Lärm-Report aus Tirol

Reportage aus den Alpen: Die Österreicher werden vom Freizeit- und Spaßverkehr belästigt.

Die Alpen leiden mehr und mehr unter dem teutonischen Krachverkehr – eine Fernseh-Reportage im ORF schildert das eindringlich. Während die einen leiden, die anderen ihren „Spaß“ haben, verdienen die Gastronomen ihr Geld auch mit Motorradfahrern und fürchten um den Umsatz. Der Denkfehler: Offensichtlich meint man in unserem Nachbarland (wie auch hierzulande) dass dieser Freizeitlärm auf zwei Rädern unvermeidbar sei. Ganz im Gegenteil. Es ginge weitaus leiser, wenn nicht gar leise. Der Fahrspaß wäre bis auf die akustische Komponente der selbe. Nur will die Kundeschaft das nicht und deshalb gibt sich die Fahrzeugindustrie (auch die Österreichische) alle betrügerische Mühe, die Lärmvorschriften zu umgehen. Und die Politik lässt sich das gefallen. Europaweit. Das ist ausgewogene Berichterstattung, die alle Seiten zu Wort kommen lässt. Nur leider unter der Annahme von falschen Voraussetzungen.

3 Kommentare zu “Lärm-Report aus Tirol
  1. Peter Steinegger sagt:

    Ja, so ist es. die Idiotie ist grenzüberschreitend. Ich weiss wovon ich spreche. Ich wohne im südlichen Schwarzwald. Bei uns sind es die Eidgenossen, die uns mit ihren infantilen Lärmgeschützen beglücken. Es ist traurig, aber ich freue mich im Sommer über jedes verregnete Wochenende.

  2. Frank sagt:

    Während in Deutschland die Menschen unter dem immer weiter zunehmenden Lärm von immer mehr und immer lauteren Fahrzeugen leiden, wird in der Schweiz offen über die Einführung von Lärmblitzern diskutiert:

    https://www.watson.ch/!845510642

    Und schon sind Lärmblitzer nicht länger eine Utopie!

    https://www.motorradonline.de/ratgeber/laermblitzer-abgasanlage-laermbelaestigung

    In Frankreich und England wir bereits getestet. Aber Deutschland beteiligt sich nicht an den Tests. Hier meint man in der Politik weiterhin, es gäbe kein Problem mit Posern auf zwei und vier Rädern!

    Grund genug, sich weiter zu beschweren. Zum Beispiel mittels einer kurzen E-Mail (Vorlage siehe unten!) an:

    Bundesverkehrsministerium
    email hidden; JavaScript is required

    Bundesumweltministerium
    email hidden; JavaScript is required

    Und an alle, die Euch sonst noch so einfallen! Zum Beispiel kann man den Vorschlagstext auch ein wenig modifizieren und dem Verkehrsminister des jeweiligen Bundeslandes schicken.

    Hier eine Textvorlage zur freien Verwendung (Copy-Paste)!
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    Drei Viertel der Bürger fühlen sich im dicht besiedelten Deutschland von Verkehrslärm gestört. Ca. 13 Millionen Menschen leben unmittelbar an Hauptverkehrsstraßen.

    Besonders der unnötige, mutwillige Auspufflärm der Krachposer auf zwei oder vier Rädern ist verantwortlich für gesundheitliche Einschränkungen, beispielsweise durch Aufwachreaktionen nachts. Auf Dauer wächst das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle.

    Weiterhin werden ganze Landstriche an Sonn- und Feiertagen durch Motorradlärm entwertet – genau zu den Zeiten, wenn sich die Menschen von einer anstrengenden Arbeitswoche erholen müssen.

    Was unternehmen Sie dagegen?

    In Frankreich und England werden jetzt Lärmblitzer gegen manipulierte Fahrzeuge und illegalen Gebrauch von Klappenauspuffanlagen in Wohngebieten getestet. Auch in der Schweiz gibt es bereits Bestrebungen zur Einführung.

    Wann sind Tests in Deutschland geplant? Gibt es schon Bestrebungen zur Schaffung einer gesetzlichen Grundlage?
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    • Rainer Rau sagt:

      Wieso sollte Deutschland ausgerechnet hier mal vorne dabei sein? Der Erfolg unserer KFZ-Konzerne auf dem Weltmarkt und Platz Eins der Müllerzeuger in Europa genügen anscheinend vollkommen.

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