Den „Vulgarius“ gibt’s für mutwilligen Verkehrslärm

Vulgarius ist ein grimmiger Zwerg mit Gehörschutz  – der Anti-Award für „Cycle Beating“ in Sachen Lärm. Mehr Info: www.vulgarius.de (Grafik: Mark Bennington)

Zum Tag des Lärms am 26. April haben Umweltschutzverbände um den BUND für Umwelt und Naturschutz einen Anti-Award für mutwilligen Verkehrslärm initiiert. Zu gewinnen gibt es den grimmigen Gartenzwerg und hoffentlich eine Menge negativer Publicity. Auf der Hompage werden diverse Beispiele von ausgewählten Lärmproduzenten thematisiert. Den Gartenzwerg mit Gehörschutz gibt es für Krachmacher in der Industrie – und für besondere Leistungen in der Umgehung von Lärm-Normen durch Cycle Beating – analog Dieselskandal. Betrachtet man die Liste der Nominieren, so liest sich das wie das „Who ist Who“ der Lärmproduzenten auf deutschen Straßen. Jeder Besucher der Seite www.vulgarius.de kann bis 15. August seinen persönlichen Vulgarius (Vulgarius steht für gepimpten „Auspuffsound“, sprich ganz vulgären und mutwilligen Krach) vergeben: Eine Online-Abstimmung ist bis dahin möglich: Stimmen Sie ab!

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VCD startet Petition gegen Motorradlärm

Auch der VCD wird gegen Motorradlärm aktiv.

Der Kreisverband Osnabrück des Verkehrsclubs Deutschland startet eine Petition gegen Motorradlärm – willkommen im Club. Die Petition kann hier gezeichnet werden.

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Offener Brief eines Physikers an Dobrindt und Marwein

Hermann Emerich ist Physiker und arbeitet in Grenoble an einem renommierten Institut.
Auch in Frankreich sind die Folgen der verfehlten Lärmschutzpolitik zu hören. Er schickt uns diesen offenen Brief.

 

An den deutschen Verkehrsminister
Alexander Dobrindt
und den Lärmschutzbeauftragten von Baden Württemberg
Thomas Marwein

Sehr geehrter Herr Dobrindt,
sehr geehrter Herr Marwein,

Ich wende mich mit diesem offenen Brief an Sie, damit angesichts der ausufernden Entwicklung des Motorradlärms endlich tragbare Lösungskonzepte entwickelt werden. Ich bitte sie daher den Artikel – trotz seiner Länge – bis zum Ende durchzulesen. Um mich vorzustellen: Ich betrachte mich als durchschnittlichen Repräsentanten der deutschen Bevölkerung und arbeite als Wissenschaftler (Fachrichtung Physik) in einer europäischen Forschungsanstalt. Durch die Natur meiner Beschäftigung, würde ich mir eine gewisse Tendenz zum kritischen Hinterfragen zuschreiben, ohne daß ich dadurch aber automatisch zum Rechtsspezialisten bzw. technischen Berater mutiere. In meinen Vorträgen fordere ich die Zuhörer gerne zur Eigenarbeit auf. Als einleitende Übung würde ich daher vorschlagen das Stichwort „Motorradlärm“ (i. B. ein paar Tage nach einem schönen Wochenende) in Google einzugeben und dabei den Suchzeitraum auf eine Woche zu beschränken. Vermutlich liefert diese Handlung Ergebnisse, vor allem wenn Sie über ein paar Wochen wiederholt wird, die mir die notwendige Rechtfertigung verleihen das Problem Motorradlärm als allgemein zu bezeichnen und nicht (nur) als ein Ausdruck meiner persönlichen Frustration.

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Gegenlärm wird entfacht

Waiblinger Kreiszeitung berichtet über Motorradlärm-Demo in Schorndorf. Quelle: Ausriss WKZ.

Immer mehr haben die Schnauze voll von den Rasern und Lärmern. In Baden-Württemberg wird jetzt auch demonstriert: Fast 80 Menschen machten ihrem Unmut in Schrondorf an der Schlichtener Straße mit Transparenten und Hupen Luft. Mit der Aktion verweisen sie und Anwohner des Rudersberger Ortsteils Krehwinkel auf den unerträglichen Lärm durch Motorrad-Freizeit- und Raserverkehr. Ein Ärgernis, mit dem die Schorndorfer nicht allein sind. Hier gehts zum Artikel.

 

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Pfingstdemo gegen Motorradlärm

Ausriss aus der Osnabrücker Zeitung: Widerstand gegen Lärmbelästigung.

 

Die Osnabrücker Zeitung berichtet von einer Pfingsdemonstration der besonderen Art: Von Borgloh und Holte aus haben sich am Pfingstmontag rund 200 Demonstranten aufgemacht um gegen Motorrad-Raser auf der K330, die beide Orte verbindet, zu demonstrieren.Vereint im Leid wegen des Lärms sei man entlang der kurvenreichen Kreisstraße schon länger, sagen dei Anwohner. Noch im letzten Jahr verwarf man die Idee einer gemeinsamen Demonstration. Heute ist sie fast sowas wie die letzte Hoffnung. „Darauf, dass Behörden und Polizei endlich unser Problem ernst nehmen“, heißt es unisono als sich der Protestzug aus Borgloh in Bewegung setzt. Mehr Aufmerksamkeit wünschen sie sich, mehr Kontrollen und mehr Blitzer auf der Wochentags und am Wochenende von Motorradfans hochfrequentierten Strecke.

 

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Offensive gegen mutwilligen Verkehrslärm

VAGM e.V. starten Bundestags-Petition
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Lautertal: Demo empfängt Minister Hermann

Der Alb-Bote berichtet, wie Verkehrsminsiter Hermann (BW) (Bildmitte) in Münsingen von einer Anti-Motorradlärm-Demo empfangen wird.

Baden-Württembergs Verkehrsminister besucht Münsingen – und er wird von einer Anti-Motorradlärm-Demonstration empfangen, wie der Alb-Bote (Südwestpresse) berichtet. Es geht um das zauberhafte Lautertal, das das Problem bereits im Namen trägt: Zu Erholungszeiten gibt sich der Chaotenchor der Raser und Lärmer auf zwei Rädern hier ein Stelldichein. Weithin Krach im Bisophärenreservat. Nach Auslegung der Rechtslage kein Problem: Die lauten Maschinen sind ja nicht illegal, auf den Zulassungspapieren werden sie sogar immer leiser, obwohl man das im Lautertal nicht glauben mag. Minister Winfried Hermann (Grüne) zeigt Verständnis für  die rund 80 Lärmgeplagten – aber viel zu bieten hat er nicht. Die Polizei müsse kontrollieren (was bitteschön?) und gemessen werde müsse auch (fürs Excel?). Was aber soll kontrolliert werden, wenn all die Umgehungen der Typzulassungs-Normen staatlicherseits geduldet werden? Und was bitteschön soll das Messen bringen, wenn doch keine Konsequenzen gezogen werden? Lieber Minister Hermann: Wie wäre es, wenn Sie oder Ihr ebenfalls messversessener Lärmschutzbeauftragter mal endlich einen kreativen grünen Vorstoß machen, der beim Bürger ankommt (und so lange Sie noch an der Regierung sind)? Anstatt für 20.000 Euro/Stück Messgeräte aufzustellen, die verkennen, dass ein Gutteil der Fahrer das eigene Fahrzeug auch danach auswählt, wie laut es ist? Liebe Demonstranten: Großes Kompliment für so viel Arsch in der Hose – auch wenn der hier aus reiner Verzweiflung gereckt wird.  Einen Gruß auf die Alb nach Baden Württemberg!

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Kurve links, kurve rechts – nach mir die Sintflut

Kölner Stadtanzeiger berichtet zum Lärm in der Eifel und im Bergischen Land. Ausriss KSTA.

Journalist Tobias Christ vom Kölner Stadtanzeiger berichtet aus Eifel und Bergischem Land: Von Motorradfahrern, die ihren Spaß haben, und von Anwohnern, die ganz natürlich unter diesem Freizeitlärm zu leiden haben. Es gibt massive Anwohnerbeschwerden und Behörden, denen gegen diese Art von Belästigung seit einem Jahrzehnt nichts einfällt. Und über allem ein Normen-Hokus-Pokus, der den Menschen vorgaukeln soll, es ändere sich etwas. Im Interview übrigens BUND-Experte Holger Siegel. Die Print-Version kann man sich hier downloaden.

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