, Ducati (Audi) und Harley Davidson. Eine zufällige Auswahl von Kandidaten:

Aprilia V4 Tuono 1100 Factory96 dB(A)
Aprilia RSV4 1100 Factory105 dB(A)
Aprilia RSV4 1000 RR96 dB(A)
BMW S 1000 RR98 dB(A)
Ducati Hypermotard SP97 dB(A)
Ducati Multistrada 1260102 dB(A)
Ducati Diavel102 dB(A)
Ducati SuperSport98 dB(A)
Harley-Davidson Dyna Street Bob97 dB(A)
Harley-Davidson FXDR 1497 dB(A)
Harley-Davidson 1200 Custom99 dB(A)
Harley-Davidson Sportster Forty Eight99 dB(A)
Kawasaki Z 90097 dB(A)
KTM 890 Duke96 dB(A)
Quelle: Motorradonline.de

Übrigens kratzt auch das meistverkaufte Motorrad in Deutschland, die BMW GS-Tourer, direkt an diesem Verbotswert, wie dieser Test von Motorrad zum 2015er Modell R1200 GS mit 94 dB(A) zeigt. Interessant der pragmatische Ansatz der Österreicher, denn hier wird nicht Lärm gemessen, sondern die Tiroler beziehen sich einfach auf die Werte im Fahrzeugbrief und schöpfen damit die Crème de la Crème der Poser ab. Schön, einfach – und gut für die Alpenpässe.

228 Kommentare zu “Österreich macht ernst mit Fahrverboten: Das Standgeräusch entscheidet
  1. B.B. sagt:

    Cleverer Schachzug aus Tirol. Von wegen schwarze Schafe! Die Motorradgemeinde beschwert sich jetzt in altem Whataboutism darüber, dass Trecker weiterlärmen dürfen.

  2. Hannoveraner sagt:

    Kleiner technischer Einwurf:
    Das Standgeräusch ist nur ein Ansatzpunkt für die Polizei um Nachprüfen zu können ob ein DB Killer fehlt/erforderlich ist oder ob die Klappen ausgehängt wurden.
    Als praktischer Vergleichswert zur Unterscheidung von lauten bzw. leisen Motorrädern im Fahrbetrieb taugt es nicht.

    Gerade ein Vergleich von Modellen der Euro 3/Euro 4 Norm zeigt auf was hier schief läuft.
    Reales Beispiel: Eine Euro 3 Maschine eines Herstellers ist mit 97 db Standgeräusch eingetragen. Die Euro 4 Nachfolgemaschine des gleichen Typs ist mit 94 db Standgeräusch eingetragen.
    Bei Spitzenlautstärke (Drehzahlbegrenzer) müssen die Klappen technisch bedingt offen sein.
    Spitzengeräusch der Euro 3: 115 db.
    Spitzenlautstärke Euro 4: 122.
    Wir sprechen von einer knappen Verdreifachung der Schallintensität.
    Und die lautere der beiden darf aufgrund eines niedrigeren Standgeräuschs nach neuer Norm nach Tirol, die (bedeutend) leisere (im Vergleich) hingegen nicht.

    Beide Maschinen sind meiner Meinung nach im Straßenverkehr zu laut.Wenn aber Fahrverbote ausgesprochen werden müssen, sollten diese technisch sinnvoll und in der Praxis Sinn ergeben.

    Das Standgeräusch hat aber KEINERLEI Aussagekraft wie laut ein Motorrad im Fahrbetrieb ist.

    Und gerade der Fahrbetrieb ist der entscheidende Punkt. In der Studie die zur Grundlage des Fahrverbots erkoren wurde, führt als zentralen Störfaktor das „laute Beschleunigen/Aufheulen“ an. Dieses hängt mit dem Fahrer zusammen, nicht dem Motorrad.
    Und asozialen Fahrern kann man nur mit Kontrollen an den Leib rücken, nicht mit Fahrverboten.

    Freundliche Grüße und bleiben sie gesund,
    Hannoveraner

    • Riversong sagt:

      Stimme Ihnen voll und ganz zu. Es handelt sich um dümmlichen Aktionismung, die verantwortlichen Politiker scheinen wie so oft absolut keine Fachkenntnisse in ihrem Zuständigkeitsbereich zu besitzen. Diese Regelung trifft (fast) keine Schuldigen, sie ermuntert die Hersteller im Gegenteil, weiter auf Klappentechnik zu setzen und diese sogar weiter auszufeilen. Das Standgeräusch ist die technisch dümmste Methode, um laute von leisen Motorrädern unterscheiden. Wie nichtssagend diese Regelung ist, kann man auch an der Liste der betroffenen Motorräder sehen: Es handelt sich beinahe ausnahmslos um Exoten, die einen winzigen Promillebereich des Motorradverkehrs ausmachen. Das so ein Schwachsinn hier gefeiert wird, ist bezeichnend.

      • Der Redakteur sagt:

        Kann ihre Argumentation absolut nicht nachvollziehen. Immerhin gelingt es mit dieser Regelung, die echten Kracher zu identifizieren. Ob Exoten oder nicht – die Liste ist eindeutig. Und bei diesen Fahrzeugen sind die Hersteller die Schuldigen. Klagen Sie doch gegen BMW oder Ducati – jetzt haben Sie einen Grund.

        • Hannoveraner sagt:

          Zum Beispiel die Motorräder der österreichischen Verkehrspolizei? Diese fallen nämlich auch unter das Verbot.
          Ich bezweifle ehrlich gesagt dass die verantwortlichen Politiker sich der Sache genügend und gründlich genug gewidmet haben.
          Und genau solche unausgegorenen Normenerlasse haben uns die Klappenfarce der Euro 3/4 erst eingebracht.
          Mein Großvater meinte immer „erst denken, dann machen“. Und dieses Mantra kann man den Tirolern, den für die Fahrzeugzulassungen zuständigen EU Abgeordneten und generell den meisten Politikern und Aktivisten nur ans Herz legen.

          Warum sollte man BMW oder Ducati verklagen?
          Das Standgeräusch ist gesetzlich nicht normiert.
          Grundsätzlich wäre es möglich das Standgeräusch technisch zu verstärken und 150db im Schein stehen zu haben und zeitgleich im Fahrbetrieb unter Maximallast weniger als 80 db zu produzieren.
          Grundsätzlich wäre dies möglich und legal.
          Es gibt ein normiertes Messverfahren das nur dem Zweck dient Manipulationen an der Abgasanlage in der Praxis mit relativ geringem Aufwand feststellen zu können.
          Einen anderen Zweck hat das Standgeräusch nicht und kann es auch nicht haben.

          • Der Redakteur sagt:

            „Warum sollte man BMW oder Ducati verklagen? Das Standgeräusch ist gesetzlich nicht normiert.
            Grundsätzlich wäre es möglich das Standgeräusch technisch zu verstärken und 150db im Schein stehen zu haben und zeitgleich im Fahrbetrieb unter Maximallast weniger als 80 db zu produzieren.“
            Richtig ist, dass das Standgeräusch ein Referenzwert zum zulässigen Fahrgeräusch ist. Das heißt aber nicht, dass es Humbug ist. Ein hohes Delta zwischen Stand- und Fahrgeräusch ist ein sicheres Indiz für eine überlaute Kiste. Und dafür, dass das Fahrgeräusch ab Werk manipulativ auf den Punkt reguliert wurde.

        • Riversong sagt:

          Nein. Man kann weder „echte“ noch sonstwelche Krachmacher anhand des Standgeräusches identifizieren. Die Hersteller können als Standgeräusch angeben was sie wollen, das ganze dient nur als Referenzwert, um etwaige Modifikationen erkennen zu können. Man nimmt hier also einen Wert, der niemals für diese Funktion ermittelt wurde, und versucht, auf das Fahrgeräusch zu schließen. Wie vom Hannoveraner richtig angemerkt, kann man in der Praxis sehen, dass Fahrzeuge mit lautem Standgeräusch in der Praxis oft leiser sind als solche mit niedrigem, und umgekehrt. Die Absurdität wird zusätzlich daran deutlich, dass es sogar Motorräder gibt, deren eingetragenes Standgeräusch UNTER dem eingetragenen Maximalwert liegt. Auch wenn man hier auf dieser Seite jegliche Arten von Verboten natürlich feiert : Diese Regelung ist Murks, und die Betroffenen Anwohner werden nichts davon haben, viele unfassbar laute Motorräder dürfen weiterhin fahren und leise werden ausgesperrt,mit dem Standgeräusch als Referenz könnte man auch würfeln. Im Gegenteil. Es wird heißen, es wurde ja „was gemacht“, und jetzt haben die gefälligst Ruhe zu geben. Im großen und ganzen: Fail.

          • Der Redakteur sagt:

            „Die Absurdität wird zusätzlich daran deutlich, dass es sogar Motorräder gibt, deren eingetragenes Standgeräusch UNTER dem eingetragenen Maximalwert liegt.“

            In der Tat schließe ich das nicht aus – ich habe das beispielsweise bei einem 200 ccm Trial-4-Takter schon gesehen, die wurden immer schon speziell leise gebaut. Für keines der in Motorradonline geführten Krachkräder trifft das allerdinsg zu. Und das sind gleichzeitig (abgesehen von den Harleys) die, die auch immer auf der Rennstrecke Probleme mit den Lärmwerten bekommen, wie Internetdiskussionen zeigen.

          • Der Redakteur sagt:

            Fällt mir noch etwas ein: Vielleicht beraten Sie die Österreichischen Behörden direkt – ich kann Sie da vermitteln. Kommt aber auf den Tagessatz an.

      • Hendrik Bartels sagt:

        … ich habe manchmal den VERDACHT dass manche Motorradfahrer sich „so gut“ in der Thematik auskennen, weil hier jedes Schlupfloch recht ist. Wir wohnen im Winter ruhig und im warmen 3/4 Jahr werden wir jede freie Minute von diesen Krawalljunkies belästigt. Ich möchte keine Diskussionen darüber, dass die aktuellen Regelungen reichen. Ich will dass diese Betrugsmasche eine Ende hat. Und wenn sie 80 dB nicht hinkriegen, dann wäre es (wie um den Diesel) auch kein großer Verlust.

        • Hannoveraner sagt:

          Herr Bartels, ich bin auf ihrer Seite!
          Es ist komplett absurd was an Lärm mittlerweile zulässig ist bzw. wie laut Maschinen durch bestimmte Bedienung werden kann.
          Ich mag mein Hobby, aber es muss/darf andere nicht belästigen. Ich kenne mich in der Materie einigermaßen aus, weil ich mich eingelesen habe auf der Suche nach einem leisem Motorrad. Ein Experte bin ich bei weitem nicht. Aber anscheinend ist nahezu jeder Motorradfahrer faktisch versierter in der Materie als die meisten zuständigen Politiker.
          Ich bin der Meinung das Verbote und Strafen die richtigen treffen sollten anstatt eine gesamte Gruppe unter Generalverdacht zu stellen.

          Nicht wirksame Maßnahmen zur Lärmverringerung schädigen nicht nur Anwohner, sondern auch die vernünftigen Motorradfahrer. Denn diese leiden dann unter den folgenden kompletten Fahrverboten.

        • Rainer Rau sagt:

          Ich bin mir ZIEMLICH SICHER, dass diesen Krawalljunkies alle Regelungen, die ihr Verhalten betreffen, am Gluteus maximus vorbeigehen. Es ist nicht nur der Lärm, die Fahrweise ist oft ebenso asozial. Das verschwindent geringe Risiko, zur Verantwortung gezogen zu werden, nehmen die einfach in Kauf. 80 dB wäre für die, wie alles andere, auch nur Druckerschwärze auf Papier. Wenn der Lappen mal weg ist, haben manche kein Problem damit, weiter ohne herumzuprollen.

          Ein Gespräch vor ein paar Tagen: „Am Sonntag kann ich nicht mit, ich kam noch nicht dazu, den TÜV-Auspuff zu tauschen“.

          Dieses Jahr habe ich exakt zwei Streifenwagen in unserer lärmverseuchten Gegend gesehen. Einmal vor der Apotheke, einmal vor dem Dönerladen. Und die SPI ist durch mehrere Bürger bestens informiert.

          Industrie und Politik haben wieder mal einen Kipppunkt überschritten oder es zugelassen und haben jetzt unter anderem Angst vor der Reaktion der Endverbraucher. Da fehlen echte Entscheider „zum Wohle des Volkes“, „zum Wohle der Industrie“ hat der nichtsnutzige Andi bestens drauf.

        • Riversong sagt:

          Ich habe im Gegenteil den Verdacht, dass manche „Nichtmotorradfahrer“ lieber einen großen Aufschrei anzetteln als einfach mal 1-2 Minuten eine Suchmaschine ihrer Wahl zu bemühen. Es ist immer hilfreich, zu wissen wovon man spricht. Anderen Sachkenntnisse „vorzuwerfen“ ist gelinde gesagt absurd.

          • Der Redakteur sagt:

            Für die extralauten Maschinen brauche ich weder das abolute Gehör noch ein Physikstudium, um festzustellen, dass die zu laut sind. Ein Gefühl der rabiaten Belästigung finde ich hier ausreichend, um sich zu beschweren. Und was die Österreicher angeht, so kenne ich die Tiroler von Fachtagungen zum Thema und kann nicht bestätigen, dass sie die Pappnasen sind, zu denen Sie sie hier machen. Im Gegenteil. Aber vielleicht ist das was Sie da führen ja nicht ja auch wissenschaftlicher Diskurs und sie sind auch ein Wissenschaftler, der das Thema vom Recht über die Physik bis zur Fahrzeugtechnologie erforscht hat ;-)

          • Rainer Rau sagt:

            Als ehemaliger Motorradfahrer möchte ich mit gewissen Elementen (nicht Sie persönlich gemeint, ich kenne sie ja nicht) in Verbindung gebracht werden. Aufgegeben habe ich lediglich wegen Fremdschämens.

            Die Sachkenntnis schenke ich Ihnen bei den Zuständen, die uns wieder mal hinter geschlossenen Lärmschutzfenstern, oft genug wirkungslos, einsperren.

          • Hannoveraner sagt:

            Ich finde es ehrlich gesagt auch verwunderlich, wie einem aus technischer Aufklärung der Strick gedreht wird.

            Sehr geehrte Damen und Herren,
            Riversong und meine Wenigkeit haben nur versucht die technischen Probleme hinter der Tiroler Regelung aufzuzeigen.
            Wir beide sind Lärmgegner und unterstützen ihr grundsätzliches Anliegen.
            Nur sind wir der Meinung dass nicht generell irgendwelche Maßnahmen, sondern wirksame Maßnahmen erlassen werden sollten mit Fokus auf die Problemsubjekte.

            Ob wir das passende Ziel für passiv aggresive Statements sind, lasse ich an dieser Stelle offen.

            Wir wünschen uns auch eine Lösung für das Lärmproblem. Diese Lösung sollte aber auch tauglich sein das Problem auf Dauer zufriedenstellend für die Anwohner zu lösen ohne tiefer als nötig in die Freiheitsrechte der anderen einzugreifen.

            In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen schönen Sommer, eine unfallfreie Saison und verstärkte Polizeikontrollen die das Problem wirksam bekämpfen können.

          • Armin Phelps sagt:

            Lärmgegner die als Advocatus Diaboli auftreten und Maßnahmen gegen Lärmer versuchen ad absurdum zu führen? Zwei Sachverständige, die mit einer Stimme sprechen und sich blind verstehen?
            Vermute das sind nicht zwei Trolle, sondern einer.

          • Der Redakteur sagt:

            Jo, sieht so aus.
            Und ich würde meinen Arsch verwetten, dass es auch keine „ehemaligen“ sind.

          • Hannoveraner sagt:

            Sehr geehrter Redakteur,

            wir hatten bereits das Vergnügen eine Diskussion unter dem Artikel „Südwesten fordert (endlich) Ruhe vor Motorradlärm“ vom 16.Februar 2020 zu führen.
            Ich postete unter dem selben Namen und es entspann sich eine höfliche Diskussion, die in einigen Punkten sogar einen Konsens produzierte.
            Mir ist in der damaligen Diskussion positiv in Erinnerung geblieben das beide Seiten (bis auf wenige Ausnahmen) einen produktiven und gesitteten Austausch betrieben haben.
            Der Seitenbetreiber mag gerne einen Identitätsabgleich anstreben.

            Ich habe (ohne Absprache mit User Riversong) für uns beide gesprochen, da ich dessen Aussagen als lärmkritisch interpretiert habe.
            Auch hier mag der Seitenbetreiber gern einen Identitätsabgleich anstreben.

            Nein, ich bin kein ehemaliger, was ich auch nie behauptet habe. Ich würde aber für mich in Anspruch nehmen leise und angepasst zu fahren. Und damals war ihre wortwörtliche Aussage: „Wir machen hier auch übrigens nicht Stimmung gegen Motorradfahrer an sich. Nur gegen mutwillige (und oft hirnlose) Lärmer und Poser auf zwei und vier Rädern.“.
            Ich finde es schade dass sich dies anscheinend geändert hat.

            Sehr geehrter Herr Phelps,
            auch ihre Aussage kann ich nicht wirklich nachvollziehen.
            Ich habe technisch Argumente vorgebracht und einen praktikablen Lösungsvorschlag produziert.

            Das es Trolle auf dieser Seite gibt die mit Postings a la „dann fahre ich extra laut/baue mir einen Rennsauspuff an/etc etc“ auf sich aufmerksam machen, bestreite ich nicht.
            Nur bitte packen sie mich nicht in die gleiche Kategorie.

          • Riversong sagt:

            An die Aluhutfraktion: Was für ein Käse. Ich weiß weder, wer „Hannoveraner“ ist, noch stehe ich irgendwie mit dieser Person in Verbindung. Der Redakteur kann gerne (falls technisch möglich, weiß ich leider nicht) die IP-Adressen checken. Wenn Sie mir das trotzdem nicht glauben, ist es mir auch egal. Wie paranoid kann man bitte sein?
            Außerdem habe ich nie behauptet, „ehemaliger“ Motorradfahrer zu sein, im Gegenteil, ich fahre oft und gerne Motorrad. Nicht in Österreich, bin also von besagter Regelung nicht selbst betroffen, wäre ich auch sowieso nicht, da meine beiden Motorräder mit 92 bzw. 94dB die Grenze nicht erreichen. Die Regelung ist trotzdem absoluter Mumpitz, trifft die Falschen bzw. die richtigen nicht hart genug und wird an der Lärmproblematik nichts ändern, das ist meine Meinung zu der Sache. Warum ich das so sehe habe ich technisch dargelegt. Wenn Sie das anders sehen ist das Ihr gutes Recht, aber ich komm dann auch nicht daher und vermute Trollerei oder noch abstruseres Zeug.

          • Tourenfahrer sagt:

            „Die Regelung ist trotzdem absoluter Mumpitz, trifft die Falschen bzw. die richtigen nicht hart genug und wird an der Lärmproblematik nichts ändern, das ist meine Meinung zu der Sache.“

            So sieht es aus. Das man für diese Meinung ausgerechnet von Lärmgegnern angegriffen wird, enttarnt diese in beschämender Art und Weise. Es scheint nicht um eine Lösung des Problems zu gehen, hier geht es nur noch ums blinde Denunzieren und ein Ventil aufgestauter Wut, wenn man es freundlich formulieren möchte. Sehr schade.

          • Reto sagt:

            Sorry – ist nicht logisch.

      • MokkaTeo sagt:

        Riversong:

        „Wie nichtssagend diese Regelung ist, kann man auch an der Liste der betroffenen Motorräder sehen: Es handelt sich beinahe ausnahmslos um Exoten, die einen winzigen Promillebereich des Motorradverkehrs ausmachen. Das so ein Schwachsinn hier gefeiert wird, ist bezeichnend.“

        Lesen Sie mal im Originaltext von Motorradonline nach- hier eine kleine Passage:

        — Eine kleine, aber bei weitem nicht vollständige Auswahl, ist in der folgenden Tabelle dargestellt —

        Ohne Ihnen zu nahe kommen zu wollen:

        Es entspricht doch eigentlich nicht Ihrer Art, Meldungen oder Fakten von dieser Seite so einfach zu akzeptieren, ohne über dessen Tellerrand hinauszugucken

        Da wird sicher noch einiges hinzukommen. „Exoten“ werden wohl nicht das gros ausmachen

        • Riversong sagt:

          Da (meines Wissens) noch niemand eine vollständige Tabelle vorliegen hat, kann ich auch auf eine solche nicht eingehen. Aber Asche auf mein Haupt, Sie haben natürlich recht: Die Tabelle auf motorradonline ist nicht erschöpfend, da wird noch was dazu kommen, hätte ich sorgfältiger lesen müssen. Trotzdem ist der größte Teil der häufig zugelassenen Motorräder im Standgeräusch leiser als 95dB eingetragen. Ich vermute, es wird vor Allem sehr hochpreisige Hersteller/Modelle treffen, die die Allermeisten sich nicht leisten können. Das schränkt den Wirkungsbereich schon mal stark ein. Aber richtig, „Exot“ war vielleicht zuviel gesagt. Nichtdestotrotz werden sehr viele sehr laute Motorräder weiterhin fahren dürfen, und Maschinen, die eigentlich leiser sind, werden betroffen sein.

      • Mia sagt:

        Es handelt sich eben nicht ausnahmslos um Exoten. Meine Xj6 wurde jahrelang sehr gut verkauft und war mit um die 7000 Euro Neupreis auch nicht superteuer. Fällt aber mit 96 eingetragenen dB unters Fahrverbot.
        Total hinrissig, denn gemessen wird mit ca 6300 Umdrehungen/Minute, während ich durch Orte mit ca.2500-3000 Umdrehungen fahre… die 6000 werden im 6. Gang erst mit etwa 100 überschritten. eingetragenes Fahrgeräusch sind übrigens 78dB…
        Ich bin nur froh, dass ich nicht in der Gegend wohne, denn sonst wäre für mich nicht mal 6 Wochen nach dem Kauf Ende mit fahren, was einer Enteignung gleichkäme.

        • Der Redakteur sagt:

          Also ich habe nicht behauptet, dass es sich um Exoten handelt. Wir behaupten, es sind die Lauten.

          • Mia sagt:

            Sie haben behauptet:
            Immerhin gelingt es mit dieser Regelung, die echten Kracher zu identifizieren. Ob Exoten oder nicht – die Liste ist eindeutig. Und bei diesen Fahrzeugen sind die Hersteller die Schuldigen. Klagen Sie doch gegen BMW oder Ducati – jetzt haben Sie einen Grund.

            Also meine Yamaha ist weder eine BMW noch eine Ducati und das Fahrgeräusch unterschreitet die geforderten 80 dB. Wo bitte wurde denn hier ein „echter Kracher“ erwischt?

          • Der Redakteur sagt:

            Ihr Fahrgeräusche ist leider überhaupt nicht aussagefähig, wie verschiedenste Untersuchungen Beweisen. Der Sound Manager von Porsche (Herr Gerhard) beispielsweise sagt, dass die Norm, nach der ihr Motorrad zugelassen wurde, nicht das Papier wert ist auf dem sie gedruckt wurde. Und das sagt er im Fernsehen. Die Folge ist nur eben dass sie ein Motorrad haben, das werkseitig manipuliert wurde und jetzt nicht mehr manche Strecken in Österreich fahren darf. Vielleicht sollten Sie sich in dieser Frage an Yamaha wenden. Es hat keiner behauptet, dass die nicht manipuliert haben.

        • Bernd sagt:

          Ich kann ja einige Aussagen hier sehr gut nachvollziehen, aber andere lassen einen auch nur den Kopf schütteln.
          @ Redakteur Eine xj6 ist Werksseitig genauso „manipuliert“ wie ihr Auto oder ihre mal angesprochene TDM. Oder glauben sie ernsthaft ihr Auto hält bei 130 km/h auf der Autobahn das eingetragene Fahrgeräusch ein?

    • Der Redakteur sagt:

      „Das Standgeräusch hat aber KEINERLEI Aussagekraft wie laut ein Motorrad im Fahrbetrieb ist.“
      Blödsinn:
      Streiche Standgeräusch, setze Fahrgeräusch.

      • Hannoveraner sagt:

        Zur Klarstellung: mit Fahrgeräusch meine ich die tatsächliche Lautstärkeentwicklung die ein Fahrzeug entwickelt. Ich meine NICHT die 80/78/77 db die im Fahrzeugschein als Fahrgeräusch stehen. Diese beziehen sich auf die Werte die im jeweiligen Messverfahren erfahren wurden.
        Und diese bilden bekanntermaßen nur einen sehr kleinen Rahmen ab und nicht die tatsächliche Geräuschentwicklung.

        Das Standgeräusch hat keine Aussagekraft wie laut ein Fahrzeug während der Fahrt ist. Das ist eine Tatsache.
        Es fehlt die Last, es fehlt das Kettengeräusch und es fehlt das Reifenabrollgeräusch.
        Wenn sie eine technische Erklärung für eine Vergleichbarkeit von Standgeräusch (Fahrzeugschein) und (tatsächlichem) Fahrgeräusch haben, würde ich mich freuen diese zu hören.
        Wenn für eine fahrzeugspezifische Sperrung ein Anhaltspunkt gewählt wird, müsste dieser auch eine Vergleichbarkeit schaffen. Und dazu ist das Standgeräusch nicht in der Lage.

        Ja, es gibt die Deppen die jetzt mit Whataboutism Traktoren etc heranziehen.
        Aber ich und auch Riversong weisen nur daraufhin dass die Methode technisch unsauber ist.

        • Der Redakteur sagt:

          Wenn eine Methode technisch unsauber ist, aber keine andere vorhanden, dann ziehe ich diese der Utropie vor, dass wir an jedem Ortsausgang einen Polizisten stehen haben, der 2000 verschiedene Motorradtypen lärmtechnisch begutachten kann. Übrigesn wurde das Fahrgeräusch genau dafür einmal entwickelt, dann aber ad absurdum geführt. Die Polizei fordert seit 20 Jahren die Geräuschmessung light, die Normenaffen der Industrie wissen es zu verhindern. Nein, nein: Wir wollen Taten statt Utopien.

          • Hannoveraner sagt:

            Man muss nicht „2000 Motorräder lärmtechnisch begutachten können“.
            Man muss nur Kentnisse haben wie man eine ausgehängte Klappe erkennt, wie man metalltechnische Arbeiten an DB Eatern erkennt und wie man einem Fahrzeug eine Zubehörteil mit E Nummer zuordnet. Dies sind einfache technische Kenntnisse, die nicht schwer zu erlernen sind.
            Dann kommt der Punkt der Messmethoden. Diese sind etwas anspruchsvoller, aber auch für technisch nicht versierte Menschen erlernbar.

            Taten statt Utopien?
            Daran zu glauben dass sich die derzeitigen Radaumacher an ein nicht kontrolliertes Verbot halten, fällt für mich deutlich in die zweite Kategorie.

      • Loadstar77 sagt:

        Junge, Junge…dieser Herr Redakteur hat echt ein kleines Minderwertigkeitsgefühl!!! Dieser Schlaumeier denkt tatsächlich dass er ständig angegriffen wird! Generell hat er noch nicht bemerkt, dass Österreicher und da insbesondere Tiroler, nicht die hellsten Kerzen auf der Torte sind! Die denken tatsächlich, dass sie sich mit ihrer absurden Regelung gegen bestehendes EU Recht als einziger Mitgliedsstaat durchsetzen können? Die Motorräder haben eine EU Typengenehmigung, ja genau deswegen haben wir die EU! Standardisierte Genehmigungen und Abläufe. Mal abgesehen dass man uns von österreichischer Seite gerne Dinge verbietet aber selbst tut! (siehe Maut, Korridormaut, Sperrungen von Landstraßen für Nichtanwohner u.s.w.) Die Ösis haben jetzt noch mehr Braune als wir jemals hatten, sind absolut und generell ausländerfeindlich….ja aber wenn’s um Lärm geht sind die gerade recht.
        Ich bin gegen Lärm egal in welcher Form aber Recht muss Recht bleiben und Eigentum bleibt Eigentum.
        Immer mehr Beschränkungen und Reglementierungen von Seite des Staates machen uns zu Sklaven! Herr Redakteur! Irgendwann dürfen Sie nicht mehr essen was Sie wollen, nicht mehr trinken was Sie wollen, nicht mehr dort leben wo Sie wollen, nicht mehr denken was Sie wollen! Wollen Sie das wirklich indem Sie solch eine Enteignung vorantreiben? Wollen Sie das wirklich? Sie sind der nächste der irgendwo von irgendjemandem eingeschränkt werden will! Vielleicht ist dort dann auch so ein beratungsresistenter Redakteur? Ich wünsche es Ihnen wenn es soweit ist!

        • Reto sagt:

          Wied er einer der gegen Lärm generell ist (aber gerne selber weiterlärmen will) und was gegen Ösis und Redakteure hat.

          • Rainer Rau sagt:

            Die Sammlung von Whataboutismen und immer wieder ausgelutschten Pseudoargumenten könnte in Bayern für eine Dissertation reichen, hier sind es einfach nur viele hohle Worthülsen von Verlustangstgebeutelten.

          • Der Redakteur sagt:

            Wer wie unser Bundeverkehrsminister in Bayern desertieren will, geht nach Tschechien und kauft sich dort seinen Doktor Dünnbrettbohrer

    • Der Redakteur sagt:

      Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie mal einen praktikablen Vorschlag machen würden, wie man „asozialen Fahrern mit Kontrollen an den Leib rücken kann.“ Was Sie sich hier wünschen, ist so unrealistisch wie jedem einen Polizisten auf den Sozius. Dagegen verteufeln sie praktikable Methoden. Wenn sich BMW und Ducati-Fahrer beschweren/klagen, dass sie nicht mehr überall fahren dürfen, dann könnte auch das dazu führen, dass die Dinger leiser werden. Und dann wäre allen geholfen.

      • Hannoveraner sagt:

        Ein praktikabler Vorschlag: wie wäre es die bestehende Rechtslage zu nutzen als neue Rechtsquellen zu schaffen die nicht umgesetzt werden.

        Die wohl wirksamste Maßnahme wären

        a)starke Kontrollen an Ortsausgängen durch Polizisten mit spezieller Schulung um Manipulationen an Abgasanlagen feststellen können und manipulierte Fahrzeuge stilllegen und die Anlagen vernichten.
        b)Geschwindigkeiten am Ortsein- und Ausgang reduzieren und kontrollieren.
        c)die Messverfahren für Neuzulassungen endlich realitätsnah gestalten. Die Zeitschrift Motorrad hat einen solchen Ablauf bereits vor Jahren skizziert.

        a) und b) könnten bereits jetzt wirksam angewandt werden, WENN die Länder bereit wären Geld in die Hand zu nehmen und die Polizei personell aufzustocken und auszubilden. Für Fußballspiele scheinen die Hundertschaften ja immer zur Verfügung zu stehen.
        Wir haben den „Poserparagraphen“ um nicht angepasste Fahrweise zu ahnden und die Möglichkeit manipulierte Abgasanlagen als Tatmittel zu zerstören.

        c) wäre möglich für die Euro 5b Norm. Aber da sich die zuständigen Politiker anscheinend nicht genug in der Materie auskennen oder auskennen wollen, halte ich dies für unwahrscheinlich.

        • Der Redakteur sagt:

          Die Polizei ist nicht dazu, TÜV zu spielen. Die aktuellen Maßnahmen in A tun weh. Und genau das müssen Sie. Sonst lächelt der Herr Gerhard von Porsche wieder alle Vorwürfe der Mauschelei weg und macht wieder Normenkartell.

          • Hannoveraner sagt:

            Die Hauptuntersuchung hat den Zweck die Verkehrstauglichkeit eines Fahrzeugs festzustellen.

            Die Polizei hat die Aufgabe der Verkehrsüberwachung und des Bürgerschutzes.
            Gerade auf dieser Plattform wird immer und immer wieder auf die körperverletzungsnahe Art des Lärms hingewiesen.
            Demzufolge würde ich die Aufgabe sehr wohl bei der Polizei sehen.

            Die Maßnahmen tuen nicht weh.
            Zumindest nicht da wo es weh tun muss.

            Die meisten Motorradfahrer schütteln den Kopf über die Unfähigkeit der Politiker.
            Die Radaumacher kümmert es eh nicht. Für sie ändert sich nichts.
            Und die redlichen Motorradfahrer mit legalen Maschinen und angepasster Fahrweise trifft es.
            Ist dies die Gruppe „bei der es weh tun muss“?

            Aber gut, spielen wir das Gedankenspiel aus.
            Es wird ein Fahrverbot für 95db+ Motorräder ausgesprochen, ansonsten bleibt alles wie es ist.
            Wie soll dieses durchgesetzt werden ohne Kontrollen?
            Die Radaufahrer scheren sich nicht um das Verbot wenn es nicht kontrolliert wird.
            Und damit landen wir in genau der gleichen Situation in der wir uns jetzt befinden.
            Fahrer mit asozialer Fahrweise und/oder manipulierten Abgasanlagen stiften weiterhin Unfrieden.

            Ich bin ein Freund davon erst bestehende Möglichkeiten anzuwenden, anstatt immer weitere Möglichkeiten zu schaffen und diese nicht zu nutzen.
            Wenn ich abnehmen möchte und eine ungenutzte Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio habe, bringt es nichts eine zweite Mitgliedschaft bei einer anderen Kette anzumelden. Es wird mich dem Ziel nicht näher bringen.

  3. Rainer Rau sagt:

    Dem Blutdruck und den Trommelfellen ist es egal, mit welchem technischen Hintergrund die Welt mit Lärm verseucht wird. Mutwilliges Erzeugen von Krach ist einfach asozial, das Wegducken seitens des Gesetzgebers ebenfalls, die Produktion des Equipments erst recht.

    • Riversong sagt:

      Wohnen Sie in Österreich? Wenn nein, zwingt Sie ja niemand dazu, sich mit einer Regelung auseinanderzusetzen welche Sie gar nicht betrifft. Wenn ja, wird es den Blutdruck und die Trommelfelle aber sicherlich interessieren, dass die vorliegende Regelung wegen technischer Unzulänglichkeiten den Krach NICHT reduzieren wird.
      Um so eine Regelung korrekt und wirksam umsetzen zu können, ist es leider UNERLÄSSLICH, zumindest im Groben zu verstehen, wie die Werte von Stand/Fahr/Maximalgeräusch usw. überhaupt ermittelt werden und was sie besagen. Die meisten Motorradfahrer wissen das, auch wenn sie hier dafür gescholten werden. Einfach irgendeinen Wert, und zufällig auch noch den, der am wenigsten Aussagekraft für den Fahrbetrieb besitzt, herauszugreifen und ihn ohne Weiteres als Grundlage für Sperrungen zu nehmen ist eben nicht zielführend und führt den Vorstoß ad absurdum. Hätte man das Ganze nicht auch technisch sauber aufziehen können? Ich verstehe es ja beinahe irgendwie, dass Sie alle dem blöden Ducati-Piloten gerne mal eins auswischen wollen. So gibt es aber einen riesen Wirbel und am Ende ist ausnahmslos jeder sauer, Motorradfahrer und Anwohnende.

      • Rainer Rau sagt:

        Tu ich das? Wusste ich gar nicht.
        Was sie in meinen Kommentar hinein phanta…äh – hineininterpretieren, ist schon recht kreativ.

      • J. Richter sagt:

        Das sehe ich genauso!
        Der Mensch lernt einfach nicht dazu
        und die Politiker schon gar nicht.
        Warum packt man nicht die Ursache bei der Wurzel, und erlässt einen Produktions DB Wert für die Hersteller
        Und alles regelt sich von selbst. Ohne diese absurden Generalverdacht könnte man unbeschwert seinem Hobby nachgehen ohne jemanden zu stören.
        Wer dann zu laut ist kommt von der Straße Punkt. Wie kann ich als Politiker einen Pseudo Wert festlegen wenn es amtlich Zugelassene Kraftfahrzeuge gibt die diesen Wert überschreiten. So ein Schwachsinn!

    • Maike sagt:

      Rainer Rau: Kurz und knapp auf den Punkt gebracht! Volle Zustimmung!

  4. Hermann sagt:

    @Hannoveraner

    „Und die redlichen Motorradfahrer mit legalen Maschinen und angepasster Fahrweise trifft es. Ist dies die Gruppe „bei der es weh tun muss“?

    Ich kann sowohl ihre Argumentation wie auch die Streitbarkeit der 95db durchaus nachvollziehen, dies ändert aber nichts an der Tatsache, dass der Bogen einfach überspannt wurde.
    Wenn sie schreiben, dass es auch die „legalen Maschinen“ trifft: auch die 95dB Pötte sind durchaus legal (ich gehe jetzt bewusst nicht auf Standgeräusche, db(A) Messungen und andere technische Feinheiten ein.)

    Für mich ist der springende Punkt dieser Aktion die Aussage: Der Rubikon ist überschritten!
    Damit wird vor allem den Herstellern ein Signal gegeben, dass die Stunde des „Sounddesigns“ geschlagen hat und der Zeitpunkt gekommen ist nicht mehr in Kategorien von Lärmoptimierung sorry „Sound“ zu denken, sondern die Aufmerksamkeit in Richtung Lärmreduzierung zu lenken, schlicht weil sonst die Zulassung nicht erfolgt oder gar entzogen wird.
    Dies ist übrigens der zweite Punkt der mir in diesem Zusammanhang lieb und wichtig ist: Die Lärmtrolle die sich hier gerne zu Wort melden, ziehen sich nur zu gerne hinter den Bestandsschutz zurück um uns „Ätschebätsche ihr könnt uns gar nix“ um die Ohren zu hauen.
    Die östereichsche Regelung macht aber klar: „Seit euch da mal nicht so sicher“, auch wenn ich durchaus sehe, dass dies rechtlich problematisch ist.

    Eins ist aber unbestreitbar: Dass mit dieser neuen Regelung ein deutliches Signal gesetzt wird.

    Klar wird auch dies die Lage nicht befrieden, weil auch die meisten der Maschienen die Sie als ‚legal‘ bezeichnen nach wie vor nervtötend sind, vor allem wenn Sie -wie bei Motorradfahrern beliebt und bei Anwohnern verhasst-„aufgedreht“ werden. Ich denke, dass sich die meisten Motorradfahrern -inklusive ein Großteil derjenigen die sich selbst als ‚vernünftig‘ bezeichnen- nicht bweußt ist wie sehr sie damit die Nerven der Anwohner zersägen.

    Letztlich, hilft nur eins: Die Maschienen dürfen konstruktionsbedingt nicht mehr laut sein und 80db(C) (und nicht db(A) !) über alle Betriebszustände sind da genau richtig. Die lauten Kisten dürfen durchaus weiterfahren aber eben nie 80 db(C) überschreiten, sonst kriegt sie die ‚Meduse‘.(https://www.bruitparif.fr/la-meduse/ )

    Problem gelöst, Streit beigelegt.

    • Hannoveraner sagt:

      Schönen guten Morgen Hermann,

      ein schöner Beitrag!

      Dass die 95 db Maschinen laut sein können, und „legal“ in der Lage sind aktiv zu stören will ich nicht bestreiten.
      Mir fehlt es beim Tiroler System nur an der Vergleichbarkeit und der Abstellung der Verantwortung auf das Subjekt.

      Als Signal an die Hersteller taugt das Verbot hoffentlich.
      Hoffen wir dass die Ohren der „Sounddesigner“ noch nicht zu taub sind um es zu verstehen.

      Die Lärmblitzer würde ich vollumfänglich unterstützen.
      Systeme bzw. Kontrollen die ihren Fokus auf Manipulationen und asoziale Fahrweise setzen sind Maßnahmen die Erfolg haben können und die richtigen Treffen.

      Bezüglich der Vergleichbarkeit der Messungen kann ich keine Aussage treffen (bei mir hats nur zu Kenntnissen über die Lärmentwicklung von Motorräder im Standgeräusch gereicht.)
      Wenn hier ein vergleichbares Messverfahren möglich ist, würde ich sogar eine Leiter vorbeibringen um die Dinger anzubringen.

      Ich wünsche ihnen noch schöne Pfingsten!

      Freundliche Grüße,
      Hannoveraner

  5. Monika Maier sagt:

    Das sollten sie hier im Schwarzwald auch machen, aber die Bürger sind ja in Deutschland nur zum Zahlen der Alimente unserer Politiker gut. Man sollte alle pro Motorradfahrer für drei Wochenende in den Schwarzwals ohne Ausweichmöglichkeit einsperren bei der Geräuschkulisse, die wir hier seit Freitag haben. Vielleicht werden die Herrschafften dann mal wach, dass es sich nicht um einen Soundcheck handelt sonder um gesundheitliche Lärmbelästigung.

    • Laut ist Out sagt:

      Apropos Schwarzwald: Habe – da mir die Erholung durch asoziale & ADHS Auffällige versagt war – gestern Pfingstsonntag) mal über 45 Minuten gezählt:
      – 86 Fahrzeuge
      – 64 Motorräder (davon 56 mit störender Lärmkulisse)
      – 3 Quads (alle 3 mit störender Lärmkulisse)
      – 17 PKW (davon 13 mit störender Lärmkulisse)
      – 2 Traktoren (ohne störende Lärmkulisse!)

      Und heute ist es gefühlt genauso :(

      Stimme Monika Maier zu – ich würde gerne mal die Verantwortlichen 3 m neben der Straße mal einen Tag an den Baum binden …

      • Rainer Rau sagt:

        War der kleine Pisser auch dabei? Der kann an mehreren Orten gleichzeitig sein, er ist gerade auch hier vorbeigeassit.
        Wer sich selbst so nennt, hat nichts mehr aufzugeben.

    • Anja S. sagt:

      zitiert
      „Grundsätzlich können Motorräder leise und rücksichtsvoll bewegt werden. Sogenannte schwarze Schafe stechen jedoch mit rücksichtslosem Verhalten wie rasantem Beschleunigen und Fahren mit hoher Drehzahl hervor, was zu hohen Lärmbelastungen der Anwohnerinnen und Anwohner führt. Sie schädigen den Ruf aller Verkehrsteilnehmer auf motorisierten Zweirädern.“
      Quelle: https://vm.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/initiative-motorradlaerm-schon-81-staedte-gemeinden-und-landkreise-fordern-weniger-motorradlaerm/

      Von diesen Schwarzen Schafen sollte man ein Psychogramm erstellen, da wird sicher drinstehen:
      Ignorant, dumm, evtl. schwerhörig, asozial, nicht-hirngesteurt, uvm.

      Dass so eine Gruppe allen schadet ist bedauerlich.

  6. Kleiner Pisser sagt:

    Mein neues Hobby:

    So lange mit meiner vollkommen legalen, aber im Fahrbetrieb extrem lauten Maschine hochtourig durch Wohngebiete fahren, bis auch der letzte verstanden hat dass das hier Geschriebene zu einem großen Teil völliger Schwachsinn ist. Dann gibt es ab sofort Null Rücksicht mehr, so wie es hier ja unterstellt wird. Bin ja auch ein Poser, weil ich es gewagt habe eine komplett legale Maschine zu kaufen.

    Herzlichen Glückwunsch, MIR wird das Spass machen.

    • Der Redakteur sagt:

      Von Leuten wir Dir war noch nie Rücksicht zu erwarten, kleiner Pisser.

      • Kleiner Pisser sagt:

        Jetzt wird der Name hier geändert und man muss sich beleidigen lassen, weil man sich nun so verhält wie einem vorgeworfen wird?

        Top.

        • Der Redakteur sagt:

          Wer sich hier mit „Rentner Stinken“ anmeldet, muss mit allem rechnen ;-)

          • Kleiner Pisser sagt:

            Über meine private Email-Adresse können Sie ja denken was Sie wollen, diese aber auch nur in Teilen zu veröffentlichen ist sicherlich ein gefundenes Fressen für den nächstbesten Abmahn-Anwalt der sich mit der DSGVO und Datenschutz auskennt. Aber hey, Sie haben ja teilweise Recht. Wie man in den Wald hineinruft,so schallt es auch wieder heraus.

            Worauf ich mit meinem bewusst überspitzten und provokanten Beitrag hinaus wollte:

            Wenn Sie wie im Beitrag „Österreich macht ernst mit Fahrverboten: Das Standgeräusch entscheidet“ formulieren, nämlich sehr subjektiv und alle Motorradfahrer über einen Kamm scherend, verlieren Sie zeitnah auch die letzten Sympathisanten (unter den Motorradfahrern) Ihrer Idee. Sie haben nämlich auch hier zu einem großen Teil Recht und die Mehrheit der Motorradfahrer wird dies ähnlich sehen: Es gibt eine Minderheit die es – das muss nicht diskutiert werden – mehr als nur übertreibt UND jeder Mensch muss zu einem gewissen Grad vor Lärm geschützt werden.

            Die Durchführung bzw. Formulierung Ihrerseits sind aber nicht nur Provokation pur, falsch, einseitig und ziemlich dilettantisch sondern teilweise leider saudämlich. Und das bringt Sie halt perspektivisch nicht weiter.

            Mein aktuelles Motorrad, Standgeräusch um die 100db, ist vollkommen legal erworben und zugelassen worden. Es wurde von mir am Motorrad nichts geändert. Woher nehmen Sie sich die Frechheit mich und andere öffentlich als Raser, Poser und Krawallbruder darzustellen?

            Die letzten 10-15 Jahre bin ich in und um Ortschaften herum immer extrem rücksichtsvoll gefahren, aus Eigenschutz sogar zumeist 5 km/h zu langsam. Wenn ich all diese Dinge hier aber lese … muss ich mir das zukünftig einfach dreimal überlegen, wenn ich eh der Feind bin.

          • Reto sagt:

            Sie lassen aber kein Klischee aus: Kleiner Pisser (Ihr Nick) mit 100 dB Standgeräusch, der innerorts (natürlich aus Selbstschutz gegen stinkende Rentner) 45 fährt. Na, dann Sie sind ja wie erwartet Feind/Zielgruppe und Teil dieser „Minderheit“, die es „mehr als nur übertreibt“.
            Ich frage mich immer (natürlich auf mich bezogen), ob ich mein Selbstwertdefizit nicht erst mit Ritalin in den Griff bekommen würde wollen, bevor ich andere damit belästige. Gute Fahrt, Glück und ein langes Leben wünsche ich Ihnen!

          • Der Redakteur sagt:

            Ein Hinweis an die Abmahnanwälte und Datenschutzbeauftragten aller Länder:
            „Kleiner Pisser“ hat die private und ladungsfähige Emailadresse „email hidden; JavaScript is required

    • Rainer Rau sagt:

      Sie müssen Ihre Charakterlosigkeit gar nicht in geschriebener Form verbreiten. Wer Sie auf der Straße erlebt, weiß Bescheid.

  7. Rainer Rau sagt:

    Habt ihr von dem Bekloppten in Thüringen mit der fahrenden Couch gelesen? Da war bestimmt auch ein Töpfchen für den kleinen Mitfahrer integriert.

    Wenn das kein deutliches Zeichen für den Geisteszustand vieler unserer Lieblinge ist, dann weiß ich auch nicht…

    Die haben jedenfalls nicht mit einer Kontrolle gerechnet, das Übliche in unserem Wohlfühlstaat für Raser, Lärmer und sonstige asoziale Querschläger.

  8. Steve sagt:

    Vielleicht hilft ja mal ein Blick in folgenden Artikel.
    https://www.tcs.ch/de/testberichte-ratgeber/tests/geraeuschmessung-moto.php
    Ist sehr aufschlussreich. Die Menschen in Tirol könnten ja eindeutig sagen, welche Geräusche sie stören nämlich das Aufheulen beim Beschleunigen, also wäre es ein leichtes diese Kisten zu identifizieren.
    Ich weiß ja nicht wer die Studie gelesen hat, aber die Mehrheit hat sich gegen ein ein Fahrverbot an Wochenenden ausgesprochen. Das Ganze wurde einfach verhunzt weil Personen ohne Sachverstand schnell mal was gemacht haben. Standgeräusch ist ein akademischer Wert, das Fahrgeräusch ist entscheidend und wird durch aktuell das Prüfverfahren UNECE-R 41.04 geregelt.
    Hier mal ein Auszug:
    Was ist neu in der UNECE-R 41.04?

    Ab dem 1. Januar 2016 müssen neue Motorräder für die Erlangung der EU-Typgenehmigung folgende Anforderungen erfüllen:

    1. zusätzliche Geräuschanforderungen im Bereich von 20 bis 80 km/h (ASEP),

    2. Grenzwerterfüllung in allen evtl. Betriebsarten/Klappenstellungen,

    3. Verbot von Testzykluserkennungen durch die Motorsteuerung

    4. manipulationserschwerende Maßnahmen inklusive dem Verbot entfernbarer
    Schalldämpfereinsätze (sog. „dB-Eater“ / „dB-Killer“),

    5. Kennzeichnung von Geräuschwerten am Motorrad zur Überprüfung von
    Geräuschemissionen im Verkehr

    Das ist aber noch nicht alles. Die UNECE-R 41.04 beinhaltet zudem das Inkrafttreten der Abgasnorm Euro 4, was eine zusätzliche Einschränkung des maximalen Geräuschpegels von bisher 80 auf zunächst 78 und ab 2017 auf 77 dB(A) beinhaltet. Auch für die weitere Zukunft ist mit der Emissionsstufe 5 durch dieselbe EU-Verordnung schon vorgesorgt.

    Also gelten seit 2017 77db als Fahrgeräusch.
    Natürlich kann ich lauter sein aber das liegt dann an meiner Fahrweise und nicht am Motorrad. Wenn ich mit meinem PKW im ersten Gang durch den Ort fahre und voll ausdrehe bin ich auch lauter. Die Fahrweise kann einen Unterschied von bis zu 20db ausmachen.

    Deshalb ist das in Tirol für mich Aktionismus ohne Sachverstand.

    • Der Redakteur sagt:

      Hauptsache es tut mal einer etwas. Und je mehr es weh tut, desto mehr Geheule bei den Fahrern, desto besser.

      • Steve sagt:

        Hauptsache irgedwas tun ist Quatsch, wenn dann richtig und fundiert, alles andere ist blinder Aktionismus und total deplatziert,sorry.

        • Der Redakteur sagt:

          Mit dieser Begründung wurde jetzt 20 Jahre lang nichts getan. Es hieß immer: man kann nichts tun. Jetzt tut sich was. Endlich. Punkt.

          • Riversong sagt:

            Super. Es ist interessant zu sehen, wie schnell Menschen selbst den gröbsten Unsinn bis hin zur selektiven Entziehung von bereits gewährten Grundrechten damit verteidigen, dass das alles in ihrem eigenen Interesse geschieht.

          • Reto sagt:

            Gibt es ein Grundrecht auf Belästigung? Niemand hätte etwas dagegen, wenn sie ihrem Hobby mit angemessener Lautstärke nachgehen würden.

      • Greg sagt:

        Mir ist es lieber die Fahrer heulen als die Motoren.

      • Hannoveraner sagt:

        „Hauptsache es tut mal einer etwas.“
        Mit der gleichen Begründung sind die USA damals in den nahen Osten einmarschiert, die Orange ins Weiße Haus gewählt worden und 1961 ein bekanntes deutsches Bauwerk erichtet worden.
        „Irgendetwas“ tun ist nichts gutes.
        Die Exekution aller Motorradfahrer würden das Problem auch lösen. Aber über dieses Stadium der deutschen Geschichte sind wir Gott sei dank hinaus.

        Auch „je mehr etwas wehtut, desto besser“.
        Nein. Genau das soll eben nicht sein.
        Die europäischen Rechtsordnungen beziehen sich auf die Grundgedanken der Aufklärung.
        Gesetze und Verbote müssen zur Problemlösung geeignet sein und sollen nur soweit in die Freiheiten des Einzelnen eingreifen wie sie es unbedingt müssen um einen legitimen Zweck zu erreichen.

        Das die Veringerung der Lärmbelästigung ein legitimer Zweck ist steht außer Frage.
        Die Geeignetheit des diskutierten Mittels ist jedoch höchst fragwürdig und ob es Verhältnismäßig ist die motorradfahrenden Anwohner vor Ort (mit einem 95db Motorrad) faktisch für die Hälfte des Jahres zu enteignen ebenso.

        • Reto sagt:

          Sehen Sie doch die Tiroler Antwort auf die Krachmaschinen einfach als Notwehr. Aus Notwehr darf man allerhand.
          Den Grundgedanken der Aufklärung wünschte ich mir in dem Kopf von manchen Motorradfahrern. Aber das ist wie immer in dieser Diskussion: die einen haben alle Rechte und den anderen bleibt der Schaden. Und solche Diskussionen.

          • Hannoveraner sagt:

            Aus Notwehr darf man allerhand, aber auch nicht alles.
            Gut, spielen wir das Spiel.
            Nehmen wir das Verbot als potenzielle Notwehr.

            Notwehr ist die gerechtfertigte Abwehr eines gegenwärtigen, rechtswidrigen Angriffes.

            Wir stoßen direkt auf mehrere Probleme:
            a) gegenwärtiger bzw. drohender Angriff:
            Die Notwehr ist als Abwehrmittel gegen GEGENWÄRTIGE rechtswidrige Angriffe gedacht.
            Ein Angriff ist gegenwärtig, wenn er unmittelbar bevorsteht, gerade stattfindet oder noch fortdauert.

            Wenn ein Angriff nicht sicher ist bzw. nicht einmal sicher abzusehen ist, ist eine „Gegen“handlung nicht gerechtfertigt.
            Es ist nicht möglich, eine Prognose zu stellen wie viele oder ob überhaupt „Lautstärkeverbrecher“ aufkreuzen. Demzufolge kann erst von einem Angriff ausgegangen werden, wenn tatsächlich einer der Lärmidioten durch Fahrweise oder Manipulation die Ruhe stört.

            Verbote sind zum Schutz von Rechtsgütern gedacht, Maßnahmen der Exekutive (in den meisten Fällen Polizei und das Ordnungsamt) und die Notwehrregelungen ihrer Verteidigung.
            Würde die Notwehr zu weit ausufern,wäre es grundsätzlich möglich jeden Menschen präventiv einzusperren, denn er oder sie könnte ja jederzeit zum Verbrecher werden.

            b) rechtswidriger Angriff
            Die Notwehr ist als Abwehrmittel gegen gegenwärtige RECHTSWIDRIGE Angriffe gedacht.
            Rechtswidrig ist der Angriff, wenn der Angreifer seinerseits nicht gerechtfertigt ist bzw. das Opfer nicht zur Duldung verpflichtet ist.

            Jeder Mensch in Deutschland ist (bis zu einem gewissen Grad) zur Duldung von üblichem Verkehrsemissionen verpflichtet.
            Sofern ein Motorradfahrer also mit angepasster Fahrweise UND legalem Motorrad unterwegs ist, sind seine Emissionen als üblicher Verkährslärm zu dulden. Für Ausnahmeidioten („Lärmer“) die nicht angepasst fahren und/oder illegale Lärmmanipulation betreiben fallen nicht darunter.
            Festzuhalten bleibt: Eine „Notwehr“ durch Verbot fällt gegenüber den gesetzestreuen Bürgern flach.
            Ein Verbot gegen lärmende Fahrer liegt bereits im §30 StVO begründet.

            c) Richtung der Notwehrhandlung
            Um gerechtfertigt zu sein muss sich die Abwehrhandlung gegen den Angreifer und dessen Rechtsgüter richten. In die Rechte unbeteiligter Dritter darf nicht eingegriffen werden.
            Fahrer mit legalem Motorrad und angepasster Fahrweise stellen keine Angreifer dar bzw. sind ihre „Angriffe“ als normaler Verkährslärm zu dulden. Sie sind in diesem Fall also unbeteiligte Dritte.
            Eine „Abwehrhandlung“ gegen jene ist also nicht gerechtfertigt.

            d) Schlusswort:
            Es kann nicht von einer Notwehr durch Verbot ausgegangen werden.
            Es ist nicht im Sinne des europäischen Rechtsgedankens, das unbeteiligte Opfer ungerechtfertiger Staatsmaßnahmen werden.

          • Der Redakteur sagt:

            Und solche Leute heißen uns Spaßbremse und und schreiben schwermütige Gesetzestexte ab.
            Mal ganz spassfrei: ES WAR NUR EIN VERGLEICH, KEINE ANKÜNDIGUNG VON SCHUSSWAFFENGEBRAUCH.

          • Hannoveraner sagt:

            Sehr geehrter Herr Redakteur,

            wie sie vielleicht mittlerweile mitbekommen haben, bin ich ein Freund von präziser Ausdrucksweise und von Lösungen die im Einklang mit Gesetzen stehen.

            Wenn die zuständigen Politiker und Fachverbände es ebenfalls so halten würden, müssten wir nicht über Lärmprobleme diskutieren.
            Mit einer sachlich orientierten, von Fachkenntnis geprägten Politik könnte man auch wirkungsvolle Lösungen erarbeiten.

            Wenn es aber zu politschen Kurzschlussentscheidungen, technisch unsauberen Verboten und emotional geprägten Forderungen kommt, hat man nur geringe Chancen Maßnahmen zu erlassen die vor Gericht standhalten.

            Und falls man etwas aus der Diskussion zum obigen Beitrag ziehen kann, ist das bis auf die Ausnahme des „Kleinen *****“ (und dieser hat sich mittlerweile auch gefangen) die höfliche und fachnahe Diskussionskultur wohl bei den Motorradfahrern stärker ausgeprägt ist.

            Freundliche Grüße,
            Hannoveraner

        • Rainer Rau sagt:

          Sie haben recht, trotzdem wirds immer lauter und kriminell schneller.

          Das Einsichtsvermögen der mündigen Bürger konnte unter anderem wieder in Berlin beim Feiern auf dem Wasser bestaunt werden. Schlauchboote sind zwar nicht so laut, aber alle derartige Ignoranten können nur mit Zwang zu sozialem Verhalten bewegt werden.
          Wenn Sie Lärmerzeugung als Eigentum ansehen, dann wäre Enteignung höchst überfällig. Sonderbarerweise gibt es aber immer noch einige wenige, die weder durch Lärmen oder Rasen auffallen. Um die tuts mir Leid, da sie auch auf den asozialen Anteil ihrer Hobbybetreiber keinen Einfluss haben.
          Überhaupt: Hobby – Letzte Woche hat mir einer ganz stolz erzählt, er ist am Sonntag 340 km gefahren – in einer Gruppe. Ein bemerkenswertes Hobby.

          • lärmgegener sagt:

            „Hobby – Letzte Woche hat mir einer ganz stolz erzählt, er ist am Sonntag 340 km gefahren – in einer Gruppe. Ein bemerkenswertes Hobby.“

            Und wo ist da das Problem – vorausgesetzt er ist vorschriftsgemäß gefahren und sein Motorrad ist nicht als „zu laut“ einzustufen?

            Es sind nicht nur Ihre Hobbies vertretbar. Das ist wieder einer der Kommentare, die nichts zum Thema beitragen aber viel zur persönlichen Haltung aussagen.

            Und falls Sie jetzt mit Abgasen kommen wollen: Ja, sicher verursacht das Abgase. Wie nahezu alles andere auch.
            Bei aktuell durchnittlich 2300km pro Jahr bin ich mir sicher, dass das kein relevanter ökologischer Fußabdruck ist.

            Zahlen:
            https://de.statista.com/statistik/daten/studie/251742/umfrage/durchschnittliche-fahrleistung-von-kraftraedern-in-deutschland/

          • Reto sagt:

            Herr Rau hat bestimmt vergessen zu erwähnen, dass er mit seiner hobbyistisch betriebenen veganen Kaninchenzucht in Bodenhaltung niemanden auf die Nerven geht, keinen belästigt, nicht willenlos Sprit verbläst, Fleisch von hoher Qualität ohne CO2 erzeugt und obendrein auch nicht ständig behauptet, Individualist zu sein. Das war jetzt nur ein frei erfundenes Beispiel für ein Hobby, das niemanden zuleide geht – ausser vielleicht den Karnickeln. Auch Turner, Radfahrer, Schachspieler, Laienschauspieler, Kleingärtner, Sportschützen (LuPi), Bastler, Schwimmer, Wanderer, Vogelkundler etc.etc.… haben solche abgasfreien Hobbys. Fünf Alpenpässe an einem Tag hingegen sind anders – auch von der Bewegungsbilanz und den sozialen Kosten der statistisch zu erwartenden Unfälle. Vielleicht hat er das gemeint, der Herr Rau.

          • Der Redakteur sagt:

            Gibt es ausser Motorsport auf öffentlichen Straßen wirklch noch andere Hobbys?

          • lärmgegner sagt:

            @Der Redakteur
            Irre ich mich oder wurde mein Kommentar nicht freigegeben?

            Falls ja, würde ich gern wissen warum.

          • Reto sagt:

            Sorry, der Redakteur hat heute frei.
            Ich habe den Kommentar in den digitalen braunen Mülleimer getan, weil er Mist war.
            Schreien Sie nicht gleich Zensur. Wenn Sie Mist vermeiden, dürfen Sie weiter mitspielen.

          • Tourenfahrer sagt:

            „Sonderbarerweise gibt es aber immer noch einige wenige, die weder durch Lärmen oder Rasen auffallen. Um die tuts mir Leid, da sie auch auf den asozialen Anteil ihrer Hobbybetreiber keinen Einfluss haben.“

            Und mit der Art und Weise wie hier zu einem großen Teil argumentiert wird – alleine mit der getroffenen Wortwahl – werden Sie auch diese deutliche Mehrheit der Motorradfahrer gegen sich aufbringen.

            Werfen Sie mal einen Blick in aktive Motorradforen. Dort wird das Thema nicht nur „seit Tirol“ diskutiert. Poser und Raser sind von einer deutlichen Mehrheit nicht gewollt oder geduldet.

            Was andere Ihnen hier versuchen zu vermitteln:

            Dann sind in Tirol nun halt einige wenige Maschinen mit lautem Standgeräusch verboten, die Lärmbelästigung wird aber nicht abnehmen. Das ist kein Sieg. Nicht mal ein Fortschritt. Und das IST bedauerlich. Weder Ihnen noch der großen Mehrheit der Motorradfahrer wurde geholfen. Es wird einfach nur auf beiden Seiten schärfer geschossen.

            Toleranz und Rücksicht sind keine Einbahnstraße.

            Ich, und ich glaube auch die große Mehrheit der Motorradfahrer, kann absolut verstehen wie sehr Lärm stört, nervt, krank macht und wie sehr etwas unternommen werden muss. So wie hier in den Kommentaren kommen Sie, kommen wir, aber nicht weiter.

            Und bevor Sie sich nun wieder alle angegriffen fühlen und nur unsachlich reagieren, möchte ich wiederholt und nochmals betonen: Ich bin Ihrer Meinung. Es muss etwas getan werden. Aber bitte mit Effekt. Nicht polemisch mit einer Wirkung die in vier Wochen wieder verpufft ist.

        • Riversong sagt:

          Hab mich auch schon gefragt, was mit Anwohnern passiert, die ein betroffenes Krad besitzen. Hab ich leider nix zu gefunden. Falls die ausgenommen sind: Gut. Falls nicht: Das wäre in der Tat eine Art Zwangsenteignung, gegen die es Klagen nur so prasseln würde. Falls sich gar keine Gedanken gemacht wurden: Passt zum allgemeinen Bild dieser „Vorschrift“.

          • Reto sagt:

            Ich finde es bemerkenswert, welche Gedanken Sie sich um die Rechte der Belästiger machen. Haben Sie sich schon einmal Gedanken um die gemacht, die ein Haus an so einer Strecke haben? Die kommen genau dann von der Arbeit, wenn die Idioten auf die Strecke gehen und sich im Falle eines Crashs auf Allgemeinkosten mit dem Hubschrauber in die Klinik fliegen lassen. Wo bleibt da ihr Gerechtigkeitsgefühl? Die Grundrechte haben Sie hier doch nur für sich persönlich gepachtet.

          • Der Redakteur sagt:

            Reto, jetzt kommt gleich: Sich günstig ein Haus an solchen lärmverseuchten Strecken kaufen und sich dann über den Lärm beschweren. Habe ich hundertmal erlebt.

          • Riversong sagt:

            Nein, das kommt nicht. Die Grundrechte hat niemand gepachtet, die gelten für Alle gleich. Aber auch für Niemanden gleicher. Eines zu bewahren indem man ein Anderes nimmt ist Willkür und gefährlich.

  9. W. Schmid sagt:

    Wenn es sich um öffentliche von der Allgemeinheit finanzierte Strassen handelt, hat jeder das Recht sie mit einem gesetzkonformen Fahrzeug zu benutzen. Das ist ein Grundrecht und unabhängig von der Anzahl der Räder. Das ist unser Recht und das werden wir auch kriegen. Eigentlich bin ich froh über diese Kampagne, da sie zeigen wird, dass selektive Fahrverbote unzulässig sind.

    • Reto sagt:

      Ist es auch Ihr Grundrecht, andere Menschen zu belästigen, ihre Lebensqualität und Wohnqualität zu beeinträchtigen – bis hin zur Gesundheit?
      Die Österreicher verwehren den ganz lauten die Zufahrt, weil von denen ein Grossteil der Belästigung ausgeht. Abwägung von „Grundrechten“.

      • Riversong sagt:

        Das Grundrecht ist die Nutzung der Straße. Wenn bei der gesetzeskonformen Nutzung mit legalen Fahrzeugen eine übermäßige Belästigung auftritt, muss der Gesetzgeber die Vorschriften für den Fahrzeughersteller anpassen und eventuell die Entwicklung und den Einsatz von Zubehör, welches die Lautstärke erhöht, verbieten.

        Österreich geht hier den bequemen Weg des minimalsten Widerstands – wie so oft wird der Nutzer, der sich als Privatperson beinahe nicht wehren kann „bestraft“, weil er ein völlig legal gekauftes, unmodifiziertes Motorrad plötzlich nicht mehr überall bewegen darf, ähnlich wie es beim Dieselskandal der Fall war. Dort muss der Hersteller dem neuesten Urteil zufolge für die betrieblichen Einschränkungen haften. Österreich hätte hier vielleicht von Deutschland lernen sollen.

    • Rainer Rau sagt:

      „… mit einem gesetzeskonformen Fahrzeug UND gesetzeskonformer Fahrweise…“
      Meine Meinung, nach dem wie üblich lärmverpesteten Pfingstwochende aber vertretbar, glaub ich zumindest.

      Da gibts noch einiges zu tun.

      • Riversong sagt:

        Da stimme ich ihnen zu. Der österreichische Weg ignoriert aber beides: Es interessiert keinen, ob die Fahrzeuge legal sind, und erst recht nicht, wie der Fahrer fährt. Man kann sich also peinlich genau an die Gesetze halten und wird trotzdem im Zuge des Kollektivs bestraft. Ich hoffe, nicht als Motorradfahrer, sondern als Demokrat, dass diese Regelung schnellstmöglichst kassiert und durch eine ersetzt wird, welche mit Verstand entwickelt wurde.

        • Reto sagt:

          Ihr Demokratieverständnis empfinde ich als starke egoistisch/hedonistisch geprägt. Ich hoffe dass sich die Österreicher durchsetzen. Wer eine dieser Krachkarren kauft hat es nicht besser verdient und wusste es vorher.

          • Riversong sagt:

            Wie sollte er es bitte vorher wissen? Er hat ein legales Gerät erworben. Ich finde, das Wort „legal“
            sollte in einer Nicht-Bananenrepublik zumindest irgendein Gewicht haben. Ihr Demokratieverständnis richtet sich genauso an ihren Interessen aus wie meines an meinen…

          • Reto sagt:

            Die Art wie „legal“ in diesem Land in Bezug auf Dieselabgase oder Lärm definiert wird, verdient eindeutig das Label Bananenrepublik. Über den Herrn Gerhart von Porsche, der die Lärmvorlagen für die Politik schreibt, bin ich persönlich immer noch nicht drüber weg.

          • Der Redakteur sagt:

            Ja, der Gerhard Porsche ist in Bezug auf „legal“ wirklich ein schönes Beispiel für mafiöse Strukturen in diesem Land.

          • Riversong sagt:

            Ihre Meinung bezüglich der LegalitätsWÜRDIGKEIT gewisser Fahrzeuge ist mir bekannt und Sie mögen in Manchem sogar Recht haben. Die LEGALITÄT dieser Fahrzeuge ist aber, in unverbautem Zustand, unbestreitbar. Die Art, wie „legal“ definiert wird, spielt für den Käufer der ein Fahrzeug erwirbt keine Rolle, und er hat ja auch gar keinen Einfluss darauf. Ich könnte sagen, jeder Dieselkäufer wäre „selbst Schuld“, dass er in diversen Städten nicht mehr fahren darf, denn dass Diesel-Kfz mehr Feinstaub produzieren als Benziner war schließlich schon lange vor dem Abgasskandal bekannt, mit Fahrverboten hätte der Käufer also rechnen können. Ich weiß ja nicht, wie Sie denken dass ein Motorradkauf abläuft, aber Sie können sicher sein, dass kein Käufer mit einem dB-Messgerät umherrennt und nachprüft, ob der Hersteller und vor Allem der Staat bei der Erteilung der Betriebserlaubnis nicht einen Fehler gemacht haben. Er lässt die Kiste an, freut sich höchstens noch über den Sound und ist sich selbstverständlich sicher, dass dieser sich auch im Rahmen des Gesetztes bewegt, die Kiste ist schließlich fabrikneu und zugelassen.
            Zusätzlich kommt noch hinzu, dass der Staat zuerst gar keinen Grenzwert im Bezug auf das Standgeräusch definiert und diesen Wert lediglich zur Manipulationserkennung benutzt, dann aber auf Druck einer Lobby (ja, so werden ALLE Interessensverbände genannt, welche die Politik beeinflussen möchten) plötzlich diesem nichtssagenden Wert das Vermögen zuspricht, die „Guten“ von den „Bösen“ unterscheiden zu können, und auf dieser Grundlage das Recht auf Teilnahme am Straßenverkehr selektiv entziehen. Der Staat schlampt also zuerst dabei, der Zulassung extrem lauter Motorräder einen Riegel vorzuschieben, dann bestraft er die, welche diese von ihm selbst zugelassenen Motorräder kaufen (Schneeballsystem?). Das Ganze liest sich wie ein schlechter Scherz, und ich hoffe inständig, dass Gerichte diesen Unsinn stoppen werden.

          • Armin Phelps sagt:

            Das Standgeräusch ist eine Bezugsgröße und für den Fahrzeugtyp durchaus aussagefähig.

          • Riversong sagt:

            Oh Mann. Haben Sie die ganzen anderen Kommentare hier überhaupt gelesen? Was ist denn bitte eine Bezugsgröße, wenn nicht eine Größe, die man *im Bezug* sehen muss, oder die *als Bezug* für eine andere Größe dient, für sich allein genommen aber keine Aussagekraft hat? Das wurde schon durchgekaut, lesen Sie einfach mal bitte den Rest des Kommentarbereiches.

        • Rainer Rau sagt:

          Mein S&W 38.spec. ist auch legal, ich weiß jetzt nicht, wieviel dB der so von sich gibt – es hat sich jedenfalls noch niemand darüber beschwert, weil ich die legalen Nutzungsbedingungen einhalte.

          • Armin Phelps sagt:

            Gehen da auch .357 Mag rein, das wären dann so rund 140 dB(C).

          • Riversong sagt:

            Super. Bei mir hat sich auch noch keiner über mein Motorrad beschwert, weil auch ich die legalen Nutzungsbedingungen einhalte. Ich schätze, ihr Schießeisen dürfte mein Moped aber übertreffen.

          • Armin Phelps sagt:

            Gehörschutz und Schießbahn sind Voraussetzung für die Nutzung.

          • Riversong sagt:

            Eben. Die Voraussetzung für die Nutzung meines Motorrads sind mein Führerschein, Fahrzeugbrief und Zulassung. Alles vorhanden.

    • Reto sagt:

      „Benutzen“ trifft, was viele Motorradraser derzeit tun. „Nutzen“ wäre mir lieber.

    • Anja sagt:

      Lieber Herr Schmid,

      Sie sagen: „hat jeder das Recht sie mit einem gesetzkonformen Fahrzeug zu benutzen. Das ist ein Grundrecht und unabhängig von der Anzahl der Räder. Das ist unser Recht und das werden wir auch kriegen.“

      Es gibt aber kein Recht auf LÄRM !!

      Nur so nebenbei ;-)

      Grüße

  10. Karsten Gern sagt:

    Es gibt keinen denkbaren Grund, dass Selbstdarsteller Hain Blöd mit einem dieser Blech-Eimer mit Micky-Maus-Motor die Bevölkerung terrorisieren darf. Hier handelt es sich um ein Allmende-Problem. Vorteil des Einzelnen zum Nachteil der Gesellschaft. Es ist technisch (Lärm-gedeckelte Auspuffanlage, gedeckeltes Beschleunigungsverhalten, gedeckelte Endgeschwindigkeit) und organisatorisch (Lokale Geschwindigkeitsbegrenzung für Motorräder, Lärm-Blitzer, sofortige Stilllegung, Punkte-Strafen) möglich, die Belästigung auf ein Minimum zu beschränken. Die Lautheit hat sich von vornherein am technisch machbaren Minimum zu orientieren. Im Gegenzug kann dann auf lokale Fahrverbote verzichtet werden.

    • Reto sagt:

      Aber die Grundrechte!!! Ist doch alles legal! Das haben doch BMW, Ducati und der Herr Gerhard von Porsche so beschlossen. Die vielen Arbeitsplätze, der ganze schöne Konsum! Denen kauft doch keiner ein leises Motorrad ab!

      • Pelkum sagt:

        Hallo zusammen. Ich beschäftige mich seit einigen Tagen mit der Lärmproblematik von Motorrädern. Ich wohne in einem kleinen Dorf im Sauerland, und bin regelrecht erschrocken, wie viele teils deutlich zu laute Motorräder seit Beginn des schönen Wetters an Wochenenden und Feiertagen hier durchfahren. Das ist mir in den vergangenen Jahren gar nicht so aufgefallen.

        Anscheinend wird die Strecke zunehmend als Abkürzung genutzt, denn es gibt hier auch genug andere und besser ausgebaute Straßen, um von A nach B zu fahren.
        Besonders die enge Bebauung und der dadurch entstehende Schall macht das ganze geradezu unerträglich.

        Jetzt zu meinem Vorschlag:

        Warum auf die Bundespolitik warten, nutzt doch Eure Möglichkeiten. Innerorts ist doch das Parken erlaubt. Schließt euch in WhatsApp-Gruppen zusammen und parkt an Sonn- und Feiertagen am Straßenrand. Vermiest doch den Krawallmachern durch ständiges ausweichen müssen den Fahrspaß. Dadurch wird auch die Geschwindigkeit und die Geräuschkulisse reduziert.

        Macht den Abstand gerade so groß, das auch der normale Verkehr noch durchkommt. Dann kann auch die Polizei nichts sagen und die Motorradfahrer sind schwer genervt.

        Ich komme deshalb darauf, weil hier in der Nähe vom Sorpessee genau das gemacht wird. Rechts und links am Fahrbahnrand stehen sehr viele Fahrzeuge und es sind kaum Motorräder unterwegs.

        Na also…geht doch.

        Gruß aus dem sonnigen Sauerland
        Pelkum

    • Riversong sagt:

      Doch, es gibt einen Grund. Nämlich den, dass „Hein Blöd“ seinen „Blech-Eimer mit Micky-Maus-Motor“ eventuell legal erworben hat. Man kann bei den Herstellern nicht einfach die „leise“-Variante bestellen, die wird nämlich nicht gebaut. Mein kauft sein Fahrzeug mit dem Wissen, ein legales Gefährt zu erwerben, welches man, wie jeder andere auch, ungehindert im Bereich der STVO bewegen darf, solange man sich an selbige hält. Zum Glück hat dieses Wissen zumindest in Deutschland im Moment auch noch Bestand.

      • Reto sagt:

        Harley Davidson und BMW S1000 RR – wer so was für den Einsatz in der Gesellschaft kauft, weiß was er damit anrichtet. In manchen französischen Städten gibt es auch Einfahrt-Verbote für bestimmte Diesel. Die Diesel-Käufer wurden wenigstens betrogen. Ihresgleichen weiß was er kauft. Immerhin wissen Sie ja über die Regularien und Schummeleien der Branche minutiös Bescheid, wie Sie heir ausbreiten.

        • Riversong sagt:

          Wieso sollte es interessieren, was irgendein Provinzkaff in Frankreich beschließt? Ja, Motorradfahrer wissen was sie kaufen: Nämlich ein nach allen geltenden Bestimmungen völlig legales Kraftrad, welches zur uneingeschränkten Nutzung sämtlicher Straßen ebenso berechtigt ist wie der Polo von nebenan.

          • Reto sagt:

            Bordeaux, Paris…
            Provinzkaff?
            Aus welcher Metropole kommen Sie?

          • Riversong sagt:

            Ich komm aus Frankfurt :) Gut, wenn die genannten Städte ähnlich vorgehen, ist Provinzkaff die falsche Bezeichnung. Trotzdem bleibt die Frage, warum es von Interesse ist, wie Frankreich seine Dieselfahrer behandelt, das macht es nicht besser. Wer legal unterwegs ist, muss auch überall legal hinfahren dürfen. Wenn es mit diesen legalen Fahrzeugen ein Problem gibt, kann der Staat gerne neue die Legalität betreffende Regelungen erlassen. Was ein demokratischer Staat nicht machen kann, ist, seine eigene Aussage wieder *nach dem Kauf* effektiv widerrufen.

          • Der Redakteur sagt:

            Ein demokratischer Staat kann allerhand tun um die Gesundheit seiner Bürger zu schützen, wie sie im Moment vielleicht erleben.

          • Der Redakteur sagt:

            Wenn er aus Frankfurt kommt, nervt er die Feldberger…

          • Riversong sagt:

            „Ein demokratischer Staat kann allerhand tun um die Gesundheit seiner Bürger zu schützen, wie sie im Moment vielleicht erleben.“

            Klar. Der Staat hat dem Coronavirus aber auch nicht erst die Teilnahme am Verkehr mit amtlichem Siegel ausdrücklich erlaubt, und niemand hat für den Erwerb des Virus im Vertrauen darauf ein paar Tausender hingeblättert.

  11. Hermann sagt:

    @ Hannoveraner

    „…ob es Verhältnismäßig ist die motorradfahrenden Anwohner vor Ort (mit einem 95db Motorrad) faktisch für die Hälfte des Jahres zu enteignen…“

    De facto wird dies ja auch mit Maßnahmen wie z.B. die Feinstaubplakette schon anderweitig so praktiziert. Wenn jemand mit seinem Diesel von einem Tag auf den andern nicht mehr nach Hause bzw. in die Arbeit fahren darf kommt dies sogar einer [fast] kompletten Enteignung gleich.

    Die Politik muß ein Mittel haben sich veränderten Umständen und Erkenntnissen anzupassen. Das sie damit oft zu spät reagiert [diese Kübel hätten nämlich nie zugelassen werden sollen] steht auf einem anderen Blatt.
    Gleichwohl wußten die Käufer solcher Lärmschleudern genau was sie da bestellten.

    • Riversong sagt:

      „Wenn jemand mit seinem Diesel von einem Tag auf den andern nicht mehr nach Hause bzw. in die Arbeit fahren darf kommt dies sogar einer [fast] kompletten Enteignung gleich.“

      So etwas passiert aber nicht. Es gibt immer eine Übergangszeit, für ein Jahr kriegt erstmal jeder Anwohner eine Ausnahmegenehmigung.

      Außerdem gibt es hier noch den leichten Unterschied, dass man einen Partikelfilter schnell und einfach nachrüsten kann. Wenn dies nicht möglich ist, erhält man in Umweltzonen ebenfalls eine Ausnahmegenehmigung. Auch wird die Umrüstung bei Einführung einer Umweltzone bezuschusst, oder teilweise, bei vorheriger illegaler Manipulation, vollständig vom Hersteller übernommen.

      Gehen Sie mal zum Motorradhändler und verlangen Sie einen legalen, geprüften, „leiseren“ Auspuff für ihr Fahrzeug. Die Möglichkeit, das Fahrzeug nach Umrüstung wieder zu bewegen gibt es schlicht nicht.

      • Hermann sagt:

        Hab‘ gerade für meinen ehemaligen 86′ Passat 32B Diesel nachgeschaut den ich vor zwei Jahren verschrottet habe (weil ich in nicht mehr nutzen konnte) da gibt es keinen Nachrüstsatz. Ist im Grunde auch wurscht, war ja nur als Beispiel gedacht.
        Dennoch, ich kann es mir nicht verkneifen: wenn wir gerade von Enteignung sprechen, die Hauseigentümer / Bewohner die entlang motorradverseuchten Straßen wohnen werden übrigens dadurch massiv (finanziell) enteignet, von Einbußen in Lebensqualität und Gesundheit ganz zu schweigen. Der Ruf nach mehr Gerechtigkeit diesbezüglich war auf Seiten der Motorradfans in den letzten Jahren doch eher verhalten.

        Sehen wir die Dinge doch so wie sie sind: Dass sich hier seit einigen Wochen jede Menge Motorradfahrer zu Wort melden ist doch wohl in erster Linie dem Umstand zu schulden, dass durch politische Maßnahmen (Bundesrat), entsprechende Beschlüsse (Tirol), Verbandsarbeit (Silent Rider) und Pressepräsenz, das Problem ins allgemeine Bewußtsein gerückt wurde. Man könnte auch sagen: Es wirkt.
        Vorher waren die Leiden der Betroffenen den meisten Fahrern entweder wurscht oder sie wurden sogar noch mit Hohn und Spott überzogen.

        Dass [ausgerechnet] jetzt der Ruf nach „mehr Gerechtigkeit“ einsetzt, erhält dadurch mehr als einen schalen Beigeschmack, wenngleich ich durchaus die rechtlichen Bedenken des Tiroler Beschluß nachvollziehen kann.
        Daher sollte diese wirklich nur eine temporäre (aber dennoch wichtige) Maßnahme sein, die hoffentlich den Weg für echte und tiefgreifende Veränderungen öffnet.
        In diesem Sinn würde ich die „ehrlichen“ Motorradfahrer dazu auffordern an einer echten Problemlösung mitzuarbeiten:

        – Der Unsinn mit dem Sounddesign muß aufhören, gurgelnde Harleys, kreischende Enduros, und heulende BMWs + programmierte Fehlzündungen sind unnötig wie ein Kropf.

        – Motorräder müssen konstruktionsbedingt leise sein, so dass die Schallemission [weitgehend] vom Betriebszustand unabhängig wird (<= 80 db(C)).

        – Die 5db Messtoleranz zu Gunsten der Lärmer ist ein Witz, sollte diese beibehalten werden sind die Grenzwerte entsprechend abzusenken.

        – Strafen müssen mehr an Abschreckungswirkung aufweisen. Vorsätzliche Körperverletzung rechtfertigt durchaus auch Punkte in Flensburg

        – Das Ganze geht nicht ohne den Eingriffe in den bestehenden Park an Motorrädern – rechtlich saubere und natürlich effiziente Vorschläge dazu von Motorradfahrerseite sind herzlich willkommen.

        Ein Brief an euren Minister/EU Sachbearbeiter der diese oder ähnliche Maßnahmen unterstützt wäre z.B. ein Schritt in Richtung Versöhnung.

    • Armin Phelps sagt:

      Wenn ich nur nicht immer das Gefühl hätte, dass Motorradlobbysisten alles scheisse finden, was unternommen wird.
      Wenn ich nur nicht immer das Gefühl hätte, am liebsten würden sie so weietrmachen wie bisher.
      Oder hat sich dieser Mensch früher schon mal gegen die Kracher gewendet?

      • Riversong sagt:

        Naja, damit jemand die Tiroler Regelung scheisse findet, dafür muss man kein Motorradlobbyist und noch nicht mal ein Motorradfahrer sein, sondern einfach nur ein Mensch mit gesundem Menschenverstand.
        Und ja, weitermachen wie bisher wäre besser als diese Regelung. Eine Aushebelung der allgemeinen Rechtslage nach dem Gusto einiger übermotivierter Politiker mit null technischem Sachverstand kann NIEMAND gutheißen, der Wert darauf legt, auch weiterhin in einem Land mit einer demokratisch legitimierten Gesetzgebung zu leben. Ich gehe aber ziemlich fest davon aus, dass die Tiroler Regelung gerichtlich keinen Bestand haben wird, und das wäre nicht nur für die Motorradfahrer, sondern auch für die Allgemeinheit eine gute Nachricht.

        • Reto sagt:

          Ich glaube sie hatten schon einmal erwähnt, dass sie der einzige Mensch mit technischem Sachverstand in dieser Sache sind. Ob sich das mit gesundem Menschenverstand deckt?
          Ich bleibe dabei, dass ihre Grundannahme falsch ist und es kein Recht auf mutwillige Belästigung von Anwohnern gibt. Und Fakt ist auch es gibt leise Motorräder.

  12. Rainer Rau sagt:

    Reto, die von mir geschlachteten Kaninchen leben alle noch.

    Ansonsten ist das Missverstehen-wollen nichts neues. Kein Widerspruch von gewissen Menschen würde mich eher beunruhigen.

    Mein Vergleich mit den Herren Smith und Wesson war ein Beispiel. Vielleicht wäre für einige Lärmbefürworter die Androhung von 20 Stunden Amigos pro Wochenende noch furchterregender, aber so ähnlich gehts uns.

  13. Andrea Wittmann sagt:

    Das ist doch an sich ganz einfach : Der geplante Sommerurlaub im
    LechtL, wo ich letztes ja noch willkommen war mit meiner Euro4 Ducati 959 (Standger.98dba,Fahrgeräusch 7i dba) ist jetzt storniert, der andtehende Skiurlaub im Winter wird definitiv nicht mehr in Österreich stattfinden und fertig.
    Auch in Zukunft fahren wir halt nicht mehr nach Österreich….und geben unser Erspartes in anderen Ländern aus….
    Ich wünsche dem Land Tirol für die Zukunft alles Gute !

    • Reto sagt:

      „wo ich letztes Jahr noch willkommen war“
      ??? Meinst du?

      • Andrea Wittmann sagt:

        Ja wo ich letztes Jahr noch willkommen war : Hotelübernachtung,Restaurant,Trinkgeld, Konsum…der Hotelier fand meine Ducati auch noch superschön…dieses Jahr hat man mich ausgesperrt..mit 77dba Fahrgeräusch..übrigens haben wir die Pässe über der Woche befahren…nicht am überlaufenen Wochenende…

        • Reto sagt:

          Ich kenne ihr Motorrad. Wollen Sie jetzt ernsthaft behaupten, dass dieses Fahrzeug keine Landplage ist?

        • Rainer Rau sagt:

          Wie soll der Hotelier als „Dienstleister“ Ihr Schmuckstück denn sonst finden? Der wird alles sagen, was Sie hören wollen. Wenn alle Gäste alles hören würden…

      • Riversong sagt:

        Die Tatsache, dass ein explizierter Motorradtourismus in diesen Gebieten existiert, inklusive spezieller Hotels, geführter Touren und sogar speziell auf Motorradfahrer ausgerichteter Werbung zeigt, dass man dort durchaus willkommen ist. Wie übrigens auch die Tatsache, dass die meisten Tiroler sich in vorherigen Umfragen GEGEN selektive Fahrverbote ausgesprochen haben, der Link wurde oben glaube ich schon einmal gepostet.

        • Reto sagt:

          Was wollen Sie uns damit mitteilen? Dass es immer ein paar Menschen gibt, die auch noch aus dem Kakao trinken, durch die man sie vorher gezogen hat? Natürlich gibt es Zeitgenossen, die mit diesem vergifteten Geschäftsmodell auch noch Geld verdienen wollen. Die Frage ist nur ob das Motorradlärmen mit dem klassischen Tirol-Tourismus zusammen geht. Zur Erinnerung: die BMW GS ist mit 94 dB Standgeräusch haarscharf am Verbot vorbeigeschrammt.

  14. W. Schmid sagt:

    Dass jeder Dorfälteste nach dem St. Florians-Prinzip entscheidet, wo Motorrad gefahren wird kann es auch nicht sein. Das Prinzip der Gleichheit vor dem Gesetz gilt auch hier vorrangig.

    • Riversong sagt:

      Der feuchte Traum der meisten Kommentatoren hier scheint aber genau diese Aushebelung der Gleichheit vor dem Gesetz zu sein. Traurig.

      • Reto sagt:

        Sie gehen von der falschen Voraussetzungen aus, dass Belästigung, Vermögensschädigung und Schädigung der Gesundheit von Anwohnern eines Ihrer Grundrecht darstellt. Und auf dieser Fehlannahme bauen Sie ihre krude Argumentation auf.

        • Rainer Rau sagt:

          Ich versuche mir vorzustellen, dass die Energie, die gegen die Lärmgegner aufgebracht wird, gegen den Lärm aufgebracht würde – es wären paradiesische Zustände.

          Argumentation GEGEN mutwilligen Lärm – auch bei aller Deutlichkeit nicht so eskalierend wie die FÜR den Lärm und der Lärm selbst – ist für viele sooo belastend. Es wäre einfach, ihr aus dem Weg zu gehen, was leider beim Lärm selbst unmöglich ist.

          Nach den Nebensätzen, die Verständnis ausdrücken sollen, kommen dann die Technikkeule, die persönlichen Interessen und die Grundrechte.

          Den Betroffenen ist es egal, ob der Lärm in dB, Kilogramm oder was weiß ich gemessen wird, wenn er mutwillig und unnötig verursacht wird, muss er abgestellt werden.

          Ich persönlich würde es begrüßen, wenn mehr Kommentare veröffentlicht würden, die durchs Raster fallen. Die wenigen deutlichen, die ich weiterleite, stoßen auf Interesse und bekräftigen die Einstellung der Lärmjunkies, NICHT DIE DER GESELLSCHAFTSVERTRÄGLICHEN!!

      • W. Schmid sagt:

        Ja, deren Killerphrasen kenn wir doch schon alle. Die haben sie auch bei uns in Bad Saulgau vorgebracht, als Indräder gebaut werden sollten. Jetzt stehen die Windräder und keiner stört sich mehr dran

      • Laut ist Out sagt:

        Vor dem Gesetz sind wir alle gleich lieber Riversong – das will niemand hier ändern.
        Ich denke eher, daß es eben diese Gleichheit ist, welche Lärmgeplagte hier einfordern. Um es Ihnen mal zu verdeutlichen: Ich möchte genauso behandelt werden wie die direkten Nachbarn dieser Krachschleuder-Fahrer. Denn keiner von denen fährt in der Art und Weise aus oder in seine Garage / Straße, wie sie andernorts durch die Landschaft brüllen.

        • Hannoveraner sagt:

          Laut ist Out,

          und GENAU DAS versuchen alle hier postenden Motorradfahrer zu verdeutlichen!

          „Denn keiner von denen fährt in der Art und Weise aus oder in seine Garage / Straße, wie sie andernorts durch die Landschaft brüllen.“

          Es kommt auf die Fahrweise an.
          Und die asoziale Fahrweise von einem Teil der Fahrer kann und sollte nicht auf alle Motorradfahrer bezogen werden.

          Und ob ein Motorrad eine Krachschleuder ist, lässt sich nicht am Standgeräusch festmachen bzw. wird dieses Motorrad erst zur Krachschleuder durch vorsätzliches hochtouriges (und somit lautes) Fahren.

          • Reto sagt:

            Sie können es noch tausendmal wiederholen: So lange wir uns einig sind, dass das Fahrgeräusch nichts taugt, weil nach dem ja alle gleich laut sind, so lange ist das Standgeräusch der beste Anhaltspunkt, um zu laute Kräder aus dem Verkehr zu ziehen. Sie brauchen darauf nicht zu antworten, das haben Sie ja bereits 30 x gemacht.

          • Armin Phelps sagt:

            Zufälligerweise haben die lauten Kräder auch einen hohen Nahfeldpegel. Aber dem industriellen Beschiss mit den Werten kann das wirklich Zufall sein. Und vielleicht ist es ja auch Zufall, dass die Fahrer solcher Maschienen auf diesen Sound wert legen. So viele Zufälle – und keiner wills wieder mal gewesen sein.

  15. Werner Schmid sagt:

    Quelle:
    http://www.service-bw.de/web/guest/lebenslage/-/lebenslage/Nutzung+von+Strassen+und+Gehwegen-5000299-lebenslage-0

    Eine Straße kann auch entwidmet beziehungsweise eingezogen werden. Dies ist möglich, wenn sie für den Verkehr entbehrlich ist (Verlust der Verkehrsbedeutung z.B. durch Bau einer neuen Straße) oder wenn überwiegende Gründe des Wohls der Allgemeinheit (z.B. Erholungsbedürfnis der Bürgerinnen und Bürger oder der Landschaftsschutz) die Einziehung erfordern.

    Mit der Einziehung verliert eine gewidmete Straße die Eigenschaft einer öffentlichen Straße. Die Straße steht dann der Allgemeinheit zur Nutzung nicht mehr zur Verfügung. Es entfallen mit der Entwidmung alle straßenrechtlichen Rechte und Pflichten des Straßenbaulastträgers. Für das Straßengrundstück gelten dann nur noch die Rechtsvorschriften, die für private Grundstücke gelten.

    Hinweis: Wenn die öffentliche Nutzung einer Straße nachträglich auf bestimmte Benutzungsarten, Benutzungszwecke, Benutzerkreise oder in sonstiger Weise beschränkt wird, handelt es sich um eine Teileinziehung.

  16. Ute Wiesendanger sagt:

    Diese Fahrverbote für Motorradfahrer im Tirol entbehren jeder rechlichen Grundlage. Auch ich bin gegen übermässigen Lärm auf den Strassen. Was sich die Tiroler hier aber einfallen liessen, ist wieder einmal eine klare Diskriminierung der Motorradfahrer! Solche Dezibel-Fahrverbote müssten auf den entsprechenden Strecken doch für alle Verkehrsteilnehmer gelten und nicht nur für Motorradfahrer. Im Tirol wird’s aber nur Dezibel-Fahrverbote für Motorräder geben! Alle andern Lärmveruracher (Autos, LKWs, usw.) dürfen weiterhin auf diesen Strecken fahren. In naher Zukunft sehe ich allerdings schon wieder die Aufhebung dieser Dezibel-Fahrverbote für Motorräder im Tirol: Eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof wird dieser ungerechten Diskriminierung bestimmt ein Ende bereiten.

    • Reto sagt:

      „Auch ich bin gegen übermässige Lärm aber ich bin auch gegen Verbote.“
      Sind Sie eigentlich gegen alles?
      Und wegen der Autos: Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, wei leise die sin´d im Vergleich zu Ihnen auf dem Bock?

    • Rainer Rau sagt:

      Kennen Sie sich auch mit den rechtlichen Grundlagen im Bezug auf unzulässigen Lärm, Tempolimitüberschreitungen, Überholen im Überholverbot usw. aus?

      Die menschenverachtenden EU-Normen können Sie behalten.

  17. Hermann sagt:

    @ Ute Wiesendanger
    „Was sich die Tiroler hier aber einfallen liessen, ist wieder einmal eine klare Diskriminierung der Motorradfahrer!“

    Ich liebe ja denn Ausdruck „wieder einmal“. Es ist dieser Opferstatus der die Menschen die jetzt schon Jahrzehnte unter dem Jaulen leiden justamente aufheulen lässt.

    Was die Fahrverbote in Tirol angeht: Diese wurden mit Beteiligung der entsprechenden [österreichischen] Motororradvereinigungen getroffen, die sich darüber erleichtert geäußert haben, dass sie damit ein generelles Fahrverbot für Motorräder in diesen Gegenden abwenden konnten. Kippt diese Regelung tritt eben Plan A in Kraft.

    So what ?

  18. Ute Wiesendanger sagt:

    @ Reto
    „Ist Ihnen schon aufgefallen, wie leise die Autos sind im Vergleich zu Ihnen auf dem Bock?“
    Argumentieren gehört wohl nicht zu Ihren Stärken! Mit „Bock“ meinen sie wahrscheinlich ein Motorrad. Dass Autos leiser als Motorräder sind, ist Ihr subjektiver Eindruck und keinesfalls bewiesen. Es gibt eben zu laute Autos aber auch Motorräder. Vielerorts röhren laute Autoauspuffe mit weit mehr als 95 Dezibel.

    @ Rainer Rau
    Ich hoffe, Sie wenden keine menschenverachtenden Normen bei der Diskriminierung der Motorradfahrer an. Die könnten Sie dann auch behalten!

    @ Hermann
    „Kippt diese Regelung, tritt eben Plan A in Kraft.“
    Eine Diskriminierung der Motorradfahrer durch eine noch grössere Diskriminierung ersetzen, weil dann alle vom Fahrverbot betroffen wären!? Dieses Vorgehen hätte vor den Richtern am Europäischen Gerichtshof absolut keine Chance. Ausserdem gehören auch alle schon bestehenden Fahrverbote nur für Motorräder, die es in Deutschland zur Genüge gibt, wegen Diskriminierung vor den Europäischen Gerichtshof. Wie die bisherigen Aufhebungen einiger Verbote bereits zeigen, ist das das richtige Vorgehen gegen solche einseitigen Fahrverbote.

    Dümmlicher Populismus meist grün-linker Politiker ist meiner Meinung nach das Vorgehen, diskriminierende Fahrverbote nur für Motorräder zu erlassen. Eine Minderheit zu diskriminieren, um sich damit die Gunst der Mehrheit zu sichern ist in der Politik so gängig wie armselig. Dümmlich deshalb, weil die Emissionsgesetzgebung längst in der Hand der EU liegt und deren nächste Stufe, die Euro5-Norm bei den Motorrädern, bereits 2021 greift. Und Populistisch eben, weil eine Minderheit der Mehrheit zum Frass vorgeworfen wird.

    Schon heute hätte man genügend Möglichkeiten, die schwarzen Schafe unter den Motorradfahrern, die es zweifellos gibt, zu stoppen. Nur haben die Regierungen (meist grün-linke) ihre Polizeikräfte in Sachen Verkehrsüberwachung so heruntergespart, dass man das offensichtlich nicht mehr schafft. Genau davon sollen die Fahrverbote ablenken.

    • Reto sagt:

      Wir reden nicht von einer Minderheit, sondern von der Mehrheit der aktuellen Fahrzeuge. Das meistverkaufte Motorrad in D hat einen Klappenauspuff.

    • Rainer Rau sagt:

      Wie Sie bestimmt schon gelesen haben könnten, diskriminiere ich keinesfalls „die Motorradfahrer“. Beim Missverstehen (wollen?) sind Sie kein Einzelfall.
      Mir ist klar, dass man am liebsten das versteht, was einem gerade passt, dazu die Aussagen anderer umzudeuten ist allerdings zu einfach.
      Auf die, welche gestern und heute wieder unsere Fenster vibrieren ließen, noch Loblieder zu singen, kann niemand verlangen. Und das waren nicht „die Motorradfahrer“, aber ein gravierender Anteil davon.

  19. Basti sagt:

    Schade, dass es die Tiroler Hotelies und Gastronomen ausbaden müssen:
    https://m.speedweek.com/katalog/news/159959/Fahrverbote-Motorradfahrer-boykottieren-Tirol.html

    Ein weiterer Schritt in Richtung Eskalation des „Lärm-Problems“ – und dazu völlig sinnlos. Das Standgeräusch hat nichts mit dem Vorbeifahrgeräusch zu tun. Durch solche Regelungen werden Hersteller ermutligt, die Grauzonen noch weiter auszuloten. Zukünftige Modelle werden somit vermutlich im Stand leiser und bei der Vorbeifahrt noch lauter.

    Weitere Sinnlosigkeit:
    Bei schweizer Motorrädern gilt der Eintrag auf dem „Typenschild“. Diese Angabe ist „unveränderlich“, egal was für ein Auspuff montiert ist. Man hat also weder die Möglichkeit bei einem „zu lauten“ Serienmodell den Auspuff leiser zu machen – noch können die Krachmacher belangt werden die ein „leises“ Serienmodell haben aber einen lauten Auspuff montiert haben!

    • Der Redakteur sagt:

      Jahrelang haben mir irgendwelche Hirnies erzählt, bei ihrer Harley seien 1053 dB(A) im Fahrzeugbrief eingetragen (Lärm=legal) und jetzt soll dieser Wert keinerlei Belang haben? Es mag sein, dass dieser Wert nicht ideal ist – aber es ist angesichts des idiotischen Fahrgeräuschwerts das Beste, was wir zum Kontrollieren haben. Übrigens ist das ein Referenzwert und es bleibt abzuwarten, ob man den senken kann, ohne ans Fahrgeräsuch ranzugehen. Und zu „Schade, dass es die Tiroler Hoteliers und Gastronomen ausbaden müssen“. Merkt ihr eigentlich, wie sich Eure kindische Argumentation im Kreis dreht? Ihr benutzt Euer lärmendes Hobby, um die Urlaubsregionen zu erpressen und dann tut es Euch leid um sie. Um die tuts mir schon länger leid, weil manche Hotels keine anderen Kunden mehr haben als Euch.

      • Basti sagt:

        Lieber Herr Redakteur, auch wenn sie vielleicht etwas aufgebracht sind. Ihre Ausdrucksweise ist nicht zielführend.

        Wen meinen Sie mit „ihr“? Alle Motorrad-Fahrer? Die sind in ihren Augen ja offensichtlich alle Hirnies, Idioten, kindisch…
        Erwarten Sie so Verständnis und Rücksichtnahme?

        Wenn mich jemand bittet leise zu fahren, dann tu ich das. Wenn jemand mit mir so redet wie sie, dann stell ich mir liebend gerne den Wecker auf Nachts um 3, stell mich bei Ihnen vors Schlafzimmerfenster und jag den Motor in den Drehzahlbegrenzer. Und glauben Sie mir, meine Maschine macht einen Höllenlärm – und dank Schwachsinns-Regelung sogar legal im Tirol!

        Ich als Motorrad-Fahrer habe mich entschlossen, mich über das „Lärm-Problem“ zu informieren und bin über diese Seite hier gestolpert. Alle Beiträge und Kommentare die ich gelesen habe sind jedoch sehr „Motorrad-feindlich“. Eine sachlicher Dialog ist hier offensichtlich nicht erwünscht, statt dessen stacheln sich Motorrad-Gegner in ihrem eigenen kleinen Mikrokosmos gegenseitig auf. Das muss ja Spass machen. Ich persönlich beschäftige mich ja lieber mit „positiven“ Dingen. Mir erleichtert es auf jeden Fall das Gewissen. Habe jetzt nämlich kein schlechtes Gewissen mehr wegen meinem lauten Auspuff.

        Kleiner Tipp, liebe Motorrad-Gegner: IHR müsst auf uns zugehen und mit uns gemeinsam eine Lösung finden die auch von uns akzeptiert wird. Sonst könnt ihr nur verlieren. Es wird immer irgendwelche Hintertürchen und Schlupflöcher geben. Je mehr „generelle Ablehnung“ ihr uns gegenüber bringt, umso weniger Verständnis und Rücksichtnahme bekommt ihr.

        • Der Redakteur sagt:

          Bilden Sie sich also wirklich ein, dass wir über den Dialog mit der Lärmerfraktion etwas erreichen? Heute ging der Motorrad Herstellerverband über DPA:„Wenn eine Mehrheit der Kunden leisere Motorräder fordere, werde man sich danach richten, sagte der Sprecher. Bisher sei ein solcher Trend aber nicht erkennbar.“
          Also: Die Kunden sind das Problem und ich bettle weder um Verständnis und um mein Grundrecht auf belästigungsfreies Leben.

          • Basti sagt:

            Ja, das bilde ich mir ein!
            Es gibt sicherlich „unbelehrbare“, bei deinen ein Dialog nichts bringt.
            Sie scheren jedoch alle über einen Kamm. Es gibt durchaus Motorrad-Fahrer die gewillt sind, an der Lösung des „Lärm-Problems“ mitzuarbeiten.
            Ich stelle die Behauptung auf, dass sich genügend finden werden die eine Forderung nach leiseren Motorrädern unterstützen würden, um die benötigte Mehrheit zu erreichen. Insbesondere wenn dadurch Fahrverbote vermieden werden können. Sie werden mir nicht das Gegenteil beweisen können.

            Sie können sich diese potentiellen Unterstützer natürlich auch zum Feind machen. Ich frage mich nur, was Sie damit gewonnen haben.

          • Der Redakteur sagt:

            Nach 20 Jahren Kaffee statt Knöllchen wirds jetzt Zeit für Knöllchen. Siehe Tirol.
            Und der Rest: Sie heucheln Verständnis und am nächsten Ortsschild haben Sie’s vergessen und Sie drehen auf.
            Was soll ich mit Ihnen diskutieren? Da diskutiere ich doch lieber mit den Idioten vor Ort an der Tankstelle, von denen 2/3 Sportauspuffe dran haben. Dann merken die wenigstens, dass es Gegenwind gibt.

          • Basti sagt:

            Ich versuche etwas zu tun und werde nur angefeindet und mit pauschalen Vorurteilen überhäuft.

            Wissen Sie was:
            Wenn der Dialog nicht erwünscht ist habe ich eine andere Idee, wie ich ihr Ziel unterstützen kann.

            Ich werde ab sofort genau das tun, was Sie von mir erwarten: am Ortsschild so richtig übertrieben aufdrehen. Ich werde meine Freunde dazu auffordern dasselbe zu tun und jedes mögliche rechtliche und juristische Schlupfloch ausnutzen.

            Dann sind sie im Recht. Und ich unterstütze Sie bestmöglich auf ihrem Weg zur völligen Eskalation im Lärm-Krieg. Ich hoffe ich kann so meinen Teil dazu beitragen, dass es noch mehr und noch schärfere Verbote gibt. Das ist ja das Ziel das sie erreichen wollen!

          • Der Redakteur sagt:

            OMG Basti!
            Diese dämliche Nummer, die Sie hier abziehen, habe ich schon 50 mal genau so erlebt. Verständnis heucheln und dann volle Lotte, wenn es Gegenwind gibt.
            Dann kaufen sich die Mopped-Bastis einen ganz dicken Auspuff und fangen erst richtig an, Lärmkrieg zu eskalieren und übertrieben aufzudrehen!!
            Vielleicht doch mal einen Termin wg. Minderwertigkeitskomplex geben lassen?

          • Basti sagt:

            Geben Sie mir doch einen Tipp, was ich statt dessen anders oder besser machen kann?
            Wie kann ich Ihnen beweisen, dass mein Verständnis nicht geheuchelt ist? Und was wäre mein Motiv dafür?

            Ich könnte einen anderen, leiseren Auspuff montieren. Die Vorurteile und Anfeindungen hören dadurch leider nicht auf. Ich habe also nur Nachteile – oder bezahlen Sie mir vielleicht den neuen Auspuff?
            Ich könnte leiser Fahren. Ja, das geht ganz bestimmt. Und ich habe auch schon unnötigen Lärm verursacht. Ich habe ein schlechtes Gewissen deswegen. Kein besonders grosses, aber immerhin so viel dass ich recherchiert habe und auf dieser Seite gelandet bin.
            Ich mache mir Gedanken und überlege mir, wie ich denjenigen die unter meinem Hobby leiden entgegen kommen kann – am Liebsten natürlich ohne dass mein Spass darunter leidet. Sie haben also schon Recht mit dem Egoismus. Ist das schlimm? Sie sind doch genauso egoistisch – die Interessen der Motorrad-Fahrer interessierem Sie ja überhaupt nicht!

            Ich könnte Ihnen statt dessen auch sagen: Nehmen Sie doch Oropax oder ziehen Sie woanders hin. Dann hören Sie keinen Lärm mehr. Problem gelöst – Sie werden das aber genauso wenig als Lösung akzeptieren wie ich den Verzicht auf das Motorrad Fahren. Das ist nicht zielführend – genauso wenig ist es zielführend wenn Sie sagen: „macht einfach keinen Lärm mehr“. Weil so einfach ist das eben nicht!
            Sie müssen verstehen warum das so ist – sonst werden Sie das Problem nicht lösen können. Und das verstehen Sie nur, wenn Sie sich versuchen in Motorrad-Fahrer hineinzuversetzen. Ohne Vorurteile.

            Oder haben Sie wirklich das Gefühl, Sie schaffen es, sämtliche Motorräder komplett von den Straßen zu verbannen? Ich halte das für größenwahnsinnig und unrealistisch. Diesen Krieg werden Sie nicht gewinnen.

            Sie können mich gerne mit Vorurteilen überhäufen und mich beschimpfen. Das ist mir sowas von Egal. Vielleicht sorgt es bei Ihnen für Befriedigung. Das ist schön für Sie – ihrem Ziel bringt es Sie aber kein Stück näher.

            Ja, ich betreibe ein Hobby das offensichtlich andere stört. Ich bin nicht bereit dazu das Hobby aufzugeben, ich bin jedoch dazu bereit einen Kompromiss zu finden mit dem beide Parteien leben können. Ich bin aber nur zu einem Entgegenkommen bereit, wenn es die Gegenseite auch ist.

            Wenn Sie es ganz nüchtern betrachten, müssen Sie Sich eingestehen, dass ich einfach am längeren Hebel sitze. Das ist nichts worauf ich Stolz bin – das ist einfach Fakt.
            Vereinfacht gesagt: ich mache Lärm, sie leiden darunter. Der Einzige der den Lärm beeinflussen kann bin ich. Das ist wahrscheinlich auch die Tatsache die Sie so verzweifelt und wütend macht. Dafür haben sie mein vollstes Verständnis. Wofür Sie kein Verständnis von mir bekommen ist die Art und Weise, wie Sie mit dem Problem umgehen.

            Sie können natürlich weiter auf die vereinzelten Fahrverbote setzen. Zumindest die, die keine starke regionale Motorrad-Lobby hat, die sowas im Vorfeld verhindert. Vereinzelt wird das funktionieren – vereinzelt wird es Klagen geben und die Verbote müssen zurück genommen werden. Insgesamt ein sehr langer und steiniger Weg. Ich würde einen Weg wählen der schneller zum Ziel führt… Aber das erfordert, dass Sie über Ihren Schatten springen und auch Motorrad-Fahrern den Respekt gegenüber bringen, den jeder Mensch verdient hat!

          • Der Redakteur sagt:

            Was wollen Sie mir eigentlich sagen??

          • Der Redakteur sagt:

            Basti: „Geben Sie mir doch einen Tipp, was ich statt dessen anders oder besser machen kann?“
            Was wollen Sie hören: Ritalin? Einen Aufsteckdildo?
            Ich bin ein toleranter Mensch. Alles besser als unnötig Leute zu belästigen mit Ihrer Krachtüte.

          • Basti sagt:

            Am Liebsten hätte ich natürlich einen konstruktiven, umsetzbaren Vorschlag!

            Der Vergleich mit dem Dieb ist schon sehr an den Haaren herbei gezogen:
            Diebstahl ist illegal. Motorrad Fahren nicht.

          • Der Redakteur sagt:

            Wie wäre es mit dem Vergleich:
            Sie sind auf der Kirmes und belästigen ein paar junge Frauen.
            Ist per se nicht verboten. Man muss ja nicht alles nur deshalb machen, weil es nicht verboten ist.
            Besonders wenn ein Kirmesbesuch auch ohne Belästigung abgeht (und es mit dem Motorrad auch leise ginge, wenn man kein Selbstwertdefizit hätte).

          • Basti sagt:

            Und schon die nächste Beleidigung… Jetzt ist mir auch klar, warum ein sachlicher Dialog nicht möglich ist.

          • Der Redakteur sagt:

            sehe ich auch so.

          • Rainer Rau sagt:

            @Basti: Ihre Kommentare über „Motorradhasser, alle über einen Kamm“ usw. zeigen deutlich, dass Sie gar nichts verstehen oder einfach nicht wollen.

            Sie und ihre egoistischen Interessen zählen, Belästigung, Stress und Krankheit sowie wirtschaftlicher Schaden für Andere sind durch fehlende Empathie einfach nicht in Ihrer Wahnehmung vorhanden oder werden bewusst verdrängt.

          • Tourenfahrer sagt:

            „Bilden Sie sich also wirklich ein, dass wir über den Dialog mit der Lärmerfraktion etwas erreichen?“

            Nein. Bei denen die sich schon heute nicht an geltendes Recht halten werden Sie nichts erreichen, nicht die Politik und schon gar nicht die viel zu wenigen Kontrollen der Polizei.

            Aber, und das habe ich nun auch schon mehrfach geschrieben, wenn Sie Unterstützung von aktiven Motorradfahrern bekommen kann es doch nicht in Ihrem Interesse sein, diese mit der Art und Weise wie hier auf alles reagiert wird zu vergraulen. Oder Sie müssen so ehrlich sein und sagen, dass Sie ein generelles Problem mit zweirädrigen Fahrzeugen haben.

            Und nein, ich unterstütze @Basti nicht in allen seinen Aussagen. Einige sind aber halt zumindest sehr nah an der Realität.

  20. Lutz F. sagt:

    Heute auch wieder, unerträglicher Lärm an Kreuzungen ob einzel oder in Kolonnen, Dazu das ständige Gas geben im Stand, ich bin es leid diesen Lärm weiterhin zu dulden und werde meine Möglichkeiten nutzen gegen Motorräder vorzugehen. Als ich beim Spaziergang einem Motorradfahrer am Ortseingang ein Zeichen gab langsamer zu fahren, bekam ich als Antwort ein Hupen, tolle intelligente Menschen………

    • Rainer Rau sagt:

      Wieso an Kreuzungen?
      Wir wohnen an einer Ortsdurchfahrt mit 70km/h-Begrenzung und einer Fußgänger-Überquerungshilfe.
      Selbst eingefleischte Motorradfahrer geben zu, dass 150 und mehr hier üblich ist.
      An jedem Ende gibts einen Kreisel, danach gehts IM Ort im gleichen Stil weiter.
      Polizei? Die müssen woanders hin, heute wahrscheinlich nach Stuttgart.
      Spaß beiseite – es interessiert sie nicht, denn abends ist es bekanntermaßen nicht anders.
      Apropos Stuttgart: Wie weit sind die Randalierer auf zwei Rädern mental eigentlich von denen entfernt, die ihr Hobby „Party“ auch immer öfter entarten lassen?

  21. Hermann sagt:

    @Basti,

    A) Das Standgeräusch-Thema geht mir jetzt schon seit Tagen durch den Kopf und ich begreife es einfach nicht.

    Kann mir jemand eine (technische) Erklärung liefern, wie ein Motorrad ohne massive elektronische und mechanische Regelung im Standgeräusch laut (>95dB(A)) und im Fahrbetrieb dann leise sein soll ? Wer würde so ein Motorrad kaufen ?

    B) Ich habe im umgekehrten Fall kein Problem damit zu sehen wie durch die bekannten Tricksereien (i.B. Klappenauspuffanlagen und speziell konzipierte Schallblenden im Auspuff) ein Motorrad im Standgeräusch leise und dann im Realbetrieb unerträglich laut sein kann.

    Falls der Verdacht, der hinter (A) steht, unwidersprochen bleibt, so wage ich damit schon die Aussage, dass die Tiroler Regelung grundsätzlich nicht die Falschen trifft. Da sie allerdings noch viele Fälle ( nämlich Punkt B) außer Acht lässt, kann man sich natürlich schon fragen warum B) ungeschoren davon kommt.

    Daher ist die Regelung tatsächlich insofern ungerecht (unter Ausblenden der „Bestandsschutz-“ Diskussion), dass sie nicht weit genug geht und noch viele schwarze Schafe weiter frei rumlärmen lässt.

    Ihre freundlich Mithilfe genau dies zu unterbinden wäre dazu natürlich wünschenswert.

    Was die Einbußen für das Hotelgewerbe angeht, so sollte dies ins Verhältnis zu den Touristen [wie ich] gesetzt werden die wegen des Lärms eben nicht mehr kommen/kamen.

    Hätten sie da vertrauenswürdige Zahlen dazu ?

    Im Grunde ist ja die Lösung des Konfliktes denkbar einfach: Wenn sich Motorräder in der Lautstärke und im Klangbild nicht mehr von PKWs unterscheiden ließen, würde niemand mehr auf die Idee kommen Motorräder/Fahrer selektiv ausschließen zu wollen.

    Vielleicht sollten Sie darauf hinarbeiten ?

    • Der Redakteur sagt:

      A) nein
      B) Richtig, Tirol trifft die Richtigen.
      Bestandschutz auch gleich erledigt. Belästigung aus Tradition ist auch kein Argument.

      • Tourenfahrer sagt:

        „Im Grunde ist ja die Lösung des Konfliktes denkbar einfach: Wenn sich Motorräder in der Lautstärke und im Klangbild nicht mehr von PKWs unterscheiden ließen, würde niemand mehr auf die Idee kommen Motorräder/Fahrer selektiv ausschließen zu wollen.

        Vielleicht sollten Sie darauf hinarbeiten ?“

        Ist das denn technisch machbar?

        • Der Redakteur sagt:

          Haben Sie schonmal ein BMW Polizeimotorrad aus den 90er/2000er Jahren fahren gehört? Oder besser: haben Sie nicht, gell?

          • Tourenfahrer sagt:

            „Haben Sie schonmal ein BMW Polizeimotorrad aus den 90er/2000er Jahren fahren gehört? Oder besser: haben Sie nicht, gell?“

            Ich muss in der Tat gestehen, dass ich das nicht mehr ganz im Kopf habe. Meine Frage war übrigens ernst gemeint.

            Vielleicht nochmal eindeutig: Wenn das machbar ist, ja, bitte!

          • Der Redakteur sagt:

            sind nicht viel lauter als ein Auto

    • Basti sagt:

      Ich habe keine Zahlen, nur meine persönliche Erfahrung. Mein altes Motorrad war in der Vorbeifahrt „leiser“ als das Neue (trotz verschärfter Norm), hat aber einen niedrigeren dB-Wert eingetragen. Ja, das ist subjektiv – das ist das Lärmempfinden der Anwohner aber auch…

      Es werden sicherlich teilweise „die Richtigen“ getroffen. Teilweise. Aber es werden eben auch Falsche getroffen. Und viele werden nicht getroffen. Das ist ungerecht und sorgt für Unverständnis und Frust – und das ist keine gute Basis für die friedliche Lösung des Problems. Es geht auch nicht um die Einbußen des Hotelgewerbes als Ganzes. Es geht um die kleine Minderheit die sich auf Motorrad-Fahrer spezialisiert hat und denen nun quasi die Geschäftsgrundlage entzogen wurde. Es stehen Existenzen auf dem Spiel!

      Wie Sie Schreiben ist die Lösung im Grunde ganz einfach. Anstatt solcher kontraproduktiver Verbote sollte besser auf die Motorrad- und Auspuff-Hersteller eingewirkt werden, um etwas gegen das Problem zu tun. Ich bin mir sicher, dass hier das grösste Potential liegt.

      Aber ICH werde das nicht tun. Ich habe kein „Lärmproblem“. Mir gefällt mein brabbelnder V2-Sound. Wieso sollte ich daran etwas ändern? Ich weiss, mit so einer Aussage bewege ich mich hier auf sehr dünnem Eis. Laut darf man sowas ja gar nicht mehr sagen… Aber das ist mein gottverdammtes Recht das toll zu finden, genauso wie jemand rosa Fußnägel schön findet. Dafür hat mich niemand zu verurteilen!

      Ich verstehe, dass sich manche Personen daran stören. Würde ich selbst vielleicht auch, wenn ich an einem „HotSpot“ wohnen würde. Tue ich aber nicht.
      Sie müssen verstehen: Motorrad Fahren ist meine Freizeit. Setzen Sie sich gerne in Ihrer Freizeit mit einem Hersteller auseinander? Also ich nicht. Davor lasse ich das Motorrad lieber stehen und setze mich mit einem Bier vor den Fernseher!

  22. Hermann sagt:

    @ Tourenfahrer
    „Ist das denn technisch machbar?“

    Eine unmodifizierte Honda Goldwing aus den 70/80 Jahren kommt der Sache schon sehr nahe. Sie ist auch ein Beweis dafür das leise nicht automatisch „ohne Kraft“ bedeutet.
    Die Kiste wurde in den 70-ern auf den Markt gebracht und noch nicht einmal auf „extrem leise“ optimiert. Damals gabe es noch keine CFD (https://de.wikipedia.org/wiki/Numerische_Strömungsmechanik) und auch keine moderne computergestützte Zeichen- und (Schall-)Optimierungsprogramme.
    Anders ausgedrückt: Man könnte dies heute noch deutlich besser machen !

    Wenn man nur wollte….

    ————————————————————-

    @Basti:
    Antwort wenn ich die Zeit dazu finde.

    • Tourenfahrer sagt:

      „Eine unmodifizierte Honda Goldwing aus den 70/80 Jahren kommt der Sache schon sehr nahe. Sie ist auch ein Beweis dafür das leise nicht automatisch „ohne Kraft“ bedeutet.
      Die Kiste wurde in den 70-ern auf den Markt gebracht und noch nicht einmal auf „extrem leise“ optimiert. Damals gabe es noch keine CFD (https://de.wikipedia.org/wiki/Numerische_Strömungsmechanik) und auch keine moderne computergestützte Zeichen- und (Schall-)Optimierungsprogramme.
      Anders ausgedrückt: Man könnte dies heute noch deutlich besser machen !

      Wenn man nur wollte….“

      „sind nicht viel lauter als ein Auto“

      Vielen Dank für die Info. Traurig …

  23. Rainer Rau sagt:

    Ich hoffe, es geht in dem langen Sermon nicht unter:

    WIR müssen auf Basti und seine Freunde zugehen, damit die unser Recht auf Vermeidung von unnötigem Lärm akzeptieren!!!

    Der Ladenbesitzer muss auf den Ladendieb zugehen, damit dieser sein Recht auf Bezahlung akzeptiert.

    Der Fußgänger auf dem Zebrastreifen muss auf den AMG-Fahrer zugehen, damit dieser ihn nicht plattmacht.

    Hermann: Nutzen Sie Ihre Zeit lieber dazu, Ihrem Goldfisch Fahrradfahren beizubringen, da ist die Erfolgsquote höher.

    • Basti sagt:

      Im Gegensatz zu einem Ladendieb tue ich nichts illegales! Das ist alles komplett legal und vom Gesetz gedeckt! Sie sind jedoch offensichtlich mit den Gesetzen unzufrieden. Das ist nicht meine Schuld, da müssen Sie Sich an die Politik wenden.

      SIE stören Sich daran. Deshalb müssen SIE die Initiative ergreifen. Wegen mir kann gerne alles so bleiben wie es ist.

  24. Lodenhose sagt:

    Kennt eigentlich noch jemand die fliegenden Ziegelsteine, die BMW K100/ K75 aus den 80-90er Jahren? Absolut brave, unaufgeregte und zuverlässige Motorräder. Manchmal sieht man auch heutzutage noch eine K100 bei der Tour de France als Begleitmotorrad mitfahren. Ich hätte mir nie vorstellen können, daß ausgerechnet diese Modelle nun nicht mehr im Außerfern fahren dürfen. Das zeigt doch mal, wie unausgegoren diese Regelung ist, zumal einige der österreichischen Polizeimotorräder auch darunter fallen.

    • Der Redakteur sagt:

      Die Ducati-Motorräder der Österreichischen Polizei sind nicht unter dem Kriterium Lärmschutz beschafft worden – Beschaffung hat nicht immer mit Hirn zu tun, wie man am G36 der Bundeswehr sieht.

      • Lodenhose sagt:

        Nun ich gehe mal davon aus, daß ebenso wie die Soldaten im Kampfeinsatz voll des Lobes über das G36 waren, die österreichischen Motorradpolizisten nicht durch eine laute Fahrweise aufgefallen sind. Aber dies nur am Rande.
        Wie stehen Sie denn nun zu der Tatsache, daß zahlreiche Motorräder aus den 80/ 90er Jahren die Schwelle von 95 dB Standgeräusch überschreiten bzw ihr sehr nahe kommen, die nachweislich nicht zu den lauteren Maschinen gehören. Bislang hieß auf „motorradlaerm.de“ doch immer, daß die meisten Motorräder aus dieser Zeit völlig unkritisch hinsichtlich ihres Lärmeverhaltens sind

        Ein paar Beispiele:

        – BMW R45 (97 dB)
        – BMW R100 GS (93 dB)
        – alle früheren BMW K-Modelle (96-98 dB) (K75 bis K1100)
        – Honda CB 900 F Bol d‘Or (94 dB)
        – Suzuki GSX 750 S Katana (95 dB)
        – Suzuki GSX 750 EF (97 dB)
        – Suzuki GSX 1100 Katana (96 dB)
        – Yamaha XJ 600 (94 dB)

        Wer die Muße zum Suchen hat, kann diese Liste noch beliebig fortsetzen.

        Ich bin der Meinung, daß dadurch deutlich wird, daß diese Regelung einfach nicht zielführend ist.

        • Der Redakteur sagt:

          Ich habe in Foren die erste, die R45 gegoogelt:
          „Also bei unserer R45 steh was von Standgeräusch: 79N und Fahrgeräusch 80N und die ist EZ 30.4.1981.“
          Quelle: http://kleineboxer.net/forum/viewtopic.php?t=3564

          • Bernd sagt:

            Bei 79N bedeutet das (N), das noch nach dem alten Messverfahren in 7m Abstand gemessen wurde. Heute wird in einem Abstand von 0,5m gemessen.

            Umgerechnet ergibt das ein Standgeräuch von 79+21= 100db(a) nach der heutigen Methode. Hinzukommen im Falle einer Kontrolle 5db, sprich die Maschine dürfte 105 db(a) laut sein.

          • Gerd Borshem Jantzilius sagt:

            Sie wissen aber schon, was dan N hinter der 80 bedeutet ? Vor allem im Hinblick auf die 95P , die die Tiroler als Schwelle auferlegt haben?

          • Der Redakteur sagt:

            Ja, dass das schwierig sein dürfte, es zu vergleichen.

          • Bernd sagt:

            Was dürfte denn schwierig zu vergleichen sein?

          • Markus sagt:

            Um Ihre These, dass die Motorräder ab dem Baujahr 2005 und Älter leiser waren, zu untermauern müssten Sie Vergleichsmessungen zwischen den damaligen Fahrzeugen und den aktuellen Fahrzeugen durchführen. Das heißt konkret ein Modell XY aus der Kategorie XX Baujahr zum Beispiel 2002 im Originalzustand mit dem gleichen aktuellen Modell.
            Dabei dann nicht nur das Standgeräusch, sondern auch das Fahrgeräusch bei verschiedenen Geschwindigkeiten (zum Beispiel 50 / 80 / 100 Km/h) vergleichen.
            Und das bitte bei mehreren Herstellern. Aber solche Messungen in der aktuellen Diskussion weiterführen bezweifle ich. Wenn Sie sich die Mühe machen und auf Mobile.de nach älteren Fahrzeugen vor 2005 suchen, dann achten Sie mal darauf, wieviel noch im Originalzustand sind, das sind die wenigsten, in aller Regel ist die Abgasanlage gegen eine Zubehöranlage ausgetauscht und ob die unbedingt leiser sind, wage ich zu bezweifeln. Weitere Ausführen zu Motorbauart Luftgekühlt oder Wassergekühlt würde hier zu weit führen, auch die Art der Kühlung hat einen direkten Einfluss auf das Lärmverhalten. Wir reden hier nur über Ihre These dass vor dem Baujahr 2005 die Motorräder leiser waren.

          • Der Redakteur sagt:

            Nebenkriegsschauplatz auf dem Sie da herumwursteln. Sie waren leiser, weil es noch keine Klappen gab.

          • Klaus sagt:

            Klappenauspuffe gab es bereits 1920 in der Wanderer 600ccm, diese waren und sind dazu konstruiert das Motorengeräusch in
            bewohnten Gegenden leiser zu machen. Fahren Sie mal eine BMW GS
            1200 vorschriftsmäßig innerhalb der geschlossenen Ortschaft, das ist eine „Flüstermaschine“ – nicht lauter als ein PKW.
            Außerhalb geschlossener Ortschaften bei höheren Drehzahlen ist sie dagegen lauter, aber dort stört es ja niemanden.
            Und ich kann das nicht nur als Fahrer einer solchen Maschine beurteilen, sondern auch als Anrainer an der B500 im Schwarzwald, diese führt nämlich direkt an meinem Geschäft vorbei.

          • Der Redakteur sagt:

            Das ist es was wir sagen: Fahren Sie mal eine flüsterleise BMW GS 1200 und reissen Sie am Ende geschlossenen Ortschaft den Hahn auf. Das ist es was klappen heute bewirken und was übrigens auch den Leuten in den BMW GS Foren nicht entgangen ist.

          • Klaus sagt:

            Es ist der Fahrer der „aufreisst“, nicht das Motorrad- wie bereits gesagt, man muss die schwarzen Schafe zur Rechenschaft ziehen und nicht die Motorradfahrer in Sippenhaft nehmen.

          • Reto sagt:

            „Sippenhaft“ ist noch so ein Wort aus der Faschistenzeit. Haben Sie mal nachgekuckt was das bedeutet?

        • Markus sagt:

          Ich hatte selbst in den 90èr Jahren eine BMW R 1100 R.
          Das Motorrad hat ein Standgeräusch von 94 db(A) (den Wert kann man in Internet recherchieren), also ist damit nicht leiser als eine aktuelle R 1250 GS und liegt damit knapp unter dem Grenzwert im Bundesland Tirol.
          Die Motorräder waren nicht leiser als heute.

          • Der Redakteur sagt:

            Sie hatten keine Klappenauspuffe, die im Standgeräusch keine Rolle spielen ;-)
            Rund um das Fahrgeräusch schon.

          • Markus sagt:

            Mein Kommentar war im Kontext auf Ihre Aussage, dass die Fahrzeuge in 90èr Jahren (BMW Polizei Motorräder) leiser waren. Und in Tirol wird für das Fahrverbot auf manchen Streckenabschnitten das Standgeräusch herangezogen. ‚Wobei die Standgeräuschmessung mit 50% oder 75 % der maximalen Motordrehzahl ermittelt wird. Mit oder ohne Klappenauspuff, kommt es immer auf die Motordrehzahl an, mit dem ein Fahrzeug bewegt wird, das gilt für PKW und Motorrad gleichermaßen.

          • Der Redakteur sagt:

            Das Standgeräusch mag nicht ideal sein. Aber es ist immer noch das beste was wir haben, um verhaltensauffällige Motorräder zu identinfizieren. Deshalb die Regelung in Tirol. Übrigens wurde auch mit den Standgeräusch, das der Hersteller frei festlegt, viel Schmuh getrieben.

          • Der Redakteur sagt:

            Die beiden Aussagen lassen sich nicht vermischen, das sind Äppel und Birnen.

          • Markus sagt:

            Es gibt für das Standgeräusch im EU- Zulassungsverfahren keinen Grenzwert. Dieser dient lediglich dazu, dass die Polizei einen Orientierungswert zur Überprüfung der Lautstärke der Abgasanlage hat. Somit können Kontrollen hinsichtlich Manipulation der Abgasanlage durchgeführt werden. Fahrzeuge können bei Feststellung von Manipulationen auch schon heute stillgelegt werden. Dazu müsste der Kontrolldruck erhöht werden.

            Der Grenzwert in Tirol wurde willkürlich festgelegt und hätte auch niedriger ausfallen können. Im Übrigen ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die Regelung in Tirol einer gerichtlichen Überprüfung nicht standhalten wird.

            Natürlich sind Standgeräusch und Fahrgeräusch zwei getrennte Werte.

          • Der Redakteur sagt:

            Nein, das habe ich nicht gemeint:
            Standgeräusch in Tirol ist eine Sache.
            Eine ganz andere Sache ist, dass Motorräder vor ca. 2005 leiser waren. Das sollte man nicht vermischen.

        • Markus sagt:

          Zum Verständnis: die Fahrzeuge vor 2005 waren leiser und Fahrzeuge mit Klappenauspuff sind laut. Das ist für Sie Fakt. Das sind aber keine überzeugenden Argumente.

  25. Klaus sagt:

    Liebe Motorradfahrer, warum macht Ihr Euch die Mühe mit diesen
    Ökosalafisten zu diskutieren ?
    Die sind doch erst zufrieden wenn wir alle zu veganen
    Liegeradfahrern umerzogen sind.
    Unterzeichnet lieber die online-Petition gegen Motorrad Fahr-
    verbote und nehmt an den Demos teil, die am kommenden Wochenende deutschlandweit geplant sind.

    • Volkert Glessen sagt:

      So ist das.
      vorherrschende Ideologien sind nicht durch Geld oder gute Worte zu ändern.
      Lohnt sich einfach nicht, auf dieser Ebene zu diskutieren.
      Geht am 04.07.20 auf die Strasse , macht auf Euch und auf Eure Rechte aufmerksam. 4,5 Millionen Motorradfahrer sind eine nicht zu unterschätzende Größe , wenn man nur mal als Masse auftreten würde.

    • MokkaTeo sagt:

      @Klaus

      —… und nehmt an den Demos teil, die am kommenden Wochenende deutschlandweit geplant sind.—

      Ja, genau, lieber Klaus.
      Alle auf die Straße. Möglichst noch schön laut dabei sein.
      So, daß auch der letzte Nichtbiker den letzten Funken Empathie für die Biker verliert.

      Denn so läuft es schon seit heute morgen. Grüppchen von Bikern, die sich gemeinsam stark fühlen -und daß mit ordentlich Sound dabei- auf dem Weg zu den einschlägigen Treffpunkten.

      So, genug mit der Diskriminierung.

      Doch wie man in den Wald ruft…

      Ökosalafisten
      Vegan
      Liegeradfahrer

      • Klaus sagt:

        Leise demonstrieren ? So wie die Kohlekraft,Atomkraft oder
        sonstwas Gegner? Oder die ganzen FFF Leute ?
        Man muss lautstark auf sich aufmerksam machen bei einer
        Demo, sonst wird man nicht gehört. Das gilt auch für die
        Motorradfahrer,welche sich gegen einseitige Diskriminierung durch den immer mehr um sich greifenden Verbotswahn durch den sehr lautstarken Ökofaschismus zur Wehr setzen, der offenbar immer mehr um sich greift.Und an dieser Stelle ein Hoch auf den vernünftigsten Minister im derzeitigen Regierungskabinett, Verkehrsminister Andreas Scheuer, der sich ganz klar auf die Seite der Vernunft und gegen die „Verbieteritis“ positioniert!
        Und eine herzilichen Dank an alle Demoteilnehmer gegen Fahrverbote für Motorradfahrer- das war eine großartige Aktion, die baldmöglichst wiederholt werden soll.

        • Der Redakteur sagt:

          Also solche Demonstrationen mit Lärm finden bei uns jeden Tag statt.

        • E.F. sagt:

          Also, wenn Ihnen das Scheuer-Gesülze nicht peinlich ist…

        • MokkaTeo sagt:

          @Klaus

          Zum Glueck ist das nur individuelles Empfinden.
          Auch wenn viele genauso denken:

          Wie das bei der laermgeplagten Bevoelkerung angekommen ist, kann man ja heute in den Zeitungen nachlesen. Und weckt bestimmt keine neuen Sympathien bei den Motorrad(laerm)gegnern.

          PS
          Umweltbewusstsein und Nationalsozialismus in einem Wort (Oekofaschismus) zusammenzufassen- naja lieber Klaus, ich weiss nicht…

          • Klaus sagt:

            Faschismus ist nicht Nationalsozialismus, aufpassen in der Schule !

          • Der Redakteur sagt:

            So viel differenziertes Denken kann man Ihrer restlichen Argumentation überhaupt nicht entnehmen. Ich hätte vermutet, Ihr Krad-Führerschein sei Ihr höchster Schulabschluss.

          • Reto sagt:

            Ich möchte einem gängigen Vorurteilen entgegentreten, lieber Redakteur. Der Motorradführerschein ist kein Schulabschluss und er ersetzt auch keinen. Beweis: Mit Lärm in einer Demonstration nachweisen, dass man zu laut ist.

  26. Lodenhose sagt:

    Hallo Bernd, hallo Redakteur,

    vielen Dank für Ihre Antworten. Für die Leute, die es interessiert, ist hier der vermeintliche Widerspruch ganz gut erklärt:

    https://www.oldtimer-markt.de/ratgeber/grundlagen/ger%C3%A4uschgrenzwerte-bei-motorr%C3%A4dern

  27. Lutz F. sagt:

    Geht ruhig auf die Straße, aber bitte leise. Übertragt doch den Sound über euren Helm, Kopfhörer rein und los in die große laute Welt. Dröhnt Euch selbst zu, aber bitte keine Anwohner mit diesem unnötigen Lärm. Für mich seid ihr Egoisten, ein Verhalten wie kleine Kinder denen man das Spielzeug wegnimmt.

  28. Hermann sagt:

    @Klaus

    Zitat „Außerhalb geschlossener Ortschaften bei höheren Drehzahlen ist sie dagegen lauter, aber dort stört es ja niemanden.“

    Doch, mich. Ich wohne nämlich auf dem Land (genauer in den Bergen) und höre euch kilometerweit.

  29. Klaus sagt:

    Oha, da sind wir ja dann schon mal ziemlich im Bereich der persönlichen Beleidugungen angelangt; tja wenn die Ököfaschisten nicht mehr weiter wissen…
    Ich besitze außer dem Motorradführerschein noch ein Bodensee Schifferpatent der Kategorie A&D, den Sportboot Binnenschifferschein, den Sportbootküstenschifferschein, den BR Schein und ein UKW Sprechfunkzeugnis, darüber hinaus noch einen Meisterbrief im Augenoptikerhandwerk.Und als Krönung : Einen gesunden Menschenverstand!

    • Der Redakteur sagt:

      Beeindruckend – und all das wird vom Motorradführerschein überlagert?

    • Rainer Rau sagt:

      SIE erzählen was von Beleidigungen – haben sie außer „Ökofaschist“ (s. 6. Juli) noch etwas in Ihrem Wortschatz vorrätig?
      Schein/Brief/Patent über den gesunden Menschenverstand würde ich gerne mal schriftlich sehen…

  30. E.F. sagt:

    Hoffentlich gehen Ihre Geschäfte noch so gut (Bootsbesitzer mit Optikermeisterbrief) wenn Ihre Nachbarn und Kunden an der B500 im Schwarzwald wissen, was der Herr Optiker so denkt, vorlebt und wie er die Lärmbelästigten als Ökofaschisten beleidigt. Weil das Optikergeschäft lebt ja nicht von den Motorradtouristen, oder Klaus? Du lebst doch eher von denen, die an der Schwarzwaldhochstraße wohnen müssen? Wo genau ist denn dein Geschäft?

  31. Tourenfahrer sagt:

    „Hoffentlich gehen Ihre Geschäfte noch so gut (Bootsbesitzer mit Optikermeisterbrief) wenn Ihre Nachbarn und Kunden an der B500 im Schwarzwald wissen, was der Herr Optiker so denkt, vorlebt und wie er die Lärmbelästigten als Ökofaschisten beleidigt.“

    Ihre Darstellung ist schon ein wenig einseitig. Siehe folgendes Zitat in seine Richtung:

    „Ich hätte vermutet, Ihr Krad-Führerschein sei Ihr höchster Schulabschluss.“

  32. Klaus sagt:

    Jetzt kommt wohl nichts mehr vernünftiges aus der Verbieterpartei.

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