Horchpfosten auch im Bergischen Land

Der WDR berichtet auf seiner Homepage über die Hotspots im Bergischen Land. Quelle: Copy Website wdr.de

Der WDR berichtet auf seiner Homepage über die Hotspots im Bergischen Land. Quelle: Copy Website wdr.de

Der WDR berichtet, dass die für das Verkehrsministerium Baden-Württemberg entwickelten Horchpfosten jetzt auch im Bergischen zum Einsatz kommen.  Die Stadt Wermelskirchen will Krachmacher auf zwei Rädern jetzt mit Hilfe einer landesweit neuartigen Technik ausmachen. Die misst – unsichtbar in Leitpfosten versteckt – die Lautstärke der vorbeifahrenden Motorräder. Fakt ist: Das Bergischen Land leidet unter Motorradlärm – viele Anwohnerbeschwerden dokumentieren das. Zitat aus dem Artikel: „Gefühlt wie ein Flugzeug oder tatsächlich so laut? Die Stadt Wermelskirchen will jetzt harte Zahlen: Wie laut sind die Zweiräder, wenn sie durch die Serpentinen brettern? Jetzt horchen die  Mikrophone mit, unsichtbar für die Krachmacher in den schwarz-weißen Straßenpfosten versteckt. Jeweils an zwei Standorten an beliebten Bikerstrecken werden sie aufgestellt. Damit gibt es erstmals realistische Werte.  Außerdem werden auch die Anzahl der Motorräder und die Geschwindigkeiten erfasst. Ein erster Testlauf brachte an einem Feiertag heraus, dass mehr als 800 Biker über die L 101 durch den Ortsteil Limmringhausen wummerten. Höchste gemessene Geschwindigkeit: 120 Stundenkilometer.“ Man darf gespannt sein auf die Ergebnisse.

Veröffentlicht in Allgemein, Gesetze, Hotspots, Medienberichte
4 Kommentare zu “Horchpfosten auch im Bergischen Land
  1. Frank sagt:

    Herzlichen Glückwunsch nach Wermelskirchen – dort haben die verantwortlichen Politiker zumindest die Beschwerden der Anwohner ernst genommen. Oder ist einer der Politiker unter den Betroffenen? Dann wird unnötiger Freizeitlärm regelmäßig plötzlich zum Thema der Lokalpolitik.

    So weit sind wir noch nicht überall. Es warten noch etliche Hotspots in NRW darauf, dass die Politik sich mit ihnen befasst. Handlungsbedarf besteht genug: Die im Artikel erwähnten innerorts (!) gemessenen 120 km/h sind kein Einzelfall. Das kann man an Wochenenden mit schönem Wetter bei uns im Ennepe-Ruhr-Kreis direkt „vor der Haustür“ live erleben. Noch kümmert’s bei uns keinen – außer uns Anwohner. Naja, irgendwann wird ja auch wieder gewählt…

  2. Theresa B. sagt:

    Ich wurde von einer Bekannten vor einiger Zeit auf den zunehmenden Krach hingewiesen, als wir in einer Landgaststätte im Kölner Umland auf einer Terrasse saßen und alle zwei Minuten eine Gruppe Motorräder vorbei gefahren ist. Das hat wenn man so sagen will meine Sinne geschärft. Wenn ich heute unterwegs bin stelle ich fest, dass die lauten Auspuffe tatsächlich überall sind. Nicht nur bei Motorrädern, sondern auch an Sportwagen, alten Mainstream-Autos, an Geländewagen, an Spaßmobilen etc. etc. 800 Biker in Limmringhausen – also micht wundert’s nicht, dass die Anwohner ausflippen. Das ist pure, ausufernde akustische Belästigung der Mehrheit – durch ein paar Verbrennungsmotor-Junkies.

  3. Alex sagt:

    Sehr gute Maßnahme.

    Leider sind viele Behörden sehr sparsam bei der Anschaffung derartiger Meßmittel …

    Ideal wäre es, wir hätten die sonst in Europa übliche Halter-Haftung. Das würde eine leichtere und effektivere Verfolgung auffälliger Verkehrsteilnehmer deutlich erleichtern.
    Doch ohne diese, sind die Verkehrsbehörden mit detektivischer ineffizienter Arbeit beschäftigt und seltenst gelingt der Nachweiß und die Bestrafung der „Täter“.

    Gibt es hierzu denn keine Initiativen?
    Schließlich reicht beim Blitzen der nicht vermummt (ohne Helm) gefahrenen Fahrzeuge ein Beamten-Team. Bei Motorrad Kontrollen müssen die Verkehrssünder durch ein zweites Team „raus-gezogen“ werden um die Personalien aufzunehmen. Das ist einerseits kostenintensiv und andererseits für die Beamten auch nicht ungefährlich.

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