In der Welt des Lärms gibt es kaum etwas was so belästigend wirkt, wie der sägende Lärm eines Motorrads – das wenigstens legt eine Studie des Umweltbundesamts (2011) (download) nahe, bei der Bundesbürger nach der Belästigung durch unterschiedliche Lärmquellen befragt wurden. Umso erstaunlicher ist es, dass man zwar gegen Kinderspielplätze und Laubbläser, nicht aber gegen das Rasen/Lärmen auf öffentlichen Straßen rechtlich vorgehen kann. Bemerkenswert: Nur etwa ein Sechstel der Befragten fühlt sich „überhaupt nicht“ belästigt durch Motorradlärm. Der niedrigste Wert im Angebot zeigt deutlich die geringe Akzeptanz dieser Form des Krachschlagens im öffentlichen Raum.

Nichts nervt die Deutschen so sehr wie Motorradlärm – erstaunlich, dass dagegen trotzdem kein (rechtliches) Kraut gewachsen ist. Gegen spielende Kinder übrigens schon.

 

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Letzte Kommentare
  1. Ladendiebstahl und Unfallflucht sollen auf FDP-Wunsch Ordnungswidrigkeiten werden. Bei der Denkweise werden Rasen und Lärmen eher noch staatlich subventioniert.

  2. In Sachen Umweltschäden werden ja inzwischen weltweit gegen deutsche Unternehmen mit hohen Schadensersatzforderungen gerichtliche Verfahren nah dem Verursacherprinzip geführt. Vielleicht…