Randenaufstieg lärmt weiter

Viel frequentiert von lauten Bikern: der Randenaufstieg bei Blumberg. Foto: Schweigler

Jahrelang hatten sich die Anwohner des Blumberger Orsteils Randen (Baden-Württemberg) über Motorradlärm auf der B 314 beschwert. Dann wurde eine Überholspur am Wochenende gesperrt. Zunächst war ein deutlicher Lärmrückgang zu spüren, danach wurden wieder mehr schnelle und laute Biker registriert. Der Blumberger Stadtrat Dietmar Schweigler meldet jetzt im Südkurier-Interview, dass der Lärm- und Rennbetrieb wieder zunimmt… Von Entspannung könne jedenfalls keine Rede sein. Der Randenaufstieg führt direkt in die Schweiz. Neben deutschen Hobby-Rennfahrern wird er auch viel von Schweizer Piloten befahren. Für sie attraktiv: die im Vergleich zur Schweiz lächerlichen Strafen für Geschwindigkeitsübertretungen und Auspuffmanipulationen.

Die Raserstrecke unweit von Randen.

9 Kommentare zu “Randenaufstieg lärmt weiter
  1. Nochwer sagt:

    Seit Guido Wolf seinem Wahlkreis keine Sonderbehandlung mehr angedeien lässt ist es halt wie überall sonst im Ländle: laut am Randen.

  2. Cecile Stark sagt:

    Die B314 bei Blumberg, genauer der Abschnitt zwischen Epfenhofen und Randen, kenne ich persönlich gut. Ich befahre sie fast täglich auf meinem Arbeitsweg mit meinem Auto. Die Strasse führt übrigens nicht direkt in die Schweiz, wie im hier publizierten Bericht behauptet, sondern verläuft ganz auf deutschem Boden knapp nördlich der Schweizergrenze. Warum an dieser Strasse gegen die Motorräder vorgegangen wird, ist mir ein Rätsel. An der Strasse gibt es überehaupt keine unmittlbaren Anwohner, die durch Lärm belästigt werden könnten und auch das durchschnittliche Verkehrsaufkommen ist eher gering. Was dann aber die Phantasie den Verkehrsregulatoren bei der Ausübung ihres Amtes für einen Streich spielte, ist mehr als grenzwertig. Schon vor Jahren wurde die Strasse mit einem Geschwindigkeitslimit von 60 km/h nur für Motorräder beschildert. Für die anderen Verkehrsteilnehmer gilt an derselben Stelle keine Geschwindigkeitsbegrenzung. Zugleich ist die Verkehrsführung einspurig mit Überholverbot. Dies führt regelmässig zu Agressionen von Autofahrern, die schneller als 60 km/h fahren möchten, aber nicht können, da sie durch Motorräder, die sich an das Limit halten, aufgehalten werden.

    • Rainer Rau sagt:

      Man kann sich wie in der Politik an Details abarbeiten, um für generelle Probleme keine Zeit oder kein Interesse mehr zu haben. Es geht nicht um EINE Straße, sondern um alle! Und es geht nicht um ALLE Motorräder, sondern um die, die Mitmenschen ernsthaft belästigen, schädigen und gefährden – dieser Anteil steigt immer noch rapide an. Dass die Behörden oft nur mit Augenwischerei und Unsinn agieren, macht die Sache nur noch schlimmer. Was hier auch fehlt, ist Einfühlungsvermögen der Selbstdarsteller in das Leben normaler Menschen.

  3. Reto sagt:

    Ich kenne die Strecke auch von regelmässigem Befahren. Ich weiss dass sich hier nicht nur eine Menge Schweizer, sondern auch deutsche Chaoten zum Freizeitvergnügen austoben. Auch wenn man nicht hinsieht, der Schall dringt über 200-500 Meter Distanz problemlos durch das Grün…

    • Jolanda S. sagt:

      Warum wird dann aber hier und an vielen anderen Strecken nur auf die Motorradfahrer geschossen und mit unsinnigen Regeln und Verboten einseitig schikaniert? Andere Verkehrsteilnehmer erzeugen schliesslich auch Lärm und kommen auf Strassen insgesamt viel häufiger vor als die relativ kleine Gruppe der Motorradfahrer!
      Übrigens: Ich finde der Titel dieser Internetseite, Motorradlärm.de, falsch. Er sollte in Motorenlärm.de oder Strassenlärm.de geändert werden, korrekterweise.

      • Reto sagt:

        Liebe Jolanda (oder liebe Cécile? ;-),
        ausnahmsweise beantworte ich einmal eine Mail mit Fakeadresse.
        Vermutlich keinen Arsch in der Hose.
        Zum Thema:
        Motorräder sind nunmal hier die lautesten und auffälligsten Gefährte.
        Und wie wir uns nennen, müssen Sie uns überlassen. Motorräder waren die ersten, denen diese betrügerische Lärmen ankonstruiert (durch Hersteller und Fahrer) wurde. Gleichwohl haben wir etliche Artikel zum Thema mutwilliger Motorenlärm hier auf dieser Seite und im Untertitel „Netzwerk gegen vermeidbaren Motorenlärm“.
        Übrigens: Volkswagen nennt sich ja auch nicht einfach in „betrügerischer Fahrzeugkonzern“ um, nur weil es besser passt, oder?

        Liebe Grüsse

        PS:
        Vielleicht noch ein paar depperte Namen in Petto?

      • Rainer Rau sagt:

        Relativ kleine Gruppe? Wenn sonntags von 1200 an einem „Hotspot“ (dazu zählt ja mittlerweile fast das ganze Straßennetz) 800 bis 900 auffällig zu laut sind, ist dieser Anteil relativ groß. Weiterhin gibt es bei Pkws relativ wenig Lückenspringer und Slalomüberholer mit ohrenbetäubenden Beschleunigungsvorgängen. Nur bei relativ schlechtem Wetter ist die Situation relativ erträglich. Die unsinnigen Regeln und Verbote sind relativ gesellschaftsfreundlich gegen das relativ gesellschaftsunverträgliche Verhalten eines relativ großen Anteils der Zweiradfraktion inklusive Vierradgehhilfen im Möchtegernbikerlook.

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