Bedrohung des gesellschaftlichen Friedens

Die Badische Zeitung (Freiburg) redet Tacheles: Röhrende Motorräder sind die größte Lärmquelle im sonst so stillen Schwarzwald. Die Schmerzgrenze scheint überschritten. „Kontrollen, Kontrollen, Kontrollen“, fordern daher Kenner. Sie Zeitung berichtet auch über den Lärmgipfel in Bernauch (Hochschwarzwald), wo Fachleute, Betroffene und Motorradlobbyisten diskutierten. Hier der Beitrag in der Internetzeitung Regiotrends. Verblüffend, wie ignorant hier die Motorradverbände weiterhin die Mär verbreiten, dass es um einzelne, individuelle Manipulationen der Fahrer gehe. Ignoriert wird, dass das individuelle Manipulieren gar nicht mehr nötig ist, seit das Gros der leistungsstarken Fahrzeuge mit Klappenauspuffen ausgerüstet ist und die Fahrzeugindustrie schon in der Normenregelung mitmanipuliert hat, damit Lärmen ab Werk „legal“ bleibt. Nachzulesen hier beim Beobachter.

Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg fordert unterdessen, dass sich die Bundesregierung für echten Lärmschutz ihrer Bevölkerung und damit für eine Änderung der Zulassungsnormen für Motorräder und Sportwagen einsetzt. „Die bisherige Norm wurde von der Lärmlobby geschrieben. Völlig unrealistische Prüfzyklen führen dazu, dass Motorräder in der Praxis nahezu beliebig laut sein dürfen.“ klagt LNV-Chef Gerhard Bronner. Als Skandal bezeichnet der LNV, dass Motorradfahrer völlig legal künstlich Lärm dazu schalten dürfen – Stichwort Spaßlärm. „Klappenauspuffe gehören aus dem Verkehr gezogen!“ fordert Bronner. Besonders verwerflich sei das Verhalten der Firma BMW. Sie habe in der Vergangenheit leise Motorräder gebaut,  baue mittlerweile aber – angeblich auf Wunsch ihrer Kunden – Lärm-Ungetüme, die den Krachmachern der Firmen Harley-Davidson oder Ducati in nichts nachstehen. Solange sich hier nichts ändert, empfiehlt der LNV Motorradfreunden den Kauf von japanischen Modellen oder gleich von Elektromotorrädern, bei denen Lärm kein Problem ist.

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76 Kommentare zu “Bedrohung des gesellschaftlichen Friedens
  1. Rainer Rau sagt:

    Der Schwarzwald ist arm dran, aber wir wohnen in der Eifel und mussten am Sonntag beruflich an die Mosel – da ist nix besser. Kontrollen bringen nur etwas, wenn es sich gegebenenfalls hinterher im Geldbeutel und in Flensburg auswirkt. Und die Schmerzgrenze IST schon seit Jahren überschritten.

  2. Carla-D sagt:

    Leider ist der Harz ein beliebtes Revier von Motorradfahrern, gerne auch in Kolonnen fahrend. Sie benehmen sich wie Invasionstruppen mit ihrem Kriegslärm. Welche politische Partei setzt sich gegen den krankmachenden Lärm ein? Oder sind zu viele Politiker unter den Lärmverursachern in ihrer Freizeit?

  3. Carla-Do sagt:

    Leider ist der Harz ein beliebtes Revier von Motorradfahrern, gerne auch in Kolonnen fahrend. Sie benehmen sich wie Invasionstruppen mit ihrem Kriegslärm. Welche politische Partei setzt sich gegen den krankmachenden Lärm ein? Oder sind zu viele Politiker unter den Lärmverursachern in ihrer Freizeit?

  4. Heinzi Dobler sagt:

    Bei uns ist ein Parkplatz, wo die Herren Motorradfahrer gerne ihr Geschäft verrichten.Was auffällt- die überwiegende Mehrheit der „Easy-Rider“ sind leicht adipösen Altherren und leider gar nicht cool. Ob da der Aufpuff nachhelfen soll? Nach dem Motto „kleiner Schlauch, großer Rohr“? Grüße aus dem verlärmten Nationalpark Bayerischer Wald

    • Heinzi Dobler sagt:

      Bei uns ist ein Parkplatz, wo die Herren Motorradfahrer gerne ihr Geschäft verrichten.Was auffällt: Die überwiegende Mehrheit der „Easy-Rider“ sind leicht adipöse Altherren und leider gar nicht cool. Ob da der Aufpuff nachhelfen soll? Nach dem Motto „kleiner Schlauch, großer Rohr“? Grüße aus dem verlärmten Nationalpark Bayerischer Wald

  5. Andi sagt:

    Ja diese Karnevalfiguren sehe ich auch leider am laufenden Band. Hört her ich bin noch nicht alt ich habe ein lautes Motorrad. Den meisten würde aber Fahrrad fahren für ihre Gesundheit besser bekommen.

    • Rainer Rau sagt:

      Naja, mir ist am Donnerstag ein Knieschleifer auf einer Landstraße mit ca. 140-150 kmh fast unters Auto geschlittert, höchstens 20 Jahre alt, zu seiner asozialen Fahrweise auch ohrenbetäubend laut.

  6. Maike sagt:

    Hallo lieber Admin,
    ich hätte gern einen „Like“-Button für die Beiträge von Andi und Heinzi Dobler und Carla-Do und Rainer Rau und …

    Heute war wieder so ein Tag. Sonntag. Strahlender Sonnenschein. Den ganzen Tag über hat es bei uns im Sekundentakt nur noch gebullert. Das macht wütend. Folgerichtig gab es am letzten Wochenende aus unserer Straße keine Stimme für die Groko. Denn die sitzen nicht nur den Klimaschutz aus!

    • Der Redakteur sagt:

      hallo Maike!
      dafür ein Like von mir!

    • Rainer Rau sagt:

      Die Groko zerlegt sich grad selbst. Aber sollten mal wirklich fähige Leute das Sagen bekommen, werden wohl zuerst existenzbedrohende Probleme gelöst werden müssen. Ich will den Lärm damit nicht klein reden, dieser Krankmachfaktor ginge dann in einem Aufwasch mit. Leider befürchte ich, dass Verzichtsängste der großen Masse von Parteiankreuzern – weniger Billigfraß, weniger Ryanair, weniger KIKfummel, weniger sinnloses Herumfahren sowie anderer schädlicher Schwachsinn – die Brot-und-Spiele-Politik noch einige Zeit am Leben erhalten werden. Wenn alle diejenigen, die Bayern – München auf dem großen Platz gefeiert haben, für vernünftige Ziele auf die Straße gingen, sähe die Welt anders aus. Was bedeutet der Brexit schon gegen den Sieg von Liverpool! DA liegt der Hund begraben!

  7. atarek sagt:

    Ich denke, dieser Beitrag sollte an alle verteilt werden, die Biker mit zu lauten Bikes verurteilen.

    Impotenz bei Motorradfahrern
    Eine ungewöhnliche Häufigkeit von Erektionsstörungen bei Motorradfahrern hat das Bundesinstitut für Prävention und Aufklärung im Gesundheitswesen (BiPAG) veranlasst, eine Studie durchzuführen. Die Ergebnisse sind sehr überraschend. Eingangs wurde vermutet, dass enge Motoradkleidung, die Sitzposition auf ergonomisch ungünstig geformten Motoradsitzen oder ständige Unterkühlung der männlichen Geschlechtsorgane die Ursache dafür sind. Bei der umfassenden Analyse der Fahrgewohnheiten von 2584 Betroffenen, bei der auch Daten zu den gefahrenen Motorrädern erhoben wurden, offenbarte sich aber ein überraschender Zusammenhang.
    Es besteht ein nachweislich starker Zusammenhang zwischen der Lautstärke der Motorräder und den Erektionsstörungen. Je lauter das Bike, desto häufiger und stärker die Impotenz. Noch erstaunlicher ist, dass dieser Zusammenhang statistisch noch sehr viel sicherer wird, wenn als zusätzlichen Faktor noch die Penislänge einbezogen wird (siehe Grafik). Die Fahrer, die starke Erektionsstörungen UND einen kurzen Penis haben, fahren die lautesten Motorräder. Die statistische Auswertung ergab, dass dieser Zusammenhang höchst signifikant ist und ein Bestimmtheitsmaß von 0,944 aufweist.
    Sehr häufig fühlen sich Anwohner an beliebten Motoradstrecken durch die Lärmbelästigung besonders lauter Motorräder gestört. Die Studie des BiPAG zeigt nun, dass die Fahrer solcher Motorräder selber einem hohen Leidensdruck unterliegen. Daher sollten alle Anwohner Verständnis aufbringen und den Fahrer ihr Mitgefühl signalisieren, wenn diese vorbei fahren.
    Zeigen Sie bei deutlich zu lauten Motorrädern einen gekrümmten Zeigefinger.
    Sind die Bikes unerträglich laut und werden auch noch besonders hochtourig gefahren, kann man sicher sein, dass die Penislänge der Fahrer im erigierten Zustand – wenn sie diesen überhaupt erreichen – maximal 5 cm ist. Grüßen Sie diese Fahrer mit einem gekrümmten Zeigefinger der einen Hand und ausgestrecktem Daumen und Zeigefinger – Abstand ca. 5 cm – der anderen Hand.
    Die leidgeprüften Motoradfahrer werden sicher dankbar sein, wenn Ihnen so viel Anteilnahme signalisiert wird.

    • Der Redakteur sagt:

      Auch wenn es eine Glosse sein sollte…

    • Rainer Rau sagt:

      Wäre doch toll, wenn die Natur eine gesellschaftsunverträgliche Spezies durch Fortpflanzungsunfähigkeit wegevolutioniert. Ca. 1 Millionen Arten sterben lautlos aus. Bedauerlich, dass die eine Art, die außer dem VDA und seinen Zuwendungsempfängern wirklich niemand braucht, ihren Todeskampf so lautstark gestaltet. Sogar die traurigen Einzelfälle sind meist durch Aufprallgeräusche und anschließendes Sirenengeheul unüberhörbar.
      Es tut mir leid, wenn sich ein leiser Widerspruch regt. aber ich kann nur Leidende bedauern, die nichts dafür können. Hier ist eher „Selber schuld!“ angesagt.

      • HWolf sagt:

        Werter Herr Rau
        die Todesfälle, bei der ehr unbekannten Menschenart „kleiner Ruhezwerg“, durch Aufkleber die ihn zeigen leicht zu erkennen, vielleicht sogar sein Aussterben, die bei mir kein bedauern auslöst, wird dann hoffentlich ganz ganz leise geschehen, damit sich niemand gestört fühlt.
        Bitte keine Trauermusik und auch blähen und rülpsen beim anschließend Leichenschmaus hat aus Lärm und Luftreinhaltegründen zu unterbleiben.

        Generell sollte Leben verboten werden, was nicht den Vorstellungen der 100.000 kleinen Ruhezwergen entspricht.
        Es würde Ihnen auch nichts machen 4,4 Millionen Menschen per se das Fahren auf bestimmten Strecken zu verbieten, fürwahr ein sehr possierlicher Zeitgenosse, der langsam ausstirbt, aufgrund seines fortgeschrittenen Alters, der jedoch wenig gehör findet.

        • Reto sagt:

          Lieber Herr Wolf,
          Ich verstehe den Zusammenhang zwischen „generell sollte Leben verboten werden“ und spätpubertierendem, unnötigem und mutwilligem Belästigen und Schädigen von Mitmenschen mittels des Umweltgift Lärm zum Pinseln des eigenen Egos nicht. Aber weil Sie sich so viel Mühe beim Text gegeben haben, bringen wir’s trotzdem (hat sich sehr bemüht…)

          • Rainer Rau sagt:

            Lieber Reto,
            Ich verstehe den Zusammenhang zwischen Verlustängsten und derartigen Reaktionen. Wenn zur Ausübung eines Hobbies Empathie eher hinderlich ist, wirkt sich das auch anderweitig aus.

          • Reto sagt:

            stimmt. Sollten wir nicht statt „Alles“ lieber Empathie verbieten? das würde es einfacher machen.

        • Dr.Alfred Spath sagt:

          Werter Herr HWolf,
          letztes Jahr kam bei dem jährlichen Motorbootrennen auf der Mosel ein Teilnehmer ums Leben.
          Dieser Herr war extra aus Lettland angereist, um mit seinem über 1000 PS starken Spielzeug bei Traben-Trabach ins Jenseits zu rasen. Obwohl der Trierische Volksfreund tagelang bemüht war, mein Mitleid zu erregen, konnte sich bei mir keine wirkliche Trauer einstellen.

    • Rosmarie Weidele sagt:

      @atarek
      Wie kommen Sie nur dazu, einen solchen Bullschit zu verbreiten? Für Märchenerzähler gibt es andere Internetseiten. Mit sogenannten „Studien“ durchgefürt von sogenannten „Experten“ wird leider viel Unsinn verbreitet. Früher galt die Lüge noch als eine Sünde, heute ist sie leider fast schon nomal geworden. Lügen verbreiten ist noch schlimmer, als Lärm auf Strassen zu erzeugen. Ich vermute bei Ihnen ein Potenzproblem, das Sie bei dieser Gelegenheit auf die Motorradfahrer proizieren. Sie sollte man deshalb mit dem gekrümmten Zeigefinger grüssen.

    • Monika Köpfer sagt:

      Meine Rede! Großartig!

  8. Bigfoot sagt:

    Ja, mir ist auch aufgefallen, dass die meisten Motorradfahrer ältere Herren sind, die praktisch sonst nichts mehr bringen (?( und daher durch Lärm versuchen Aufmerksamkeit zu bekommen…

    • Rainer Rau sagt:

      Es tut mir schon wieder leid, aber es geht quer durch mehrere Generationen. Die älteren Herren fahren die Möchtegern-Easy-Rider-Gehhilfen mit einem Klangspektrum bis zum Infraschall, die jungen Kick-Süchtigen brauchen eher Kreissägensound und eine alles verachtende Fahrweise – nicht besser als Junkies, denen wider besseres Wissen alles egal ist. Wohlstandsverwahrlosung hat viele Ausdrucksweisen.

  9. Alex sagt:

    Was für ein Lacher. Kenner fordern also Kontrollen, stellen aber gleichzeitig fest das nichts zu machen ist, da alles legal ist. Was für Kenner ;-)

    • Rainer Rau sagt:

      Was glauben Sie wohl, warum immer mehr Betroffene sich bemühen, die Legalität den Menschenrechten anzupassen. Weitere Erklärungen erübrigen sich hier wohl, Hauptsache: ICH, MICH, MEIN, WILL HABEN ….

  10. Bigfoot sagt:

    Heute im TV; Motorradkontrollen im Schwarzwald, einer wurde gerade angehalten, natürlich wieder ein Älterer, er hatte seinen Schalldämpfer zwar dabei, aber ausgebaut. Musste 25 Euro Verwarnung zahlen und ihn vor Ort wieder einbauen.
    Der Polizist fragte ihn, warum er ohne Schalldämpfer fährt , er antwortete: „Fahrspaß“

    • HWolf sagt:

      Ich als Motorradfahrer sage dazu:
      Die Polizei hätte hier, wegen Vorsatz, die doppelte Strafe verhängen sollen, diese Möglichkeit gibt es.

      Wenn jemand seine Maschine, bspw. an der Auspuffanlage, unzulässig manipuliert, sollte die Polizei die Möglichkeit haben diese zu Beweissicherung zu beschlagnahmen.

      Ich bin für intensive Geschwindigkeits- und Geräuschkontrollen, damit es die Richtigen trifft und gegen allgemeine Fahrverbote und Streckensperrungen.

      • Frank sagt:

        Man kann noch froh sein, wenn überhaupt kontrolliert wird, denn in manchen Gegenden unternimmt die Polizei rein gar nichts gegen mutwilligen Lärm durch manipulierte Fahrzeuge.

        Beispielsweise aus der Kreispolizeibehörde des Ennepe-Ruhr-Kreises unter Landrat Olaf Schade (SPD) heisst es auf Anfrage:

        „Hinsichtlich der angesprochenen Lärmemission modifizierter Krafträder ist eine Überwachung mit polizeilichen Mitteln nicht möglich und nicht vorgesehen. … Die Polizei verfügt zudem nicht über eine entsprechende Ausrüstung und setzt bei der Fülle von Aufgaben im Bereich der Kriminalitäts- und Verkehrsunfallbekämpfung auch andere Schwerpunkte.“

      • Rainer Rau sagt:

        Hier hat die Polizei, anscheinend auf Bitten der Bürgerbeauftragten, EINE Kontrolle veranstaltet – um ein Uhr nachts!! Ergebnis: Eine Tempoüberschreitung, daher keine weiteren Kotrollen notwendig. Die alltäglichen Passagen einer 70er-Strecke mit mehr als dem Doppelten und ohne irgendwelche Schalldämpfung werden ignoriert. Nach diesem Schönwetterwochenende glaubt man nicht mehr, in einem „zivilisierten“ Land zu leben. Herr Sarrazin hatte wortlautmäßig recht.

      • Rainer Rau sagt:

        Ich als ehemaliger Motorradfahrer habe wegen Fremdschämens aufgegeben. Der anständige Anteil wird immer mehr von der gesellschaftsunverträglichen Masse verdrängt, so dass man ihn kaum noch wahrnimmt. Kollektivstrafen lassen nicht auf ernsthaftes Interesse an einer Beseitigung des Missstandes seitens der Behörden schließen, eine Augenwischerei wie so vieles heutzutage.

    • Maike sagt:

      25€ für nachgewiesenen Vorsatz! Eine Einladung an alle, die sich ein faustgroßes Loch in den Auspuff bohren wollen! Wie kann man so die Polizei und das Thema Lärmschutz respektieren?

  11. Hedi M. sagt:

    Das ist eine Bankrotterklärung dieses Staates, wenn die Kreispoliziebehörde definiert, was wichtig ist und was nicht und wozu man Lust hat und wozu nicht.

    • Rainer Rau sagt:

      Ich weiß nicht, ob es am Wollen oder am Können hängt. Generell ist die Polizei mit Sicherheit überlastet, einzelne haben eventuell das Handtuch geworfen oder waren von Anfang an nicht so wasauchimmer. Das Problem liegt eher bei der Politik und den höheren Behördenebenen. Wenn der eigene Werdegang geregelt ist, ist für viele die Arbeit getan. Ich habe bei einer Bundesbehörde gearbeitet. Immer weniger Personal und Material, immer mehr Aufgaben mit immer mehr Zeitdruck. Dazu kommen die Unterschiede im Arbeitsverständnis und -willen der einzelnen Dienststellen. Wenn ich unseren LBM mit dem in anderen Regionen vergleiche, habe ich das Gefühl, in einem anderen Land zu leben, mit der Verkehrsbehörde geht es mit ähnlich. Hier sieht es eher nach Lustlosigkeit aus. Wenn einer Polizeistreife ein absolut ungedämpfter Krawallmacher entgegen kommt, hoffe ich schon, dass sie wendet und den Querschläger stellt. Warum es nicht geschieht, kann man im Einzelfall nicht wissen. Es ist viel schlimmer, dass die Möglichkeiten zur Ahndung bei festgestellten Übertretungen einfach zu wenig ausgeschöpft werden, da hat man schon manchmal so seine eigenen Gedanken.

  12. Rainer Rau sagt:

    Es wird immer wieder für positives Denken plädiert, aber die neueste Schlagzeile über Herrn Scheuer macht es schwer. Wer es jetzt noch nicht begreift, ist austherapiert.

    • Rudolf Pfeiffer sagt:

      Der Strassenverkehr spaltet die Gesellschaft.
      Der Krieg der Lobbyisten aus Profitgier, Zubehör zu vermarkten, die
      in der Typzulaasung nicht drinstehen. Do it your self, Chiptuning für jedermann mit Bluetooth und OBD II Adapfter, der Auspuffknallen
      an den Fahrzeugen über die Motorsteuerung erlaubt!
      Beste Beispiel ist von REAL faltbaren E Tretroller Koowheel E-Scooter L16 Produktcode UII, wo sich eine Schraubelösen könne (Zitat dpa 22.6.2019 WAZ),wodurch die Faltmechanik an der Lenkstange brechen könnte. Die Kunden können das Produkt zuruckgeben!! REAL und der Hersteller können sich nach EU CELEX_32006L0042_DE_TXT 2006 Maschinenrichtlinie wo sich jeder selber zertifiziert, erst nach einer Reklamation zur Rücknahme
      verpflichtet. Made in Germany wurde erst später zum Qualitätsmerkmal, das vor der Auslieferung getestet wurde.

  13. Rainer Rau sagt:

    Ein paar Gedanken zum Titel diese Themas: Der unnötige, vermeidbare Verkehrslärm, der die Gesellschaft spaltet, ist ein Teil der allgemeinen Wohlstandsverwahrlosung, hervorgerufen durch Gier und Zwang zur Selbstdarstellung. Unnötiger Lärm mit unnötiger Gefährdung, unnötige Ressourcenverschwendung, unnötige Vermüllung des Planeten, unnötige Ausbeutung derer, denen es eh nicht zu einem menschenwürdigen Dasein reicht – die Schamgrenze hat sich in eine unerreichbar Höhe verflüchtigt. Wer die Ursache der Diskussionen bei den Lärm- und Rasereigegnern sucht, hat das Prinzip „Aktion – Reaktion“ nicht verstanden oder weigert sich standhaft, es zu verstehen. Leider ist es mittlerweile immer öfter üblich, Opfer zu Tätern umzudeklarieren.
    Die Verursacher der Probleme leben wie Alkoholiker mit diagnostizierter Leberzirrhose oder wie Raucher mit Lungenkrebs, die nach dem Jetzt-erst-recht-Denken wider besseres Wissen weiter machen. Eine Verbesserung unserer Probleme ist mit Herrn Scheuer beim Verkehrswesen, mit Frau Klöckner in der Landwirtschaft und all den anderen zum Gärtner gemachten Böcken nicht zu erwarten. Sie helfen mit, die „Gutmenschen“ und „Ökonazis“ nach Kräften als ewig Gestrige sowie als Entwicklungsbremsen zu diffamieren.
    Die Wahrnehmungen auf den Straßen an einem Schönwetterwochenende wie dem letzten können nicht wegverharmlost werden. Um dabei den Glauben an den gesunden Menschenverstand zu verlieren, müssen Millionen ihr Zuhause nicht mal verlassen.
    Wie gesagt: Der gesellschaftliche Frieden ist bedroht, die gesellschaftsunverträglichen (dafür gibt’s auch einen kürzeren Begriff) Verursacher geraten hoffentlich immer mehr ins Blickfeld der Betroffenen und Geschädigten.

    • Rudolf Franz sagt:

      Herrn Rau stimme ich absolut zu.

      Seit vielen Jahren bekämpfe ich unnötige Lärmbelästigungen durch Abgasanlagen ohne ABE.

      Ich fahre eigentlich selbst seit 30 Jahren Motorrad.
      Aber möglichst ohne unnötigen Krach.

      Ich bin auch wirtschaftlich in meinem eigenen Betrieb unmittelbar durch diese vermeidbaren Lärmemissionen betroffen.

      Die Effektivität der Maßnahmen der Polizei und der Behörden konvergiert in vielen Fällen gegen Null, da sehr häufig nicht einmal eine Basisausrüstung an normierter und zertifizierter Messausrüstung wie geeichte Dezibelmeter oder Rollenprüfstände vorhanden sind.

      Die Strafen für diese „Ordnungswidrigkeiten“, die aber erhebliche gesundheitliche Auswirkungen auf viele Andere haben können, sind einfach lächerlich.In der Regel 30 Euro Bußgeld, wenn überhaupt eine Sanktionierung stattfindet.

      Nur äußerst selten gibt es eine vorläufige Beschlagnahmung der Fahrzeuge.

      Ganz eindeutige Ordnungswidrigkeiten und Gesetzesverstösse (zum Beispiel gegen §1 StVO) werden somit nicht geahndet.

      Wozu brauchen wir Gesetze, wenn die Überwachung deren Einhaltung allein schon durch mangelnde Ausrüstung zur Farce wird?

      Der Lobbyismus der Fahrzeug- und der Tuning Industrie und der Egoismus der bedingungslosen „Selbstentfaltung“ besiegt offensichtlich jegliche Vernunft.

      Statistisch fühlen sich 70 % der bundesdeutschen Bevölkerung von Verkehrslärm betroffen.

      Ich versuche auch andere dazu zu bewegen, sich dahingehend zu engagieren.

      Eine einzelne unnötig laute und oft illegale Abgasanlage kann in Städten hunderte Anwohner negativ tangieren und unter Stress setzen.

      Die Folgen für die Gesundheit sind hinlänglich erforscht und bekannt.

      Die Institutionen des Staates versagen hier teilweise völlig.

      Die Aussagen und das Verhalten von Herrn Scheuer sind für mich schlicht empörend.

      Ich kenne persönlich Fahrer und deren Fahrzeuge, die teilweise seit Jahren völlig unbehelligt durch Lärm und Raserei ihre Umgebung terrorisieren und gefährden.(auf dem Hinterrad durch die Tempo 30 Zone, wie mehrfach beobachtet)

      Anwohner und Betroffene wehrt Euch!

      Jedes Fahrzeug hat auch ein Kennzeichen.

      • Rainer Rau sagt:

        Selbst MIT ABE sind immer mehr davon kriminell. Durch das Verhalten unserer Problemklientel wird bei den meisten Betroffenen Angst ausgelöst, der Lärm, das allgemeine Fahrverhalten und das äußere Erscheinungsbild zeigen ganz deutlich ungezügelte Agressivität. T-Shirtdesign, Gestaltung der „Multifunktionstücher“, deutlich gewaltverherrlichende Modellbezeichnungen der Tatwerkzeuge bestätigen das Outlaw-Selbstverständnis der gesellschaftsunverträglichen Nutzer.
        Diese Gruppe, keineswegs mehr eine Minderheit, zerstört auch denen, die auf unschädliche Art und Weise einfach nur ihr Interesse verfolgen wollen, den Ruf. Daher bewerte ich Ihren Beitrag als hoffnungsvoll und wünsche mehr Gegenwind der Anständigen gegen die Chaoten.
        Noch kurz zu „Polizei“ und „Kennzeichen“: „Ein Polizist sagte mir ganz frech ins Gesicht: „Was wollen Sie, Sie waren doch bestimmt auch einmal jung“. So einfach kann man es sich machen. Alle denken bestimmt nicht so, aber die Gutmeinenden sind restlos überfordert. VDA und sein persönliches Ministerium machen ganze Arbeit und ziehen andere wie Umwelt und Inneres mit in den Dreck.

  14. Dr.Alfred Spath sagt:

    Zum Verhalten unserer Polizei:
    Alle Polizisten, die ich persönlich kenne, sind bekennende Formel 1 Fans.
    Vor wenigen Tagen habe ich einen Quadfahrer angezeigt, der mit geschätzten 100 dB und ständigen Auspufffürzen mit mndestenst 100 km/h durch eine Anliegerstrasse gebrettert ist.
    Der zuständige Polizist hat mir erklärt, dass er das Fahrzeug überprüft hätte und alles ordnungsgemäß zugelassen wäre. Auf meine Frage, ob er eine dB-Messung vorgenommen hätte, antwortete er „wie soll ich das denn machen ?“
    Dass es bereits dB-Messgeräte für unter 20 € gibt, hat ihn nicht interessiert. Auch die Geschwindigkeitsüberschreitung könnte ich nicht beweisen (das ist richtig. Es soll aber in den letzten Jahren schon einmal eine Radarkontrolle in der Eifel gegeben haben)
    In einem anderen Fall haben mich zwei Polizisten der PI-Bitburg etwa 15 Minuten durch Bitburg verfolgt. Nachdem ich auf einem Parkplatz angehalten habe, habe sie mir geschickt den Fluchtweg abgesperrt und mir mein scheußliches Verbrechen vorgehalten. Eine ungesicherte Ladung im Auto: 2 kleine Hunde. Das hat 25 € gekostet, dafür kann man viel Lärm mit Motorrädern veranstalten.
    Die ganze Aktion hat etwa 40 Minuten gedauert. Während der ganzen Zeit lief das stehende Polizeifahrzeug. Erst auf meine mehrmalige Aufforderung, das Fahrzeug abzustellen, wurde schließlich reagiert. Eine entsprechende Benachrichtigung an den Polizeichef blieb ohne Reaktion. Die Polizei inBitburg weiss offensichtlich nichts über Verstöße gegen Lärm- und Umweltschutz.
    Das zeigt, dass die Polizei wichtigere Vergehen aus der Welt schaffen muss und somit keine Zeit hat sich um dies rücksichtslosen hirnlosen Motorrowdies zu kümmern.

    • Bigfoot sagt:

      Da würde ich mich gar nicht trauen, mich darüber zu beschweren, dass das Polizeiauto eine halbe Std läuft. Man sollte auch heute noch Respekt vor der Polizei haben, und nicht meckern

  15. Rudolf Pfeiffer sagt:

    Leider ist das kein Einzelfall, das Problem ist, die Qualität der
    Ausbildung muss mehr verstärkt werden und die Probleme in Dateien mit Fallbeispielen auflistet werden. Regelmäßig Fallbeispiele in
    Zusatz Unterrichtungen umsetzen.
    Leider gibt es durch UN ECE WP 29 GRB und EU Regelungen Schlupflöcher, so groß wie Flugzeug Hanger Tore sind.

    • Rainer Rau sagt:

      „… die Qualität der Ausbildung UND DIE MANCHER AUSBILDER…“ Unglücklicherweise führen Zusatz-Unterrichtungen zu Zusatz-Überstunden. Das System „Polizei“ wurde sehenden Auges an die Wand gefahren, ein Wiederaufbau geht nicht von heute auf morgen, selbst, wenn er ernsthaft gewollt sein sollte.

  16. Rainer Rau sagt:

    „Parallelgesellschaft beschreibt die gesellschaftliche Selbstorganisation einer Minderheit, welche nicht den wahrgenommenen Regeln und Moralvorstellungen der Mehrheitsgesellschaft entspricht und von dieser mitunter als ablehnend empfunden wird“ (Auszug aus Wikipedia). Der Begriff „Minderheit“ trifft für die rücksichtslosen Menschenverächter auf zwei Rädern bezüglich der Bevölkerungsanzahl noch zu, bezüglich der Anzahl der Motorradfahrer allgemein eher nicht mehr.
    Parallelgesellschaften, welche unsere Mehrheitsgesellschaft schädigen, sind immer öfter ein Thema. Wie gehen Staat und Ordnungsorgane mit ihnen um? Selbst gravierende „Einzelfälle“ bleiben meist unberücksichtigt, da der Polizei oft Mittel und Wege fehlen, sie zu verfolgen. Sollte dies trotzdem geschehen, machen die Gerichte die Maßnahmen unwirksam. Zu wenige größere, durchaus effektive Aktionen erregen Aufmerksamkeit – der Staat tut anscheinend etwas – über den Erfolg herrscht in der Allgemeinheit keine Klarheit.
    Häufige und wirksame Aktionen gegen die rasant wachsende „Clankriminalität“ der rasenden Lärmer durch Initiative der Verantwortlichen werden wahrscheinlich Zukunftsmusik bleiben, da unsere heilige Kuh „KFZ-Industrie“ so etwas nicht mag. Es bleibt also nur, auf eine deutlichere „Ablehnung durch die Mehrheitsgesellschaft“ zu hoffen. Dass dies funktionieren kann, zeigen unsere Kinder und Jugendlichen, die für eine lebenswerte Zukunft eintreten.
    So lange Malle und der Liegestuhl auf dem Aidadeck erstrebenswerte Ziele sind, werden Kerosin und Schweröl sinnlos verbrannt. Solange die Stellvertreter für Herren wie Diess, Krüger, den Zetsche-Nachfolger usw. in Berlin gewählt werden, bleiben die Straßen verstopft, die Luft verpestet und durch die leder- oder kevlarüberzogene Parallelgesellschaft die Mehrheit gestresst und gesundheitsgeschädigt.
    Wer das alles als spießig und überzogen empfindet, sollte jetzt, an einem sonnigen Samstag, morgens um halb zehn, in unserem Wohnzimmer bei geschlossenem Fenster versuchen, ein ruhiges Wochenende zu erleben. Der Allgäuer und HWolf sind ausdrücklich NICHT eingeladen, da ich zur Zeit wegen derer Seelenverwandtschaft hinterher nicht genug lüften könnte.

  17. Laut ist Out sagt:

    … hier [www.presseportal.de/blaulicht/pm/110970/4310562] ist eine Posse (?!?) des Polizeipräsidiums Freiburg nachzulesen !

    [POL-FR: Motorradkontrollen des PP Freiburg mit den Schwerpunkten Geschwindigkeit und Fahrzeugtechnik

    … Neben kleineren Verstößen die lediglich Verwarnungen nach sich ziehen wurden zwei Motorräder festgestellt bei denen die zulässige Lautstärke der Auspuffanlage aufgrund vorangegangener unzulässiger technischer Veränderungen erheblich überschritten wurde. Beiden Fahrern wurde gestattet auf direktem Weg nach Hause zu fahren. Weitere Fahrten wurden untersagt, da die Betriebserlaubnis beider Motorräder erloschen war.]

    Scheinbar haben diese „Herren“ noch nicht wahrgenommen, daß Lärm krank macht. Und, so lange die Kontrollen in dieser Art und Weise „durchgeführt“ werden braucht man sich ja über das Kavaliersdelikt LÄRM-Verursachung auch keine weiteren Gedanken machen.

    Weiter ist dort zu lesen:
    [Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Freiburg gibt es zahlreiche bei Motorradfahrerinnen und Motorradfahrern beliebte Strecken, auf denen es immer wieder zu schweren und schwersten Verkehrsunfällen mit Motorrädern kommt. Das Polizeipräsidium Freiburg hat in den vergangenen Jahren zur Unfallbekämpfung bereits mehrere Maßnahmen der Prävention und der Verkehrsüberwachung umgesetzt und verfolgt das Verkehrssicherheitslagebild ständig. Auch in diesem Jahr ist die Bekämpfung von Motorradunfällen wieder ein Schwerpunkt der verkehrspolizeilichen Sicherheitsarbeit. Bei genauer Betrachtung der Unfallursachen taucht immer wieder das Thema Geschwindigkeit auf. Überhöhte und nicht angepasste Geschwindigkeit stellt auf den Straßen Südbadens für alle Verkehrsteilnehmer eine tödliche Gefahr dar. Mit gezielten Maßnahmen möchte die Polizei die Unfallgefahren bekämpfen und damit die Anzahl der Verletzten und Getöteten reduzieren.

    Der Dienstbezirk des Polizeipräsidiums Freiburg umfasst die Landkreise Breisgau Hochschwarzwald, Emmendingen, Lörrach, Waldshut und den Stadtkreis Freiburg. Im Jahr 2018 starben in diesem Bereich 35 Menschen im Straßenverkehr! Zehn davon waren Motorradfahrer!]

    … ach – die getöteten Motorradfahrer … und was ist mit den 1.000-den von Anwohnern die an Lärm erkranken?

    Das wird nicht thematisiert.

    Ich liebe diese Lobbyistengesellschaft mit ihrer einseitigen Sichtweise!

    • Rainer Rau sagt:

      Würde das Geld für Unterfahrschutz an Leitplanken in z. B. Lärmmessgeräte und die korrekte Verfolgung der Ergebnisse investiert werden, hätten die normalen Bürger auch etwas davon. Warum Gesetze, die schon lange existieren, nicht durchgesetzt werden, ist eine Schande für ein Land, in dem über Korruption in anderen Selbstbedienungsstaaten hergezogen wird. Deutschland könnte auf vielen Gebieten ein Vorbild sein, hier hat es sich für ein denkbar schlechtes Beispiel entschieden. Die Dummheit, die zu den bei uns thematisierten Auswüchsen führt, ist in den Hirnen der Raser und Lärmer nicht heilbar. Aber die sture Weigerung von Politik und Behörden, die ihnen anvertrauten Bürger trotz vorhandener Möglichkeiten nicht davor zu schützen, ist schwer verdaulich für die normal gebliebene Bevölkerung in einem „Rechtsstaat“. Dass trotzdem auf Gewalttäter nicht mit Gewalt reagiert wird, spricht bei dem Leidensdruck und den Gesundheitsschäden für die menschliche Seite der Mehrheit – leider ist dieses Charaktermerkmal bei den Chaoten und deren Unterstützer in Schlips und Kragen verkommen. Wer zuschaut, macht mit!

    • Fred sagt:

      Man muss einfach auch verstehen, dass ein Problem eben auch die Polizei ist. Viele dieser Veränderungen, die am Auspuff vorgenommen werden, sind illegal und könnten beanstandet werden. Die Betriebserlaubnis ist dann oft weg und der Wagen auch. Wenn man sich die Meldungen zu solchen Poser-Kontrollen durchliest (auf presseportal.de unter Blaulicht) dann liegt die Beanstandungsquote locker bei 30%.
      Die Polizei könnte ja tätig werden oder zumindest auf Meldung mal den Belästigern nachgehen. Tut sie aber nicht. Die Gesetzeslage ist schwierig, das ist klar, aber ganz so hilflos ist man jetzt auch nicht. Die Kontrollen können zumindest temporär was erreichen (siehe Mannheim). Und das ist besser als nichts. Ich will jetzt nicht pauschal über die Polizei herziehen, aber da sie sich den Kontrollen und damit dem Problem auch verweigern kann, ist sie sicherlich auch ein Teil des Problems.

      • Frank sagt:

        „Die Polizei könnte ja tätig werden oder zumindest auf Meldung mal den Belästigern nachgehen. Tut sie aber nicht.“

        Vielerorts kommt die Polizei ihrem Allgemeinauftrag nicht nach. Beispielsweise aus der Kreispolizeibehörde des Ennepe-Ruhr-Kreises unter Landrat Olaf Schade (SPD) heisst es auf Anfrage:

        „Hinsichtlich der angesprochenen Lärmemission modifizierter Krafträder ist eine Überwachung mit polizeilichen Mitteln nicht möglich und nicht vorgesehen. … Die Polizei verfügt zudem nicht über eine entsprechende Ausrüstung und setzt bei der Fülle von Aufgaben im Bereich der Kriminalitäts- und Verkehrsunfallbekämpfung auch andere Schwerpunkte.“

        Toll, oder? Einerseits wird gesagt, dass eine Überwachung nicht möglich ist. Andererseits wird zugegeben, dass man sich nicht im Besitz der dafür notwendigen Ausrüstung befindet. Was für ein Widerspruch! Hier redet sich eine Kreispolizeibehörde um Kopf und Kragen!

        • Rainer Rau sagt:

          Keine Angst, Seehofer und seine Jünger halten ihre segnenden Hände darüber. Nach wie vor habe ich mit einer Verallgemeinerung der polizeilichen Tätigkeiten meine Probleme, sie scheinen sich aber tatsächlich ins wohlwollende Beobachten zu verschieben. Im Rahmen der Globalisierung geben wohl die Länder, in denen die Polizei machen lässt und hinterher nur noch aufräumt, nachahmenswerte Beispiele. Die anderen kriegen dann oft das Etikett „Polizeistaat“. Apropos Etikett: Der Aufkleber erfüllt schon nach Meinung von rasenden und lärmenden Rechtsgelehrten den Tatbestand der Sachbeschädigung. Wie auch immer – was grad jetzt wieder draußen vorbeiprollt, ist asozial.

  18. Rainer Rau sagt:

    Die Polizisten sind auch „nur“ Menschen. Ich (kein Polizist) spreche mal mit einem Beispiel meinerseits von denen, die ihre Arbeit ernst nehmen: Vor Jahren nahm ich nachts mit einigem Aufwand einen Dealer fest, die Menge hätte bei ihm für einen Urlaub, weg vom Geschehen, gereicht. Ein paar Wochen später war er wieder mit einer wesentlichen größeren Menge dabei, ein knappes halbes Jahr später überfiel er eine Tankstelle, da seine Einkünfte aus dem Haschischhandel anscheinend nicht ausreichten. Dann stellt sich schon die Frage: Warum tue ich mir den Stress an und gehe noch gewisse Risiken ein? Gottseidank hat sich für mich ein „weiter so“ gelohnt, aber dass der eine oder andere die Lust verliert, ist auch menschlich verständlich. Viele Polizisten, die sich bei einem festgestellten Vergehen die Finger wund schreiben, treffen ihre Kunden grinsend und teilweise mit erhobenem Mittelfinger immer wieder auf die gleiche Art und Weise an. Zu Sisyphusarbeit ist nicht jeder geeignet. Ohne genügend Personal, Material, akzeptable Arbeitsbedingungen und Rückendeckung sowie Anerkennung wird es schwer. Manches unverständliche Handeln bei Polizisten entsteht einfach nur aus Frust, einige wenige haben wirklich den falschen Beruf.

  19. Hermann sagt:

    @Fred

    Richtig, ihr Kommentar trifft den Nagel auf den Kopf.
    Wie oft habe ich schon Motorräder mit programmierten Fehlzündungen
    und Höllenlärm vor Polizeistreifen vorbeifahren sehen, ohne dass die auch nur die geringste Reaktion ausgelöst hätte.
    Offensichtlich fehlt es am Problembewusstsein und von führenden Polizeibeamten gibt es kauch keine Order diesen Strafbestand zu verfolgen.
    Als vor ein paar Jahren bei mir eingebrochen wurde und ich deshalb zur Polizei musste, hatte ich die Gelegenheit genutzt um das Thema Motorradlärm anzuschneiden.

    Die achselzuckende Reaktion war: „Da können wir nichts machen, wir haben noch nicht einmal Geräte um die Schallstärke zu messen“.

    Na wenn das mal keine Einladung zur sinnlosen Lärmvermüllung ist.

  20. Rainer Rau sagt:

    Wieder einmal musste der geistig gesunde Teil der Bevölkerung ein sinnlos lärmvermülltes Wochenende über sich ergehen lassen. Wieder einmal konnten die asozialen Selbstdarsteller ihre Perversität weitestgehend ungehindert ausleben. Wie immer glänzen die Schadenvomvolkabwender durch Untätigkeit oder Unterstützung der schädigenden Umtriebe. Aber gottseidank werden immer mehr Betroffene wach, es ist nur eine Frage der Zeit, bis der öffentliche Druck zum Handeln zwingt. Mit ausdauernder „Werbung“ bekommt man immer mehr Genervte sensibilisiert – auf anderen Gebieten klappts ja auch. Also: Nicht aufgeben!!

  21. Genervter Anwohner sagt:

    Wie wäre es mit einer Musterfeststellungsklage gegen Motorrad- und Auspuff- und Auto-Hersteller wegen nicht Einhaltung von StVO §30 (1): „Bei der Benutzung von Fahrzeugen sind unnötiger Lärm und vermeidbare Abgasbelästigungen verboten.“

    Schließlich werden diese Knatterbüchsen (z.B. bei Harley) und -Zubehör offiziell verkauft. Die Hersteller müssten in die Pflicht genommen werden, die Fahrzeuge und das Zubehör so leise wie möglich zu machen und so, daß eine Modifikation sofort erkennbar ist.

    Dann hätte auch die Polizei die Möglichkeit bei Kontrollen zu erkennen, das was nicht passt. Statt dessen gibt es sogenannte DB-Eater, die man mit einem Handgriff ausbauen kann…

    Ich hatte letztens einen Audi A4 als Leihwagen mit „Auspuff-Sound-System“. Wie kann so ein Mist durch die Zulassung kommen?!?!

    Außerdem passt der Zulassungsprozess nicht, da nur bestimmte Fahrsituationen geprüft werden.
    Eigentlich der gleiche Mist wie beim Diesel-Skandal…

    Hier könnte sich die Deutsche Umwelthilfe sehr positiv profilieren…

  22. Genervter Anwohner sagt:

    Hier ein Video zum Audi „Auspuff-Sound-System“:

    https://www.youtube.com/watch?v=XNJbOMKFzLE

    Die Leute gehören verklagt!!!!!

  23. Bigfoot sagt:

    Daher werde ich mir auch nie einen Audi kaufen.
    (Die meisten Arbeitskollegen von mir fahren Audi…)

  24. Rainer Rau sagt:

    Ich weiß nicht, warum all die anderen genervten Anwohner nicht mit auf die Barrikaden gehen. Wahrscheinlich macht das Auftreten der Lederjacken vielen Angst, hat ja mit Ledermänteln auch schon mal funktioniert. Absolut frustrierend ist die Aussichtslosigkeit bei der Rückendeckung durch Behörden, da ist die Unterstützung des Unwesens durch die höchsten Behörden in Berlin übermächtig. Trotzdem: Überall und immer wieder auf jede mögliche Art und Weise dranbleiben!

    • Harleydriver sagt:

      Mein Gott
      Man kann nicht so viel Fressen wie man Kotzen muss, wenn man diesen Schwachsinn hier liest.
      Halterhaftung , schon mal was vom Bundesverfassungsgericht gehört?
      Lederjacken / Ledermäntel, gehts noch, Biker mit Nazis zu vergleichen ?
      Musterfeststellungsklage? Träumt weiter, schaut euch doch mal die gesetzlichen Voraussetzungen und Ziele dieses Instruments an.
      Für die Zulassung von Klappenauspuffanlagen ist die EU zuständig.
      Wendet euch an Brüssel oder seid lieber gleich ruhig.

      Solch ein Rumgeheule ist unerträglich
      Der Biker dem von euch als Nazi verunglimpft wird, wird nur eines machen. Das Gas aufdrehen !

      • Maike sagt:

        Lieber Harleydriver,

        Ihr seid besonders toll! Wenn ich mal wieder auf der Pirsch bin, kann ich die Harley-Fahrer wunderbar erkennen: Die reden und reden und reden. Aber Zuhören, das können sie nicht.

        Weil die alle inzwischen schwerhörig sind.

        Aber warum macht man diesen Krach? Weil man etwas kompensieren muss? Hatte Eure Mutti Euch nicht lieb? Oder reicht’s anderweitig nicht?

        Zwinker-zwinker! :-)

      • Rainer Rau sagt:

        Die machen das ohnehin, auch ohne Vergleiche. Der sollte ausdrücken, dass Erscheinungsformen und Auftreten Gefühle auslösen. Und ein Vergleich mit Leuten aus einer Umweltschutzbewegung o. ä. lässt sich nun mal nicht ziehen. Ich könnte beinahe auf die Idee kommen, die Wirkung meiner Wahrnehmungsmitteilung zu bedauern, wenn nicht wieder ein total lärmvermülltes Wochenende hinter uns läge. Und dabei spielen schwarze Lederjacken und eine gewisse Marke eine wesentliche Rolle, ehrlicherweise bunte bedruckte Strampelanzüge ebenso.

      • Reto sagt:

        Muss man jeden Blödsinn mitmachen, nur weil die EU „dafür zuständig“ ist? Muss man Menschen schädigen und belästigen, nur weils offensichtlich „legal“ ist. Und zudem: ich weiss nicht, warum Sie sich so aufregen mit Ihrer Bulimie: Ihr Rumgeheule ist ja wirklich auch unerträglich.

      • Reto sagt:

        Lieber Harleyman,
        habe den inkrimierten Passus mit der Lupe gesucht, durchgelesen und keine rechte Nazikeule finden können.
        Aber beim Moralisieren sind die Moralfreien ja immer besonders flexibel.
        Jetzt mal persönlich gefragt: Speziell dieses Motorrad (um das Euch alle beneiden, auch wenn sie’s wie ich nicht zugeben) führt doch den Nimbus des gewaltbereiten Individualisten als Serienausstattung mit, oder?
        Noch etwas: Bei uns drehen auch die am Gashahn, die ich noch keine Gelegenheit hatte, sie als Nazi zu verunglimpfen.
        Macht das die Ledermänner wenigstens jetzt zum Nazi?
        Und ist deine Wortwahl moralisch zulässig, wenn wir als Belästigte aber Euch noch nicht veruglimpft habende von Euch „vergast“ werden?

      • Hermann sagt:

        Nun ja,

        dass Harley Fahrer eher wie der Durschnittsmensch zur (extremen) Rechtslastigkeit neigen (siehe „https://www.theguardian.com/us-news/2019/jul/02/bikers-for-trump-support-laconia-motorcycle-week“) ist wohl nicht zu weit her geholt.
        Der Neutralität willen soll aber doch erwähnt werden, dass es unter den Chromliebhabern ja auch ganz nette Kerle wie z.B. die „Hells Angels“ oder die „Bandidos“ gibt.

  25. Frank sagt:

    @Genervter Anwohner
    Völlig richtig – gegen diesen Wahnsinn muss man rechtlich vorgehen!

    Doch §30 StVO ist der falsche Hebel. Der zielt auf das Verhalten der Verkehrsteilnehmer ab – damit kann man die Fahrer belangen. Aktuelle Strafe bei Zuwiderhandlungen: Ab 10 Euro.

    Der bessere Ansatz gegenüber den Herstellern ist §49 StVZO:
    „Kraftfahrzeuge und ihre Anhänger müssen so beschaffen sein, dass die Geräuschentwicklung das nach dem jeweiligen Stand der Technik unvermeidbare Maß nicht übersteigt.“

    Wenn man das liest, weiß man angesichts der realen Verhältnisse auf den Straßen nicht, ob man lachen oder weinen soll…

    • Rainer Rau sagt:

      Wenn der Bürgermeister (wie bei uns) einen Audi fährt, der einem Hummer schon recht nahe kommt, erlebt man höchstens Abwenden und Abwinken. Die Zahlen der Flugreisen, Kreuzfahrten, Protzautos und Motorräder steigen rasant an, das sieht sehr nach Endsiegstimmung aus. Gestern bei Plasberg sagte Franz Alt, dass N U R Verbote funktionieren, die Klöcknerin hatte ihr Rückgrat wieder mal nicht dabei. Ein Volk, welches sich einen Scheuer leistet, hat ein wirkliches Problem, aber die Sedativa „Konsum und Selbstdarstellung“ entfalten noch ihre volle Wirkung. Bei uns ist es der Motorradlärm, bei Flughäfen nerven die Urlaubsflüge neben den notwendigen, in Häfen verdunkeln die Abgasfahnen der schwimmenden Plattenbauten den Himmel, dort gibt’s die ersten öffentlichen Demonstrationen. Alle Betroffenen müssen sich zusammenschließen und sich gegenseitig unterstützen, dann wären sie unübersehbar.

      • Rudolf Franz sagt:

        Nach vielen Jahren des „Kampfes“, mannigfaltigen Schreiben an die Polizei und Behördenvertreter (Landratsamt, Ordnungsamt etc.) und Bürgermeistern, nach eindeutig auch lärmbedingt erlittenen gesundheitlichen Schäden verfolge ich momentan folgende Taktik:

        Ich falle der Polizei bewusst dadurch auf die Nerven, dass ich konsequent telefonisch die Kennzeichen der durch negative Vorfälle auffallenden asozialen (im Sinne von nicht-sozialen) Motorrad- und auch Autofahrer durchgebe, persönlich oder online Ordnungswidrigkeitenanzeigen unter anderem gemäß § 1 StVO erstatte, persönlich ohne Termin wiederholt im Revier vorstellig werde (schwierig bei meiner 60 Stunden Woche) und für übernächste Woche einen Termin mit dem hiesigen Polizeichef vereinbart habe.
        (das hatte ich schon vor über 15 Jahren zum ersten Mal beim Vorgänger desselben gemacht)

        Beim Bürgermeister der Stadt war ich vor zwei Wochen um ihn zu sensibilisieren.

        Er „diskutiert und thematisiert es“ nun im Stadtrat.

        Sollte dann auch weiterhin wenig bis gar nichts geschehen, werde ich mich als nächsten Schritt mit Leserbriefen an die lokalen Printmedien und lokalen Internetauftritte der Stadt und der Behörden wenden, deren Chefredakteure ich teilweise kenne.

        Für das sachgerechte Management einer Bürger- Betroffeneninitiative, die ich eigentlich gerne initiieren würde und für die es zwischenzeitlich sicher genug Nährboden gäbe, fehlt mir als Selbstständiger leider einfach die Zeit.

        Das Ganze wird dann aber im Zuge dessen, so denke ich, auch nicht mehr ganz ungefährlich sein.

        Vielleicht bekomme ich irgendwann einmal in nächster Zeit eine Antriebskette über den Schädel gezogen oder ein Zahn fehlt aber es wird wirklich Zeit, sich konsequent gegen diese sinnlos gasgebende, Umwelt – und Gesundheit zerstörende personifizierte Ignoranz und Dummheit konsequent zur Wehr zu setzen.

        Ich fahre wie gesagt selbst seit 30 Jahren
        (bewusst möglichst rücksichtsvoll und leise) Motorrad.

        Ich brauche einfach ab und zu den Fahrtwind.

        Dieses Forum hat nun meinen Frust etwas gemildert, da ich bis zur Kenntnisnahme dessen Existenz tatsächlich dachte, dass es eigentlich niemanden oder nur ganz wenige gibt, die sich wirklich engagieren.

        Ich kenne sehr viele, mit denen ich geredet hatte, die sich aufregen.Aber kaum einer unternimmt wirklich etwas.

        Vermutlich auch weiterhin ein Kampf gegen Windmühlen.

        Meinen aufrichtigen Dank an alle von Euch, die sich wirklich engagieren!

        • Der Redakteur sagt:

          Genau so sollten Sie es machen.
          Willkommen im Club ;-)

        • Rainer Rau sagt:

          Schreiben an Politiker, Ämter, Medien, Personen des öffentlichen Lebens, Leserbriefe – schon jahrelang versuche ich das alles – vergeblich. Heute fliegt wieder stundenlang ein 2Takter ohne Auspuff über Tausende von Menschen, nur sein eingenes Vergnügen zählt. Ansatzweise kriminelle Aktionen wegen meiner Aktivitäten gibts auch seit einem Jahr, polizeiliche Verfolgung strebe ich nach ein paar Versuchen nicht mehr an. Allerdings zeigen immer mehr Betroffene mittlerweile Nerven, da muss man dranbleiben und nicht nur die Motorräder, sondern auch die Abartigen unter den PKW-Nutzern zur Sprache bringen.

      • Bigfoot sagt:

        Ich gebe zu, ich fliege auch öfters in den Urlaub (Langstrecke); aber es hat schon seine Gründe: u.a. deshalb, um mal aus dem verlärmten Deutschland 3 Wochen zu entkommen…

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