Screenshot aus der Leipziger Volkszeitung.

31 Kommentare zu “
  1. Hubertus Ulsamer sagt:

    „Mit Hupen und heulenden Motoren machen die Fahrer ihrem Ärger über ein Vorhaben Luft: dass ihre Motorräder zukünftig weniger Krach machen dürfen“.
    Das hat auch irgendwie was! :-)

    (mit einer prächtig inszenierten Ölhavarie vor der Wattenmeerküste demonstriert Greenpeace gegen die Meeresverschmutzung)

    Das Schöne ist ja, wenn „die Biker“ mit allen anderen Punkten der Bundesratsforderungen einverstanden sind, und das scheint ja so zu sein, denn dagegen demonstriert ja keine Sau, dann braucht es den Punkt „in besonderen Konfliktfällen müssen Geschwindigkeitsbeschränkungen und zeitlich beschränkte Verkehrsverbote an Sonn- und Feiertagen aus Gründen des Lärmschutzes möglich sein“ ja gar nicht.
    Alles wird gut!

    • Der Redakteur sagt:

      You made my Schmunzler today: (mit einer prächtig inszenierten Ölhavarie vor der Wattenmeerküste demonstriert Greenpeace gegen die Meeresverschmutzung)

  2. Henrik sagt:

    Ja, die Rockers beweisen, dass sie Lärm machen.

    • Thorsten Haiger sagt:

      Ihr kennt das Sprichwort : Wer am lautesten brüllt, bekommt meistens Recht!
      Somit kann ich im großen Kontext , selbst bei vereinzelt negativer Presse, in den Demos den positiven Aspekt für die Sache und gegen temporäre Sperrungen sehen.
      In Österreich sind die ersten Klagen gegen das Fahrverbot in Tirol anhängig. Somit geht das Ganze Drüben und auch sicherlich bald Hüben seinen Weg in die Instanzen .Und ich bin zuversichtlich, daß diese Bananenrepublikentscheidungen , die auch hier immer mehr um sich greifen, von dieser oder einer der nächsten Instanzen juristisch und umfänglich geklärt werden.
      Bis dahin, der Sommer kommt, die Urlaubszeit auch. Somit kann man sich an den nächsten Motorradtouren erfreuen und diese mit ein und der anderen Demo verbinden.

      • Rainer Rau sagt:

        Drohungen sind wir gewohnt, einer mehr macht den Kohl nicht fett.

      • Genervter Anwohner sagt:

        Meiner Meinung nach zeigt hier jemand, daß er kein Verständnis dafür hat, was dieser Lärm den Anwohnern antut.
        Für mich ist das ein Musterbeispiel für Ignoranz.
        Es wird nicht nach sozialvertrâglichkeit sondern nach juristischer Konfrontation gesucht.

        Für mich zeigt jede dieser Motorraddemos, wie unerträglich diese Gruppe inzwischen geworden ist.
        Macht nur weiter, damit auch die Masse der Bevölkerung erkennt, welchen Lärm und Gestank ihr erzeugt, denn so wie ihr bei diesen Demos auftretet geht es seit Jahren an vielen Strecken zu.

  3. MokkaTeo sagt:

    Töne von der Demo in Weiden (Oberpfalz) vom zurückliegenden Wochenende

    Auszüge von der Ansprache von Versammlungsleiter Bernhard Piontek (hat schon in den Fünfzigern die Wirtschaft mit aufgebaut, oder waren es vielleicht doch andere?((…):

    „Alle die wir hier sind, finden das nicht gut. Wir sind ein Klientel, das Umsatz macht, das die Gastronomie unterstützt.“ Hier werde in die Freizeit und ein Hobby eingegriffen. „Diejenigen, die uns jetzt das Wasser abgraben wollen sollten eines bedenken: Wir Motorradfahrer haben in den Fünfzigern die Wirtschaft mit aufgebaut.“ Jetzt wolle man ihnen dieses Freizeitvergnügen verbieten.

    „Die Maserati-, Porsche- und Ferrari-Fahrer dürften sie dann auch nicht fahren lassen“, kam ein Einwand aus der hinteren Reihe. Ein anderer: „Wir zahlen Steuer, wir zahlen Versicherung. Die sollen die Verbote mit den Porschefahrern machen, die herumfahren, wie die Irren.“ Wenn nicht an den Wochenenden, wann denn solle man Motorrad fahren. „Wir arbeiten während der Woche.“

    „Was macht ein Urlauber, der von Holland kommt und nach Italien will und sich dafür ein verlängertes Wochenende mit Feiertag aussucht?“ Der müsse sich ein Zimmer nehmen, weil er in Deutschland nicht fahren darf. Überhaupt nicht durchdacht sei die Empfehlung aus dem Bundesrat. Fahrverbote sollten ausgerechnet auf solchen Straße gelten, die von Bikern gerne genutzt würden. „Wir halten alle Vorschriften ein. Wir wollen aber auch dann fahren, wann wir wollen.“ —

    Fast alle Argumente sind auch hier im Forum präsent.
    Doch die Geschichte vom Aufbau der Wirtschaft und des bemitleidenswerten holländischen Bikers waren mir neu.

    https://www.onetz.de/oberpfalz/weiden-oberpfalz/spektakulaere-motorraddemonstration-gegen-geplantes-fahrverbot-id3058336.html

    • Rainer Rau sagt:

      Man lernt nie aus. Bei den Wirtschaftaufbauern ist sicher auch der 18-jährige Rüpel aus unserer Gegend mit seiner KTM dabei, der baut die Dorfwirtschaft auf und verkündet nachts allen Einwohnern, dass er jetzt heimfährt.

  4. Hermann sagt:

    Putzig wird es wenn man sich das Bild genau anschaut,
    i.B. Gruppe die mit „Generalverdacht“ auf sich aufmerksam macht.
    Tätowiert, Cowboyhut, ganz in Schwarz, viel Leder und Maschinen die allem Anschein nach die 95dB(A) Grenze locker pulverisieren.

    Fehlt nur noch der Heiligenschein.

    Ach hab‘ schon wieder vergessen, dass man sich vom ersten Eindruck her nicht leiten lassen soll und hier nur unschuldige, nette Leute demonstriert haben, mea culpa !

  5. Tourenfahrer sagt:

    „Putzig wird es wenn man sich das Bild genau anschaut,
    i.B. Gruppe die mit „Generalverdacht“ auf sich aufmerksam macht.
    Tätowiert, Cowboyhut, ganz in Schwarz, viel Leder und Maschinen die allem Anschein nach die 95dB(A) Grenze locker pulverisieren.“

    Da muss auch ich ein wenig schmunzeln, auf der anderen Seite wurden „die Lärmgegner“ auch jahrelang in diversen Reportagen als Stereotyp „gelangweilter Rentner“ dargestellt*. Beide Gruppen werden aber nicht die Mehrheit der jeweiligen Gruppe darstellen und vertreten. Hoffe ich.

    *Ich beziehe mich auf diverse Reportagen aus dem ÖRR.

    • Tourenfahrer sagt:

      „Hoffe ich auch, die Bilder die ich von anderen Demos so sehe, geben aber wenig Anlaß zur Hoffnung:“

      Das sind ein paar Tausend. Wie viele Motorradfahrer gibt es in DE?

      Aber ja, die Bilder sind in der Tat kein Anlass zur Hoffnung.

  6. Sophia sagt:

    Ich finde es traurig, dass offenbar innerhalb kürzester Zeit 50.000 Unterschriften gegen das Fahrverbot zusammen kamen, aber Lärmgegner immer noch zu wenige sind oder eben zu leise :) ich weiß nicht, ob diese offene Petition erfolgversprechend ist, aber ich unterschreibe alle, die ich finden kann.. vielleicht wollt ihr bei euch drauf aufmerksam machen? https://www.openpetition.de/petition/online/silent-rider-die-bundesweite-initiative-gegen-unnoetigen-motorradlaerm

    • Rainer Rau sagt:

      Vielleicht bin ich zu misstrauisch, aber Name UND Anschrift geht mir persönlich etwas zu weit, ich hab da schon zu schlechte Erfahrungen.

      • Sophia sagt:

        Ja, verstehe ich gut, aber die Open Petition Seiten gibt es öfter, sie wirken seriös. Und ehrlich gesagt war es mir egal.. wenn es nur den Hauch einer Chance gibt, dass endlich etwas gegen die Lärmpest geschieht..

        • MokkaTeo sagt:

          @Sophia

          Im Prinzip finde ich den Zusammenschluss der Kommunen für ein gemeinsames Vorgehen gegen Motorradlärm nicht verkehrt. Auch ich habe dort unterschrieben und finde es etwas verwunderlich, daß in 7 Monaten nur knapp 6000 Unterschriften zusammengekommen sind.

          Doch wenn man sich einmal die Aufmachung der Seite anschaut, könnte man sich auch auf einer Bikerseite wähnen. Und klickt dann wieder weg.

          Vielleicht sind „schlafende Babies“, „Menschen die sich den Finger auf die Lippen legen“ oder „die Ohren zuhalten vor lauter Lärm“ als Aufmacher für die Homepage auch nicht gerade besonders attraktiv.
          Doch man wüßte sofort, um was es geht.
          Schließlich kennt man diese Plakate ja auch von den beliebten Motorradstrecken.

          Was mir nicht in allen Bereichen behagt, ist die Tatsache, daß der BvdM mit Streckenwart Wilczinsky hier auch kräftig mitmischt.

          O-Ton Wilczinsky:
          Besser wir arbeiten mit, als das andere über uns hinweg entscheiden!

          Einer der Grundgedanken von „Silent Rider“ ist zwar das gemeinsame Vorgehen gegen Motorradlärm, also Biker und Lärmgeplagte im Verband, aber imho finde ich es, sagen wir einmal …nicht unbedingt in jeder Hinsicht zielführend.

          Bei der Gründung des Lärmforums in meinem Wohnort wurde anfangs auch Wert darauf gelegt, daß Biker und Lärmgeplagte gemeinsam gegen Motorradlärm vorgehen.

          Nur leider gab es dabei immer wieder Konflikte und der BvdM, der u.a. mit o.g. Herrn vertreten ist, verfolgt nun einmal in erster Linie mit seinem Lobbyismus die Ziele der Motorradfahrer.

          Aber wenn man eine öffentlich Aktionsseite dieser Art nur mit Motorradlärmgegnern ins Leben rufen würde ohne die Motorradfahrer mit ins Boot zu nehmen, würde die Bikerfraktion das nicht gutheißen und sich diskriminiert und ausgeschlossen fühlen.

          Viele Hartgesottene der Biker Szene halten die Teilnahme des BvdM an „Silent Rider“übrigens für eine Art von „Nestbeschmutzung“
          Eigentlich sollten sie für soviel Lobbyismus dankbar sein

  7. Rainer Rau sagt:

    „Die Polizei rät Verkehrsteilnehmern…. großräumig zu umfahren“ usw…
    Derartige Aufmärsche noch polizeilich zu regeln statt zu unterbinden, macht nicht optimistisch.
    Aber es liegt großenteils nicht an der Polizei, sondern an deren Weisungsbefugten bis in die höchsten Spitzen.

    • Rossi sagt:

      Das Demonstrationsrecht ist eine wichtige Errungenschaft der Demokratie. Ich trete daher grundsätzlich für das Recht auch der Motorradfahrer auf Demonstration ein.

      Davon abgesehen fällt mir ein Ausspruch einer älteren Dame am vorletzten Sonntag in Aitern (Schwarzwald) wieder ein. Sie sagte, die sollten doch jedes Wochenende in der Stadt demonstrieren, dann sei es hier ein wenig ruhiger als sonst. Das fand ich schon lustig.

      Ich fand nicht, daß das lärmmäßig viel gebracht hätte. Wie üblich konnte man sich am Plätschern der Bächlein, Zwitschern der Vögelein und Geröhre der bedauerlichen Einzelfälle erfreuen.

      • Rainer Rau sagt:

        Wenn Sie sich über Schäden, die sie bei unzähligen Betroffenen anrichten, lustig machen können, trifft das genau den Eindruck, den normale Menschen von eurer Lärmer- und Raserfraktion haben. Rücksichtslos, gesellschaftsunverträglich (geht auch kürzer), und, was sehr oft die Fahrweise angeht, einfach nur kriminell.

  8. mac b. sagt:

    leider liest sich eure seite, als hättet ihr nicht verstanden, um was es geht… es gibt genügend vorschriften und regularien, nur wird zu wenig kontrolliert und umgesetzt… stattdessen wird gegen alle biker gehetzt, sowohl von anwohnern, staat und medien…. aber vielleicht haben einige ja gemerkt, dass die biker sich nicht einfcah alles gefallen lassen, im gegensatz zu dem grossteil der bürger…. denkt mal nach, was euch alles verboten wurde und was noch folgen könnte

    • Der Redakteur sagt:

      Whataboutism. Mir darf man alles verbieten, was anderen schadet.

      • Willfried Ebert sagt:

        Motorradfahren per se schadet nicht.

        • Der Redakteur sagt:

          Hat keiner behauptet. Nur wenn 70 Prozent unerträglichen Krach machen wie an manchen Strecken.

          • Willfried Ebert sagt:

            Ein Verbot , auch wenn es nur bestimmte Strecken für bestimmte Zeiträume betriftt , welches aber für alle Motorradfahrer bindend ist, schadet allerdings sehr wohl allen Motorradfahrern. Auch denen , die keinen Krach machen.
            Dies ist nicht zu akzeptieren. Ihre vorgebrachten 70% sind natürlich auch nicht zu belegen. Im Gegenteil, fast immer zeigen Messugen vor eine Belastung mit zu hohen Geräuschpegeln im einstelligen Prozentbereich an .
            Die Bundesregierung hat sich zu dieser und auch den anderen utoptischen Forderungen des Bundesrates positioniert.

            https://www.bundestag.de/presse/hib/704946-704946

            https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/204/1920477.pdf

            Somit hat sich diese unsinnige Diskussion hoffentlich bald erledigt.

          • Reto sagt:

            Die Aussagen der Polizei sind regelmäßig 2 bis 5 % zu laut. Allerdings meinen die dann nur illegal zu laut (bspw. DB-Eater) und nicht legal zu laut durch Auspuffklappen. In manchen Fahrzeugkategorien ist das ja Standard und das ballt sich dann an den Hotspots…

    • Lutz F. sagt:

      Wir Anwohner lassen uns auch nicht alles gefallen! Es geht gegen die Motorradfahrer, die sich nicht benehmen können, ihrer Fahrzeuge als Spielzeug ansehen und uneinsichtig sind. Auf Landstraßen und innerorts werden Geschwindigkeiten nicht eingehalten sowie rücksichtslos überholt. Wenn ich Argumente wie Steuerzahler und Hobby lese, Anwohner sind auch Steuerzahler und wollen in ihrer Freizeit Ruhe. Wieso dürfen Motorräder laut sein, wenn Gartengeräte nur zu bestimmten Uhrzeiten benutzt werden dürfen und einer Lärmschutzverordnung unterliegen? Ich gebe ihnen Recht, es muss mehr kontrolliert werden aber hier ist unser Verkehrsminister wie bei vielen anderen Themen nicht fähig einzuschreiten. Ich frage mich, wie man mit so viel Unwissenheit das Amt als Verkehrsminister ausführen kann.

  9. Andi sagt:

    Liebe Motorradfahrer, es geht hier nur darum das eure Kisten zu laut sind. Alles andere juckt die Anwohner gar nicht. Ist es so schwer zu begreifen das ihr mit euren lauten Kisten uns auf den Sack geht. Wir finden euren Lärm nicht toll. Es macht uns krank und das nur weil ihr auf Lärm steht. Wenn ihr so Lärmsüchtig seid, warum nehmt ihr keine Kopfhörer und jagt euch von mir aus 120 Db direkt ins Gehirn. Glaubt mir wir werden nichts dagegen haben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.