Tiroler und Südtiroler handeln und sperren Pässe

Hahntennjoch in Tirol: Auch hier soll es wie in Südtirol zu Sperrungen für Motorräder kommen. Quelle: Wikipedia, Vince 51

Die Alpentäler und Alpenpässe leiden unter der Lärmpest und es sieht so aus, als ob die Italiener in Südtirol und die Österreicher in Tirol endlich Maßnahmen ergreifen: Das Sellajoch wird temporär für Motorräder gesperrt, der Tiroler Landtag zieht nach und  hat sich einstimmig für das „Maßnahmenpaket zur Eindämmung von Straßenlärm durch Motorräder“ ausgesprochen – motorisierter Zweiradtourismus hin oder her. Beliebte Passstraßen rücken in den Fokus der Politik: Wochenend-Fahrverbote sollen geprüft werden.

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8 Kommentare zu “Tiroler und Südtiroler handeln und sperren Pässe
  1. Sophia sagt:

    Großartig!! Kann sich der wunderschöne, aber inzwischen vollkommen lärmverseuchte Gardasee vielleicht anschließen?

    • Karsten Vetten sagt:

      Unbedingt!
      War gerade erst dort (Nebensaison!) aber der Motorradlärm dort versaut einem den ganzen Urlaub – unerträglich, vor allem an den WE
      Ein Grund, nicht mehr da hin zu fahren…

  2. HWolf sagt:

    Ist schon alles wieder Geschichte, zumindest in Südtirol, also geht’s da um Juni wieder hin.

  3. David sagt:

    Wir waren gerade am Wochenende in Südtirol. Hatten das Hotel für 2 Nächte gebucht und sind aber gleich wieder abgereist. Ich verstehe keinen der freiwillig in die Gegend fährt.
    Wir dachten es sei dort ruhiger, vor allem als wir auf Streetview Schilder sahen mit „Motorradfahrverbot“. Erstaunlicherweise fuhren viele trotzdem. Als wir die Frau vom Hotel darauf ansprachen tat sie so also ob sie noch nie etwas von Motorradfahrverbot gehört hätte, dabei gibt’s an der Strasse gleich mehrere. Haben Fotos davon gemacht.

    • Rainer Rau sagt:

      Es trifft nicht nur das Nervenkostüm normalfühlender Menschen, sondern leider auch immer öfter die Touristenbranche. Vielleicht kriegt die wenigstens die lokale Politik wachgerüttelt; traurig, dass es erst so weit kommen muss. Hoffentlich läuft es nicht wie so häufig: Oft werden die Opfer von Straftaten hinterher als die Schuldigen dargestellt. Die Lärmsüchtigen geben sich alle Mühe, die Lärmopfer als die Problemverursacher aussehen zu lassen. Jedenfalls haben große Teile der Politik mit dem Wohl des Volkes nichts mehr zu tun, auch nicht, wenn es an die Substanz geht.

  4. Maike sagt:

    Wir waren in den Niederlanden, südwestlich von Rotterdam am Meer. Eigentlich schön da! Aber jeden Abend ein Höllenlärm von der Hauptstraße in ca. 400 Meter (!) Entfernung. Autos, Motorräder und Quads, scheinbar alle völlig ohne Schalldämpfer. Der Krach erstreckte sich bis in die Nacht. Das Glas Wein am ersten Abend auf der Terrasse mit Hafenblick haben wir nur so heruntergeschüttet. Danach haben wir dort nicht mehr gesessen. Nie wieder!

    • Rainer Rau sagt:

      Die Niederländer sind halt noch liberaler als wir, dort darf man vielleicht sogar bekifft Motorradfahren. Hier wird es zumindest kaum verfolgt, anders kann man sich viele Auswüchse nicht erklären.

      • Der Redakteur sagt:

        Übrigens waren es die Niederländer, die in der letzten Normenkommission einen Lärmdeckel mit einem verbindlichen Höchstwert forderten. Die Deutschen waren natürlich dagegen….

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