Kräftemessen der Verbände

Michael Lenzen (links) und Holger Siegel tauschen bei 3Sat Nano Argumente aus.
Quelle: Screenshot Nano

https://www.3sat.de/wissen/nano/200916-motorrad-nano-104.html

So unterschiedlich können Motorradfahrer die Welt sehen: Michael Lenzen (Bundesverband der Motorradfahrer) gegen Holger Siegel (BUND Arbeitskreis Motorradlärm) – Austausch der Argumente im Fernsehen bei 3-Sat Nano. Während Lenzen angesichts von konsequenten Lärmgrenzwerten über das Ende des Motorradfahrens orakelt, fährt Siegel wieder mit seiner Nähmaschine vor, die zeigt, dass es auch leise (wenn auch emotionsbefreit) geht. Siegel: „Ohne Streckensperrung als Ultima Ration nehmen uns die nicht ernst!“ Lenzen: „Lehne ich ab, ist eine Diffamierung.“ Sehenswerter Beitrag von Carsten Walter.

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3 Kommentare zu “Kräftemessen der Verbände
  1. Hendrik B. sagt:

    Interessanter Ansatz finde ich das wer zu laut fährt ist mit einem negativen Smiley bestraft wird.
    Und wer viel zu laut ist, muss in die Ecke stehen.
    Und wer gar keinen Auspuff dran hat, muss eine Runde ausgeben!
    Herr Lenzen: Ich vermute dass Lobbyarbeit fürs Motorradfahren mit Realitätsverlust einhergeht!

  2. Reinhardt Bayer sagt:

    Zum Thema Motorradlärm:
    Ich fahre seit 53 Jahren Motorrad. Gesamtlaufleistung der Maschinen ca. 650000 km.
    Habe die letzten 18 Jahre eine Yamaha FYR1300 (Baujahr 2001-104000 km) gefahren. Seit August 2019 fahre ich eine Yamaha Tracer 900 GT (zur Zeit 16000 km auf dem Tacho).
    Zur Lautstärke:
    FYR1300: Sie hatte ein feines Geräusch, ich fand sie nicht zu laut. Meine Hausnachbarn empfanden sie auch nicht zu laut (Einfamilien Haussiedlung).
    Tracer 900 GT: Ich wurde einmal nett angesprochen, ob ich die Maschine nicht morgens mal statt in der Garage nicht besser an der Straße anlassen sollte. Ja, die Maschine ist schon „kerniger“ im Gräusch im Leerlauf als die FYR1300. Im Heft stehen 93dB (A) Standgräusch bei ca. 5000 1/min, Fahrgeräusch 74dB(A). Würde man die Maschine auf einer freien Strecke bis zur max. Drehzahl von 10000 1/min ausdrehen, wären sicherlich weit über den 93dB möglich.
    Wie gesagt: Die eine Maschine Baujahr 2001, die andere Baujahr 2019. Das zu dem Thema, das sich nichts verbessert hat in Bezug auf den Lärm, sondern eigentlich verschlechtert. In der Motorradszene stößt man mit dem Thema auf taube Ohren. Die Motorradhefte gehen nur nach dem „tollen“ Klang. Die Hersteller sind scheinbar auch nur Taub (z.B. BMW, Ducati). Ich meine: Streckensperrungen werden kommen. Was in Österreich passiert mit teilweisen Sperrungen ab 95dB kann ich nachvollziehen. Ich bin selbst oft in dieser Gegend gefahren (Beispiel: Hahnentennjoch Paßstraße). Man glaubt garnicht, wie viel Brülltüten unterwegs waren.

    Meine Meinung:
    1. Der Gesetzgeber (EU) sollte das Standgeräusch unter 90db (A) bringen!
    2. Nachrüst Auspuffanlagen sollten generell verboten werden, da die meisten zu laut.
    3. Was nicht geht: Zugelassene Maschinen aussperren. Der Halter hat ein zugelassenes Produkt erworben. Ihn kann man nicht Haftbar machen.
    4. Motorradfahrer sollten mal ihre Gesprächsthemen überdenken, nicht wer Schnell und Laut ist, ist ein Held.
    Nur so als Anmerkung: Ich habe auch schon allen Stationen durchgemacht mit laut und viel zu schnell. Am meisten hat es mir auf der Rennstrecke Spaß gemacht. Heute fahre ich mehr wie zügig und versuche nicht alles an Lärm heraus zu kitzeln. Also mal den Kopf zum Denken gebrauchen!

    • Der Redakteur sagt:

      warum sollte man „zugelassen Maschinen“ die mit Schummeltechnik zugelassen wurden verschonen? Besser wäre es Audi, BMW und Co würden den Schaden bezahlen.

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