Keine Entspannung um den Beverdamm

Schöne Motorradstrecken - ein Lärm-Fluch für die Anwohner. Hier in Hückswagen.

Schöne Motorradstrecken – ein Lärm-Fluch für die Anwohner. Hier in Hückeswagen. Quelle: Google

In Hückeswagen (Oberbergischer Kreis, Regierungsbezirk Köln) ist die Welt schon lange nicht mehr in Ordnung. Während motorisierte Erholungssuchende auf zwei Rädern den Lärm in die Region tragen und sich am Beverdamm zum entspannten Benzingespräch treffen, fühlen sich Anwohner und Erholungssuchende von den Ledertouristen akustisch belästigt. Die Umgehung der Lärmnormen durch die Motorrad-Hersteller und die (meist legalen) Manipulationen der Krad-Besitzer mit dem Ziel zu lärmen tragen Früchte: Die Naherholungs-Region ist in hohem Maße lärmverseucht. Die Verwaltung versucht sich an halbgaren Sicherheitskonzepten, ohne den Kern der Sache zu erkennen: Für die Motorradhersteller sind die alten und neuen Lärmnormen kein Problem – jedenfalls nicht, wenn es darum geht, die Wünsche der Kundschaft nach Auspufflärm zu befriedigen. Lebensqualität und Gesundheit der Anwohner sind Nebensache – zur Ursachenforschung möge man sich nach Brüssel begeben, dort sei man für die Zulassungsnormen zuständig. Wasser auf die Mühlen der EU-Skeptiker.

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6 Kommentare zu “Keine Entspannung um den Beverdamm
  1. Manuel Abeledo sagt:

    Hm, ich frage mich gerade ernsthaft, in welcher Welt ihr lebt…
    Wenn ein Auto mit 110 dB nachts um NULL Uhr über die Strasse donnert, regt sich scheinbar keiner auf. Aber wehe ein Motorrad fährt TAGSÜBER mit unter 100 dB da lang… Die bösen Motorrad-Fahrer! Die machen unsere Ruhe zunichte!
    Wollt ihr das live erleben mit den Autos? Ich lade euch gerne ein, es live zu hören. Danach ist aber eure „Motorradlärm-Theorie“ hinfällig.

    Was spielen wir hier? Einen Sündenbock finden? Sorry, aber das Gefühl habe ich!
    Ich gehe mal davon aus, dass dieser Kommentar nie öffentlich zu sehen sein wird… würde ja der „Motorradlärm-Theorie“ widersprechen.

  2. Rainer Lüdorf sagt:

    Hallo,
    ich lade gerne ein paar Lärmer in meinen Garten ein, eine Unterhaltung wird sehr einsilbig ausfallen. Ich wohne nähe Beverdamm. Besonders an Wochenenden bei schönem Wetter traumhafter Lärm. Nachbarn laufen mit Gehörschutz durch ihren Garten, ist das normal ? Die Polizei sollte diese Krads still legen.

  3. Rainer Rau, sagt:

    Ignoranten in den Garten einladen – eine zu romantische Vorstellung. DIE werden nie einen Garten haben, DIE werden nie ernsthaft begreifen, worum es hier geht. Der Konsumterror und „Ich will Spaß“ haben DIE voll im Griff; wenn der Kredit für den einen Mist abgestottert ist, zwingt die Gehirnwäsche zum nächsten Blödsinnskauf. Worte wie „Nachhaltigkeit“ oder „Bleibender Wert“ verursachen bei deren Festplatte sofort einen Kolbenfresser. Selbst für uns alltägliche Begriffe wie „Mitmensch“ oder „Rücksicht“ generieren höchstens „Suchbegriff nicht gefunden“. Kinder in der Trotzphase handeln bewußt uneinsichtig, bringen aber im Gegensatz zu DENEN die anale Phase meist hinter sich und entwickeln sich dann zu nützlichen Gesellschaftsmitgliedern. Würden DIE nicht so fürchterlich nerven und krank machen, könnte man sie als skurrile Laune der Natur in einen Zoo sperren und als warnende Negativbeispiele der Evolution ausstellen. Bei Schimpansen steht manchmal der Warnhinweis: „Vorsicht, werfen mit Kot!“. Bei DENEN müsste es heißen:“Vorsicht, produzieren geistigen Dünnschiss!“

    • Manuel Abeledo sagt:

      Lieber Rainer Rau,
      Ihnen ist schon klar, was SIE gerade für „Dünnschiss“ von sich geben, oder? Sie bezeichnen ALLE Motorradfahrer als Vollidioten und rücksichtslose Banausen. Schon mal drüber nachgedacht, dass dies evtl. gerade mal 5% derer sein könnten? Nach Ihrer Pauschalisierung wären dann auch alle AUTOfahrer Raser, alle islamisch Gläubigen Terroristen, etc.
      Kleiner Tipp: beim nächsten Mal, vor Inbetriebnahme des Mund- bzw. Schreibwerks das Gehirn einschalten (falls vorhanden).

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