Stattdessen geplant ist „Lärm auf Knopfdruck“ – was genau solche Szenen zunichte macht. Damit sind solche Straßenzüge weiter die Bühne von Posern, Tunern und Sportfahrern. Raser- und Lärmerstrecken innerorts in Berlin, Mannheim und Stuttgart zeigen, wie belästigend für Anwohner und Passanten auch wenige Vertreter dieser Spezies sein können. Die Folgen: Einbußen an Lebensqualität und Gesundheit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) lässt verlauten, dass Verkehrslärm in Europa jährlich rund 1–1,3 Millionen gesunde Lebensjahre raubt.

Stattdessen geplant ist „Lärm auf Knopfdruck“ – was genau solche Szenen zunichte macht. Damit sind solche Straßenzüge weiter die Bühne von Posern, Tunern und Sportfahrern. Raser- und Lärmerstrecken innerorts in Berlin, Mannheim und Stuttgart zeigen, wie belästigend für Anwohner und Passanten auch wenige Vertreter dieser Spezies sein können. Die Folgen: Einbußen an Lebensqualität und Gesundheit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) lässt verlauten, dass Verkehrslärm in Europa jährlich rund 1–1,3 Millionen gesunde Lebensjahre raubt.

Forciert wird diese Normen-Entwicklung von der internationalen Autoindustrie (OICA) – motiviert wesentlich von den deutschen Herstellern. Sie fordert „Gleichbehandlung“ mit Verbrennern. Mittel zum Zweck ist das Exterior Sound Enhancement Systems (ESES). Übersetzt heißt das: Künftige E-Autos sollen über Lautsprecher genauso laut und charakteristisch belästigend sein dürfen, wie die Lärmverursacher von gestern. Obwohl völlig unnötig Anwohner belästigt und gesundheitlich geschädigt werden.

Wie sich das anhören kann?

Fakt ist: Ist die UNECE-Norm des künstlichen Lärms erst zementiert, hat die Politik das Nachsehen und muss sich wieder auf die „Kann-man-nix-machen“ Position zurückziehen. Das ist ganz wie beim Motorradlärm – wenn man dem Bock das Gärtnern überlässt, kommen solche Regelwerke dabei heraus.

Als möglicher „Kompromiss“ bahnt sich das sogenannte „Default-Off“-Prinzip an: schlimm genug! Künstliche Lärmsysteme über einen Schalter wären erlaubt, aber beim Start ausgeschaltet. Das bedeutet: Der Fahrer bestimmt, wen er wann laut beschallt – das käme der Poser-Psyche natürlich entgegen.
Die Entscheidung fällt im Februar. Sollte die Politik hier nicht eingreifen, wäre das ein fatales Signal:

Handeln Sie kurzfristig – die Entscheidung soll bereits im Februar fallen! Jede Nachricht, jeder Brief, jede E-Mail kann die Entscheidung beeinflussen. Es steht viel auf dem Spiel: unsere Gesundheit, unsere Städte und die leise Zukunft auf unseren Straßen. Jeder Einzelne kann jetzt etwas bewegen – packen wir es gemeinsam an!
Hier noch ein Factsheet zum Thema sowie der gesamte Newsletter als PDF zum Download:

3 Kommentare

  1. Im Maschinenbau verfolgt man, neben der zuverlässigen Funktion, die weitgehende Vermeidung von Geräuschen, erst recht von Lärm. Künstlicher Lärm sollte Musikveranstaltungen vorbehalten bleiben und hat auf der Strasse nichts zu suchen. Und wenn nur aus Marketinggründen dieses Prinzip zu Lasten der Allgemeinheit aufgegeben werden würde, ging mein Glaube an die Vernunft und die Intelligenz der Menscheit vollständig verloren!

  2. Tuner und Poser sind eine wichtige Zielgruppe für die Fahrzeugindustrie. Man möge sich die entsprechenden Dokus ansehen. 25jährige mit 120.000 Euro Schlitten. Sehr dankbare Zielgruppe. Und die soll jetzt ins E-Zeitalter überführt werden. Auf Kosten der Allgemeinheit.

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