Polizeihaupkommissar Thomas Hohn, Quelle efaherer.com

E-Fahrer ist ein Online-Magazin Elektromobilität – ein Special der Computerzeitschrift Chip. Es geht um Themen rund um Elektromobilität – natürlich auch rund um das Thema Elektromobilität auf zwei Rädern. Und da wurde ein Problem angeschnitten, das viele klassische Biker bewegt: Sie lehnen Elektro-Motorräder ab. Viele Gründe werden angeführt, weshalb es E-Motorrädern bei den Petrol-Heads an Akzeptanz fehlt: Reichweite, totale Überwachung durch Elektronik, die höheren Kosten und natürlich der fehlende „Sound“.

Setzen sich E-Motorraäder nicht durch, weil sie zu wenig Lärm fabrizieren?
Mehr Fahrspaß ohne Lärm? Polizeikommissar: Manche Motorradfahrenden wollen nicht verzichten.

Daraufhin ein Beitrag von Hauptkommissar Thomas Hohn, einem Spezialisten für Motorrad-Tuning bei einer Spezialeinheit der Stuttgarter Polizei. Und dem platzt – schwäbisch diskret – der Kragen und er liest der Lärmer-Gilde aus eigener Erfahrung die Leviten: „Das eigentliche Problem sind […] die Wünsche der Motorradfahrer*innen. Die Lärmemissionen von Krafträdern werden inzwischen überwiegend nicht mehr durch vermeintlich manipulierte Abgasanlagen verursacht, wie es ja oft behauptet wird, sondern meist durch zu großzügige oder ungenaue europäische Richtlinien. Die Motorräder sind oft also „legal laut“ unterwegs. Auch die Zubehörindustrie würde jede mögliche Grauzone ausnutzen, „um den nach Sound lechzenden Motorradfahrer*innen ihren Wunsch zu erfüllen.“ Vielen in der Motorrad-Szene gehe es gar nicht um das Motorradfahren, es gehe ums Lärm machen! Zitat Thomas Hohn: „Würden sich diejenigen Motorradfahrer, die E-Motorräder hauptsächlich aufgrund der fehlenden Geräuschkulisse ablehnen, wieder mehr auf den eigentlichen Genuss besinnen, der meiner Meinung nach im dynamischen Fahren und dem Erleben der Natur besteht, und diesen Genuss nicht einzig aufs „Krachmachen“ beschränken, könnten alle geplanten Beschränkungen binnen kurzer Zeit vom Tisch sein.“ Lesenswerter Beitrag.

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6 Responses

  1. Statt „Lärm“ „Sound“
    Statt „Lüge“ „Unwahrheit“
    Statt „Betrug“ „Mogelei“
    Statt „Verlust“ „Negativwachstum“
    Statt „Klimaaktivist“ „Klimaterrorist
    Statt „Problemverstärkungsminister“ „Verkehrsminister“
    Statt „Scheuer“ „Wissing“ …..
    Man sollte die Dinge mal beim Namen nennen.
    Lesetipp: Erwachsenensprache (Robert Pfaller)

  2. Gestern in der Sendung „Klartext“, ich glaube bei Servus TV, hat das Darfichnichtsagen Helge Thomsen wieder mal den Schwachsinn in Richtung „Lauter Auspuff rettet Leben“ abgesondert. Auf den ersten Blick sieht es wie ein denkendes Wesen aus, das ändert sich aber bei genauerem Hinsehen, und wenn man ihm zugehört hat, kann man sich als Homo sapiens nur noch fremdschämen.

  3. Bin zufällig auf die Seite gestoßen. Wohne in Haßloch RLP.
    Habe den Eindruck, dass mehr Raser in den Pfälzerwald ausweichen, weil in BW mehr Druck gemacht wird.
    Das Proble des Motorlärms wid immer größer. Politiker:innen fühlen sich nicht zuständig. M.E. sollte der maximale Lärmpegel auf 70 Dezibel oder weniger beschränkt werden.
    Dieser Lärm ist eine starke Beeinträchtigung und faktisch Körperverletzung.
    Von der Politik müsste viel mehr dagen unternommen werden.
    Auf andere Ebenen zu schieben, EU, hilft nicht.

    • Dem kann ich nur zustimmen! Der Pfälzerwald wird zunehmend immer mehr zum Hotspot dieser nervigen Krachmacher. Immer mehr kritische Stimmen hört man von Anwohnern aus der Süd und Südwestpfalz, dass die Politik härter vorgehen sollte. Die Politik redet immer vom Biosphärenreservat Pfälzerwald, lässt aber diese Störenfriede gewähren.
      Bei Gartenarbeiten schreibt der Gesetzgeber Ruhezeiten vor um die Bürger zu schützen.
      Lärm ist keine Ordnungswidrigkeit, sondern Körperverletzung am Menschen!
      Ich bin für ein Fahrverbot für laute Motorräder und einen Lärmpegel von maximal 70 Dezibel!

      • Bei einem Minister, dessen Bruder im Geiste „das Geräusch des Boxermotors liebt, der gern forciert durch den Verkehr gleitet und dem es egal ist, was andere darüber denken“, wird in dieser Hinsicht keine Verbesserung zu erwarten sein. Die beiden verbergen ihren Fetischismus nicht mal ansatzweise. Ich erinnere nur an „Klima bla-bla“. Unglaublich, dass es nach Scheuer noch besch“eide“ner wurde.
        Eine Ministerin, die gegen den Willen der Weiter-sos etwas Positives bewirken will, wird stattdessen dafür von denen bleibend diffamiert.

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Letzte Kommentare
  1. Ladendiebstahl und Unfallflucht sollen auf FDP-Wunsch Ordnungswidrigkeiten werden. Bei der Denkweise werden Rasen und Lärmen eher noch staatlich subventioniert.

  2. In Sachen Umweltschäden werden ja inzwischen weltweit gegen deutsche Unternehmen mit hohen Schadensersatzforderungen gerichtliche Verfahren nah dem Verursacherprinzip geführt. Vielleicht…

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