CSU macht Druck gegen Motorradlärm

Die Polizei in Niederbayern hat eine eigene Kontrollgruppe Motorrad gegründet, um dem Raser- und Lärmproblem beizukommen. Quelle: Ausriss BR.

Die Polizei in Niederbayern hat eine eigene Kontrollgruppe Motorrad gegründet, um dem Raser- und Lärmproblem beizukommen. Quelle: Ausriss BR 24.

Mit einem bayernweiten Projekt macht die CSU auf sich aufmerksam. Ein Aktionspapier der Partei wurde vom Kreisverband Straubing-Bogen ausgearbeitet und zeigt, dass man hier das Problem verstanden hat und bereit ist, es kreativ und nachdrücklich anzugehen. Die CSU formuliert vier Forderungen:

1. Punktuelle Geschwindigkeitsbeschränkungen an kritischen Stellen
Geschwindigkeitsbeschränkungen bzw. Optimierung von bestehenden Beschränkungen nach Lärmschutzaspekten. Dabei ist auch eine Beschränkung nur während der Saison oder an Wochenenden und Feiertagen gerne denkbar.
2. Mehr Handhabemöglichkeiten für die Polizei
Da reine Geräuschkontrollen sehr zeitaufwendig sind und sich die aktuellen Kontrollstellen bei den Fahrern schnell herumsprechen, ergeben sich effektive Handhabemöglichkeiten für die Polizei vor Ort auch aus den Geschwindigkeitsbeschränkungen.
3. Lärmgutachten für kritische Stellen
Hier bitten wir um eine wissenschaftliche Untersuchung der Anwohnerbelastung an beliebten Motorradstrecken. Dabei können wir uns z. B. eine Projektarbeit einer Universität vorstellen.
4. Versuchsstrecke mit Leitpfostenzählgerät zur Lärmreduzierung
Ein Pilotprojekt des baden württembergischen Verkehrsministeriums brachte 2015 fast eine Halbierung der besonders hohen Schallpegel im Gemeindegebiet Todtmoos. Hier registriert ein Leitpfostenzählgerät besonders laute Motorräder, ca. 100m weiter erfolgt eine visuelle Rückmeldung an den Fahrer. Als bayernweiten Versuch ist dies auch auf der St2139 im Bereich Neukirchen-St. Englmar einzuführen, da sich hier fast identische Bedingungen vorfinden.

Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, wurde jetzt auch eine “Kontrollgruppe Motorrad“ gegründet – mit eigens geschulten Polizisten.

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15 Kommentare zu “CSU macht Druck gegen Motorradlärm
  1. Marek sagt:

    Wann endlich kann man die CSU bundesweit wählen?!

  2. Frank sagt:

    Bei uns in NRW ist Landtagswahl – und die CSU tritt nicht an. Schade!

  3. Christoph sagt:

    Unfassbar, einer hat Spaß, dreht den Hahn auf und ganze Häuserblocks werden terrorisiert. Zum Teil ist das deutsche Rechtssystem einfach ein zahnloser Tiger, sorry.

  4. Gärtner sagt:

    Ich werde für jeden verünglückten Raser oder Harley-Lärmer in meinem Landkreis in diesem Jahr 150 Euro an die CSU spenden.

    • Timo Klaas sagt:

      tut mir leid, ich verstehe nicht was sie damit bezwecken möchten oder welches Ziel sie damit befolgen…

      • Anwohner sagt:

        Ist aber nicht schwer zu verstehen.
        Ich erkläre es trotzdem mal:
        1. CSU kümmert sich um das Motorradraser- und Motorradlärmproblem.
        2. „Gärtner“ findet das gut. „Anwohner“ übrigens auch.
        3. Viele illegale Motorradraser und Lärmer verunglücken, weil sie Regeln nicht beachten und mit z.T. extrem erhöhten Geschwindigkeiten fahren.
        4. „Gärtner“ bringt seine Missbilligung gegenüber diesem illegalen Treiben dadurch zum Ausdruck, dass er mit Spenden darauf aufmerksam machen möchte.
        5. Die Partei, die sich nun auch um Rechte von Anwohnern gegen Raser und Lärmer kümmert, erhält durch diese Spenden sowohl finanzielle als auch symbolische Anerkennung für ihre diesbezügl. Politik.
        6. Diese Politik gegen Missachtung von Regeln wird unterstützt, fortgesetzt und verstärkt und regt somit auch die Politiker anderer Bundesänder an, endlich aktiv zu werden.
        7. Das Problem „Motorradlärm“ gewinnt bundesweit an Bedeutung, die Lärmopfer an den Straßen werden endlich ernst genommen.
        8. Der Rechtsstaat gewinnt.
        9. Die Lärmgrichtlinien werden verschärft.
        10. Die Rechte der Anwohner werden zukünftig beachtet.

        Wie gesagt: einfach zu verstehen. Und eine gute Idee.

        • Timo Klaas sagt:

          Okay das ist verständlich allerdings würde ich mich darauf nicht verlassen. Wie oft haben wir es erlebt das Themen auf einmal nicht mehr „wichtig“ sind und unter den tisch fallen. Sinnvoller ist es hier eher die Betroffenen zu mobilisieren und sich so Gehör zu verschaffen, bis es nicht mehr tot geschwiegen werden kann.

      • Frank sagt:

        Hallo Herr Klaas,
        das geht mir auch so. Ich würde das lieber anders formuliert sehen:

        „Ich würde gerne für jeden Harley-Fahrer, der LEISE an unserem Grundstück vorbeifährt, ein schönes Stück Kuchen mit einem Pott frischen Kaffee spendieren!“

        Leider begegnen mir hier im Ruhrgebiet nur extra laute Harleys. Und darauf Leute, die so aussehen, als hätten Sie in ihrem langen Leben bereits mehr als genug Kuchen und andere Kalorienbomben gehabt.

        Und weil diese speziellen Ultra-Lärmer so massenhaft bei uns auftreten und unsere Rot-Grüne-Regierung nichts dagegen unternimmt, spende ich nicht an politische Parteien – sondern viel lieber an den VAGM:
        http://www.motorradlaerm.de/kontakte/aktiv-werden

    • Oswald Alexander sagt:

      Was bist denn du für einer, sei mal Vorsichtig mit deinen Aussagen, das ist unterste Schublade!
      Mir brauchst du nicht übern Weg rennen, da mach ich dich katholisch !!!
      Das zeigt mal das es nicht weit her ist mit dir!

      • Reto sagt:

        Der eine will steuerlich wirksam etwas zur Parteienfinanzierung beitragen, der andere droht mit „katholisch machen“. Das zeigt, wei weit es mit dieser Gesellschaft gekommen ist. ;-)

      • Frank sagt:

        Und wieder eine weitere primitive Stilblüte in meiner Sammlung!

        „Katholisch“… ein Scherzer …

        :-)

  5. Anwohner sagt:

    Bei uns hier würde das richtig teuer! Habe vor einiger Zeit – beim Tod eines nahen Verwandten – mit einem lokalen Bestatter auch über das Thema geprochen. Der sagte, dass er selbst schon 18 (!) mal zum Biker-Einsatz an einer einzigen Straße hier in der Region gerufen wurde. Und er ist ja nicht der einzige.

  6. Martina sagt:

    Leider wohne ich auch in BW und habe den Eindruck, dass im Kreis SHA gar nicht an die Bevölkerung gedacht wird. Im Kreis SHA gibt es noch nicht einmal Blitzer in den Gemeinden. Ich wohne in einem kleinen Straßendorf an der B 19 und täglich rasen alle: LKW, PKW, Zweiräder, ohne Rücksichtnahme auf die Anwohner. Die Leute, die das entscheiden, wohnen ja in verkehrsberuhigten Zonen.
    Über den Rechtsstaat muss ich lachen, den gibt es nur für Leute die abzocken und die auf Kosten anderer leben.
    Die CSU würde auch meine Stimme bekommen, wenn ich diese hier wählen könnte. *Seufzt

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