Motorräder segnen…

Aus dem Straubinger Tagblatt…

Landab, landauf wird zum Saisonbeginn wieder gesegnet. Die Pfarrer (vor allen Dingen die in Leder) spritzen Weihwasser auf die Feuerstühle. Kein heidnisches Ritual, sondern ein amtskirchliches. Anwohner würden sich freuen, wenn diese Segnungen der Moderne differenziert betrachtet würden – ein kleines Wort würde genügen: Rücksicht. Nicht nur Rücksicht einfordern – Geben ist seliger als Nehmen.

7 Kommentare zu “Motorräder segnen…
  1. Matthias sagt:

    Motorradgottesdienste sind für mich nur ein Teil der Selbst-Inszenierung: Wir sind Helden, wir ziehen in den Kampf! Pathos – sonst nichts.

  2. Rainer Rau, sagt:

    Der Kirche geht es vielleicht wie einigen Parteien: Lieber Vollidioten im Publikum als gar keins. Oder wir unterliegen einem grundlegenden Irrtum: die rücksichtslosen egomanischen Menschenverächter sind in Wirklichkeit getarnte tiefreligiöse, nächstenliebende Heilige, die nur die Spaß-Schrottindustrie nicht vor die Hunde gehen lassen wollen. Auf die Hirne der FreiZeitRaudis müsste Weihwasser eher wie Schwefelsäure wirken, wenn sie denn eins hätten.

    • Der Redakteur sagt:

      Motorradfahrende Priester (um die handelt es sich oft) sind leider infiziert – un akustisch oft ebenso verblendet wie die Gesegneten.

  3. Rainer Rau, sagt:

    Matthias, da gibts noch mehr Parallelen. Radikalität und Menschenverachtung drücken sich auf vielerlei Weisen aus. Reagiert wird, wenns zu spät ist, und dann hat keiner mit so etwas gerechnet und nix davon gewusst. Gedankenlose Mitläufer, Wegseher und schamlose Profiteure verursachen nicht zum ersten Mal ein Desaster. Ich spreche nicht ausschließlich von zwei Rädern, alle anderen sinn- und zwecklosen Umweltverpester sind genau so kriminell – und NATÜRLICH zum Teil legal.

  4. Sacknasen sagt:

    Ois legal, ois legal! Wrammm, wrammm. I hoff dass se me ned erwischen. Ois legal.

    • Rainer Rau, sagt:

      Danke für die Hilfe. Haben Sie noch mehr derartige Kommentare? Ich habe sie in verschiedenen sozialen Netzwerken und anderen Stellen veröffentlicht, die wollen noch mehr, weil sie deutlich zeigen, wie ihr tickt. Und obwohl die Netzwerke „sozial“ genannt werden, werden Ihre verbalen Fäkalabsonderungen gebraucht. Wie gesagt: Ihr erklärt euch selbst.

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