Die neue Motorradlärmsaison steht vor der Tür – und wieder bestätigt ein aktueller #Beitrag des Norddeutschen Rundfunks, was viele Betroffene längst wissen und zahlreiche Studien seit Jahren unisono zeigen: Lärm macht krank.

Die Umfrage zeigt deutlich: Straßenverkehrslärm ist mit fast 60% die am stärksten wahrgenommene Belastung. 
35 % der Befragten berichten von konkreten gesundheitlichen Lärm-Folgen wie Stress, Gereiztheit, Schlafproblemen oder Konzentrationsstörungen. 
Mehr als die Hälfte gibt an, dass Lärm ihre Lebensqualität beeinträchtigt.

„Sonntagsruhe“ kennen viele Anwohner nur aus dem Duden.

In Niedersachsens Motorradregionen ist das keine abstrakte Statistik, sondern harte Realität.

Ob im Weserbergland, im Harz, im Solling oder im Weser-Leine-Bergland: Sonnige Wochenenden bedeuten für viele Menschen vor allem eines – stundenlangen Motorradlärm auf beliebten Strecken.
Und das ausgerechnet zu Zeiten, die der Ruhe und Erholung von der Arbeitswoche dienen sollen.

Besonders brisant ist dabei eine zentrale Erkenntnis aus der Lärmwirkungsforschung:
Studien von Prof. Dr. Thomas Münzel von der Universitätsmedizin Mainz zeigen, dass Lärm gerade dann besonders gesundheitsschädlich ist, wenn er die notwendigen Erholungsphasen stört.

Prof. Dr. Münzel: Lärm zu Ruhezeiten ist besonders gesundheitsgefährdend

Schon bei relativ niedrigen Lärmpegeln sind breits nach 24 Stunden Gefäßschäden nachweisbar, so Professor Münzel. Wenn diese Erkenntnisse der Wissenschaft von der Politik nicht berücksichtigt werden, und nicht entsprechende Konsequenzen gezogen werden, dann geht es schon Richtung Körperverletzung. Hundert Prozent!

Professor Dr. Münzel, Universität Mainz: wenn die Politik keine Konsequenzen aus Wissenschafltichen Erkenntnissen zieht, geht es in Richtung Körperverletzung!
  • Tempolimits auf besonders belasteten Strecken
  • konsequente engmaschige Lärmkontrollen
  • Reduzierung der Fahrzeugmengen und
  • Bann der lautesten Fahrzeuge
  • Lärmpausen an Wochenenden und Feiertagen
  • Förderung leiser Fahrzeuge – und damit genau das, was auch viele NDR-Umfrageteilnehmer fordern

Es fehlt nicht an Erkenntnissen – es fehlt am Handeln.

Zum NDR-Story Beitrag vom 9.3.2026:

Pressemitteilung Universität Mainz, Zentrum für Kardiologie 3/2026

3 Kommentare

  1. Entschuldigung aber ihr schreibt „Genau das ist in den Motorradlärm betroffenen Regionen ganz besonders der Fall: Motorradlärm tritt gehäuft in den Zeiten auf, in denen der Körper auf Regeneration angewiesen ist – und wird damit zu einem ernsthaften Gesundheitsrisiko. “

    Dazu eine Frage, wenn ich das jetzt richtig gelesen habe ist die Regenerationszeit des Körpers eher in der Nacht gemeint. Da müsste der Anteil an Motorrädern doch eher gering sein oder?

  2. Bei uns in Bad Grund, wohnen viele Menschen keine 30m von der beliebten B242 entfernt und da ist es am Wochenende nicht möglich im Garten zu sitzen und zu entspannen. Desweiteren denkt mal irgendwer an die freiwilligen Einsatzkräfte, die jedes Wochenende da einen Motorradfahrer von der Straße holen ? 15 Unfälle auf 2 km in 5 Monaten….und genau das finde ich absolut egoistisch, den Kurven ballern bis über den Gefahrenbereicht geht ja auch.

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