Kavaliersdelikt…

… aus dem Polizeibericht der Verkehrspolizei Freiburg. Da hat aber einer nicht nur Verständnis, sondern will es auch mitteilen.
32 Kommentare zu “Kavaliersdelikt…
  1. Matthias sagt:

    „Beiden Fahrern wurde gestattet, auf direktem Wege nach Hause zu fahren.“

    Übersetzt heißt das:

    Beiden Fahrern wurde mit Augenzwinkern gestattet, über diese rigorose und konsequente Durchsetzung von geltendem Recht durch die Ordnungsmacht vor Lachen nicht in den Schlaf zu kommen.

    So verschafft man sich also Respekt als Polizist…

    • Riversong sagt:

      Falsch. Beide Fahrer haben eine Mängelkarte erhalten und müssen damit innerhalb einiger Tage nach Rückgängigmachung der Manipulation zu TÜV zur Neuvorführung. Das ist ganz normal und nichts Besonderes.

  2. Der Redakteur sagt:

    Dass Teile der Polizei Verständnis für die lauten Jungs hat, ist nichts Neues. Normalerweise schlägt sich das im Polizeibericht nieder, indem auf eine „kleine Zahl“ bzw. 1-2 % manipulierte Fahrzeuge hingewiesen wird. Gemeint sind die 1-2%, die der Kontrolleur vor Ort in der Lage war, zu identifizieren.

  3. MokkaTeo sagt:

    Seltsam – wenn die Betriebserlaubnis erloschen ist, wird das Fahtzeug normalerweise sofort stillgelegt und verliert zudem seinen Versicherungsschutz. Das muesste eigentlich auch jeder Polizist wissen.

    Versehen? Unwissenheit?

    Die Presseportale der Polizei sind in der Regel sehr auskunftsfreudig.
    Nachfragen werden grundsaetzlich beantwortet.
    Ansonsten:
    Ohne Worte

    • Riversong sagt:

      Das ist eine ganz normale Praxis, die mitnichten nur bei Lärmverstößen angewendet wird. Solange die Fahrzeuge keine Gefahr für den Straßenverkehr darstellen, dürfen sie zumindest nach Hause fahren und/oder zur TÜV-Stelle. Genau dasselbe passiert, wenn der TÜV abgelaufen ist, dann ist die Betriebserlaubnis ebenfalls erloschen. Mit einer Stilllegung hat das gar nichts zu tun, es wird eben NICHT „normalerweise“ sofort stillgelegt. Hier auch mal zur Weiterbildung:

      https://www.bussgeldkatalog.org/erloeschen-betriebserlaubnis/#erloeschen_der_betriebserlaubnis_welche_strafe_ist_moeglich

      Man kann unserer Polizei einiges Vorwerfen, aber hier haben sie völlig korrekt gehandelt, auch wenn es dem einen oder anderen nicht passt.

      • Der Redakteur sagt:

        Merke: Die Lärmplage hat tiefe Kenntnisse des deutschen Rechtssystems und eine Rechtschutzversicherung. Nur in Sachen Grundrechte gab es keine Berührungspunkte.

      • MokkaTeo sagt:

        Danke für Ihre Informationen, Riversong

        Im letzten Frühjahr wurde in meinem Heimatort bei einer Verkehrskontrolle eine Harley mit manipulierter Auspuffanlage aus dem Verkehr gezogen. Sprich keine Weiterfahrt mehr gestattet. Die Polizei liess sie abschleppen und zum Gutachter bringen.

        Auslegungssache?

        • Riversong sagt:

          Es kann außerdem sein (ist mir grade noch eingefallen, sorry für den Doppelpost) das die Beamten vor Ort keine Möglichkeit eines Lautstärketests hatten und/oder es noch andere Verdachtsmomente gab (z.B. Kat entfernt oder illegale Motorumbauten). Dann wären wir bereits im Bereich der versuchten Steuerhinterziehung (sofern es ein etwas neueres Modell mit EURO-Zulassung war). Dann wird abgeschleppt und ein Gutachten angefordert. Das ist aber nicht gleich eine Stilllegung. Siehe auch hier:

          https://www.bussgeldkatalog.org/zwangsabmeldung-kfz/

          Eine Zwangsstilllegung erfordert auch im Normalfall eine vorherige Benachrichtigung des Halters mit der Möglichkeit, das Fahrzeug freiwillig stillzulegen.

          Stilllegung und Erlöschen der Betriebserlaubnis (die man sich jederzeit wiederholen kann) werden sehr oft verwechselt, auch und grade auf dieser Seite hier…

          • MokkaTeo sagt:

            Riversong:

            Es kann außerdem sein (ist mir grade noch eingefallen, sorry für den Doppelpost) das die Beamten vor Ort keine Möglichkeit eines Lautstärketests hatten

            Doch, die Möglichkeit war gegeben. Bei der Harley wurden 106 db vor Ort gemessen. In welchem Zyklus kann ich nicht mehr sagen.

            Es war bis dato die größte Kontrollaktion im Kreis. Mit der bisher höchsten Anzahl an Anzeigen und Ausstellungen von Verwarnungsgeldern.

            Zudem wurde noch eine Yamaha wegen unzulässigen Umbauten ebenfalls direkt vor Ort stillgelegt. Warum wurde nicht weiter erläutert

            Doch die etwas zu laute (…) Harley blieb lange ein Gesprächsthema

  4. MokkaTeo sagt:

    Auch wenn der Artikel schon aus dem letzten Juni stammt:

    2019 galt das Verbot der Weiterfahrt und der Verlust des Versicherungsschutzes genauso wie 2020

    (…)

  5. Laut ist Out sagt:

    @ Riversong

    tja … was Sie sagen hört sich alles sehr schlüssig an … aber für mich als Nicht-Jurist und Nicht-Fachmann finde ich die Erklärung der hessischen Polizei (siehe Link) sehr einleuchtend und nachvollziehbar:

    https://www.youtube.com/watch?v=nbPpopurXpg

    Und da dies auch noch eine Information von Motorradbegeisterten ist, sind dies m. E auch keine „Trumponaro“ Fake-News …

    Ferner finde ich auch diesen Beitrag vom letzten Jahr ganz amüsant:

    https://www.youtube.com/watch?v=uD5BmDbdsqY

    Wie auch immer – ich denke für lärm-terrorisierte Anwohner als auch für Menschen mit annähernd gesundem Menschenverstand, ist die „schmerzhafte Entnahme“ zu lauter Fahrzeuge aus dem Verkehrsraum mehr als wünschenswert.

    In diesem Sinne – und nix für ungut :)

  6. Michael Stein sagt:

    Sperren wir die Städte für alle Fahrzeuge mit Verbrennern. Stoppen wir den Fluglärm.
    Stoppen wir Familienfeiern mit Gelächter und Gesang. Stoppen wir Kindergeschrei und schließen Spielplätze.
    Keine Blasmusik mehr in Altenheimen.
    Stoppen wir alles was und stört.
    Stoppen wir die Freiheit der Selbstverwaltung.
    Achtung: Sarkasmus !!!
    Ihr solltet euch mal überlegen was anderen an euch nicht passen könnte !!!
    Egoismus und Missgunst beherrschen euer Denken. In Wirklichkeit seit ihr doch neidisch auf alle die so leben wie sie sich ihr Leben vorstellen. Spießertum ist nun mal nicht jedermanns Sache. Ich habe auch etwas gegen unzulässig aufgemotzte Fahrzeuge jeglicher Art aber ich verurteile dadurch nicht gleich eine ganze „Gemeinde“
    Das grenzt ja schon an Massenverurteilung wie im dritten Reich.
    Jeder Biker der etwas auf sich hält handelt mit Respekt und Loyalität jedem gegenüber und steht auch dafür ein das JEDER seine Freiheit und sein Recht bekommt und behält.
    Habt ihr euch schonmal mit der Motorradgemeinde Aug in Aug unterhalten ?
    Egal ob sie Kutte tragen oder nicht, man kann , jeder kann, sich mit uns unterhalten und eine vernünftige Konversation auf Augenhöhe führen. Seit ihr dazu bereit ?

    • Reto sagt:

      Nein – sparen Sie sich die ganzen Verbote! Reduzieren Sie die Lautstärke auf ein verträgliches Maß und fahren Sie weiter, dann ist allen geholfen.

    • Der Redakteur sagt:

      Lieber M. Stein,
      Ihr Versuch der Argumentation ist whataboutism – und trägt leider nichts zur Sache bei.
      „Whataboutism“ bezeichnet einen rhetorischen Trick, bei dem von einem Thema abgelenkt wird, indem Einwände eingeführt werden, die nur scheinbar ein Gegenargument sind, aber in Rahmen der konkreten Diskussion weitgehend wertlos sind.Whataboutism ist damit auch ein Mittel des Rabulismus, also der (zweifelhaften) Kunst, in Diskussionen auch ohne gute Argumente stets die Oberhand zu behalten – durch Verhöhnung, Übertreibungen, Verweis auf Ausnahmefälle, gespielte Empörung und so weiter. Also durch all diese Tricks, die eine inhaltlich fundierte Diskussion sabotieren. Bleiben Sie beim Thema, dann können Sie sich wieder melden (Blasmusik in Altersheimen, tsss!)

      • Michael Stein sagt:

        Diese Antwort hatte ich von ihnen erwartet.
        Sie gehen in keiner Weise darauf ein das Gespräch mit Motorradgruppen – Verbänden zu suchen.
        Da muss ich ihre Antwort als „Ablenkung“ und nicht Zielführende bezeichnen. Sie gehen nur auf ihre eigenen Interessen ein. Das ist ein trauriger Journalismus!
        Wir Biker sind für Gespräche bereit und sind überwiegend auch gegen diese „Poser“. Trotzdem werden wir kollektiv von ihnen verurteilt. Ist das für sie richtig ?

        • Der Redakteur sagt:

          Lesen Sie mal durch was Sie da schreiben. Setzen Sie sich besser einen Aluhelm auf und gehen demonstrieren.

          • Michael Stein sagt:

            Da sieht man ihre Ignoranz anderer Meinung gegenüber und verfällt gleichzeitig in Beleidigung und Hetze weil sie nicht mehr weiter wissen.
            So kommen sie nicht weit. Mit eingefahrenen Spuren trotten sie gerne der Herde voraus und mimen der „Star“ der Gedankenwelt.
            Was ist denn nun mit einem Gespräch?

          • Der Redakteur sagt:

            Sie wollen doch nur über Laubbläser, Kirchenglocken und meine miles and more Karte reden. Das ist es was ingefahrene Spuren in Ihrer Gedankenwelt nenen und der Herde hinterhertrotten.

          • Michael Stein sagt:

            Sie tun mir ehrlich leid.
            Mir / uns geht es nicht um Laubbläser oder Kirchenglocken und auch nicht unnütze, arrogante Diskussionen.
            Sie stellen sich weiter konsequent gegen ein Gespräch mit uns. Aus welchem Grund auch immer. Nur, vor uns muss man keine Angst haben. Wir sind ganz normale Menschen wie sie auch aus alles möglichen Bevölkerungschichten.

          • Der Redakteur sagt:

            Also ich erinnere nochmals an Ihren Einstieg in den Dialog – unter anderem: „Ihr solltet euch mal überlegen, was anderen an euch nicht passen könnte !!! Egoismus und Missgunst beherrschen euer Denken“. Der Rest: Laubbläser und Kirchenglocken. Wohin bitte soll die Diskussion (die wohl Ihr Ziel war) führen? Reden Sie so mit Ihrer Frau, wenn Sie den Dialog suchen? Lesen Sie Ihren Senf nochmal durch – und dann was Sie mir vorwerfen. Sie treffen sich selber.

  7. Michael Stein sagt:

    Und schon wieder passiert es: Sie nehmen einzelne Sätze aus dem Dialog und zerreißen damit den Sinn.
    Was wir wollen? Das ist ganz einfach! Wir wollen einen offenen, ehrlichen und Respektvollen Dialog zwischen Ihnen, den Motorradlärmgegnern und uns, den Motorradfahrern. Wir möchten keinen Streit zwischen unseren „Lagern“. Wir wollen ein mit gegenseitiger Achtung und Respekt geprägtes miteinander. Dafür muss man aber miteinander Reden.

    • Der Redakteur sagt:

      Wir hören.

      • Michael Stein sagt:

        Wir möchten dieses Gespräch Aug in Aug bei einem treffen auf neutralem Boden denn, wie hier schon geschehen, wir geschriebenes auch mal missverstanden.
        Wäre das für euch ok ?

        • Der Redakteur sagt:

          Es gab in der Vergangenheit und gibt bestimmt in der Zukunft Möglichkeiten zur Diskussion. Tragen Sie doch mal vor, was Sie uns vermitteln wollen, damit ich einschätzen kann, ob der Invest sich lohnt. PS: Das Treffen mit der Biker Union hat sich definitiv nicht gelohnt.

          • Rainer Rau sagt:

            Ich finde auch, sie sollten Ihre Zeit sinnvoll verwenden. Selbst wenn man mit dem einen oder anderen redet, der sich normal verhält, gehts an der großen Masse der Chaoten vorbei.

            Hier melden sich Ehrliche, die in ihrem Verhalten nicht auffallen. Als nächstes scheinbar Anständige, die den Verlust ihrer „freien Entfaltung“ befürchten, dann noch die richtig Asozialen, die vor Drohungen mit noch mehr Chaos nicht zurückschrecken. Mit Ersteren gibts diesbezüglich nichts zu klären, mit denen könnte man friedlich mal ein Bier trinken oder so.
            Bei den anderen ist es sinnlos, da helfen nur Regelungen und konsequente Durchsetzung.

            Die Scheinheiligen mit ihrem „Verständnis“ sind noch unangenehmer als die Rüpel, die offen „mit Dreck werfen“ oder „aus Sadismus“ noch kriminelleren Krachschrott dranschraubern.

        • Sie sagt:

          @Redakteur: Können Sie sich sparen. Motorradtreffen-Überzeugungsarbeit war ne Zeit lang meine Leidenschaft: Alles nette Kerls (und alles legal oder zum Schmunzeln illegal – aber halt unverzichtbar). Das Treffen mit den Katholischen Bikern und der Rennleitung 110 war zwar bemerkenswert, aber vergeudete Zeit. Mit Michael Ahlsdorf von der Bikersnews hingegen kann man reden. Aber der ist ja auch nicht nur Motorradfahrer, sondern gelernter Priester, glaube ich…

        • Rainer Rau sagt:

          Wie wollen Sie denn das sozialunverträgliche Verhalten der Mehrheit abstellen? Das Problem beruht doch auf ausgewachsenen Charakterschwächen, das sind schon lange keine Kindereien mehr.
          Mit 150 durch eine 70er Ortsdurchfahrt, ohne Schalldämpfung, viel zu schnelles Überholen in Rechtskurven, gezieltes Aufdrehen bei Lärmdisplays, wiederholtes Herumfahrenfahren in Wohngebieten, wo mal einer um etwas Ruhe gebeten hat…
          der Zug ist abgefahren, die haben sich aus der Normalität verabschiedet.

          • Der Redakteur sagt:

            @Rainer:
            Teils existiert auch überhaupt kein Problembewusstsein. Mir begegnet immer wieder die Aussage, ich bin ja in 30 Sekunden weg. Dass dann der nächste kommt ist dem schon wieder egal. Dafür kann er ja nichts.

  8. Michael Stein sagt:

    Ich kenne sie und weiß das man dort für legale bikes ist. Unter allen Schafen gibt es auch schwarze. Die wird es auch bei euch geben. Trotzdem ist das immer nur ein Bruchteil wegen den man nicht die ganze Herde verteufeln sollte. Oder sehe ich das falsch?

    • Der Redakteur sagt:

      Eine Ducati Panigale und eine BMW S1000RR ist für viele Motorradfahrer ein legales Bike. Und doch darf man damit nicht auf den Sachsenring, weil viel zu laut. Definieren Sie den Begriff Bruchteil der Motorradfahrer. Unser Sprecher, der Kollege Siegel, war mit dem SWR im vergangenen Jahr auf einem Parkplatz bei Löwenstein, wo sich Motorradfahrer treffen. Auf diesem Parkplatz lief das Team durch die Reihen: abgezählte 80 % Zubehörauspuffe bei Sportmotorrädern und bei nahezu allen Custom-Fahrzeugen und Harleys Klappen (J&H o.ä.), DB-Eater oder offene Rohre. Den Film kann man googeln. Zum Glück treiben sich nicht alle Kradler an solchen Stellen rum. Aber auch die BMW GS hat heute Klappen. Von welchem Bruchteil reden Sie und was ist „legal“?

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